Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

Jackpot, aber nicht mit mir!

Am steigenden Jackpot kann man ja sehen, dass alle Lotto spielen. Alle? Nicht alle! Ich natürlich nicht.
So ein hahnebüchender Unsinn! Ihr gebt alle Euren Lottoschein ab, aber ich wette keiner hat konsequent durchdacht, was passiert wenn man wirklich gewinnt.
ICH habe das und daraus ergibt sich: Ich will auf keinen Fall gewinnen.
Führt Euch doch mal die Milliardäre der Comic- und Superheldenszene vor Augen. Und? Ist Euch jemand eingefallen der zufrieden und glücklich ist? Batman z.B.? Frustriert, rachsüchtig, einsam.
Dagobert Duck? Jähzornig, übellaunig, sozial isoliert.
Stimmt das denn niemanden nachdenklich?
35.000.000 Euro am Konto und dann? Was ist das erste was man macht? Sorgenfalten bekommen. Wer bekommt jetzt wie viel? Die Eltern. Jeder 1 Milliönchen? Ist das geizig? Wie kommt man dann rüber? Der große Knauserer?
Kind! Was haben wir bloß falsch gemacht mit unserer Erziehung? Aufgeopfert haben wir uns und jetzt? Was ist der Dank? Wir bekommen nur eine schlappe, popelige Millionen?
Also 2? Aber die Eltern sind geschieden. Also bekommt jeder 2? Die Geschwister? Verdammte sienben Schwestern und noch die fünf Brüder des Mannes? Und deren Kinder?
Und die eigenen Kinder? Überlässt man denen je … sagen wir 5 Millionen?
Lässt man sie jetzt schon ran und riskiert eine Charakterverrohung? Oh, oh, Marioooo. Oh, oh, singt Tele mahnend im Hintergrund.
Also die Kohle für die eigenen Kinder verwalten? Dann kann man aber selbst nichts ausgeben. Vorbild sein. Bescheidenheit miemen. Klopapier auf beiden Seiten benutzen und dann recyclen.
Besser nichts großes, verschwenderisches kaufen. Nur die kleinen Wünsche erfüllen. Doch wer will sich den Stress bitte geben. Für jede kack Digicam 2 Wochen Preisvergleich, Amazon-Bewertungen lesen, Preise im Laden vergleichen. Das gleiche für den Wasserkocher, den Sandwichmaker, die Rotlichtlampe, die neuen Lichtschalter….
An die Armeen von Finanzberatern die täglich bodenleckend den Wegesrand säumen nicht zu denken.
Lotto-Gewinn? NEIN DANKE. Da mache ICH NICHT mit. Ich bin doch nicht wahnsinnig.

Level: Experimente, Objekt der Begierde — dasnuf at 8:30 am on Saturday, January 31, 2009

ZzzzZZZzzzzz versus Sport

Ich werde älter und kann manche Dinge nicht verstehen. Heute ist es Twitter und morgen der Festplattenrekorder und schwups bin ich darauf angewiesen, dass meine Kinder mir Dinge erklären.
Ganz so weit ist es glücklicherweise noch nicht. Was ich dennoch nicht verstehe, sind sportbesessene Menschen, die als Grund für Ihre Begeisterung angeben “Ich mache Sport, um mich richtig auszupowern!”.
Wahnsinn! Allein die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die sich gezielt und absichtlich auspowern müssen, weil sie nicht einfach so ausgepowert sind, finde ich faszinierend.
Ich denke, das sind a) lauter arbeitslose und/oder b) kinderlose.
Denn ich kann eines mit Sicherheit sagen: Am Ausgepowertsein fehlt es mir nicht. Wenn ich nach der Arbeit die Kinder abhole und dann beim Bilderbuchschauen fast einnicke vor lauter Ausgepowertsein, haut mir mein Jüngstes regelmäßig mit den Worten: Nich schlafen, Mama! Die Lektüre um die Ohren.
Ich male mir dann auf die Lider geöffnete, aufmerksam dreinblickende Augen und nicke im Schlaf in regelmäßigen Abständen. Das geht. Man kann als Lokführer im Güterverkehr auch hervorragend schlafen, während man gleichzeitig regelmäßig den Todmannschalter drückt.
Neunzig Minuten später wache ich schlapp auf und bereite das Abendbrot vor. Das nächste Mal schlafe ich ein, wenn ich die Kinder ins Bett bringe. Ich stehe um 22 Uhr wieder auf und schlafe anschließend auf dem Sofa ein. Mein Freund weckt mich anschließend um 23.30 Uhr, damit ich im Bett weiterschlafen kann.
Ich brauche einfach keinen Sport, ich habe Kinder, ich bin kostenlos ausgepowert.

