Da war doch noch was: woanders

Es ist eine Schande, ich komme einfach viel zu selten zum Schreiben. Aber die Vorsätze sind gut und die notierten Blogideen zahlreich. In der Zwischenzeit findet ihr Texte über Plastikpflanzen, meinem Lieblingsort dem Balkon und über kleine Unternehmnungswünsche, die ich noch habe, auf einer anderen Plattform.

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Wanted: Papablogs

Wer hilft mir bei meiner Recherche zu Papa-Blogs?

Ich kenne:
Maximilian Buddenbohm
Papaganda
Papa-Online
Zwillingswelten
Linsensicht
Frauen und Kinder zuerst
Pop64 (gespickt mit vereinzelten Handwerkerartikeln)

Hab empfohlen bekommen:
Life of Mattes
Familienblog Bodehase
Papas Wort
DADDYlicious
Ich bin dein Vater
Daddy doin’ work (Englisch)
Grosse Köpfe
 

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Photography Playground

Schon letztes Jahr bin ich auf den Photography Playground aufmerksam geworden. Da wir dort einen grandiosen Tag verbracht und wirklich viele tolle Bilder gemacht haben, habe ich mich sehr gefreut, dass Olympus diese Aktion 2014 wiederholt.

Ich habe auch Plakate rumhängen sehen und die Website besucht, aber ganz ehrlich, es gibt diese Websites auf denen nichts steht. Jedenfalls genügt mein  Intellekt offenbar nicht, um im Vorfeld zu verstehen, um WAS es sich dabei genau handelt (ähnlich wie bei der transmediale). Die Texte erinnern mich immer an meine Hackfleischbesprechungen.

Also:

Öffnungzeiten Täglich ab 11 bis 19 Uhr

Wann Bis zum 25. Mai 2014

Wo Opernwerkstätten, Zinnowitzer Straße 9, 10115 Berlin (nahe Nordbahnhof)

Eintritt frei

Was ist das eigentlich? Eine charmante Werbeveranstaltung für das neue Kameramodell OLYMPUS OM-D
D.h. konkret: Ihr geht dahin und könnt euch kostenlos diese Kamera ausleihen. Dazu bekommt ihr einen 4 GB große Speicherkarte, die ihr hinterher mit euren Aufnahmen nach Hause nehmen könnt. Auf insgesamt drei Etagen haben neun Künstlerinnen und Künstler* Kulissen geschaffen, die ihr fotografieren könnt. Vieles ist interaktiv und der Reiz ist tatsächlich sich gegenseitig in den Räumen zu fotografieren.

Was noch? Kann man sehr gut mit Kindern machen. Und pscht ganz leise: Man kann auch mit eigener Kamera fotografieren, wenn die Schlange für die Olympusausleihe zu lang ist.

Wir hatten auch dieses Jahr Riesenspaß.

pp1
pp2
image

Weitere Eindrücke auf instagram unter den Hashtags #photographyplayground und #opernwerkstätten

P.S. Liebe VeranstalterInnen – für 2015 – denkt euch doch mal ein leicht verständliches Hashtag aus und macht das irgendwie publik.



*AlexandLiane, 3Destruct [ANTIVJ], Clemens Behr, Dean Chamberlain, Leandro Erlich, Philip Beesley, ANNA BURNS and THOMAS BROWN, Transforma und Maser

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Lieblingstweets 03/14

Wondergirl
@Wondergirl
Instant Love bei Männern, die in Singlebörsenprofilen hinter “Kann ich gut:” “Exorzismus” stehen haben.
Danella
@ezdella
Ich bin ja jetzt in dem Alter, indem sofort die Muttermilch einschießt wenn man in der Singlebörse von einem 20 jährigen angeschrieben wird.
Marie von den Benken
@Regendelfin
Ich habe es auch nicht immer leicht gehabt. Es ist schon hart, so ein Leben an der Anmutsgrenze.
Ahoi Polloi
@ahoi_polloi
Die Post-it-Notes, auf die ich meine Passwörter schreibe, sind von einem zertifizierten Post-it-Note-Provider.
macdrifter
@macdrifter
You get the MS Office you deserve.
Paulus Müller
@PaulusMueller
Heute aus Gewohnheit Ampel grün gezaubert, obwohl ohne Kinder unterwegs. Hat wie immer geklappt. Beeindruckte Blicke geerntet.
“Und was lernt man, wenn man Kinder hat?”
“Vergeben. Sich beherrschen. Warten. Und bei alle Toaster fliegen hoch die Arme unten zu lassen.”
Ellen Lang
@EuleTM
Die Grenze zwischen Altersmilde und Resignation ist fliessend.
Jon Gold
@jongold
how to set up a linux server in 5 simple steps:
1) ???
2) ???
3) copy & paste some things you don’t understand
4) ???
5) done
Mann vom Balkon
@MannvomBalkon
Wir missverstehen uns blind.
|Don Mention™|
@Doktor_FreakOut
“Wie gehen sie mit beruflichen Rückschlägen um?”

