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	<title>Das Nuf Advanced &#187; Seltsame Beobachtungen</title>
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		<title>Erzähl&#8217; mir alles</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:52:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Psychologen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nicht immer lustig PsychologIn zu sein. <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/erzahl-mir-alles/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mein Freund hat einen Pullover, den finde ich furchtbar. Ich habe es ihm aber nie gesagt.&#8221; oder &#8220;Obwohl meine Oma eine sehr liebe Frau ist, habe ich ihr als Kind Geld gestohlen.&#8221; oder &#8220;Ich habe eine Affäre mit dem Freund meiner Schwester, das macht mir ein wirklich schlechtes Gewissen!&#8221;. Das sind Sätze, die man gar nicht hören möchte. Sie sollten geheim bleiben. Die meisten Menschen haben solche dunklen Geheimnisse. Glücklicherweise sprechen sie nicht darüber. Jedenfalls so lange man nicht den Satz: &#8220;Ich studiere Psychologie&#8230;&#8221; ausspricht.<br />
Kaum ist dieser Satz verhallt, verwandeln sich Menschen in Abgründe und sie haben nichts dringlicheres zu tun als einem genau jene Geheimnisse zu erzählen. Das ist nicht immer angenehm.<br />
Dieser Effekt hat meine frühe Adoleszenz beinahe versaut. Glücklicherweise bin ich irgendwann darauf gekommen auf Partys auf die Frage: &#8220;Was machst Du so?&#8221; mit &#8220;Ich bin Fleischereifachverkäuferin&#8221; zu antworten. Zwar machte mich das nicht zum begehrten Gesprächspartner, es sorgte jedoch zumindest dafür, dass die Menschen ihre Geheimnisse freundlicherweise für sich behielten.</p>
<p>Ich muss sagen, die Neigung wildfremden Menschen die intimsten Details seines Lebens zu erzählen, war mir bislang unbegreiflich und fremd.</p>
<p>Jedenfalls war es mir bis vor einigen Wochen ein totales Rätsel, was mit den Menschen passiert, die sonst so viel Energie darauf verwenden nach außen alles perfekt scheinen zu lassen, wenn sie erfahren, dass ich irgendwann mal Psychologie studiert habe und mir unabhängig davon ob sie mich seit Jahren kennen oder vor zehn Sekunden kennen gelernt haben, all ihre schmuddeligen Seelenabgründe offenbaren.</p>
<p>Doch neulich hatten wir Besuch von der Mutter eines Freundes von der ich wußte, dass sie Psychologin ist. Da saß sie nun an unserem Tisch, unterhielt sich mit uns und es war als wirbelte um sie herum eine Erzählmiralles-Aura. Sie saß da, lächelte und tat eigentlich nichts. Doch in mir stieg dieses Gefühl auf, ihr mein ganzes Leben, ja jedes Detail offenbaren zu wollen. Nein, nicht nur leise davon berichten, am liebsten hätte ich mich auf den Boden geschmissen und alles ausgeschrien. All die Gefühle und Gedanken, die man manchmal hat, die man aber nie sagt, weil das sozial nicht erwünscht ist. Am liebsten hätte ich mich an ihren Hals geschmissen und ihr Gesicht zu mir gedreht, um sicherzugehen, dass sie mir zuhört, wenn ich von den letzten 36 Jahren meines Lebens berichte. Sie hatte so eine gütige und verständnisvolle Ausstrahlung, ich hätte mich auch gerne auf ihren Schoß gesetzt und hätte mich umarmen lassen wollen. So wie die Bekloppten in den amerikanischen Filmen, wenn sie auf Psychologen treffen.<br />
Dank meiner übermenschlichen Fähigkeit meine Gefühle robotermäßig im Griff zu haben, kaute ich stattdessen unauffällig meine Kartoffeln weiter und flötete mir innerlich ein Liedchen, UM MICH ENDLICH ZU BE R U H I G EN!</p>
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		<title>Sie sind unter uns</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 21:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[motivation]]></category>
		<category><![CDATA[trolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Trolle gibt es überall. Im Internet sind sie nur lauter. <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/sie-sind-unter-uns/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang bin ich völlig von ihnen verschont worden. Glücklicherweise, denn ich weiß nicht, ob ich mit ihnen umgehen könnte: den Trollen. Sie begegnen mir v.a. in den Kommentarspalten von Zeitungen, dort gehäuft bei den KollumnenschreiberInnen. <a title="Trollforschung nach Sascha Lobo" href="http://saschalobo.com/2011/04/16/vortrag-auf-der-republica-trollforschung-%E2%80%93%C2%A0jungste-erkenntnisse-inkl-startrant/" target="_blank">Sascha Lobo hat auf der re:publica eindrücklich von ihnen berichtet</a>, Harald Martenstein schrieb ebenfalls über sie und heute lese ich in der Twittertimeline diesen Tweet von Antje Schrupp.</p>
