Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

Wie dicht bist Du eigentlich?

Mathematik und Physik sind in meiner Familie kein reines Männerthema. Zu Beginn konnte man nur bei meinem Vater ein Interesse für diese Domäne beobachten. Behauptete er mit seinen 1,70 cm doch über mehrere Jahre hinweg, er sei größer als mein damaliger Freund (1,97 cm). Nur wenige Jahre später entdeckte auch meine Mutter ihre große Leidenschaft für physikalische Zusammenhänge.
Da sie nämlich 60 Kilo wiegt und ich 62 Kilo wiege, stellt sie mir herzenserfreuender Regelmäßigkeit fest, dass sie ja leichter als ich sei.
Sie übersieht dabei, dass ich rund 25 cm größer bin (so dachte ich zunächst!).
Es liegt mir fern mit meinen 34 Jahren meine Eltern in solchen Sachen belehren zu wollen und tatsächlich habe ich eine Lösung für die oberflächlich seltsamen Aussagen finden können.
Die Frage ist falsch gestellt und sollte so manch andere Frau ebenfalls interessieren. Sie lautet nämlich nicht: “Wer ist leichter?” sondern “Wer ist dichter?”
Die Dichte, ist, so weiß man aus der Schule der Quotient aus Masse und Volumen. Aus der Schule weiß man auch, dass das Volumen sich mit steigender Temperatur ausdehnt. Die Dichte nimmt also ab, je heißer es ist.
Gängigen meterologischen Skalen kann man leicht entnehmen, dass es in Süddeutschland viel wärmer als in Berlin ist, woraus abzuleiten ist, dass meine Mama zwar ausgedehnter – jedoch viel leichter als ich ist und dass obwohl sie kleiner ist.
Total logisch.

Level: La familia, Seltsame Beobachtungen — dasnuf at 8:00 am on Wednesday, August 26, 2009

Dieter, 63, fressen Seele auf

Gelegentlich unternehme ich zu verkehrlichen Stoßzeiten mit der S-Bahn Ausflüge ins schöne Steglitz. Die Arbeitswelt macht manchmal körperlich einsam und da freut man sich über jeden Ellbogen im Magen.
Wenn ich dann genug getreten und gestoßen worden bin, suche ich mir ein lauschiges Sitzplätzchen und stecke meinen Kopf in eine übergroße Handtasche.
Während ich also so dasitze und mich freue den lang verschollenen Schokomuffin der Vorwoche entdeckt zu haben, spüre ich einen Fremdkörper auf mir. Da ich rechts außen auf einem 3er Sitz Platz genommen habe, denke ich, die ganz links außen, ist wohl ganz schön breit, sonst müßte der nette Mann in der Mitte mir ja nicht so nahe treten. Doch als ich aus meiner Supertasche aufblicke, stelle ich fest: Links sitzt niemand.
Ich blicke den leicht säuerlich riechenden Mann böse an. Der freut sich über die Kontaktaufnahme und setzt sich auf meinen Schoß.
Ob er vielleicht auch mal den Kopf in meine Handtasche stecken möchte oder ob es reiche wenn ich ihm was schönes aussuche?
Reinschauen, gefiele ihm besser.
Drücken sie doch mal auf den rot leuchtenden Knopf, den Sie gleich sehen, fordere ich ihn auf und *schlurp* ist er verschwunden.
So ein Mini-CERN in der Handtasche verursacht zwar viel Ärger*, kann jedoch auch eine außerordentliche Hilfe sein.

* An dieser Stelle befönde sich eigentlich ein Link der a) auf meinen Artikel über verschwindende Dinge in Handtaschen und meiner Theorie zu mini schwarzen Löchern hinwiese und b) meine Panik vor dem aktivieren des Teilchenbeschleuigers in CERN beschrieben hätte. Beide Artikel sind verschwunden.

Level: Experimente, Großstadt — dasnuf at 8:00 am on Monday, August 24, 2009