“Ich singe laut.”

“Wir melden uns!”

“THAT’S THE WAY, AHA AHA I LIKE IT, AHA AHA!”

Neelchen
@ela_nela
In Gedenken an alle, die irgendwo verloren gingen, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben.
Sillium
@Sillium
Einen klitzekleinen Monat Geduld bitte.
Gebbi Gibson
@GebbiGibson
Sonntagstelefonat mit Mama:
1. Begrüßung
2. Termine, zu denen ich hätte anrufen sollen
3. Verwandte, die ich anrufen soll
4. Verabschiedung
nutellagangbang
@nutellagangbang
Der Letzte macht den Hype aus.
Thomas Renger
@dentaku
Jetzt haben die Patches schon eigene Bugs.
Herr Ungebührlich.
@Ungebuehrlich
Ich lasse mir “Buffering!” auf die Zunge tätowieren. Dann bleibe ich mitten im Gespräch bewegungslos sitzen und stecke die Zunge raus.
HumpelHasi
@_ungenau_
Es sind oft kleine Dinge, die ich falsch mache, wenn ich mit meiner Mutter unterwegs bin. Zum Beispiel atmen oder sprechen.
Maximal Jan
@Janwaldsied
Hinter jeder attraktiven Frau ,
stehen 10 andere Frauen die sagen:
“Aber ihr Arsch ist zu dick.”
Hawkeye
@h4wkey3
“text.doc”
“text_final.doc”
“text_final_version2.doc”
“text_final_version3.doc”
“text_endgueltig_final.doc”
“text_endgueltig_final_v2.doc”
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Ein Rant zum Begriff “Maternal Gatekeeping”

katjaberlin
@katjaberlin
ich brauche keinen mann, der mir im haushalt hilft.
es reicht, wenn er seine hälfte der hausarbeit macht, meine hälfte schaffe ich alleine.
Tweet nachträglich ergänzt. Weil er so wunderbar ist.

Neulich habe ich einen tollen, für mich neuen Ausdruck gelesen: Maternal Gatekeeping

Wer den Begriff nicht kennt: Es geht hierbei um die Unterstellung, dass viele Mütter das Thema Kinder und Erziehung so sehr an sich reißen, dass für die Väter gar kein Platz mehr ist, um ihren Part zu erfüllen (z.B. “Väter helfen zu Hause oft auch deshalb zu wenig mit, weil die Mütter ihren Kompetenzvorsprung ausspielen. „Maternal Gatekeeping“ nennen Soziologen dieses Phänomen, und unsere Autorin gibt zu: Da ist durchaus was dran.“.

Ich hab im Anschluss noch die Kommentare auf facebook dazu gelesen und schätze, danach war mein Blutdruck irgendwo in dem Bereich, in dem Comicfiguren Dampf aus den Ohren kommt.

Wenn ich mich so aufrege, ist das meist ein sicheres Indiz dass das vielleicht irgendwas mit mir und meinem Leben zu tun haben könnte. Also habe ich versucht mich zu fragen: Bin ich am Ende einer dieser Gatekeeping Mothers?

Ich gebe zu, als die Kinder jeweils frisch geboren waren, da dachte ich wirklich, ich sei für die Babys wichtiger als der Vater. Ich hatte große Probleme sie aus meinen Armen zu geben. Ich denke viel lag das auch daran, dass ich gestillt habe und zwar nach Bedarf und ich war in Elternzeit, einmal ein Jahr und ein anderes Mal etwas länger. Also einfach verfügbarer.

Sprich, ich habe nicht gearbeitet und habe es als meinen Job angesehen, mich um die Kinder, die Familie, den Haushalt zu kümmern. Irgendwann dachte ich vermutlich, dass ich einiges besser wüsste oder könnte. Meiner Meinung nach hat das aber tatsächlich was mit der Menge der Zeit zu tun, die man mit den Kindern verbringt und natürlich ist es auch einfach eine Sache der Übung. Das hat für mich nichts wertendes. Wenn ich nie Löcher in die Wand bohre und ein anderer das schon seit Jahren macht, ist es relativ wahrscheinlich, dass der andere die Löcher präziser bohrt, dass er weiß wie groß sie sein müssen und welchen Dübel man mit welcher Schraube verwendet. So ist das bei den Kinderthemen auch. Zweihundert Mal Windeln gewechselt und Kind an und ausgezogen, das ist was anderes als wenn man das zehn Mal gemacht hat.

