#Beamtenfilme

Manche Mems mag ich einfach. So wie die #informatikfilme oder Conni – das Mem.
Dieses Wochenende hat mich belustigt: #beamtenfilme

Ingeborch
@Ingeborch
Lost in stagnation #beamtenfilme
Jörg Thomann
@Thomann_J
Bei Anruf Warteschleife #beamtenfilme
Philipp
@opilef
Genehmige langsam I-IV #beamtenfilme
Jan Eden
@janedenone
The Working Dead. #beamtenfilme
Claudia Ehrenstein
@Honourstone
Schneller geht’s nicht #beamtenfilme
Free Bee
@fri_bie
50 erste Steuererklärungen

#beamtenfilme

Burkhard Zimmermann
@b_m_zimmermann
Die verlorene Umsatzsteuervoranmeldung der Katharina Blum #beamtenfilme
Roland Hindl
@Roland_Hindl
Der akurate Mr. Ripley #beamtenfilme
B()ris N()wa(k
@journalismbln
Endstation Gähnsucht

#beamtenfilme

Tilman
@twone2
Männer, die auf Akten starren #beamtenfilme
Anyuta
@textautomat
Fluch der Akribik
#beamtenfilme
medienmosaik
@medienmosaik
Drei Farben: Grau #beamtenfilme
Davor Bakara
@DavorBakara
Ich weiß, was Du letzten Sommer angekreuzt hast #beamtenfilme
Great Successor
@mr_moosbee
Ich weiß noch immer was du letzten Sommer angekreuzt hast #beamtenfilme
tagesshow
@tagesshow
District “Nein” #beamtenfilme
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Extra für Mädchen! Extra für Jungs

Ich sammle gerade für meinen Projekttag “Gender”:

Kinobajka
@kinobajka
Männer machen Karriere, tragen Anzug & fahren Cabrio o. haben eine Werkstatt vs. Hausfrau. #ichkaufdasnicht #Lego pic.twitter.com/0XAil5clVL
Novemberregen
@novemberregen
Sogar bei Keksdosen muss man jetzt aufpassen, dass man nicht die falschen erwischt. #allebekloppt #ichkaufdasnicht pic.twitter.com/ltk2C84bWY
Meike
@meike_hh
Rosa für Mädchen, blau für Jungs, alles schön getrennt. Ernsthaft, ? pic.twitter.com/mzyCQF3bIz
Sentenzomat
@sentenzomat
Im Supermarkt:
Die Role Models für Mädchen und Jungs heißen Pest und Cholera. pic.twitter.com/vsBl2fYh4U
hendrik kraft
@sibiuaner
#Playmobil teilt Spielzeug in männlich/weiblich: Party für die Jungs und Schlafzimmer für Mädchen. #Sexismus pic.twitter.com/ehGpW1Q9R1
almut schnerring
@machmirdiewelt
Jungen mögen Abenteuer+saure, dunkle Früchte, Mädchen lieben es märchenhaft-süß. Danke Caprisonne für die Schublade! pic.twitter.com/ogEQeCFbN4
m.
@ohaimareiki
supertoll: extra aufsteller für jungs und mädchen, erstere bekommen piratenpflaster, letztere welche mit ponymotiv. :< pic.twitter.com/vO1OlV0i
Ninia LaGrande
@NiniaLaGrande
Mädchen sind Prinzessinnen und Jungs Sieger. Genau. -.- #ichkaufdasnicht pic.twitter.com/Ppxi9PoAP6
torbenr
@wasverpasst
: J. machn Seereise und gehn auf Schatzsuche, M. können Wäsche aufhängen und Pferde… sein. COOL! pic.twitter.com/Ye6a5MV1Av
Patrick Willms
@patsbin
“Tägliche Genderkacke für vierhundert bitte.” pic.twitter.com/cLMqDTHSHi

Wer spendet mir weitere absurde Bildbeispiele?