<!-- tweet id : 151981578845818880 --><style type='text/css'>#bbpBox_151981578845818880 a { text-decoration:none; color:#9e4542; }#bbpBox_151981578845818880 a:hover { text-decoration:underline; }</style><div id='bbpBox_151981578845818880' class='bbpBox' style='padding:20px; margin:5px 0; background-color:#EDECE9; background-image:url(http://a3.twimg.com/profile_background_images/11100920/Schildkr.jpg); background-repeat:no-repeat'><div style='background:#fff; padding:10px; margin:0; min-height:48px; color:#634047; -moz-border-radius:5px; -webkit-border-radius:5px;'><span style='width:100%; font-size:18px; line-height:22px;'>"Ich werde dich noch zerfetzen, du bl&#246;de Sau. Deine Fotze wird brennen." Kam eben per Mail, geht das auch auf hatr.org?</span><div class='bbp-actions' style='font-size:12px; width:100%; padding:5px 0; margin:0 0 10px 0; border-bottom:1px solid #e6e6e6;'><img align='middle' src='http://dasnuf.de/wp-content/plugins/twitter-blackbird-pie//images/bird.png' /><a title='tweeted on 28. December 2011 12:03' href='http://twitter.com/#!/antjeschrupp/status/151981578845818880' target='_blank'>28. December 2011 12:03</a> via <a href="http://www.tweetdeck.com" rel="nofollow" target="blank">TweetDeck</a><a href='https://twitter.com/intent/tweet?in_reply_to=151981578845818880' class='bbp-action bbp-reply-action' title='Reply'><span><em style='margin-left: 1em;'></em><strong>Reply</strong></span></a><a href='https://twitter.com/intent/retweet?tweet_id=151981578845818880' class='bbp-action bbp-retweet-action' title='Retweet'><span><em style='margin-left: 1em;'></em><strong>Retweet</strong></span></a><a href='https://twitter.com/intent/favorite?tweet_id=151981578845818880' class='bbp-action bbp-favorite-action' title='Favorite'><span><em style='margin-left: 1em;'></em><strong>Favorite</strong></span></a></div><div style='float:left; padding:0; margin:0'><a href='http://twitter.com/intent/user?screen_name=antjeschrupp'><img style='width:48px; height:48px; padding-right:7px; border:none; background:none; margin:0' src='http://a1.twimg.com/profile_images/870218307/Avatar_neu_normal.jpg' /></a></div><div style='float:left; padding:0; margin:0'><a style='font-weight:bold' href='http://twitter.com/intent/user?screen_name=antjeschrupp'>@antjeschrupp</a><div style='margin:0; padding-top:2px'>Antje Schrupp</div></div><div style='clear:both'></div></div></div><!-- end of tweet -->
<p>Mir ist bekannt, dass es sie gibt, aber ich bin jedes Mal schockiert wenn ich lese, was sie schreiben.</p>
<p>Generell bin ich nicht so der Fluch- und Beschimpfungstyp. Ich glaube, schlimmer als mit &#8220;Arsch&#8221; habe ich noch nie jemanden bezeichnet und das waren dann Autofahrer, die beinahe mich und meine Kinder überfahren haben. Mir das Seelenleben von Trollen vorzustellen, fällt mir unendlich schwer. Was geht in ihnen vor? Warum tun sie das? Warum fühlen sie sich so gereizt, dass sie in dieser unangemessenen Weise reagieren müssen? Ist es der Schutz der Anonymität und selbst wenn, inwiefern bereichert ihr Tun ihr Leben?</p>
<p>Wenn man nach Antworten googelt, so meinen die meisten, es ginge um Provokation. Doch alleine wenn man den Satz im Tweet liest, wo soll da die Provokation sein? Was soll provoziert werden? Ich bin über sowas nur entsetzt. Gelegentlich auch sprachlos wenn man z.B. den Vortrag von <a title="Jaclyn Friedman" href="http://re-publica.de/11/blog/person/jaclyn-friedman/" target="_blank">Jaclyn Friedman</a> gehört hat und sich die Seite hatr.org anschaut.</p>
<p>Es gibt natürlich deutliche Abstufungen von Trollen. Angefangen beim bloßen Generve bis hin zu den Hasstiraden, die einem wirklich angst machen können. Dementsprechend ist &#8220;<a title="Trolle und anderes, das man im Internet nicht braucht" href="http://m.ftd.de/artikel/60139928.xml?v=2.0" target="_blank">Ihre Motivation [...] vielseitig: Langeweile, die Gier nach Aufmerksamkeit, die Lust am Unruhe stiften oder simple Rache</a>.&#8221;</p>
<p>Bei den extremeren Formen spielt sicherlich der Wille Macht und Einfluss auszuüben eine Rolle. Diese Trolle hoffen vielleicht Einfluss auf andere (auch andere Leser) zu nehmen. Gleichgesinnte zu finden. Ihr persönliches Weltbild bestätigt zu bekommen. V.a. dann wenn es sozial nicht akzeptiert ist &#8211; nicht salonfähig ist. Vielleicht gibt ihnen diese Art der Äußerung das Gefühl die Exemplare einer Gemeinschaft aufzudecken, welche die eigene Meinung teilen und eigentlich sonst auch im Verborgenen leben. Ein Weltbild zu haben, das von anderen geteilt und affirmiert wird, das gibt Selbstbewußtsein und das scheint nicht allzu üppig vorhanden zu sein. Ich denke, wenn man sich seiner selbst bewußt ist, sich sicher fühlt und sich einer Gemeinschaft zugehörig fühlt, dann ist man auf solche Provokationen nicht angewiesen. Selbst wenn jemand etwas schreibt, was mich wirklich ärgert &#8211; eine sachliche Auseinandersetzung wäre möglich, wenn man auf tatsächliche Argumente zurück greifen könnte. Kann man aber nicht und deswegen bleibt nur der Weg der Beleidigung. Vielleicht genügt es den Trollen auch eine funktionierende, geschlossene Gruppe zu zerstören, in Lager zu spalten, einzelne auszuschließen?</p>
