Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

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Ich fĂŒhle mich wie eine gemĂ€stete Weihnachtsgans. In mir befinden sich mindestens sieben verschiedene Sushivariationen und eine unglaublich große Portion HĂ€agen Dasz. Das alles habe ich wahllos in mich gestopft, weil ich den halben Abend Luis Figo anhimmeln musste. Das Dramatische daran ist, als ich die LokalitĂ€t verließ, fĂŒhrte Portugal. Da ich keinen Fernseher besitze, muss ich jetzt bis morgen bangen, ob ich ihn jemals wieder sehe. Der gute Herr kommt nun ja auch langsam in die fußballuntauglichen Tage. Es gibt eben doch gute GrĂŒnde warum Frauen sich fĂŒr Fußball interessieren. In diesem Zusammenhang existiert eine Statistik, die belegt, dass der Anteil an weiblichen Fußballinteressentinnen um 30% zugenommen hat. Ich partizipiere also lediglich an einem Trend.
Die erste HĂ€lfte des Abends habe ich damit verbracht verschiedene Restaurants auf ihre Projektgruppenabschlussveranstaltungstauglichkeit zu prĂŒfen. Es ist immer wieder erstaunlich wie Äußerlichkeiten die Freundlichkeit des Personals beeinflussen. Tauche ich im Anzug auf, werde ich gefĂŒhrt und man reicht mir diverse MenĂŒvorschlĂ€ge. Erscheine ich indes im zerknitterten Freizeitlook, kann ich gefĂ€lligst selbst schauen, ob es angemessene PlĂ€tze gibt.
Das große Erfolgserlebnis des Monats Juli befand sich heute morgen in meinem Mailfach. Ich bin ab morgen Monatsgroupie des I.Z.E.T.I.T.. Damit kann ich mich entspannt zurĂŒck lehnen und mir ein neues Projekt ersinnen. Da mein Nachbar Groupie des vergangenen Monats war, muss ich ihn gleich morgen frĂŒh kontaktieren und befragen, wie er mit AutogrammwĂŒnschen verfuhr.

Level: Ex-nuf — dienuf at 10:01 pm on Wednesday, June 30, 2004

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Ich bin verwundert, dass manche Kerle schlimmer als Frauen sind (Komparativ). Das soll mal das Statement des Tages sein. Völlig ohne Tiefgang. Einfach nur so. (Muss sich auch niemand angesprochen fĂŒhlen, ich meine unter Garantie den anderen.)

Level: Ex-nuf — dienuf at 9:03 am on Tuesday, June 29, 2004

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Mein schlimmster Alptraum: ein viertel Liter Bier in meiner Hightechtastatur. Erst hat sie so getan, als sei nichts. Dann hat sie beliebige, mir bis dahin unbekannte, Hotkeys aktiviert. Im letzten schmollenden Schritt ĂŒber mein Unverhalten hat sie mir alle Buchstaben bis auf das „m“ verweigert. Ich war so verzweifelt. Also rufe ich meinen Technikex an, ob er zufĂ€llig gerade im Osten ist und eine Tastatur dabei hat. „Nein“ (Eigentlich trĂ€gt er die Dinger am GĂŒrtel!) „Und was soll ich jetzt machen?“, wimmere ich. „Pflege soziale Kontakte“ „Scherzkeks, dafĂŒr brauche ich die Tastatur“ „Ruf deinen Nachbarn an.“ Grandiose Idee! Ich wĂ€hle die Nummer und muss es gar ewiglich klingeln lassen, endlich nach ca. fĂŒnf Minuten meldet sich mein verschlafen klingender Nachbar. Er ist ein Mann und besitzt keine Ersatztastatur. Ich glaube ihm nicht und versuche es erst charmant, dann etwas nachdrĂŒcklich. Nicht mal seine eigene will er mir geben. Ich wußte schon immer, dass er ein Egoist ist.
Etwas ernĂŒchtert setze ich mich also auf meinen Schreibtischstuhl. Ich muss noch eine haben, da bin ich mir sicher. Folglich durchwĂ€lze ich alle SchrĂ€nke. Nichts! Ich laufe in den Keller. Einen Kellerraum aufzusperren ist immer ein Graus. Ich rĂ€ume das Fahrrad raus, die Rollerblades, vier Regale, einen auseinandergelegten Schrank. Vor mir tĂŒrmt sich ein Kistenberg. In Kiste Nummer neun finde ich endlich eine. Das unnĂŒtze Zeug lasse ich verstreut vor dem Kellerabteil stehen und laufe ĂŒberglĂŒcklich nach oben und das erste was mich jemand fragt „addicted to the net, my dear?“
Das mag so scheinen. In Wirklichkeit ist es ein weiterer konsequenter Schritt in meinem Plan MĂ€nner zu verstehen. Ich wußte bis jetzt nie, warum MĂ€nner ihre Keller mit Elektrokram vollstopfen, den man irgendwann mal brauchen könnte. Jetzt weiß ich: es ist ein sehr kluges Verhalten.