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Über die Risiken gesunder Ernährung

Ich bin kein sehr naturverbundener Mensch. Wenn es sich ergibt, habe ich nichts gegen einen Waldspaziergang, einen Tag am See oder einen Ausflug aufs Land. Am wohlsten fühle ich mich aber in der Stadt und am Besten innerhalb von Gebäuden. Genauer gesagt in meinen eigenen vier Wänden – im Idealfall in meinem eigenen Bett.

Für Eltern schickt sich diese Einstellung offenbar nicht. Am Elternabend im Kindergarten wird in ermüdender Regelmäßigkeit darüber diskutiert, ob die Kinder nicht öfter in den Wald gehen könnten. Wir wohnen mitten in Berlin und sehr leise denke ich: Wenn ihr wollt, dass eure Kinder in den Wald gehen, dann zieht doch nach Posemuckel an den Waldrand und geht mit euren Kindern in den Wald. Man kann doch nicht von den Erzieherinnen erwarten, dass die ein bis zweimal die Woche mit 25 kleinen Kindern in den Wald fahren?

Dabei sind die Erzieherinnen sehr bemüht, den Kindern die Natur nahe zu bringen. Kind 3.0 besucht zum Beispiel regelmäßig und mit großer Begeisterung eine Gartenschule. Die pädagogische Idee dahinter lautet den Kindern erfahrungs- und handlungsorientiert ökologischer Bildung zu vermitteln. So hat Kind 3.0 schon selbst Honig hergestellt, einen wunderhübschen Blumenstrauß geschnitten und eine schöne Auswahl an Kräutern geerntet und mit nach Hause gebracht.

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“Das ist fur disch. Das kannst du essen. Kräuters sind sehr gesund und schmecken lecka.”, sagt es und schmeisst mir einen Haufen Grünzeug auf den Tisch. “Guten Appetit!”

Ich schaue unentschlossen auf das Gestrüpp, wohlwissend, dass man sterben kann, wenn man einfach so Pflanzen isst, ohne zu wissen um was es sich handelt. Ich zögere. Selbst in Restaurants, die ihre Teller mit Blumen schmücken und man davon ausgehen kann, dass man die Blümchen essen kann ohne zu sterben, lasse ich diese unberührt zurück gehen.

Kind 3.0s Augen weiten sich: “Das hab isch fur disch geflückt, Mama? Freust du disch?”. Ich sehe wie die Augen am unteren Rand des Auges ganz leicht feucht werden.

“Ich ähhh, danke! Oh! So eine Freude. Was ist das denn?”

“Isch glaube Lavendel und Petersilikum. Riesch ma.”

Nun gut, ich bin denkbar schlecht vorgebildet in dieser Angelegenheit, aber es handelt sich weder um Lavendel noch um Peterslie oder Basilikum. Vorsichtshalber fotografiere ich die Pflanzen und frage im Internet nach, ob jemand diese Pflanzen kennt und ich sterben muss, wenn ich sie wirklich esse.

Am Ende nehme ich die vermeintlichen Kräuter, entsorge sie heimlich, fülle ebenso im Geheimen ein Glas Pesto in eine Schüssel und verspeise abends das Pesto mit einem Teller Nudeln: “Hmmm! Wie das schmeckt! Köstlich. Das hab ich aus deinen Kräutern gemacht!” Das größere Kind riecht an meinem Teller, schaut skeptisch und will den Mund öffnen. Ich schüttle den Kopf und schicke einen Todesblick in seine Richtung. Es versteht und schweigt. Kind 3.0 isst glücklich seine Nudeln ohne nix: “Isch esse das nisch. Man kann auch stürben wenn das giftisch is, weisst du Mama.”

Aber Spaß beiseite: Kind 3.0 lernt viel in der Gartenschule und was mir besonders gefällt, ist dass es nicht beim theoretischen Wissen bleibt, sondern die Ernteerzeugnisse auch mit nach Hause gebracht werden und wir gemeinsam kochen können. Denn wenn es nicht gerade “seltene” Kräuter sind, sondern Beeren, Tomaten oder Paprika, dann kenne ich mich ausreichend aus und wir können das gemeinsam essen. Wir können darüber sprechen was gesund ist und warum es gesund ist und was gesunde bzw. ungesunde Ernährung mit unserem Körper macht.