<p>Auch wenn man das alles halbwegs erklären kann, angst macht mir das Phänomen trotzdem. Ich stelle mir vor, dass die U-Bahnen und S-Bahnen, in denen ich täglich sitze voll von solchen Menschen sind, die so schlechte Gefühle haben und derartige Aggressionen mit sich rumschleppen. Denn ich befürchte, dass diese Menschen in der physischen Welt nicht wirklich seltener sind, sie offenbaren sich mangels Anonymität nur seltener.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Möglichkeiten, wie man mit Trollen umgehen kann: <a title="Managing &quot;Trolling&quot; in a Feminist Forum" href="http://inkido.indiana.edu/research/onlinemanu/papers/herring_et_al.pdf" target="_blank">Managing &#8220;Trolling&#8221; in a Feminist Forum</a></p>
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		<title>Kleiner Ausbruch am Rande</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 07:36:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wunderbare Technikwelt]]></category>
		<category><![CDATA[bundestrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[ccc]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>
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		<description><![CDATA[Doch noch einer zu den Piraten. Muss aber. <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/kleiner-ausbruch-am-rande/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als großer Freund der Diplomatie und unterdrückten Emotionen muss ich mir heute mal einen pathetischen Ausbruch leisten.<br />
Was man am Wochenende durch den <a title="Über den Staatstrojaner" href="http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner" target="_blank">CCC über den Staatstrojaner (formerly known as &#8220;Bundestrojaner&#8221;) ans Tageslicht</a> kam, hat mich entsetzt. Ich bin Wessi, aber ich kann mir lebhaft vorstellen, welche Gefühle in einem hoch steigen mögen, wenn man in der DDR groß geworden ist.<br />
Was ich mir nun &#8211; und eben leider doch gerade von der Piratenpartei erwartet hätte blieb aus. Nun gut. Es war ja Wochenende und das ist dann außerhalb der Öffnungszeiten des Internet? Der Innenminister in Kabul, also erst Mal abwarten? Vielleicht doch kein Bundestrojaner sondern irgendwie anders? Ein Mißverständnis? Ein kleiner Ausrutscher?<br />
Nein! Nein! Nein!<br />
Was ich in der <a title="Die Überwachung lässt sich nicht sinnvoll begrenzen" href="http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/im-gespraech-sebastian-nerz-und-christopher-lauer-die-ueberwachung-laesst-sich-nicht-sinnvoll-begrenzen-11487835.html" target="_blank">FAZ</a> lese, verwundert mich. <a title="Piraten und der Überwachungsstaat" href="https://plus.google.com/114859681382458763964/posts/3BKEcyvE1EP?hl=de" target="_blank">Markus Beckedahl kommentiert auf Google+: &#8220;Wenn man die Namen wegdenkt, kommt man nicht drauf, wer das Interview beantwortet hat.&#8221;</a><br />
Ich stimme ihm zu und frage mich was soll das?<br />
Als ihr nichts zu verlieren hattet, da wurde ordentlich Rabatz gemacht. Was alles geändert werden soll! Wie unterschätzt das Thema Internet sei! Welche Fehler die anderen Parteien begehen, weil sie untätig zuschauen!<br />
Die zukünftigen Piratenwähler waren begeistert: Endlich sagt mal einer wie es ist! Authentisch sind sie! Verstellen sich nicht! Keine leeren Politikerphrasen und Worthülsengefechte. Keine Ahnung aber eine lustige App haben sie gebastelt. Süß.</p>
<p>Und jetzt?</p>
<p>Jetzt haben sie im Hinterkopf, dass sie laut Umfragen auf <a title="Piratenpartei bei 8%" href="http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/sonntagsfrage/" target="_blank">Bundesebene 8%</a> erreichen könnten. Aber Leute, ihr vergesst <em>wer</em> Euch <em>warum</em> gewählt hat. (Und<a title="Keine Piraten für mich" href="http://dasnuf.de/wunderbare-technikwelt/authentizitat-schon-und-gut/"> ich wars ja nicht</a>&#8230;)</p>
<p>Was ist jetzt?<br />
Es wurde nicht nur gegen ein popliges Gesetz verstoßen und noch schlimmer nicht irgendeine Firma oder eine Privatperson hat hier gegen etwas verstoßen. Lauer sagt <a title="Huch! Die Verfassung wurde übergangen. Ein starkes Stück!" href="http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/im-gespraech-sebastian-nerz-und-christopher-lauer-die-ueberwachung-laesst-sich-nicht-sinnvoll-begrenzen-11487835.html" target="_blank">&#8220;Es ist natürlich ein starkes Stück.&#8221;</a></p>
