Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

Der Katzenveit von Tripstrille

KĂŒrzlich war unsere italienische Verwandtschaft zu Besuch und es dauerte keine 60 Minuten bis die Kinder mit einem leuchtenden, blinkenden und melodienleiernden Spielzeug ausgestattet waren.
Wenn man liest, man habe Gefangene mit Popsongs von Britney Spears und Metallica gefoltert, dann ist es leicht vorstellbar, dass auch diese Art Spielzeug eingesetzt wurde.
Die Melodie ist eingÀngig und schon ein sechs Monate altes Kind kann sie problemlos nachahmen. Von sprechfÀhigen und schulpflichtigen Kindern ganz zu schweigen.
So dudelt und rollt das automatische GefĂ€hrt seit einer Woche fröhlich durch die Wohnung. Wenn die Kinder nicht da sind, versteckt es sich hinter dem WĂ€schekorb oder in der SpĂŒlmaschine und fĂ€hrt unerwartet aus seinem Versteck hervor und versetzt uns Erwachsene in Angst und Schrecken.
Einmal saß es sogar in der KloschĂŒssel und griff jĂ€h beim morgendlichen urinieren an.
TagsĂŒber wenn die Kinder wach sind, fĂ€hrt und tutet es wie von Geisterhand gesteuert durch die Wohnung und die Kinder laufen fröhlich singend hinterher. Der Melodienzug fĂ€hrt durch den Flur, durchs Wohnzimmer und zurĂŒck ins Bad und die Kinder klatschen dazu im Takt.
In einem nĂ€chtlichen Traum höre ich genau die selbe Melodie auf einer menschenleeren Straße. Der Dudelzug fĂ€hrt durch Berlin und die 7.976 Kinder unseres Bezirks folgen ihm die Tonfolge leise murmelnd. Als ich aus dem Fenster sehe, erkenne ich im fahlen Licht der Laternen in drei großen Lettern G E Z am Wagenstand. Die ZimmertĂŒr der Kinderstube öffnet sich leise knarrend und unser Baby schĂŒttelt traurig den Kopf: Kulturzeit, Mama.
Gert Scobel sagt das grĂ¶ĂŸere Kind, dann laufen auch sie auf die Straße hinaus zum GEZZug. Schluchzend rufe ich in die Nacht: Abba isch abbe gar keine FĂ€rnsĂ€ha!

Level: Experimente, Kinder Kinder — dasnuf at 7:44 pm on Tuesday, March 31, 2009

Mit Kleinkindern kochen

Kindliche Kocherkenntnisse

Stripgenerator gesehen beim MC Winkel

Level: Kinder Kinder — dasnuf at 5:44 pm on Friday, March 20, 2009

Mein Banner ist grĂ¶ĂŸer als Deiner

Nachtrag: Weil’s Beschwerden gab, ich sei nicht kenntlich genug.

Level: Wunderbare Technikwelt — dasnuf at 6:43 pm on Thursday, March 19, 2009

Ich weiß was Deine Eltern 1968 getan haben…

War da irgendwie Stromausfall oder so? Und warum haben diese Kinder alle das gleiche Hobby?

Fragen ĂŒber Fragen und ein herzliches: Happy birthday!

Level: Babyleben — dasnuf at 6:00 am on Monday, March 16, 2009

Tatookid

Hunderte von BĂŒchern wurden zum Thema Motivation geschrieben. Psychologen behaupten gerne, es gĂ€be keine extrinsische Motivation. GemĂ€ĂŸigtere Meinungen postulieren, dass externe VerstĂ€rker zumindest die intrinsische Motivation verderben. Doch Tatsache ist, fĂŒr einen Stempel tut das Kleinkind ALLES.

Es begann feindosiert im Kindergarten. Einmal ins Klo pullern = ein Stempel.
Das Kind war in vier Tagen windelfrei und soff Wasser wie ein Kamel. Macht 17 Stempel fĂŒrs Pinkeln am Tag.
Auf eine lange Tradition der AufrĂ€umverweigerung beim Erstgeborenen zurĂŒck blickend, dachten wir so ein Stempelchen wĂŒrde auch hier seine Wirkung nicht verfehlen. Und tatsĂ€chlich: Kind 2.0 rĂ€umte regelmĂ€ĂŸig auf. Es entwickelte eine wahrhafte AufrĂ€ummanie. War ein Gegenstand nur um einen Millimeter von der Soll-Position verrĂŒckt, er wurde aufgerĂ€umt. Schreiend verlangte das Kind Stempel um Stempel. Allein dafĂŒr kamen weitere 9 Stempel tĂ€glich hinzu.
Man muss nun sehen, dass so ein alfgroßes Wesen doch recht bald an KapazitĂ€tsgrenzen kommt, was das freie HautflĂ€chen zur VerfĂŒgung stellen angeht. Bald waren 80% des Körpers bestempelt. Nur HĂ€nde, FĂŒĂŸe und der Kopf boten FreiflĂ€chen.
Dann verlangte das Kind weitere Stempel fĂŒrs Durchschlafen. Da wir bereits 765 Tage darauf warteten, stempelten wir schweren Herzens das Gesicht.
Gesellschaftlich kommt es nicht sooo gut rĂŒber ein ganzkörpergestempeltes Kind zu haben – doch was soll man tun? DafĂŒr sparen wir Windeln, schlafen durch und es ist picobello aufgerĂ€umt.

Level: Kinder Kinder — dasnuf at 10:29 am on Saturday, March 14, 2009

Ode an meine ZahnÀrztin

Meine erste ZahnÀrztin war begeisterte Knoblauchesserin. Aus ihren schwarzen Poren wuchsen kleine Borsten und ihre Haare fielen bisweilen in meinen offenen Mund.
Meine zweite ZahnÀrztin war schon fortschrittlicher und trug eine Gesichtsmaske. Mit kleinen MetallhÀmmerchen schlug sie auf meine ZÀhne als sei sie eine begabte Xylophonistin und murmelte dazu seltsame Buchstaben und Zahlenreihen.
Meine jetzige ZahnĂ€rztin ist eine Elfe. Ihre Augen hinter ihrer Schutzbrille sind so wunderschön, dass MĂ€nner vermutlich keine BetĂ€ubungsspritze brauchen. Eloquent erklĂ€rt sie jeden einzelnen Handgriff und egal wie nah sie kommt, es duftet nur als stĂŒnde man in der NĂ€he eines Zitronenhains. Selbst wenn sie bis zur Medulla oblongata bohrt, man spĂŒrt nichts und das GerĂ€usch des PoliergerĂ€tes erzeugt lediglich WohlgefĂŒhl.
Am liebsten durchlöcherte ich mir meine ZĂ€hne selbst als seien sie ein Schweizer KĂ€se. In Ermangelung von Zahnstein gurgele ich tĂ€glich „KOSMOS 643416 Kristalle zĂŒchten“ nur damit sie etwas zum Entfernen hat.

So gerne bin ich bei ihr. So gerne bin ich bei ihr!

Level: Experimente — dasnuf at 6:51 pm on Tuesday, March 10, 2009
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