Ein Projekt das an die Idee einer Gartenschule anschließt, bietet die EDEKA Stiftung im Rahmen der “Initiative zum Nachwuchs” an. Es heisst “Mehr bewegen – besser essen” und schließt logisch an das oben beschriebene Projekt für Kindergartenkinder an und richtet sich an eine etwas ältere Zielgruppe – die GrundschülerInnen der 3. und 4. Klasse. Auch hier geht es um Nachhaltigkeit und es steht der Themenkomplex Ernährung, Bewegung, Verantwortung im Fokus.

Bis zum 31. Januar 2015 können sich Schulklassen für einen Projekttag bewerben, der genau diese Themen praxisnah behandelt. Die Broschüre der Stiftung beschreibt weiteren Details des Projekttags.

Die Kinder essen gemeinsam und lernen etwas über gesunde Ernährung. Sie lernen, wie wichtig Bewegung ist und was sie selbst tun können, um ihre (unsere!) Umwelt zu schützen. Wenn die Kinder alt genug sind, werde ich den nächsten Elternabend mal um das Thema Projekttag bereichern und anregen, dass wir uns um einen solchen Tag bewerben.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der EDEKA Stiftung.

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Wolfgang und ich

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Kaum sind die Kinder fremdbetreut, kann sich keine Familie mehr von bestimmten Trends abschotten. Waren es früher die Bauer Räinscha, so haben uns nun die Loom Bänder erreicht. Immerhin erst nach dem Papst.

Nachdem Kind 2.0 mit einigen selbstgemachten Gummibändern von der Schule kam, leistete ich zunächst eine Woche symbolischen Widerstand und kaufte dann 1.000 bunte Gummis für die Kinder, um dann eine weitere Woche später selbst unzählige Armbänder zu besitzen. Wenn wir uns morgens fertig machen, lege ich die Armbänder an. Wenn ich die Kinder abgegeben habe, nehme ich sie wieder ab und verstaue sie in der Handtasche, um sie pünktlich um 16.00 Uhr beim Abholen wieder zu tragen. Mein Herz ist so weich. Ich kann den Kindern einfach nicht sagen, dass ich die Bänder hässlich finde. Ich bin einfach nicht “Wolle” Wolfgang Petry. Dafür fehlt es mir offenbar an Mut.

Foto (6) Foto (7)

Was ich weiß ist – ich bin nicht alleine. In meiner Twitter-Timeline gibt es viele Betroffene. Eigentlich genug, um eine Selbsthilfegruppe loomgeschädigter Erwachsener zu gründen. Dachte ich erst. Aber dann machte ich eine sensationelle Entdeckung.
Dazu eine kurze Vorgeschichte. In unserem Sack mit den 1.000 Gummis war eine Beschreibung für einfache Bänder, doppelte Bänder, Blütenbänder und doppelte Blütenbänder. Ein Blick auf die Arme anderer Eltern zeigte jedoch, dass es eine bestimmte Technik geben musste, wie man die Gummis enger aneinander reiht und als Björn Grau ein entsprechendes Foto postete, gerieten wir in die YouTube-Loom-Tutorial-Hölle.

Wir schauten wie man von Hand die Fischgrättechnik umsetzt, wie man Blümchen knüddelt, wie man Leiterarmbänder und wie man Raupenarmbänder loomt. Zu guter Letzt bestand Kind 3.0 darauf ein Tutorial anzuschauen, das demonstriert, wie man einen Minion loomt:

Ich bin fast an Langeweile gestorben, aber die Kinder haben ohne einen Mucks von sich zu geben ZWANZIG Minuten lang dieses Video angeschaut. Im Anschluss passierte etwas sehr, sehr seltsames.
Kind 2.0 und 3.0 nahmen die Gummis zur Hand und begannen alles, was sie vorher gesehen hatten aus dem Kopf in einem irrwitzigen Eifer umzusetzen. Es war unfassbar. Ich war fasziniert. Einem Kindergartenkind hätte ich nicht zugetraut so viel feinmotorisches Geschick aufzubringen. Auch die Gedächtnisleistung war phänomenal. In der Regel fokussiert Kind 3.0 ca. 40 Sekunden die Aufmerksamkeit bis es etwas anderes, interessanteres bemerkt.

