Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

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Heute gelernt: Was im Osten die Federtasche ist im Westen das Federmäppchen.
Federmäppchen zählten früher zu den wichtigsten Statussymbolen. Bis zur Grundschule besaß man die auf beiden Seiten aufklappbaren mit Reißverschluss. Später war es in sackähnliche Federmäppchen aus Leder zu haben auf die man wichtige Dinge wie “I love Silvio” mit Herzchen statt dem i-Punkt vermerkte.
Was wohl aus Silvio geworden ist?
In meinem Poesiealbum hat er geschrieben, dass er mich heiraten will. Ich hoffe, er lässt sich nicht mehr all zu viel Zeit.

Level: Ex-nuf — dienuf at 7:03 pm on Tuesday, May 31, 2005

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Isch mag Onomatopoesie und Lautschrift mag ich auch:
[ri´pläis]
[´mässedsch]
[dihl]
[spihk ap]

Level: Ex-nuf — dienuf at 7:02 pm on Tuesday, May 31, 2005

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Vierzimmerwohnungen sind offensichtlich seltener als wohnhafte Malteser* in Berlin.
Zu jeder Besichtigung erscheinen 30 hochschwangere Paare mit Kind. Da sind wir mit nur einem Kind schwer im Nachteil. Kurzzeitig überlegten wir, ob ich mir nicht den Fahrradhelm unter die Bluse schiebe um so wenigstens gleichwertig bedürftig zu erscheinen. Die Makler sind so freundlich wie Kellner an sozialistischen Urlaubsorten. Man soll mehrere hundert bis tausend Euro Provision zahlen und dann können die Damen und Herren die Termine nur auf Wochentage bis 18 Uhr legen. Wenn der Berufstätige ob der Uhrzeit aufbegehrt, schmettern die Immobilienhaie einem nur entgegen: “Dann nehmense sich eben Urlaub. Et gibt jenuch Leute, die ditt können.”
Geht nur ein Partner zur Besichtigung und bittet bei Gefallen um einen Zweittermin, ist dies selbstredend ausgeschlossen. Entweder man nimmt die Wohnung ungesehen oder eben gar nicht.
Da möchte man doch schrill kreischend antworten: “Und für was bitte werfe ich Ihnen die 2.000 Kröten in den Hals? Die unrenovierte Wohnung kann ja nicht der Grund sein!”

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*mit 20 kleinste Minderheit in Berlin, gleich nach den Luxemburgern und Mosambikanern.

Level: Ex-nuf — dienuf at 7:01 pm on Tuesday, May 31, 2005

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Ich wünschte, ich machte die Differenz von 60 auf 86.

Level: Ex-nuf — dienuf at 10:40 am on Tuesday, May 31, 2005

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Gleich nach dem Aufstehen Panik bekommen und nach “wenn man, wie ich…” gesucht. 17 Einträge zu “wenn man” gefunden, 11 zu “wie ich”, 0 in der Kombination – wieder aufgeatmet. Im Vergleich zu Google
mit 28.100 Hits ganz gut abgeschnitten.

Level: Ex-nuf — dienuf at 7:01 am on Monday, May 30, 2005

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Das Wochenende bot mal wieder die Gelegenheit Unterschiede zwischen den Kulturen der einzelnen Stadtteile zu erforschen. Tatsächlich sind sie kaum zu übersehen. Sie lassen sich selbst im Schwimmbad erkennen. In Karlshorst trägt frau gerne Tanga bis unter den ersten letzten Halswirbel gezogen, was den schlaffen Hängepopo optisch verlängert. Darüber hinaus bevorzugt man auf der gesamten Hautoberfläche Verbrennungsgrad 2. Auch lässt man gerne mal den Bauch wie eine Schürze über die ausgebleichte Badehose hängen. Lenkt man den Blick aufs Wasser, so stellt man fest, dass die Erwachsenen durchaus keine Berührungsängste mit dem kühlen Nass haben. Alle spielen mit ihren Kindern. Was für mich als ehemals in Bayern lebende absolut unglaublich war: hier dürfen Kinder ALLES mit ins Wasser nehmen. Schwimmreifen, Tauchringe, Luftmatratzen, Wasserbälle, Wasserspritzpistolen, Walfische und Mehrpersonenboote. Die Kinder leihen sich freundlich gegenseitig ihr Spielzeug, alles juchzt und hat Spaß.
Im Mitte hingegen stehen dürre Bikiniweibchen lediglich beobachtend am Schwimmbeckenrand. Sie quieken sobald sie auch nur einen Wassertropfen abbekommen und sollte es mehr sein, schreien und zetern sie, man solle doch bitte aufpassen. Die Kinder liegen träge in den flachen Schwimmbecken und inhalieren die chlordurchtränkte Luft. Die Spielzeuge sind teurer und sollte ein anderes Kind wagen, ein fremdes Spielzeug zu berühren, brüllen die Eltern vom Schwimmbeckenrand, sie sollen davon ablassen.
Umso geeigneter erweisen sich Schwimmbäder in Mitte einer Horde schwimmflügelgeschützter Kleinkinder beizubringen was eine Arschbombe ist. Die aufgestrapsten Weibchen sehen danach aus wie fluffige Hunde nach einem Sprung in einen See. Die Frisur klebt am Kopf, die Wimperntusche rinnt in schwarzen Bächen über das Gesicht. Die übergroßen Klimperohrringe triefen vor Wasser und die ins Haar gesteckte Stoffblumen lassen ihre Köpfe hängen. Weil die Sonnenbrillen bespritzt sind, irren die Beckenrandsteher hilflos umher und tasten sich ihren Weg zum Handtuch.
Dann können die Kinder endlich ungehemmt spielen.
Meine unangefochtenen Lieblingsspiele: Motorbootkarambolage und Going-Going das Wasserkänguru

Level: Ex-nuf — dienuf at 7:00 am on Monday, May 30, 2005
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