Level: Kinder Kinder — dasnuf at 9:55 pm on Thursday, January 29, 2009

Warme Gedanken zum Elternabend

Das private Fernsehen erfreut mit Erziehungssendungen aller Art. Ausgestreckt am Sofa liegend, kann man beobachten wie aus widerspenstigen Teenagern gefügige Jugendliche gemacht werden, die ihren schuldlosen Eltern nach ein Paar Wochen Erniedrigungen wohlerzogen zurück gegeben werden.
Was mir persönlich fehlt, ist die Sendung “Eltern-Bootcamp”. Ich hätte ein Paar heiße Kandidaten zu melden. In Horden lungern Sie im Eingangsbereich von Kindergärten wie biertrinkende Punks vor U-Bahn-Eingängen und fragen sich täglich aufs neue was sie mit dem heutigen Tag anstellen könnten. Sie haben traurige Beagle-Gesichter und ihr Leben erscheint sinnentleert. Ihr Kinder lassen sie unbeaufsichtigt alles auseinander nehmen und voll schmieren, bevor sie dann aus unerfindlichen Gründen, plötzlich und ohne Voranzeichen ihre Nachkommenschaft grob zum sofortigen Aufbruch befehligen.
Beim Elternabend sind sie nie pünktlich, sie haben keine Diskussionskultur und von demokratischen Mehrheitsentscheidungen haben sie noch nie etwas gehört. Sie verlangen Extrawürste zu jedem Thema und Verantwortung übertragen sie lieber dem Erziehungspersonal.
Ganz ehrlich, da hilft nur 6 Wochen in der Abgeschiedenheit der chilenischen Atacamawüste, bei Wasser, Brot und Bohnen während sie von pädagogisch vorgebildetem Personal zyklisch angeschrien werden. Ein bisschen Teleskopputzen hat schließlich noch niemanden geschadet!

Level: Kinder Kinder — dasnuf at 4:30 pm on Thursday, January 29, 2009

Känguru-Hoden zum Vesper

Wenn ich mir anschaue, was mein Baby so ißt und das vergleiche mit dem was ich im Dschungelcamp gesehen im Artikel einer namenhaften deutschen Tageszeitung abgebildet gesehen habe, muss ich mich ernsthaft fragen, wieso ich mit meiner Obstphobie für seltsam – die obstessende Bevölkerung hingegen für normal gehalten wird.

Level: Babyleben — dasnuf at 4:50 pm on Wednesday, January 28, 2009

Altruismus bei U10jährigen

Bestimmte mentale Funktionalitäten die für ein gesellschaftliches Miteinander durchaus von Vorteil sind, prägen sich erst im Laufe der kindlichen Entwicklung aus. Altruismus und Mitgefühl gehören beispielsweise dazu.
Folgende Szene ließ mich diese Hypothese entwickeln. Ich sitze zwischen Oberwiesel und Untertrubelbach in einem Regional-Express und warte auf Austausch des defekten Triebfahrzeugs als ich den neuen Babysitter telefonisch kontaktiere.
Im Hintergrund weint völlig aufgelöst Kind 2.0. Es hat bislang jede direkte Interaktion mit dem Babysitter verweigert. Eine Fütterung war nur möglich indem das Essen auf den Boden gelegt wurde, der Babysitter sich aus dem Raum entfernte und das Baby sich darauf hin über die Nahrung her machte.
Von weiteren Annährerungen möchte das Kleinkind vehement absehen. Es schreit wie eine überlaute Einparkhilfe wenn der Mindestabstand unterschritten wird. An Windelwechsel, Schlafanzug anziehen und Zubettgehen ist nicht zu denken.

Man lässt sich das vom Baby heiß geliebte, deutlich ältere Geschwisterkind geben, die letzte Hoffnung, der Rettungsanker!

- Hallo Kind 1.0 würdest Du bitte Kind 2.0 die Milch geben? Von Dir nimmt es sie bestimmt.
- Klaro.
- Das ist ganz toll! Da jetzt Schlafenszeit ist, geht doch schon mal gemeinsam ins große Bett ja? Bestimmt schläft das Baby dann gleich ein.
- Kein Problem!
- Ich bin begeistert! Ich freue mich so! Machst Du das jetzt gleich, ja?
- Wie jetzt gleich? Ich muss erst wii fertig spielen.
- Aber Du spielst doch schon 3 Stunden und Dein Geschwisterchen weint so schlimm.
- Ich muss aber fertig spielen!!!
- Aber es ist schon nach zehn!
- ICH MUSS ABER FERTIG SPIELEN.
~~~ Die telefonische Verbindung bricht ab ~~~
Die Kehrseite der Medaille, so muss man auch sagen: Kind 1.0 schläft selbst bei einem nächtlichen Geschrei von rund 170 Dezibel den Schlaf eines winterruhenden Braunbärs und auch wenn die Eltern die ganze Nacht mit Babybespaßung verbringen, jonglieren und Saltos schlagen, wacht Kind 1.0 frisch, fröhlich und erholt morgens um 8 auf und versüßt den Eltern den Tag mit guter Laune.
Einer Überlastung der Eltern wird somit entgegen gewirkt. Hinter jedem Verhalten steckt also ein evolutionärer Sinn.

Level: Kinder Kinder — dasnuf at 9:09 am on Tuesday, January 20, 2009

Muff zum Wochenbeginn

Schon lange keine Witze mehr über müffelnde Geschlechtsteile gemacht.

Quelle: If advertisements were truthful, via Anke Gröner

Level: Sachen über die ich mich kaputt lachen kann — dasnuf at 9:52 am on Monday, January 19, 2009
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