Wir schauten ein weiteres Tutorial und auch das wurde sofort umgesetzt.
Noch eins und noch eins und noch eins und zehn Bänder später als es schon dämmerte, kam ich auf die Idee, den Kindern andere Tutorials zu zeigen.
Wie man Bücher einbindet, wie man Schuhe putzt, wie man Spannbetttücher ordentlich zusammenlegt. Es war in der Zwischenzeit fast Mitternacht, aber die Kinder konnten nicht genug bekommen.
Ich schrieb mir derweil die Themen auf und notierte die Länge der Videos, sowie andere Parameter wie etwa ob ein Erwachsener oder ein Kind das Tutorial erstellt hatte, ob es von einer Frau oder einem Mann oder ob es mit Musik untermalt war oder nicht.
Danach vermerkte ich auf einem weiteren Zettel wie spontan und dann wie zügig die Kinder das Gesehene umsetzten. Im Morgengrauen fielen die Kinder erschöpft auf die eingebundenen Bücher, den Berg der glänzenden Schuhe und den gefalteten Bettücher und ich konnte meine Daten geschwind in einer multivariaten Varianzanalyse auswerten.

Dabei erhielt sich folgendes Ergebnis: Am schnellsten und effizientesten werden Anleitungen umgesetzt, die:

  • in der Muttersprache
  • von einem etwa gleichaltrigen Kind
  • in unter fünf Minuten
  • ohne Musikuntermalung

erstellt wurden.
Und zwar UNABHÄNGIG VOM THEMA!

Das eröffnet wirklich ganz neue Perspektiven. Ich habe anschließend in einer akribischen Recherche herausgefunden, dass es in Sachen Tutorials einige thematische Lücken gibt. Nichts gefunden habe ich zu:

  • wie ich das Kinderzimmer hübsch aufräume
  • wie ich Wäsche wasche und ordentlich aufhänge
  • wie ich meinen Eltern den Frühstückstisch decke
  • wie ich Mami die Füße massiere

Sofern ihr also Kinder habt, wie wäre es, wenn ihr sie entsprechende Videoanleitungen erstellen lasst? Das ist im Übrigen auch eine hervorragende Altersvorsorge. Es gibt nicht wenig Loom-Tutorials, die mehrere Millionen (!) Male abgerufen wurden. Malt euch die Werbeeinnahmen aus, wenn ihr wirklich nützliche Videos ins Netz stellt. Videos, von denen ALLE Eltern unabhängig von ihrer Medienaffinität wollen, dass die Kinder sie sehen und nachahmen. Ich selbst kann sie leider nicht erstellen, ich möchte ja, dass meine Kinder sie anschauen und umsetzen.

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Der Tag wird kommen

Es passiert mir ja eher selten, dass mir Videos Gänsehaut machen.
Teilt das. Spielt das im Stadion.

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Nicht ODER! NICHT ODER! UND! UND!