<p>Allerdings! Es wurden die Vorgaben des Bundesverfassungsgericht mißachtet. Nicht soooo schlimm? Urkundenfälschung wird übrigens u.a. so hart bestraft (z.B. im Vergleich zu Körperverletzung) weil sie den Staat gefährdet. Und nun? Das Ausmaß ist viel größer!</p>
<p>Die FAZ habe drastischeres weggekürzt? Soll ich ein Taschentuch reichen? Ja was? Habt ihr keine Blogs? Keine Websites? Könnt ihr nicht öffentlich Stellung beziehen? Wie schwierig ist das bitte? Ich sehe Euch schon in der nächsten Talkshow sitzen &#8220;Aber wir haben doch auch Leute, die twittern!!!&#8221;</p>
<p>Ich bin echt stinksauer.</p>
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		<title>Gedanken zur Nacht aus dem Reich der digitalen Säugetiere</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 20:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wunderbare Technikwelt]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[männer]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer quantitativ in der Minderheit ist, sollte umso lauter zwitschern, lehrt die (Tier-)Soziologie <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/gedanken-zur-nacht-aus-dem-reich-der-digitalen-saugetiere/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dasnuf.de/wp-content/uploads/gazelle.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-3022" style="border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" title="gazelle" src="http://dasnuf.de/wp-content/uploads/gazelle-170x300.png" alt="" width="170" height="300" /></a>Männliche Raubtiere markieren ihr einmal erobertes Revier in den meisten Fällen durch eine Mischung von Urin und Pheromonen. Artgenossen können durch Beschnuppern der Duftmarken weitaus mehr erfahren als dass das Gebiet bereits besetzt ist. Neuere Forschungen zeigen, dass die Urinmarken differenzierte Angaben zu Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und allgemeiner Paarungsbereitschaft enthalten.</p>
<p>Ich finde, im Internet kann man das Kommentieren als eine moderne Variante des Duftmarkensetzens ansehen. Und weil der Mensch auch nur ein Säugetier ist, machen das v.a. Männer gerne (zumal sie bestimmt um die Nebeneffekte was Pagerank etc. angeht, wissen, wenn man mit Backlink auf die eigene Seite kommentiert. <a title="Männer und Technik" href="http://dasnuf.de/weibchen/manner-und-technik-%E2%80%93-nufileaks/">Mit Technik kennen sie sich aus</a>). Dabei ist das &#8220;normale&#8221; Kommentieren noch verhältnismäßig aufwändig. Immerhin muss man sich irgendeinen halbwegs passenden Inhalt ausdenken, den man unter einen Beitrag setzt. Die Convenience-Duftmarke ist der Kommentarautomat. Man gibt hier nur die URL an und nuschelt quasi was in den Bart. Schnell und effektiv in die Ecke gepinkelt und weiter geht&#8217;s.</p>
<p>Für mein Empfinden kommentieren Frauen weniger und auch ganz anders. Passend dazu habe ich in einem etwas älteren Beitrag von <a title="Pia Ziefle" href="http://www.denkding.de" target="_blank">Frau Ziefle</a> gelesen: &#8221;<a title="Bloggen und wir" href="http://www.denkding.de/2010/04/bloggen-und-wir/" target="_blank">Ich bin mir völlig bescheuert vorgekommen, bei den Kommentarfeldern meine url anzugeben. Warum? Weil ich mich schlichtweg nicht für so wichtig gehalten habe. Der “Wert” dieses Links (Traffic auf meine Seite) war mir zuerst nicht bewusst und dann eher peinlich. Nicht, weil ich meine Texte schlecht fände oder unwichtig. Aber weil mir nicht klar war, was das bedeutet und welche Schlüsse man ziehen kann, wenn überall meine url dabeisteht.</a>&#8221;</p>
<p>Ich glaube tatsächlich, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Auch gibt es natürlich die Menschen, die nicht nur kommentieren, um ihre Duftmarke abzusetzen.</p>
<p>Jedenfalls bin ich bei <a title="Trackback auf Radio Fritz" href="http://trackback.fritz.de/" target="_blank">Trackback</a> auf ein wunderschönes Wort gestoßen. Es lautet &#8220;rivvern&#8221;. Rivvern wurde wie folgt beschrieben: Man wartet bis ein Beitrag bei <a title="Rivva" href="http://rivva.de/" target="_blank">Rivva</a> auftaucht und dann kommentiert man dort. D.h. man beobachtet die anderen Raubtiere und wenn eines mächtig wird, pullert man vorsichtig in die Ecke um zu prüfen, ob weitere Artgenossen mal ins eigene Rivvier äh Revier schauen, um dort zu beurteilen, ob eine weitere Bedrohung für das eigene Territorium lauert.</p>
<p>Durch die Behauptung von Territorien wird bei Raubtieren übrigens die Obergrenze der Bevölkerungsdichte festgelegt. Wenn man sich die gefühlte Blogosphäre anschaut, finde ich auch diese Parallele sehr passend. Für mich gibt es eine Art maximale Anzahl von gefragten Bloggern &#8211; die meisten regelrechte Graurücken &#8211; und es platzieren sich nur sehr selten Neue. Vor allem neue Frauen. Weil die nämlich wenig geben auf <del>die akustische Reviermakierung</del> das Gebrüll.</p>