Die Kinder kamen in den Kindergarten und ich ging wieder arbeiten. Teilzeit. Teilzeit deswegen, weil es meiner Meinung nach nicht möglich ist, all die Termine und ToDos zu erledigen, die man mit Kindern so auf der Agenda hat. Elternabende, Vorsorgetermine, normale Arzttermine – ja selbst schnöde Spielplatzverabredungen sind nicht möglich, wenn ich von 8 bis 17 Uhr arbeite (8 Std plus Mittagspause) und je 40 Minuten Arbeitsweg habe.

Mit dem Wiedereintritt in den Beruf hätte ich mir die Familienarbeit gerne geteilt. Meine Idealvorstellung (sofern man sich das finanziell leisten kann) wäre: Vater und Mutter arbeiten Teilzeit und zwar zeitversetzt. Jeder macht alles. Man wechselt sich beim Holen und Bringen ab. Man teilt sich die Kranken und Schließtage. Geht abwechselnd zum Elternabend, abwechselnd zu den Entwicklungsgesprächen, zu den Vorsorgeterminen. Einmal kauft der eine Partner mit den Kindern Schuhe oder Regenhosen – mal der andere.

Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umschaue finde ich dieses Modell genau zwei Mal. Zwei Mal von gefühlten fünfzig.

Sind das – bin ich – sind wir alle Gatekeeping Mothers?

Nein? Ja?

In der facebook Diskussion schrieb eine Dame: “Man muss die Männer eben rechtzeitig einbinden! Man kan nicht hinterher jammern, wenn sie sich nicht interessieren und nicht mitmachen.”

Leider bekomme ich da schon ein leichtes Würgegefühl. Die Mutter muss den Vater einbinden? Warum? Ist das auch ein Kind? Sind Männer/Väter nicht zufällig auch Erwachsene? Könnte es nicht so sein, dass die sich gemeinsam mit der Mutter für Kinder entschieden haben? Düfte man da nicht ein natürliches Interesse am eigenen Kind voraussetzen?

Ich habe noch kopfschüttelnd weitere Kommentare und Artikel in der Richtung gelesen. Ich werde das nie verstehen. Ich pauschalisiere jetzt einfach mal ganz platt: Warum fühlen sich so viele Männer nicht berufen die gleiche Verantwortung für ihre Familie, für ihre Kinder zu übernehmen? Warum gehen sie auf ihre Gatekeeping Wifes nicht zu und sagen: Moment mal, liebe Frau! Ich will jetzt auch mal Windeln wechseln? Ich möchte heute auch mal füttern! Ich WILL aber Wäsche waschen! Sorry, aber ICH habe mich schon auf der Liste im Kindergarten zum Frühjahrsputz eingetragen!

Immer sind die Frauen schuld. Immer. Selbst wenn es um mangelnde Beteiligung der Männer geht. Da sind es nicht die Männer oder Väter, nein! Da sind es die Gatekeeping Mothers. Wenn die nämlich nicht so gierig nach vollgekackten Windeln, stundenlangem Warten beim Notarzt und nach Küche putzen wären, ja dann, dann würden die Papas sich auch beteiligen. So ist das nämlich!

Übrigens, Studien zeigen, dass Gatekeeping Mothers Männer auch wieder miteinbeziehen können. Wenn sie das sensibel tun und ausreichend motivieren und loben, dann gibt es da noch eine Chance: [...] encouragement had a more powerful effect on fathers than criticism. “Mothers can close the gate, but they can also open the gate,”

Erstaunlich wie viel Macht wir Frauen so haben. Jedenfalls in Sachen Familienarbeit.

Was Melanie von glücklich scheitern unter den oben verlinkten Nido-Artikel geschrieben hat, ist so wahr: ich wunder mich immer wieder, dass männer sich in familiendingen das ruder aus der hand nehmen lassen. und das, glaub ich auch, oft ganz gerne. schließlich sind sie sonst in sachen durchsetzungsvermögen ja nicht zu knapp ausgestattet…

Ich kann da nur den Kopf schütteln und wenn ich solche Urteile des Bundesgerichtshof lese, dann kann ich gar nicht mehr aufhören damit: Frauen können neben einer Vollzeittätigkeit noch Kinder betreuen, Männer nicht.

