Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

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Morgen werde ich im Kino zu finden sein. Den gesamten Tag werde ich hauchen:
Jason, Jason, Jaaason, Jaaahhhsooon!
Ich berichte dann von meinen Träumen.

Level: Ex-nuf — dienuf at 6:04 am on Wednesday, August 31, 2005

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Handelt es sich um eine bloße Koinzidenz oder ist es tatsächlich so, dass dieser Herbst eine besonders große Anzahl an Modeunarten hervorbringt?
So wundere ich mich seit Wochen über das 1/3 Pullöverchen. Bislang war ich der festen Überzeugung dass kein Mensch so etwas kaufen, geschweige denn tragen würde, doch wurde ich gestern eines besseren belehrt.
Was soll dieser Quatsch?
Wenn mir irgendwo kalt ist, dann doch genau an den fehlenden 2/3. Die Nieren müssen warm sein, nicht meine Schlüsselbeine!
Außerdem. Da hätten sie mal einen Mathematiker bei der Berechnung des benötigten Stoffs ranlassen sollen. Busen = Ausbeulung = mehr Stoff. Gleich viel Stoff an Vorder- und Rückseite des 1/3 Pullis = Titten frei.

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Level: Ex-nuf — dienuf at 6:03 am on Wednesday, August 31, 2005

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Wie lautet das Fremdwort für eine Kombination sich gegenseitig ausschließender Bedeutungen?
Wenn meine Nonna das sehen würde!
Ich erinnere mich, wie ich als ca. 5 jährige mal nach Ketchup verlangte. Meine Oma verstand kein Wort. So etwas gibt es nicht in Sizilien, mein Kind. Ich erläuterte. Meine Oma: Ahhhhhhhhhh!, schmiss eine Tomate in den Mixer und löffelte mir das Püree auf den Teller.

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Level: Ex-nuf — dienuf at 6:02 am on Wednesday, August 31, 2005

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Deutschland, Volk der Lamentierer, horche auf!
Ausbildungsplätze werden geschaffen
Arbeitslosigkeit geht zurück
Konsum geht hoch
Menschen gehen wieder präventiv zum Arzt und verschleppen keine Krankheiten
Weniger Raucher in Deutschland
Ist das nicht wunder-, wunderschön? Und wer wars? Hm?

Level: Ex-nuf — dienuf at 6:01 am on Wednesday, August 31, 2005

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Jedes Mal, wenn ich daran vorbei fahre, frage ich mich: Welche Botschaft will mir der Werbe- und Kommunikationswissenschaftler mit der Gestaltung dieses Bildes übermitteln?
Da ist der wühlmausgesichtige Oskar Lafontaine, Hagen der SPD, auf der schwarzen Seite. Die Finsternis drückt von hinten auf ihn und lässt seinen weißen Haarkranz wie einen Heiligenschein erstrahlen.
[Erinnern wir uns an die Nibelungen. Dort rammt Hagen (Oskar) dem Siegfried (Gerhard) den Dolch in die verwundbare Stelle, doch es dauert nicht lange bis er von Kriemhild schwertschwingend (Angie?) danieder gemetzelt wird.]
Luxusoskar hat sich den Platz links im Bild erkämpft.
Jeden Morgen, wenn ich mit dem Fahrrad an dem Plakat vorbei fahre, stelle ich mir die Fotosession vor.
Fotograf: So Herr Lafontaine und Herr Gysi, wenn sie sich bitte nebeneinander stellen würden?
Oskar: Ich steh aber links!
Gregor: Nix da! ICH steh links!
Oskar: Gar nicht! ICH steh lihhhinks!
Gregor: Oskar, wir haben das aber anders abgesprochen. Du hältst dich nicht an die Vereinbarungen.
Oskar: Ich geh mit deinem Privatleben an die Presse, wenn du mich nicht links stehen lässt, werter Genosse!
Photograf: Meine Herren! Bitte keinen Streit!
Gregor: Ist schon in Ordnung, ich steh ja gerne rechts.

Zurück zur Plakatgestaltung: Gysi, der zwar nur 3 cm kleiner als Oskar ist, musste sich offensichtlich neben Lafontaine knien. Hinter ihm ist heller Tag. Er reibt seine Finger in italienischer Manier, als bezichtige er jemanden links vor Oskar stehend des Arschlochseins. Sein Gesicht verzieht er dabei wie Alfred Biolek in seiner Kochshow wenn er Scheußliches probiert hat, dem bemühten Kochgast jedoch nicht die Laune verderben will und deswegen: “Hmmmmm ohhhh LECKER!!!” grunzt.
Gysi schaut Lafontaine nicht an und gemeinsam höre ich sie rufen “Wir predigen nicht Wasser und trinken selbst Wein. Wir predigen Wein!”

Das Verhältnis von Schwarz zu Weiß beträgt etwas mehr als 2/3 zu weniger als 1/3 – folgt also dem goldenen Schnitt. Soll mir das helfen die Verbindung zwischen selbstdarstellungssüchtigen Unsympath und rhetorikgeschulten Retrofreund ästhetisch und somit gut zu finden?

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Level: Ex-nuf — dienuf at 6:00 am on Wednesday, August 31, 2005

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Es gibt eine psychische Krankheit, die Menschen glauben lässt, das Bekannte oder Freunde durch Doppelgänger ersetzt werden. Ich denke, ich leide darunter. Anders kann ich mir manche Dinge einfach nicht erklären.
Da sehe ich beispielsweise meine Kollegin an ihrer eigenen Bürotür klopfen. Sie wartet geduldig. Leider ruft sie sich nicht hinein. Sie steckt also den Kopf ins Büro, sagt Ah und setzt sich auf ihren Platz.
Mein Freund wird auch ganz ohne Zweifel gelegentlich durch einen ihm bis aufs letzte Haar gleichenden Repliken ersetzt.
Ich: Wollen wir morgen mal wieder ins Kino gehen?
Freund: Gute Idee! In welchen Film denn?
[Konversation schreitet 20 Minuten voran. Ich gehe auf Toilette, komme wieder]
Freund: Wir waren lange nicht im Kino. Hättest du Lust mal wieder zu gehen?
Ich: ?

Level: Ex-nuf — dienuf at 6:03 am on Tuesday, August 30, 2005
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