Level: Ex-nuf — dienuf at 8:01 pm on Monday, June 28, 2004

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Don’t des Tages: Mit den selben Fingern, mit denen man sich gerade Enthaarungscreme aufs Bein gepinselt hat, ins Auge fassen.

Level: Ex-nuf — dienuf at 3:56 pm on Sunday, June 27, 2004

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Jetzt verstehe ich, warum MĂ€nner Frauen nicht verstehen. Dem Rat meines Nachbarn folgend machte ich mich heute morgen an die Defragmentierung meines Kleiderschranks. Ich dachte, ich könnte Platz sparen, wenn ich beispielsweise alle Röcke auf einen BĂŒgel hĂ€nge, statt jeden einzeln zu drapieren. Also fange ich an Röcke aus meinem Schrank zu holen. SpĂ€testens beim zweiundzwanzigsten war glasklar: die bekomme ich definitiv nicht auf einen einzigen BĂŒgel. Da ich zum thematischen Vagabundieren neige, war mein nĂ€chster Plan: alle AnzĂŒge hintereinander ordnen. Auch diese Zahl war irgendwie, sagen wir, ernĂŒchternd. Von Blusen und T-Shirts gar nicht zu sprechen. Nehmen wir also an, ich wĂŒrde jeden Tag einen neuen Rock anziehen und danach alle Hosen, dann könnte ich mehr als einen ganzen Monat jeden Tag etwas Neues anziehen. Das hat mir wirklich zu denken gegeben. Jetzt stellt sich also auch mir die Frage: warum stehe ich jeden Morgen vor diesem UngetĂŒm und denke „Menno, ich hab nix zum anziehen“?
Außerdem habe ich beim AufrĂ€umen eine geniale Erfindung gemacht, um reich zu werden. Zur Umsetzung fehlt mir lediglich ein Grafikdesigner. Da werde ich mal bei Finya schauen. Schließlich sind dort alle Designer… Nun. Jedenfalls habe ich ein neues Produkt erdacht, welches vor allem in Mitte reißenden Absatz finden wird: The marvellous Ponystraightener. Das ist ganz normaler Haarschaum in einer ansprechenden Dose, welches eigens dafĂŒr konzipiert ist, wie der Name schon sagt, Ponys zu glĂ€tten. Wenn ich morgens aufstehe, wĂŒrde ich fĂŒr ein solches Produkt alles Geld der Welt investieren.
Und abschließend noch ein Rat: Niemals – wirklich nie, nie in einem vollen Staubsaugerbeutel nach irgendeinem Gegenstand wĂŒhlen. Nie! Auch wenn man versehentlich die gesamten DiamantenvorrĂ€te des Haushalts weggesaugt hat. Es ist das kalte Grauen.

Level: Ex-nuf — dienuf at 12:09 pm on Sunday, June 27, 2004

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Ach ja: und wenn hier jemand bei einem großen Bekleidungsvertriebshaus tĂ€tig ist … bitte, bitte – stellt das Unkleidungskabinensystem endlich auf englische VerhĂ€ltnisse um. DafĂŒr die dĂ€mlichen Einzelkabinen gegen Großkabinen wechseln. Dann fĂ€llt das Anstehen weg. Erster Vorteil. Zweiter Vorteil: Ich muss mich in öffentlichen GebĂ€uden nicht immer ausziehen oder mir mehrere Schichten Klamotten ĂŒbereinander anziehen und dann Unbeteiligte bitten, dass sie mir doch bitte wieder aus dem Oberteil helfen, weil ich leider feststecke. Alternativ kaufe ich den halben Laden leer und muss den viertel Laden am nĂ€chsten Tag leider zurĂŒck bringen. Das spart doch Arbeit fĂŒr alle. Also habt VerstĂ€ndnis.

Level: Ex-nuf — dienuf at 5:32 pm on Saturday, June 26, 2004
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