<p>Jedenfalls wenn man (lautet das pc eigentlich manIn?) gehört werden möchte, dann muss manIn- weil im Netz quantitativ unterrepäsentiert (man liest oft von einer 80 : 20 Verteilung) eben umso lauter zwitschern.</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p>Allen, die über Google mit ekeligen Keywordkombinationen, die das Wort Urin enthalten, hier gelandet sind: Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!</p>
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		<title>Sonntazfrage: Sind die Piraten links?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 04:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseempfehlung]]></category>
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		<category><![CDATA[wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer zu den Piraten geht noch. Mein Beitrag zu der Sonntazfrage "Sind die Piraten links?" <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/sonntazfrage-sind-die-piraten-links/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dasnuf.de/wp-content/uploads/DSCF7741.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2871" title="DSCF7741" src="http://dasnuf.de/wp-content/uploads/DSCF7741-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Falls es jemand noch nicht gemerkt hat. Ich habe das Genre gewechselt und bin jetzt Politbloggerin (Fragen zum Thema <a title="wirres.net" href="http://wirres.net/article/articleview/5928/1/6/" target="_blank">Lifestyle und aktuellen Trends beantwortet zukünftig Felix Schwenzel</a>). Deswegen wurde ich von der TAZ gefragt, ob ich nicht Lust hätte einen Beitrag zu der Frage &#8220;<a title="Sind die Piraten links?" href="http://www.taz.de/!78459/" target="_blank">Sind die Piraten links</a>&#8221; zu schreiben. Habe ich gerne gemacht. Allerdings fand ich meinen ursprünglichen Entwurf ein bisschen fetziger (wie Mama sagen würde).</p>
<p><em>Patricia Cammarata (36) bloggt seit über sieben Jahren auf dasnuf.de und ist beinahe doppelt so alt wie <del>der</del> die durchschnittliche Abgeordnete der Piratenpartei</em></p>
<p>Links ist, wo der Daumen rechts ist. Das wäre das ideale politische Motto für die Piratenpartei. In ihrer Krippenzeit distanzierten sie sich nicht ausreichend von politisch rechts gefärbten Ideen. Googeln hätte geholfen. Sowohl Popp als auch Baum. Letzterer hätte rausfinden können, dass man für Tausend Millionen eigentlich Milliarden sagt (und &#8220;<a title="Berlins Schuldenberg" href="http://www.youtube.com/watch?v=q-cDewZk7wo" target="_blank">63 Milliarden</a>&#8221; sind wahrlich leichter auszusprechen als &#8220;<a title="Seehofer versucht sich im Vorlesen" href="http://www.youtube.com/watch?v=x18vfsuGnm8">3.014.237</a>&#8220;).</p>
<p>Glaubt man den Wahlplakaten, machen sich die <a title="Klarmachen zum Ändern" href="http://www.google.de/search?q=klarmachen+zum+%C3%A4ndern&amp;hl=de&amp;prmd=imvnsu&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;ei=8Cx7TvT1JcXh4QT7uoWrDQ&amp;sa=X&amp;oi=mode_link&amp;ct=mode&amp;cd=2&amp;ved=0CB0Q_AUoAQ&amp;biw=1024&amp;bih=499" target="_blank">Piraten klar zum ändern</a>. Tradierte Staats- und Gesellschaftsformen auflösen wollen, das entspräche eher einer politisch links gerichteten Haltung.</p>
<p>Doch was sie genau ändern wollen und v.a. wie, bleibt bis heute zum größten Teil ein Geheimnis. Sie politisch einzuordnen, ist schwierig weil sie  kaum ein Wahlprogramm haben. Die wenigsten Themen sind differenziert ausgearbeitet. Da reicht es nicht aus, willig zu sein seine Defizite aufzuholen.</p>
<p>„Bist Du immer so streng mit Fünfjährigen?“, wurde ich neulich von Felix Schwenzel (<a href="http://wirres.net/" target="_blank">wirres.net</a>) gefragt. Tatsächlich vertrete ich die Haltung, dass Vorschüler schon wissen sollten, dass Politik eine ernste Sache ist.</p>
<p>Deswegen liebe Piraten: Kl4rm4ch3n zum Sch31t3rn</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Alle Beiträge zur <a title="Sonntaz vom 25.09.2011" href="http://www.taz.de/zeitung/tazinfo/sonntaz-vorlauf/" target="_blank">Sonntaz</a>-Frage gibt es offline am Kiosk &#8211; liken kann man die <a title="Sonntaz auf facebook" href="https://www.facebook.com/sonntaz" target="_blank">Sonntaz auf Facebook</a>. Ob die Piraten links sind, haben die <a title="Wider die Schubladen" href="http://networkedblogs.com/nubsE" target="_blank">Piraten übrigens auch schon beantwortet</a>. In der TAZ beziehen dazu Stellung: <a title="Oliver Höfinghoff auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/urbanp1rate" target="_blank">Oliver Höfinghoff</a> (Piraten Berlin), <a title="Gesine Lötzsch" href="http://www.gesine-loetzsch.de/" target="_blank">Gesine Lötzsch</a> (Die Linke), <a title="Helga Hansen bei der