Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

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Würde, das ist abstrakt gesprochen, ein sittlicher Wert, der die Qualität des Handelns und oder als eine dem Menschen immanente Eigenschaft gesehen werden kann. Schon in den kleinen Verhaltensweisen des Alttags zeigt sich, ob ein Mensch würdevoll ist oder nicht.

Die Mehrheit der Menschen legen offensichtlich keinen Wert auf Würde. Sonst würden sie nicht öffentlichen Verkehrsmitteln hinterher laufen. Bussen, S-Bahnen und U-Bahnen nachlaufen ist nämlich absolut würdelos.

Zumal sie in der Regel im drei Minutentakt fahren. Da lohnt es nicht, aus 800 Meter Entfernung loszulaufen, mit Taschen oder Regenschirmen, die man mitsichträgt Mitmenschen zu erstechen, sie umzurennen, um am Ende doch nur fluchend und keuchend vor der den Bahnhof verlassenden Bahn zu stehen und dann seine Umgebung spuckesprizend mit Flucherein zu beglücken. Wenn zusätzlich Treppen zu überwinden sind, so riskieren diese Verrückten ihr Leben. Gelegentlich rutschen sie nämlich aus, knicken ab und poltern Radschlagend auf den Bahnsteig. Alles, was ihnen dann einfällt, ist nach der Bahn oder dem Fahrer zu schimpfen, als habe der etwas mit ihrer unsäglichen Dummheit zu schaffen.

Laufen ist würdelos. Dingen nachlaufen ist besonders würdelos.

Level: Uncategorized — dienuf at 6:22 pm on Sunday, January 29, 2006

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Es gibt Dinge in meinem Leben, die kann ich einfach nicht leiden, Dudelradiosender und Autofahren gehören dazu. Allen voran in der Winterzeit ist es aber das Inhalieren, was ich wirklich, wirklich ablehne.

Letztes Jahr hat mir diese Abneigung schon ein Stirnhöhlenpircing eingebracht.

Deswegen inhaliere ich dieses Jahr bei deutlichen Anzeichen von Nebenhöhlenentzündungen. Jedoch bleibt es grundsätzlich eine Qual.

Man beugt sich über einen Bottich mit kochendem Wasser und wirft ein Handtuch über sich. Weil die Nase verstopft ist, muss man zunächst durch den Mund atmen. Es dauert keine zehn Sekunden und das Gesicht ist schweiß- und wasserdampfnass. Man erstickt fast in seinem Einkopfzelt. Doch das soll ja helfen. Also röchelt man weiter. Die Schleimproduktion des Kopfes setzt ein und aus allen Öffnungen rinnt Körperflüssigkeit.

Das alles ist höchst unangenehm.

Die verschiedenen, vermeidlich gesundheitsfördernden Inhalationszusätze geben dem Ganzen eine besondere Note. Von seltsamen Kräutermischungen bis wasserlöslichen Eukalyptuscremes habe ich alles probiert, immer in der Hoffnung, dass sie den Horror mildern.

Gestern allerdings fand ich etwas, was man nur seinen schlimmsten Feinden empfehlen kann. Minzöl. Mein Freund hatte das Teufelszeug ohne Warnhinweise im Badschrank stehen. Da ich zur Abwechslung was anderes als Kamilleteebeutel nehmen wollte, griff ich arglos nach ihnen und träufelte vier Tropfen auf fünf Liter Wasser.
Genau eine halbe Sekunde konnte ich es unter dem Handtuch aushalten.

Dann tränten mir die Augen, dass ich dachte, ich erblinde. Ich spürte die Dämpfe meine Nebenhöhlen entlang ätzen und riss das Handtuch, nach Luft japsent zur Seite.
Im gleichen Moment erkaltete mein Gesicht und wurde zusätzlich durch die ätherischen Öle abgekühlt, dass ich sicher war, meine Mimik friert nun für immer ein und ich muss mit weit aufgerissenen Augen und gekräuselter Nase weiterleben.

Das Inhalieren und ich, wir werden keine Freunde werden.

Level: Uncategorized — dienuf at 6:08 pm on Sunday, January 29, 2006

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Ich kaufe gerne Tand. Wenn es Plus oder Tchibo es gelingt bei mir ein Werbeprospekt einzuwerfen, dann kaufe ich mindestens ein Produkt. Sehr gerne kaufe ich Wecker und Duschradios. Selbst wenn in jedem Zimmer eines steht, kaufe ich zur Sicherheit noch eines, denn eines der anderen könnte kaputt gehen.

In der letzten Woche gab es bei Tchibo Yoga-CDs. Da ich jetzt 30 bin und andauernd das Gefühl habe, gestresst zu sein, wollte ich dem allgemeinen Trend folgen und ebenfalls mit Yoga meine Lebensqualität verbessern.