Eigentlich sagt der Arzt ja, ich soll mich nicht aufregen. Ich muss mich aber aufregen.
Gestern war ich nämlich einkaufen. Bzw. ich habe versucht einkaufen zu gehen. Ich weiß nicht wie, aber meine Kinder sind seit dem letzten Herbst so gewachsen, dass ich so ziemlich alles neu kaufen muss. Also gehe ich in ein Bekleidungsgeschäft. Auf meiner Liste stehen Kniestrümpfe, Jeans und Longsleeves.

dasnuf
@dasnuf
- Guten Tag, ich hätte gerne Kniestrümpfe Größe 33
- Für Jungen oder Mädchen?
- Für Füße bitte

Im ersten Laden: Geschlechtertrennung
Links: Rosa und Glitzer, rechts: Schwarz und Superheldenapplikationen.
Ich gehe in den zweiten Laden: Geschlechtertrennung
Ich gehe in den dritten Laden (Sie ahnen es): Geschlechtertrennung
Es ist quasi unmöglich Kniestrümpfe, Jeans und Longsleeves ohne (vermeintlich) geschlechtsspezifische Applikationen zu bekommen. Was ich eigentlich möchte sind unifarbene Kleidungsstücke in gelb, orange, rot, grün, türkis, blau ABER SOWAS GIBT ES NICHT. Selbst wenn der seltene Fall von einfarbig ohne doofen Aufnäher auftritt, dann sind da Puffärmelchen, Rüschen, Schleifchen oder sonst irgendein Kack dran genäht.

Und das sind nicht die einzigen Probleme.
Was mich auch sehr nervt, ist dass es kaum KINDERKLEIDUNG gibt. 80% der Kollektionen ahmen die Mode der Erwachsenen nach. Alles in gedeckten Tönen, unpraktische Schnitte, unbequem (warum es insgesamt so wenig schöne UND bequeme Kleidung für Erwachsene gibt, das ist mir übrigens auch rätselhaft). Jedenfalls stelle ich mir Kindermode anders vor. Praktisch, robust, ohne schwierige Knöpfe und komische Reißverschlüsse, so dass die Kinder sich selbst gut anziehen können und v.a. mit ausreichend Bewegungsfreiheit und nicht alles (v.a. für Mädchen) hauteng.
Ab Größe 134 sogar “sexy”. Was soll das? Das sind maximal 8jährige Mädchen.

Es ist wirklich eine Zumutung.
Dieser Genderzwang der Industrie hat so unfassbare Ausmaße angenommen, das ist bescheuert.
Normalerweise zieht das offenbar an mir vorbei, weil ich nie freiwillig “shoppen” gehe und/oder 80% der Kleidungsstücke am Flohmarkt erwerbe.

Verdrängung macht mein Leben schön!
Wirklich. Ich gehe diesem Dreck einfach aus dem Weg sonst. Diesem ganzen Rosa-Hellblau-Scheiss. Ich werde sonst aggressiv, ehrlich.

Ich will an dieser Stelle nochmal Werbung (will ich wirklich von Herzen) für die “Die Rosa-Hellblau-Falle“* machen:

“Wir wollen unseren Kindern nicht zwei Alternativen bieten, sondern tausend.” (S.11)
“Die Rollenklischees der Kinderwelt infrage zu stellen, ist kein Nischenthema für überambitionierte Eltern, sondern Voraussetzung für ein gleichwertiges Miteinander aller.” (S.13)

Und das eben in allen Lebensbereichen. Auch der Kleidung, die ich jetzt mal exemplarisch rausgenommen habe. Ich habe mit meinen Kindern darüber gesprochen und wir haben eine Idee entwickelt, die das Problem löst und mit der man garantiert reich wird: Ein Laden für Kinderkleidung für Mädchen UND Jungen.
Abgefahren oder?
Man kommt da rein und es ist nicht alles nach Geschlecht sondern nach Art der Kleidung geordnet. Hosen, Oberteile, Strümpfe. Völlig verrückt!!! In allen Farben des Regenbogens und in Unisexschnitten. Robust, bequem, leicht anzuziehen, einfarbig.
Und jetzt kommt der Knüller (erfunden von Kind 3.0, das sehr unglücklich darüber ist, dass Accessoires dem weiblichen Geschlecht vorbehalten sind): es gibt zu den Kleidungsstücken optional Bügelbilder. Die Motive sind mit und ohne Glitzer erhältlich und umspannen Tiere (Pferde, Katzen, Hunde, Kraken, Fische – Zitat “Was Jungs und Mädchen eben toll finden”) und Symbole wie Wolken, Regenbogen, Blitze und Bäume.
Man kann sich dann z.B. entscheiden, ob man eine einfarbige Hose mit oder ohne Bügelbild kaufen möchte.
Kind 3.0 hätte gerne eine rote Hose mit glitzerndem gelben Blitz. Kind 2.0 eine blaue Hose mit Krake.