Mädchenmannschaft" href="http://maedchenmannschaft.net/author/helga/" target="_blank">Helga Hansen</a> (Mädchenmanschaft.net), Bert Blank (Leser aus Bamberg), <a title="Sebastian Nerz auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/tirsales" target="_blank">Sebastian Nerz</a> (Piraten) und <a title="Hans-Christian Ströebele auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/mdb_stroebele" target="_blank">Hans-Christian Ströbele</a> (Bündnis90/Die Grünen). Ich gehe mir jetzt jedenfalls erstmal die Sonntaz kaufen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Ab morgen schreibe ich nur noch über Mascara, Stöckelschuhe und ggf. Kinderkotze -nicht dass da ein falscher Eindruck entsteht. Wer möchte, folgt mir trotzdem auf <a title="dasnuf auf Twitter" href="http://twitter.com/dasnuf" target="_blank">Twitter</a>, <a title="dasnuf auf Formspring" href="http://www.formspring.me/dasnuf" target="_blank">Formspring</a>, <a title="dasnuf auf Google+" href="https://plus.google.com/117666445353768872798/posts" target="_blank">Google+</a> oder <a title="dasnuf auf Facebook" href="http://www.facebook.com/dasnuf" target="_blank">Facebook</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Happy End Garantie bei Lush</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 12:08:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachen über die ich mich kaputt lachen kann]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[gestank]]></category>
		<category><![CDATA[lush]]></category>
		<category><![CDATA[massage]]></category>

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		<description><![CDATA[Lush wirbt jetzt damit, dass sie irgendein hartes Zeug verkaufen, um jede Massage zu einem Happy End zu bringen. <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/happy-end-garantie-bei-lush/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lush, die Firma, die mir am Arbeitsweg schon oft durch den penetranten Geruch, der durch die Ladentür nach außen zieht, negativ aufgefallen ist, garantiert jetzt durch &#8220;Feste Massage Bars&#8221;, dass jede Massage mit einem Happy End abschließt. Das finde ich noch schweinischer als wenn mir jemand sein Backend zeigen will.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-2754" title="DSCF7615" src="http://dasnuf.de/wp-content/uploads/DSCF7615-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
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		<title>Der ehemals besondere Tag</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 19:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Weibchen]]></category>
		<category><![CDATA[IKEA]]></category>
		<category><![CDATA[modeerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Beginn diesen Jahrhunderts war heute noch ein besonderer Tag (nicht wegen Mickey Mouse!). Heute nämlich ist der neue IKEA-Katalog raus gekommen. Sonderlich viel gibt es leider nicht zu sagen. 1. Man kann ihn online anschauen. Das ist umweltfreundlich, da es &#8230; <a href="http://dasnuf.de/weibchen/der-ehemals-besondere-tag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="IKEA in da house!" href="http://dasnuf.de/ex-nuf/109499024129732656/" target="_self">Zu Beginn diesen Jahrhunderts war heute noch ein besonderer Tag</a> (nicht wegen Mickey Mouse!). Heute nämlich ist der neue IKEA-Katalog raus gekommen.</p>
<p>Sonderlich viel gibt es leider nicht zu sagen.</p>
<p>1. Man kann ihn <a title="IKEA-Katalog online" href="http://onlinecatalogue.ikea.com/DE/de/2012/IKEA_Catalogue/22/" target="_blank">online anschauen</a>. Das ist umweltfreundlich, da es kostbare Rohstoffe schont.</p>
<p>2. Er passt sich der Realität an. Die Realität ist nämlich: Wohnraum ist teuer und Normalverdiener können sich nur unwesentlich mehr Wohnraum leisten als freilaufenden Hühnern laut EU-Verordnung zusteht. Also wird in alle drei Dimensionen gestapelt. Das ist das stilistische Ende, aber ungemein praktisch.</p>
<p>Abschließend kann ich mich nur selbst zitieren: <em><a title="Selbstreferentiell" href="http://dasnuf.de/babyleben/113845539605389484/" target="_self">Wenn man beginnt IKEA und H&amp;M blöd zu finden, dann wird man wirklich alt.</a></em></p>
<p>Das ist leider auch eine Wahrheit.</p>
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		<title>Von der Dienstleistung zum Machtmonopol</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 09:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben neben dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[amt]]></category>
		<category><![CDATA[behörde]]></category>
		<category><![CDATA[bürger]]></category>
