Das Nuf Advanced

Das Nuf 1.0 war gestern

Schweinegrippe bringt Ossikultur zu Fall

Wenn man mich als gebĂŒrtigen Wessi fragen wĂŒrde, was typisch Ossi ist, dann wĂŒrde ich ohne Zögern antworten: HĂ€nde schĂŒtteln.

Zu jedem Anlass werden HĂ€nde geschĂŒttelt.  Man kommt in ein fremdes BĂŒro: HĂ€nde schĂŒtteln. Man trifft flĂŒchtige Bekannte auf der Straße: HĂ€nde schĂŒtteln. Man geht zum Arzt: HĂ€nde schĂŒtteln. Man kauft sieben Schrippen: HĂ€nde schĂŒtteln.

Wenig verwunderlich ist es deswegen, dass Kinder dies ab dem sechsten Lebensmonat in der Krippe eingetrichtert bekommen. “Schön HĂ€ndeschĂŒtteln tutsi tutsi!”

Gestern musste ich jedoch schreckliches beobachten. Kind 1.0, total auf HĂ€nde schĂŒtteln getrimmt, reicht der Horterzieherin zur Verabschiedung die Hand und diese ermahnt lĂ€chelnd: “Naaaa? Was wollten wir nicht mehr machen? HĂ€nde schĂŒtteln! Nich? Ja, ja!”

Was war passiert? Kind 1.0 klĂ€rte mich auf: “In der Schule wird wegen der Schweinegrippe nicht mehr die Hand geschĂŒttelt.”

DER UNTERGANG DES ABENDLANDES FAND HIER SEINEN BEGINN.

Level: Kinder Kinder, Seltsame Beobachtungen — dasnuf at 9:12 am on Wednesday, February 3, 2010

Schlimme Dinge, die man als Eltern aushalten muss, Teil 1

SÀuglinge des Bösen

Level: Objekt der Begierde, Seltsame Beobachtungen — dasnuf at 11:34 am on Thursday, January 28, 2010

Wie dicht bist Du eigentlich?

Mathematik und Physik sind in meiner Familie kein reines MĂ€nnerthema. Zu Beginn konnte man nur bei meinem Vater ein Interesse fĂŒr diese DomĂ€ne beobachten. Behauptete er mit seinen 1,70 cm doch ĂŒber mehrere Jahre hinweg, er sei grĂ¶ĂŸer als mein damaliger Freund (1,97 cm). Nur wenige Jahre spĂ€ter entdeckte auch meine Mutter ihre große Leidenschaft fĂŒr physikalische ZusammenhĂ€nge.
Da sie nĂ€mlich 60 Kilo wiegt und ich 62 Kilo wiege, stellt sie mir herzenserfreuender RegelmĂ€ĂŸigkeit fest, dass sie ja leichter als ich sei.
Sie ĂŒbersieht dabei, dass ich rund 25 cm grĂ¶ĂŸer bin (so dachte ich zunĂ€chst!).
Es liegt mir fern mit meinen 34 Jahren meine Eltern in solchen Sachen belehren zu wollen und tatsĂ€chlich habe ich eine Lösung fĂŒr die oberflĂ€chlich seltsamen Aussagen finden können.
Die Frage ist falsch gestellt und sollte so manch andere Frau ebenfalls interessieren. Sie lautet nĂ€mlich nicht: “Wer ist leichter?” sondern “Wer ist dichter?”
Die Dichte, ist, so weiß man aus der Schule der Quotient aus Masse und Volumen. Aus der Schule weiß man auch, dass das Volumen sich mit steigender Temperatur ausdehnt. Die Dichte nimmt also ab, je heißer es ist.
GĂ€ngigen meterologischen Skalen kann man leicht entnehmen, dass es in SĂŒddeutschland viel wĂ€rmer als in Berlin ist, woraus abzuleiten ist, dass meine Mama zwar ausgedehnter – jedoch viel leichter als ich ist und dass obwohl sie kleiner ist.
Total logisch.

Level: La familia, Seltsame Beobachtungen — dasnuf at 8:00 am on Wednesday, August 26, 2009

Schaffe, schaffe, HĂ€usle baue

Kaum hat man die ersten sieben Kinder in die Welt gesetzt, wird der Platz knapp und man denkt ĂŒber Hausbau nach. Problem: Woher mit den 200.000 Euro, dies kostet?
Nachdem ich mehrere Jahre erfolglos nach unbekannten amerikanischen Erbtanten gefahndet hatte, fiel mir am Wochenende ein Werbeprospekt in die HÀnde, welches auf unerwartete Weise eine einfache Lösung bot.
Angeboten wurde ein iPhone-Immitat, mit zwei SIM-Karten zu je 4,95 Euro im Monat, plus 100 Euro in bar und einem Startguthaben von 50 Euro. Die VertrĂ€ge wĂŒrden jeweils zwei Jahre laufen.
Mathematisch begabt wie ich bin, errechnete ich mir so schnell ein gĂŒnstiges Finanzierungsmodell.
Ich bestelle 2000 Handys. Macht 200.000 Euro in bar. Die Handys verkaufe ich fĂŒr durchschnittlich 30 Euro bei ebay – macht weitere 60.000 Euro.
Bleiben 4000 VertrÀge à  4,95 Euro, die man gegen zu rechnen hat. Pro Jahr also 23.760 mal 2 gleich 47.520.
Bleiben 12.480 Euro Gewinn!!!
Und davon kann man locker noch ein Paar HandyvertrÀge hinzuordern und sich davon einen Pool bauen, Designermöbel kaufen und die Ausbildung der Kinder finanzieren.
Anyone a cell-phone? GĂŒnstig ab 30 Euro abzugeben. Absolute Neuware!