“Offenbar sind Frauen nach Ansicht des BGH einfach belastbarer. Noch wahrscheinlicher ist jedoch, dass der BGH bei seiner Entscheidung veraltete Leitbilder zur Berufstätigkeit von Männern und Frauen im Kopf hatte: Männer können sich neben ihrer Vollzeittätigkeit nicht noch um Kinder kümmern, weil sie verantwortungsvolle Jobs haben, in denen sie Überstunden, Dienstreisen und wichtige Besprechungen zu kinderbetreuungsunfreundlichen Zeiten wahrnehmen müssen, schon  weil sie als Familienernährer unter dem Druck stehen, Karriere machen zu müssen. Und Frauen haben Vollzeitstellen von acht bis sechzehn Uhr, weil sie in Jobs arbeiten, in denen sie zwar nicht viel verdienen, aber wo sie pünktlich Schluss machen können, weil sie putzen oder im Callcenter arbeiten.”

Der Artikel ist von 2011. Aber ich glaube das ist völlig egal. Er spiegelt nämlich lediglich das wieder, was in der Gesellschaft eine weit verbreitete Haltung ist.

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Lieblingstweets 02/14

PHP CEO
@PHP_CEO
TEAM I HAVE BEEN DISAPPOINTED TO FIND MULTIPLE REFERENCES TO MODELS AS “OBJECTS” IN OUR CODEBASE. LESS JUDGEMENT PLEASE WE ARE ALL ADULTS
Vivi
@hexhexvivi
Kind (4): “Mama, wie lange dauert es noch bis Sommer?”
- “4 Monate.”
“Boah, bis dahin bin ich ja fast ausgestorben!!” #dinokind
Walfänger
@netter_herr
Alles, was ich über Seemannsknoten weiß, habe ich von meinen Kopfhörern gelernt.
Hilli Knixibix
@HilliKnixibix
Das mit Abstand ekelhafteste Schaufenster eines Haar-Entfernungsstudios, das ich je sah und sehen werde. pic.twitter.com/uygnNZuwX6
Renate Bergmann
@RenateBergmann
Ich habe immer Angst, dass sie mir auf einer Beerdigung mal einen Kranz zuwerfen und ich dann die nächste bin.
Alert komunikacije
@Sandra_Ri051
Found: a phone. Texted: a moron. pic.twitter.com/5EaBfQfSZ4
M4gnu5 N13m4nn
@grindcrank
“Vielleicht haben die anderen in deiner Klasse alle ein iPhone, aber wir haben dich dafür lieb.” – Wie man Teenager zum Kotzen bringt.
Akkordeonistin
@akkordeonistin
Der Gebr. von Abk. aus Platzgr. mindert i. d. R. den Lesefluss erhebl., und es ist i. B. aus ästh. Gründen dring. davon abzuraten.
Ti Na
@werdenundsein
Das ist unglaublich, wieviel 100 Gramm Kompott sind.

Wenn man es von der Wand und Umgebung wischen muss.

Bill Murray
@BiIIMurray
If someone says you’re “one in a million” They’re telling you that there are 7,038 people just like you. How is this a compliment?
Max. Buddenbohm
@Buddenbohm
Ich: “Wie nass habt ihr jetzt den Boden im Bad gemacht?”

Sohn I: “Der Boden ist relativ… da sind ein paar Tropfen… KOMM NICHT REIN!”

fuchsbrom
@formschub
Schönheitschirurgie, oder: SEO für den Körper.
m.
@ohaimareiki
in der wissenschaft hat man das gefühl, eigentlich nie etwas zu verstehen, sondern nur auf einem immer höheren niveau daran zu scheitern.
Wtf is wrong with this dude? What is he looking at? The world? pic.twitter.com/lTpCF5Y5QW
Michael Buchinger
@MichiBuchinger
Ich finde Schwangerschafts-Tests super. Ich wünschte mehr Fragen des Lebens würden sich beantworten, indem man wo draufpinkelt.
Paulus Müller
@PaulusMueller
“Oh! Ein Riesenpopel, ich hol’ mal schnell ein Taschentuch.”
Fr. Kleinkind: “Neiiiin! Ich wollte den doch essen!”
FrauFrohmann
@FrohmannVerlag
Gute Wünsche unter Social-Media-Menschen (23).
“Möge die Aufmerksamkeit mit dir sein.”
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Gravity

Psychologen testen und vergleichen ja gerne. Wenn genug Studien durchgeführt wurden, kann man die Studien zusammenfassen und die Ergebnisse der Ergebnisse auswerten. Irgendwann hat das mal jemand gemacht und heraus kam bezogen auf die Frage, ob Männer bzw. Frauen irgendwas besser können als Frauen bzw. Männer: Ja – es gibt einen Unterschied.

