Dinovember ist quasi Schleich-Werbung

Vorletztes Jahr habe ich das erste Mal vom Dinovember gehört. Eine Aktion eines Elternpaares (Refe und Susan Tuma), die in unfassbar tollen und aufwändigen Fotos dokumentiert haben, wie die hauseigenen Dinosaurier jede Nacht die Wohnung verwüsten oder irgendeinen Unsinn anstellen und damit ihre Kinder zum Staunen brachten. Toy-Story in der Kohlenstoffwelt. In der Zwischenzeit wurde daraus das Buch „What the Dinosaurs Did Last Night“ (Affiliate Link).

Ich fand die Idee so toll, dass ich gleich mitgemacht habe. Letztes Jahr und auch dieses Jahr. Weil ich selbst keine Dinos hatte, hat mir unsere Kita einige geliehen und vier Stück habe ich von Schleich zur Verfügung gestellt bekommen und naja, ich war dann so angefixt, dass ich *flöt* weitere dazu gekauft habe.

Einige Fotos habe ich ohne das Wissen meiner Kinder gemacht. Über das folgende waren sie aufrichtig empört:

Riding all the beautiful horsiiiis 🐎🦄🐴 #dinovember

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Bei dem hier durften sie mitmachen. Ich denke, in der Zwischenzeit akzeptieren sie, dass ich verrückt bin und es kommen keine Nachfragen, wenn ich sie bitte, Klopapierrollen durch das Treppenhaus zu werfen.

Really??? #dinovember

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Einige Ideen haben die Kinder selbst eingebracht. Kind 2.0 fand es sehr naheliegend, dass die Dinos die CDs zerkratzen. Die sind schließlich immer zerkratzt und die Kinder machen das natürlich nie.

Wenn es wenigstens die Conni-CDs gewesen wären… #dinovember

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Für das nächste habe ich extra lebendige Pflanzen gekauft. Wer meine Texte beim schwedischen Möbelhaus gelesen hat, weiß, ich besitze nämlich eigentlich keine lebendigen Pflanzen.

Thank you for the mess 😠 #dinovember

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Die Entstehung des nächsten hat mir in meiner Vorstellung am Besten gefallen. Ich habe die Dinos in Ermangelung eines Kopiergerätes nämlich meinem Freund mitgegeben…

What? They followed me to my office to copy their butts??? #dinovember

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Wenn man auf instagram nach dem Hashtag #Dinovember sucht, gibt es noch viele andere, wunderbar kreative Fotos zu bewundern:

That's what friends are for #dinovember #dinovember2015

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We're singin' in the rain #dinovember #dinovember2015

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"He's looking at you kid". Using the craft eyes Dino style #dinovember #dinovember2015

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Und natürlich die Fotos der #Dinovember Erfinder selbst:

Ich liebe besonders die Fotos, denen man ansieht, dass wirklich eine schöne Sauerei veranstaltet wurde. Ach, das Internet ist schon ein wunderbarer Ort.

Und damit andere nächstes Jahr auch Dinovember machen können, verlose ich meine Dino-Rezensionsexemplare:

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Wie gehts?

  • Postet mir in meine Kommentare bis zum 05.12., 24 Uhr euer Lieblingsdinovemberbild mit Quelle (egal von wem, muss nicht aus dem Artikel hier sein) um einen der beiden Dinosaurier zu gewinnen.
  • Ich versende nur innerhalb Deutschlands
  • Sollte sich die/der Gewinner/in nicht innerhalb einer Woche melden, verfällt der Gewinn.

Bis 2016!


P.S. Das schöne Wortspiel „Schleich-Werbung“ ist Sebastian von I am your father eingefallen, ich habe freundlicherweise die Erlaubnis erhalten es für den Artikel zu verwenden.

12 von 12 im Juli

Der 12. Juli ist auf ein kinderfreies Wochenende gefallen. Kinderfreie Wochenenden dauern ca. 100 Stunden. Es ist erstaunlich, was ich an zwei Tagen alles schaffen kann. Ausschlafen bis 8 Uhr zum Beispiel. Aufstehen fällt allerdings  ziemlich schwer, wenn die Kinder nicht darauf bestehen, dass ich Frühstück mache. Ich lese also ein bisschen Internet und schreibe dann die erste Fassung meines ElterngeldPlus Artikels.

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Nachdem ich gefühlt zwanzig Artikel und ein duzend Broschüren gelesen habe, ist es plötzlich zehn Uhr. Ich äh muss mich noch anziehen, denn ich bin mit Frau Kirsche zum Frühstück verabredet. Ich hab sie über einen gemeinsamen Freund kennengelernt und wir haben neulich zusammen gepodcastet. Der Freund hat gesagt: Ihr werdet euch verstehen. Er soll Recht behalten.

Ich fahre mit dem Fahrrad nach Kreuzberg, wo ich am Tag zuvor schon frühstücken war. Es ist wirklich total leer. Das fällt mir erst auf, nachdem ich den Artikel über die Berlinreise bei Maximilian Buddenbohm gelesen habe.