		<category><![CDATA[dienstleister]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Phase der späten Adoleszenz häufen sich die Schnittpunkte zu Behörden. Z.B. weil man Kinder bekommt (Anmelden am Standesamt, Elterngeld beantragen, Kindergeld beantragen, Kindergartengutschein beantragen, etc.) oder weil man den Hafen der Ehe erreicht (Namensänderung, Familienstammbuch, Lohnsteuerklasse ändern, etc.) &#8230; <a href="http://dasnuf.de/leben-neben-dem-leben/von-der-dienstleistung-zum-machtmonopol/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Phase der späten Adoleszenz häufen sich die Schnittpunkte zu Behörden. Z.B. weil man Kinder bekommt (Anmelden am Standesamt, Elterngeld beantragen, Kindergeld beantragen, Kindergartengutschein beantragen, etc.) oder weil man den Hafen der Ehe erreicht (Namensänderung, Familienstammbuch, Lohnsteuerklasse ändern, etc.) oder einfach nur weil man irgendwo wohnt und etwas kaputt geht (Hausverwaltung) oder man einer regelmäßigen, bezahlten Tätigkeit nachgeht (Lohnsteuererklärung abgeben).<br />
In meiner naiven Weltsicht dachte ich, dass Bürgeramt, Standesamt, Hausverwaltung und Finanzamt Dienstleister wären, die &#8211; wenn auch nicht direkt – aber eben immerhin indirekt von mir bezahlt werden, damit sie mir behilflich sind.<br />
Das ist natürlich Humbug!<br />
Solche Stellen sind dafür da, mein ansonsten perfekt harmonisches Leben aufzuwühlen und in mir lang vermisste Gefühle wiederzubeleben. Endlich mal wieder Haare raufen, Magenkrämpfe haben, einen Kloß im Hals, gerne auch mal ein Paar Tränen aus den Augenwinkeln wischen. Egal! Große Gefühle jedenfalls.<br />
Es ist natürlich reichlich egozentrisch nur von mir und meinen Gefühlen zu sprechen. Die Ansprechpartner und Sachbearbeiter haben es schließlich nicht leicht mit mir. Ich bin oft schwer von Begriff. Verstehe bestimmte Formulare nicht oder vergesse Dokumente das dritte oder vierte Mal zu kopieren. Ich glaube, einmal habe ich sogar einen Antrag erst zwei Wochen vor Ablauf der Frist abgegeben. Das ist natürlich reichlich spät.<br />
Als ich noch sehr unerfahren war, bin ich nicht auf Knien in die Amtszimmer reingerutscht oder habe die Sachbearbeiter mit ihren offiziellen Titeln (Hochwohlgeboren, Eure Eminenz, Eure Exzellenz, Eure Majestät, Eure Durchlaucht&#8230;) angesprochen. Ich habe zudem meistens die maximal zulässige Rückfrageanzahl von n=3 überschritten.<br />
Deswegen möchte ich mich bei allen Sachbearbeitern/sonstigen Dienstleistern öffentlich entschuldigen und gelobe:<br />
-    Nie mehr Freundlichkeit zu erwarten. Freundlichkeit ist unnötiger Tand der zwischenmenschlichen Kommunikation. Anschreien oder grunzen tut’s auch.<br />
-    Nie mehr auf Beratung, Unterstützung oder Hilfe zu bestehen.<br />
-    Besonders großen Spaß zu empfinden, wenn ich trotz Termin länger als 60 Minuten warten muss.<br />
Und immer mein „Ich bin nur Bürger, ich habe nichts zu melden. Ich bin dumm. Sie sind Gott“-T-Shirt zu tragen.</p>
<p><a href="http://dasnuf.de/wp-content/uploads/dienstleister.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2574" style="border: 2px solid black; margin: 2px;" title="Dienstleister gibt es nicht" src="http://dasnuf.de/wp-content/uploads/dienstleister.jpg" alt="" width="259" height="278" /></a></p>
<p>[Was Word nicht kennt, gibt es nicht]</p>
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		<title>Der Vorfall</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jan 2011 07:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Babyleben]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[badetag]]></category>
		<category><![CDATA[malheur]]></category>
		<category><![CDATA[männer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer die letzten Einträge gelesen hat, der erliegt dem trügerischen Eindruck, dass ich meinen Mann eventuell nicht ausreichend wertschätze. Das stimmt natürlich nicht. Ich würde ihn jederzeit ohne Bedenken wieder heiraten. Er gibt mir manchmal nur Rätsel auf. Letztes Wochenende &#8230; <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/der-vorfall/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die letzten Einträge gelesen hat, der erliegt dem trügerischen Eindruck, dass ich meinen Mann eventuell nicht ausreichend wertschätze. Das stimmt natürlich nicht. Ich würde ihn jederzeit ohne Bedenken wieder heiraten. Er gibt mir manchmal nur Rätsel auf.<br />
Letztes Wochenende zum Beispiel trug sich folgendes zu:<br />
Am Samstag, dem Tag an dem wir Wäsche waschen und trocknen und das Bad durch die Trocknerabwärme so warm wird, das Kleinkinder und Säuglinge nackend nicht mehr frieren, ist in unserer Familie traditionell Badetag. Wir trocknen also einige Maschinen, bis die Luft schön warm und die Badewanne voll warmen Kondenswasser ist und dann kommen die Kinder in selbige und werden grundgereinigt.<br />
Das macht meistens mein Mann, weil ich, ebenfalls traditionell in der Küche stehe und das Essen zubereite.<br />