Und dann machen wir das ähnlich wie IKEA mit dem lebenslangen Rückgaberecht (hat ja jemand Schlaues durchgerechnet, funktioniert dann wohl): Wenn die Kleidung noch gut erhalten ist, kann man sie zurück geben und bekommt 1/3 des Neupreises zurück. Die gebrauchte Kleidung wird dann ebenfalls im Laden in der Sektion Second Hand verkauft.

Ist das nicht schön?
So ist für jeden Geldbeutel was dabei und die Kleidungsstücke können – wenn nicht zurück gebracht – an Geschwisterkinder weitervererbt werden. Weil da sind keine Puffärmel oder Rüschen dran, nä!
Und das Tolle für mich als Inhaberin des Ladens: Es gibt keine Konkurrenz. Alle, die diesen Rosa-Hellblau-Prinzessinnen-Fußballer-Dreck satt haben, kaufen bei mir ein! Und es wird Jungen geben, die pinkfarbene Sweatshirts tragen können, auf denen Pferde drauf sind. Weil es ihnen gefällt!


*Ein ausführlicher Artikel zum Buch folgt

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Lieblingstweets 08/14

Dean Burnett
@garwboy
Last night my mate asked to use a USB port to charge his cigarette, but I was using it to charge my book.

The future is stupid.

Die Jule
@die_jule84
Ich würde nicht sagen, dass ich ewig über jeden Scheiß nachdenke. Aber etwas komisch geschaut hat die Frau im Bus vor drei Wochen schon.
Caspar C. Mierau
@leitmedium
Mein Leben in einem Wort: ReadLater.
Honig Suess
@honigsuess
Ich bin nicht melancholisch.
Ich bin naturtrüb.
Nicht Chevy Chase
@DrWaumiau
Essen im Bett.
Sex unter der Dusche.
Lesen auf dem Klo.
Schlafen im Büro.

Punk ist nicht tot, nur anders.

giardino
@giardino
“Orr! Sie haben schon 55% des Artikels gescrollt und lesen offenbar immer noch! Hier, ein Pop-up mit Artikelempfehlungen.” (Onlinezeitungen)
Benjamin Lauterbach
@kuenstlerpech
Wenn Touristen mich fragen, ob es in Deutschland immer so kalt ist, kaufe ich ihnen einen Glühwein & gleite auf meinen Schlittschuhen davon.
“Wie verhütest Du?”

“Beige Übergangsjacke.”

Alex
@Cynx
Ich hoffe, dass ich bei der Zombieapokalypse der eine, besondere Zombie bin. Der, der die Klinke drücken kann und alle sind stolz auf mich.
Rachel Jones
@rlj1981
Morning. This is genius. Un-cropped road signs: ⚠️ pic.twitter.com/f5NXJENVkG
Magnus die Waldfee
@grindcrank
Wo wollen sich Menschen verstecken, die rosa-weiße Camouflage-Hosen tragen? In Erdbeersahnetorte?
stephan porombka
@stporombka
Bertolt Brecht, Gedichte (für die Jugend bearbeitet) pic.twitter.com/DllSwDhnBJ
kewagi
@kewagi
“ich liebe dich.”
“mahlzeit.”
giardino
@giardino
Zombies lieben Frühstückscerebralien!
almut schnerring
@machmirdiewelt
Suche Comedy-Passagen, Audio/Video-Schnipsel, die Geschlechterrollen, Klischees, Erwartungen thematisieren. Bitte RT
youtube.com/watch?v=xo55jk…
ulumbamulumba™
@ulumbamulumba
Gut, daß er die Leiter hat. pic.twitter.com/bR80lESopA
Ute Weber
@UteWeber
Wenn man sich liebt, sollte man sich öfters was schenken, ein Lächeln, den Rest der Diskussion, eine Kachel aus dem Ofen, was grad da ist.
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6. August 2014, 7 Uhr