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Ich habe Frau Kirsche noch nie in echt gesehen, aber ich erkenne sie sofort an ihrem phänomenalen Rock. Frau Kirsche ist Nähnerd. Die Kleider, die ich bislang auf instagram gesehen habe, sind großartig.

Wir gehen ins Bastard. Das Frühstück dort ist toll. Genau deswegen sind alle Plätze besetzt. Wir stehen enttäuscht auf der Straße und gucken so lange traurig, bis der Kellner uns einen Platz organisiert. Ich bestelle mein Essen ohne Obst. Der Kellner sagt: „So einen Quatsch machen wir hier nicht“. Ich jammere und sage ihm, dass ich lieber Vogelspinnen als Mandarinen essen würde. Er sagt mir, er wolle in die Natur, man könne halt nicht alles haben. Am Ende macht er mich doch glücklich. Mir wird ein Frühstück ohne Obstdeko serviert.

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Frau Kirsche und ich unterhalten uns lange und das obwohl ich Psychologin bin und sie Soziologin ist. Eigentlich gibt es sowas wie eine traditionelle Feindschaft zwischen diesen beiden Disziplinen (oder zumindest totales Unverständnis, weil die Blickrichtung entgegengesetzt ist). Mir fällt auf, dass der Kellner die ganze Zeit mit uns schäkert. Das ist mir ca. 100 Jahre nicht mehr passiert. Ich verstehe ihn, ich finde Frau Kirsche auch toll.

Am Nachmittag fahre ich wieder nach Hause und lege mich erstmal hin. Mittagsschlaf! So toll!

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Danach steht Hausarbeit an. Ich bin fasziniert wie viel Arbeit unter der Woche liegen bleibt, obwohl ich die ganze Zeit was mache. Alleine fünf Maschinen Wäsche. Ich träume von einer Haushälterin. Auch denke ich immer, dass es ja Menschen gibt, die auch noch bügeln oder die jeden Tag staubsaugen oder so. Wie machen die das?

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Ich brauche Folge 30, 31 und 32 des Lila Podcast bis ich zur Hälfte fertig bin mit dem ganzen ******. Besonders gut gefällt die Folge zu den Serien. „Hit and Miss“ und „Raised by Wolves“ muss ich unbedingt sehen.

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Betten neu beziehen ist auch mal wieder dran. Ich hatte ne zeitlang einen 70er Jahre Stoffsammelfetisch. Diese Kinderbettwäsche habe ich ein halbes Jahr gejagt. Jetzt sind die Kinder eigentlich raus aus dem Alter. Dann kommt der Bezug eben auf eine der zahlreichen Spieldecken, die die Kinder zum Bauen verwenden. Ich wünschte, ich könnte nähen… dann könnte man daraus vielleicht noch was schönes machen.

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Als letztes räume ich das Kinderzimmer auf. Ich hab mich neulich mit anderen Eltern unterhalten, dass ich Waffen hasse und meine Kinder deswegen keine haben. Ich glaube, ich habe mich geirrt.

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Jetzt habe ich erstmal keine Lust mehr. Zeit mal in den Comic zu schauen, den ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Außerdem ist es nach vier.

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Nebenher mache ich Backups. Dieses vorwurfsvolle Popup „Schon 10 Tage kein Backup“ ist ja nicht auszuhalten auf Dauer.

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Glücklicherweise besitze ich seit kurzem einen Hammer. Ich hänge ein neues Bild auf, das mir meine Freundin Katia geschenkt hat. Katia ist großartig. Nicht nur was ihre Kunst angeht, auch ihr Blog muss man sehr lieben.

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Dann vertrödele ich noch unfassbar viel Zeit. Ich schaue „Suits“* und lackiere meine Fuß- und Fingernägel. Weil die nicht schnell genug trocknen, komme ich äh 25 min zu spät zum Burgeressen und vergesse auch noch meinen Burger zu fotografieren! Dieses Tussileben ist nichts für Anfängerinnen. Vermutlich hätte ich ohnehin Salat bestellen müssen.

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*dafür komme ich in die Hölle. Die Serie ist nicht nur angereichert mit Klischees (die Typen mächtig und kompetente Anwälte, die Frauen Anwaltsgehilfinnen und Sekretärinnen oder Quotenfrau, alle gutaussehend, toll gekleidet, superdünn) sondern auch voll mit sexistischen Sprüchen und Gesten (über die die Frauen aber immer lachen, die haben halt Humor).

Pferde-Po

Ein wirklich sehr hübsches Blog ist das SALIBONANI-Blog, das Kinderverschönerungen dokumentiert. Bitte auch in die Guest-Kategorie klicken. In unserem Haushalt gibt es solche Kunstwerke auch.

 

pferd

Eine zeitlang habe ich auch die Esstechnik von Kind 3.0 dokumentiert. Leider hat es irgendwann gerufen: „Schau mal, Mama! Ich hab da was für das Internet geesst. Du kannst das jetzt foto-en.“

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