Als ich also nach Abschluss meiner Arbeiten in das Bad trete, eröffnet sich mir folgende Szenerie. Kind 3.0 und 2.0 stehen kreischend mit hochroten Köpfen vor der Badewanne. An der Wand, der Badezimmerkommode, der Badewanne und über den ganzen Boden verteilt wässrige Exkremente. Der Mann bleich: „Ich habe Deinen Namen gerufen!“<br />
AHA!<br />
Doch was war passiert?<br />
Kind 3.0 hatte in die Wanne gemacht, worauf Kind 2.0 in Panik die herausgedrückten Ausscheidungen auffing und ekelgeschüttelt aus der Wanne schmiss. Alle. Nach und nach.<br />
Meine Frage nun (wohlwissend das ein Malheur als solches durchaus mal vorkommen kann): Was war mit dem Mann? War er ohnmächtig als sich all das ereignete?<br />
Ich frage ihn. Er, schlapp: „Ich habe Deinen Namen gerufen!!!“<br />
Ich habe Deinen Namen gerufen? Call my name? I hear you call my name … in meinem Kopf bildet sich die Melodie zu Madonnas “Like a prayer”. Ich summe und wische das Chaos auf.</p>
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		<title>Leben im Hotel</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 07:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dasnuf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsame Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[männer]]></category>
		<category><![CDATA[ordnung]]></category>
		<category><![CDATA[steinzeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal versuche ich mir vorzustellen wie es sein könnte als Mann zu leben. Für immer in einem Hotel leben. Das hat nicht nur schlechte Seiten. Es ist ja ganz angenehm wenn die Hotelbar immer gefüllt, das Essen gekocht, das Bad &#8230; <a href="http://dasnuf.de/seltsame-beobachtungen/leben-im-hotel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal versuche ich mir vorzustellen wie es sein könnte als Mann zu leben. Für immer in einem Hotel leben. Das hat nicht nur schlechte Seiten. Es ist ja ganz angenehm wenn die Hotelbar immer gefüllt, das Essen gekocht, das Bad gereinigt und die Handtücher stets fluffig und frisch sind.<br />
Was mich aber echt stören würde, ist, nie zu wissen, wo sich die Gegenstände des täglichen Lebens befinden. „Schaaaahaaatz?! Wo sind die tiefen Teller?“, „Schahaaaatz??? Wo sind meine Strümpfe?“, „Schaaahaaatz?!! Wo sind die neuen Zahnbürsten?“<br />
So etwas schreit mein Mann. Jeden Tag, seit gefühlten 234 Jahren.<br />
Die Antworten sind total crazy und immer gleich. Im Küchenschrank. Im Kleiderschrank. In der Badkommode.<br />
Ich habe mir lange Gedanken gemacht warum mein Mann das immer durch die Wohnung brüllt. Da er weder an Korsakow erkrankt ist, noch sein IQ unter 100 liegt, kann es nicht sein, dass er diese Dinge nicht weiß. Selbst wenn er sie nicht wüsste, er könnte es einfach mal wagen einen der Schränke zu öffnen.<br />
Um die wahren Gründe zu verstehen, muss man mehrere zehntausend Jahre in die Vergangenheit der Männer blicken. In einer Kultur der Jäger bewegen sich Gegenstände nämlich nicht eigenständig von A nach B. Der Mann erbeutet einen Procamptoceras brivatense-Schenkel, schleppt ihn zum Lagerfeuer und benutzt seinen Lieblingsfaustkeil um <span style="text-decoration: line-through;">das Hirschlein seiner</span> die Antilope ihrer zähen Haut zu entledigen und lässt diesen am Abend müde neben der Feuerstelle fallen. Die Feuerstelle befindet sich sieben Schritte nordöstlich des Höhleneingangs. Die Höhle liegt zweihundert Fuß südwestlich von der einzigen Kerb-Buche der Steppe entfernt. Der Mann notiert geistig die Position. Das praktische Werkzeug bleibt dort liegen und bewegt sich nicht. Die urzeitliche Frau rührt den Steinklotz auch nicht an. Sie hat eben wichtigeres zu tun, muss z.B. die siebzehn Sprösslinge sauber lecken oder Beeren sammeln gehen.<br />
Wenn das Männchen abends von der Pirsch zurückkehrt, um den neuen Braten in spe zu häuten, dann liegt das Steinwerkzeug dort wo es am Vorabend lag und nicht in einem Steinwerkzeugregal. So ist es bis zum Anbruch des siebten Jahrtausend vor Christus gewesen.<br />
Wenn ein Mann also Teller, Socken oder Zahnbürsten sucht, dann da wo er sie zuletzt fallen gelassen hat. Findet er die aufgezählten Gegenstände nicht, bleibt also nur der Schrei nach externer Hilfe. Und weil der Schock so tief sitzt, kann keine neue Information gespeichert werden und das Debakel wiederholt sich immer und immer wieder.<br />
Ich rate von daher dringend ab den Computer ihres Mannes mal auf Vordermann zu bringen. „Schaaahaaatz?!? Wo ist das Internet?!?“<br />
„In der Luft! In der Luft, da wo es immer ist!“</p>
<p><img class="alignnone" title="Faustkeilaufbewahrungsstelle" src="http://img217.imageshack.us/img217/8408/steppe.jpg" alt="Faustkeilaufbewahrungsstelle" width="350" height="250" /></p>
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