Männer weisen über alle Studien hinweg bessere Testergebnisse in Sachen geistige Rotation auf. D.h. sie haben eine bessere Vorstellung davon wie dreidimensionale Gegenstände sich im Raum drehen und wie sie dann aussehen.

Ich glaube das. Ich bin zum Beispiel wahnsinnig schlecht darin mir dreideimensionale Gegenstände gedreht vorzustellen. Das hab ich das letzte Mal gemerkt als ich im Büro versuchte die auseinandergenommene Milchschäumeinheit des Kaffeevollautomaten wieder zusammenzusetzen. Vier Teile, eine schematische Zeichnung in der Bedienungsanleitung – ca. 10 Minuten inklusive mehrerer Duzender Fehlversuche habe ich gebraucht mir das so vorzustellen, dass es am Ende wirklich passte.

Astronautin hätte ich also schonmal nicht werden können. Das habe ich gestern verstanden als ich mich bei Gravity fast tot gelangweilt habe. Ich dachte, der Film sei irgendwie spannend. So wie Open Water vielleicht – nur eben im Weltraum. Mir hat niemand vorher gesagt, dass man sich den Film komplett sparen kann, wenn man ihn nicht in 3D im Kino anschaut (und selbst wenn ich das getan hätte, ich kann mich einfach nicht mit optisch anspruchsvollen Filmen anfreunden, die sonst keine Handlung zu bieten haben). Jedenfalls – ich kenne mich echt nicht aus mit diesen Astronautensachen – aber allein schon dieser Unsinn dass Sandra Bullock in Unterwäsche durch die Raumstation gleitet. Was soll das? Hat der Film das wirklich nötig, damit Männer sich besser unterhalten fühlen? (Jetzt hauen mich gleich alle, aber gibt es einen anderen Grund eine Frau bei Minusgraden in Unterwäsche zu zeigen?).

Jedenfalls was die Sache mit der Bedienungsanleitung angeht – glücklicherweise liegt in der ISS vor jeder Steuerungseinheit ein Handbuch mit ca. 250 Seiten (also ungefähr der selbe Umfang wie beim Kaffeevollautomaten). Jeweils auf der bereits aufgeklappten Seite stehen dann die wichtigsten Anweisungen. Diese lauten “Drücke den 5. Knopf in der 7. Reihe”. Dann geht alles automatisch. Zum Glück! Denn in der Rettungskapsel der chinesischen Raumstation findet Sandra die Anleitung nicht mehr und drückt dann einfach vier Knöpfe auf Probe. Der vierte JOTTSEIDANK initiiert einfach das komplette Landemanöver.

Zumindest habe ich gelernt, dass ohne Atmosphäre kein Schall weitergetragen wird. (Seitdem arbeite ich an einer Idee in meiner Wohnung die Atmosphäre abzusaugen. Das würde das Leben mit Kindern enorm entspannen.)

Und andererseits – wenngleich ich keine schematischen Gebrauchsanweisungen lesen kann, um Milchdüsen zusammen zu bauen – immerhin könnte ich wohl auch das Hubble-Teleskop reparieren. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist Dr. Stone (also Sandra) Ärztin. Man muss offenbar keine Ingenieurin sein. Da ich immerhin technikaffin bin, steht mir die Welt also offen.

Noch eine Sache, die ich hinterher gelesen habe und die mir sehr gefällt. Im Weltraum gibt es keine Waschmaschinen. Die getragene Unterwäsche wird einfach in einer Kapsel mit dem anderen Müll rausgeworfen.  Sie tritt in die Erdatmosphäre ein und verglüht, während unten auf der Erde irgendwo ein frisch verliebtes Pärchen an den Himmel schaut und sich beim Anblick der Sternschnuppe etwas wünscht.

Ansonsten: Was Sebastian sagt

Ach und apropos Schall. Die Filmmusik ist grauenhaft. Den Film also besser ohne Ton anschauen.

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Die Wahrheit über Badezimmer

Wir haben ein riesiges Bad. Bringt aber nichts.

Anmerkung: Die Links führen auf eine Website eines anderen Unternehmens. Die Texte erscheinen nur dort und nicht bei mir im Blog.
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