Level: Objekt der Begierde, Seltsame Beobachtungen — dasnuf at 7:16 pm on Thursday, June 18, 2009

Starfrisöre fĂŒr Kinder – ein Empfehlungsschreiben

Es gibt nur wenige Wischmöpse die eine schlimmere Frisur als unser Kind 2.0 haben. Meine Eltern haben mich schon mehrere Male darauf hingewiesen, dass der einzige Ausweg aus dem störrischen FlaumgestrĂŒpp eine Rasur des Kopfes ist. Erst dann wĂŒchsen die wahren, schönen, wahrscheinlich goldlockigen Haare.
Wir weigerten uns jahrelang. Doch als mein Mann das Kind versehentlich einmal in die Abstellkammer gestellt hatte, weil er es fĂŒr unseren Wischmopp hielt, habe ich meine Meinung geĂ€ndert und machte mich auf die Suche nach einem Kinderfrisör.
Der Rekord im Stillsitzen bei Kind 2.0 liegt derzeit bei 10,26 Sekunden. Das sollte auch die Zeit sein, in der ein Frisör ihm eine hĂŒbsche Frisur zaubern sollte. Ein Profi musste also ran.
Eine intensive Internetrecherche brachte uns zu einem Frisör der sich in einem großen Kaufhaus in Westberlin befindet. Die Einrichtung hatte sich ausdrĂŒcklich als KINDERfrisör ausgegeben.
Als wir ankamen sahen wir Donald Duck- und MotorradstĂŒhle auf die das Kind zu platzieren war. Das Kind wollte aber lieber in den Spielbereich. Leider war es erst 23,46 Monate alt und die freundliche Frisörin wies uns darauf hin, dass der Spielbereich erst fĂŒr Kinder ab zwei Jahren geeignet sei.
Das Kind heulte Rotz und Wasser, was die Frisörin empathisch mit “Wollen se nun Haare schneiden oder nich?” kommentierte.
“Ja sehr gerne!” erwiderte ich und wollte das Kind auf meinem Schoß Platz nehmen lassen.
“Uffm Schoß schneidenwa nich. Dit Kind muss uff den Stuhl.”
“Will es aber nicht.”
“Dann schneidenwa nich.”
Ein bisschen verdutzt war ich da schon: “Kindergerecht habe ich mir doch ein wenig anders vorgestellt.”
“FĂŒr Ihre Vorstellungen könnwa ja nix.”
Wie gerne hĂ€tte ich ihr da gegen das Schienbein getreten. Als zivilisierte Menschen packten wir jedoch lediglich unsere Sachen zusammen und verließen die RĂ€umlichkeiten. “Weiterempfehlen kann man sie ja leider nicht.”
“Wir wollen hier sowieso nur artige Kinder!”
Da vergaß ich meine Erziehung und verpasste ihr eine Kopfnuss.
Das Kind wurde farblich kenntlich gemacht und war fortan gut vom Mopp zu unterscheiden. Wenn man kreativ ist, gibt es eben immer Lösungen.

Level: Babyleben, Seltsame Beobachtungen — dasnuf at 3:00 pm on Wednesday, April 15, 2009

Klappe zu

Gerade als ich vertieft in die 637. Fußnote von Die RealitĂ€t der Massenmedien von Niklas Luhmann war, schaltete mein Mann Germanys Next Topmodel ein.

Mein reiner Geist ist extrem ablenkbar durch bunte, bewegliche Bilder und so blieb es nicht aus, dass ich intellektuell fröstelnd einige Minuten die gestrige Episode mitverfolgen musste. Noch wenige Jahre und unsere Kinder sind im Teenageralter, da muss man schon ein wenig up-to-date sein. In gĂ€ngigen Tageszeitschriften hatte ich bereits Interviews besorgter Top Model MĂŒtter gelesen. Sie haben alle angst, dass ihre hĂŒbschen Töchter in den Sumpf von Alkohol, Drogen und Magersucht abgleiten. Doch ein ernstes Problem bleibt dabei unerwĂ€hnt: Die MĂ€dchen werden zur Mundatmung gezwungen. Auf beinahe jedem Bild sperren sie ihre MĂ€uler wie dicke Barsche auf, die auf dem Grund eines trĂŒben Teiches nach Essbarem grĂŒndeln.

Über die Risiken von Mundatmung spricht dabei niemand!

- Mundatmung fĂŒhrt zur Austrocknung der SchleimhĂ€ute

- Durch Mundatmung wird die Luft nicht in der Nase gefiltert, und es kommt hÀufiger zu Infekten

- DarĂŒber hinaus kommt es verstĂ€rkt zur Kariesbildung, da zu wenig Speichel schĂŒtzend die ZĂ€hne umgibt

-Besonders fĂŒr die 16jĂ€hrigen Teilnehmerinnen ist festzuhalten: Mundatmung im Milchzahnstadium kann zu gravierenden Fehlstellungen der ZĂ€hne fĂŒhren!

    Deswegen fordere ich als besorgte Mutter: Heidi, lass das Froschatmen sein und erlaube Deinen MĂ€dchen sich mit ordnungsgemĂ€ĂŸ verschlossenen Lippen ablichten zu lassen! Denke an die Gesundheit Deiner Teilnehmerinnen und halte deren Vorbildfunktion fĂŒr andere junge Menschinnen im Auge!

    Level: Babyleben, Seltsame Beobachtungen, Weibchen — dasnuf at 6:15 am on Friday, April 10, 2009
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