Es trug sich zu, dass just in dem Moment, in dem ich mich entschlossen hatte, die bei Tchibo erstandene CD einzulegen und mit ersten Übungen zu beginnen, der Sohn meines Freundes erschien und sich interessiert an meinen Turnübungen zeigte.
Ich forderte ihn auf, sich den Flurteppich zu holen und mir alles nachzumachen.
Wir begannen mit dem Morgengruß. K. machte mir konzentriert und eifrig alles nach.
“Fast so lustig wie Kinderturnen”, lies er verlauten.
Dann kam die Übung die Katze.

Wir gingen auf alle Viere, machten einen Buckel und während ich versuchte die Umgebungsenergie einzuatmen und in mich aufzunehmen, begann K. neben mir zu miauen.
Dann leckte er sich seine Hände, mauzte noch einmal und lief auf allen Vieren schnurrend aus dem Wohnzimmer.

Die folgenden zwei Stunden war er nicht dazu zu bewegen, wieder ein Mensch zu sein.

P.S. Für die gestresste Businessfrau mit Palm ist das übrigens das ideale Produkt

Level: Uncategorized — dienuf at 6:07 pm on Sunday, January 29, 2006

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Es fällt oft schwer, die Welt in Schattierungen wahr zu nehmen, wenn doch achtzig Prozent der Phänomene/Beobachtungen/Menschen in zwei Kategorien fallen.

Es gibt beispielsweise die, die Ingwer gerne mögen und die, die behaupten, er sei scheußlich und schmecke nach Seife. Als Ingwermöger findet man die anderen suspekt. Irgendwas kann mit ihnen nicht stimmen. Vielleicht ein nicht funktionierender Rezeptor auf der Zunge? Jedenfalls ist bei denen etwas kaputt, so viel ist sicher.
Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen man sich nicht so sicher ist, auf der definitiv richtigen und normalen Seite zu sein.

Ein Gefühl von ich-bin-falsch, habe ich oft, wenn ich bei jemanden zu Besuch bin und mir Schokolade angeboten wird. Die meisten Menschen holen nämlich die Schokolade aus der Papierumhüllung und fangen an, die Tafel in kleine Stückchen zu brechen. Dabei lösen sie aber die Aluminiumverpackung nicht. Erst wenn alle Rippen in kleine Rechtecke zerteilt sind, schlagen sie die Folie zur Seite.

Dem entgegen, wenn ich meinen Gästen Schokolade anbiete, mache ich die Schokolade einfach auf und breche die Stücke direkt mit der bloßen Hand auseinander. Ja manchmal breche ich sie sogar gar nicht, sondern jeder kann mit seinen ungeschützten Händen an die Schokolade fassen und sich ein Stück nehmen.

Wenn in der Gästegruppe einer dabei ist, der das auf die zuerst beschriebene Art handhabt, dann schaut er mich vorwurfsvoll an und packt die Schokolade wieder ein und produziert unberührte Happen. Ich komme mir im Anschluss daran schmutzig und keimig vor.

Level: Uncategorized — dienuf at 6:06 pm on Sunday, January 29, 2006

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Liebes Bravoteam,

ich suche einen Brieffreund und habe schon alles probiert. Einmal, da hatte ich schon einen, aber weil der voll doof zu meiner Schulfreundin war, hab ich dem nicht mehr geschrieben. Das is sowieso so ne voll ätzende Clique und die ganzen Mädchen denken, sie sind was besseres. Das sind doch alles Popperschleimer!

Kannst Du mir helfen?

Ich wünsche mir echt mal nen blonden Boy kennenzulernen, der auch romantisch ist, mit dem ich mal über alles reden kann. Damit ihr mir helfen könnt, schicke ich Euch ein Bild von mir mit. Ich bin nämlich ein fetziges Girl!

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Level: Uncategorized — dienuf at 3:07 pm on Saturday, January 28, 2006

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Wenn man beginnt IKEA und H&M blöd zu finden, dann wird man wirklich alt.

Die neue H&M-Kollektion ist wirklich entsetzlich. Gestern wollte ich eigentlich endlich mal wieder die deutsche Wirtschaft ankurbeln, aber mit dem Sortiment unmöglich. Ich grübelte den ganzen Abend, wo die Designer sich zu solchen unsäglichen Roben inspirieren lassen. Diese ärmellosen Rüschenblüschen, Miniwesten, Glitzerboleros, Glockenröcke, überbundhohe Hosen mit Taillenbetonung. Das waren doch nicht die 50er, wie auf der Homepage von H&M behauptet wird!

Die Antwort fand ich an unerwarter Stelle. Beim abendlichen Schauen von DS9 fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es ist Ferengimode!

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Level: Uncategorized — dienuf at 2:36 pm on Saturday, January 28, 2006
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