Als Du gestorben bist, habe ich noch geschlafen. Als mich die Nachricht erreicht, fahre ich gerade Tretboot. Ich bin 500 km von dem Ort entfernt an dem es passierte. Du warst auf dem Weg zur Arbeit. Wir sind jahrelang gemeinsam in die Arbeit gefahren und auch wieder zurück. Ich denke an das letzte Mal, an dem wir uns gesehen haben. Im Büro. Wir haben gesagt “Bis Donnerstag!”. Das war der Tag, an dem Kind 2.0 mit im Büro war. Es korrigierte uns: “Donnerstag hast Du frei, Mama.” Wir lachen. “Dann bis Freitag!” “Da hast Du Homeoffice, Mama.” Wir lachen noch mehr weil das Kind meinen Terminkalender besser kennt als ich. Also verabschieden wir uns bis nach dem Urlaub. Denn seit Montag habe ich frei.
An meinem ersten Urlaubstag telefonieren wir, weil noch etwas zu klären ist. Du stellst mich durch.
In der letzten WhatsApp-Nachricht schickst Du mir Regenbogenbildchen und wünschst mir eine schöne Zeit.
Wir sehen uns nie wieder.
Ich kann nicht glauben was passiert ist. Ich google nach dem Unfall und finde ein Bild von Deinem Fahrrad. Du hast es umlackiert. Ich erkenne es sofort. Es ist völlig verbogen. Auf dem Stadtplan schaue ich mir die Stelle an, an der es passiert ist. Als würde das helfen, besser zu verstehen, was passiert ist.
Den ganzen Tag denke ich: was wäre, wenn. Was wäre, wenn es geregnet hätte? Dann hättest Du das Auto genommen. Was wäre, wenn wir gemeinsam gefahren wären? Dann hättest Du eine andere Strecke genommen. Wenn doch eine der Ampeln auf der Strecke rot gewesen wäre. Nur zwei Minuten Verzögerung hätten genügt.
Ich weine den ganzen Tag während die Kinder im Freibad planschen. Abends trinke ich so viel Wein, wie ich kann. Ich hoffe, dass der Gedanke an deinen Todesmoment verschwindet. Dass ich müde werde. Aber ich kann nicht schlafen. Ich habe gelesen, dass Du nicht sofort tot warst, sondern Deinen Verletzungen erlegen.
Wir waren Freundinnen, haben uns fast jeden Tag gesehen. Wir waren aus zwei Welten und trotzdem hat uns so viel verbunden. Du hast immer ein offenes Ohr für mich gehabt und immer einen klugen Rat. Du hast nie oberflächlich oder sozial erwünscht geantwortet. Ich konnte mich darauf verlassen, dass Du mir sagst, was Du wirklich denkst. Was du mir aus deinem Leben erzählt hast, hat meine Probleme erblassen lassen. Du hast es nie leicht gehabt und ich hab nie verstanden, warum einem Menschen so viel Scheiße passieren muss. Du warst deswegen nicht verbittert. Hast Dich aus allem rausgewunden. Deine Energie hat nie nachgelassen. Du hast immer das Beste daraus gemacht. Immer einen Trick gewusst.
In unserem letzten privaten Gespräch hast Du gesagt: “Ich hab schon lange keine Lust mehr, Kompromisse zu machen.”
Mich tröstet der Gedanke, dass Du lebenshungrig warst und dass Du Deine Zeit nicht verschwendet hast.
Du hast mir unerschütterlichen Optimismus hinterlassen und die Gewissheit, dass es immer weiter geht. Ich danke Dir dafür.
Meine liebe Freundin, wo Du auch immer bist, danke für alles.

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