Archiv der Kategorie: Wunderbare Technikwelt

Twitterliebe 04/15 delayed

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Re: Re: Re: Re: Antwort Anfrage zum Ausflug

Neulich hab ich etwas getan, das mich selbst immer total nervt: ich habe eine Mail an viele Personen mit reply all beantwortet. Als ich den Sendebutton drückte, überkam mich ein wohliger Schauer. Es war so aufregend, so prickelnd! Gleich würden mehrere Duzend Menschen gezwungenermaßen meine Antwort lesen müssen. Meine hocheigene wertvolle Meinung zum Thema. Ich stellte mir vor, wie sie eine Push-Notification erhalten “Neue Mail von Patricia Cammarata”. Sie geben den Code zur Entsprerrung ihres Mobilgerätes ein, wechseln ins Postfach und dann steht da:

Re: Wichtige Angelegenheit

Patricia Cammarata schreibt: Ja, finde ich auch

Unten die ursprüngliche Mail.

Ich warte nicht lange und schon antwortet die nächste Person im Verteiler. Eine nach der anderen. Alle sagen ja, bis auf eine. Re:Re:Re:Re:Re:Wichtige Angelegenheit

Der Mailtext bildet kleine Treppchen, die Betreffzeile schwillt an.

Siebenunddreißig Personen von achtunddreißig Personen sagen: Ja, ich bin dafür. Die achtunddreißigste Person meldet sich nicht.

Am nächsten Elternabend, gibt es den Punkt “Wichtige Angelegenheit” auf der Agenda. Zum Abnicken. Immerhin waren siebenunddreißig Personen von achtunddreißig Personen dafür. Der Punkt wird vorgetragen, Person achtunddreißig kräuselt die Stirn und meldet sich zu Wort: “Davon weiß ich nichts und ehrlich gesagt: Ich finde das nicht gut.” Es entsteht eine Diskussion, die rund 30 Minuten andauert. Alle sind genervt. Ich nippe an meinem Beruhigungswasser.

Die achtunddreißigste Person war nicht am Verteiler. Sie war nicht am Verteiler, weil es keinen Verteiler gibt. Es werden immer nur Einzelemailadressen zusammengeschrieben. Da war noch der Papa von Elsa und die Mama von Henriette und ach, die Mama von Sibylle… wie hieß die noch gleich?

Wie oft habe ich schon angeboten einen Verteiler zu erstellen, doch ach, es ist abgelehnt worden. Das sei so intransparent. Man sieht ja gar nicht an wen man schreibt. Das wäre ja nun auch nicht gut. Also bleibt es dabei. Jede Emailadresse wird einzeln in eine Mail geschrieben. Statistisch gesehen, werden auf fünfundzwanzig Menschen zwei vergessen. Gute Quote also in meinem Beispiel weiter oben.

Bislang habe ich mich eingesetzt für Verteiler und vermieden reply all Mails zu schreiben, aber ganz ehrlich: Probiert es mal aus. Es ist wahnsinnig befriedigend. Einfach auf jede Massenmail sichtbar an alle antworten. Vielleicht auch noch den Betreff ändern, so dass der Thread durcheinander kommt und auch wenn alles auf UTF 8 Encoding gestellt ist, die Sonderzeichen von Hand tippen. Denn wenn man selbst decodet, dann kommt das auch so an.

=C3=9Cbelst Gro=C3=9Fartig, oder?

Eine besondere Herausforderung ist es übrigens, dabei eine möglichst hohe Anzahl von Umlauten und Sonderzeichen zu benutzen. Das erschwert die Lesbarkeit zusätzlich. Man kann auch randomisiert Teile der Antwort löschen, so dass am Ende der Mail kaum noch Inhalt zu entnehmen ist. Das klappt am Besten, wenn man nur kleine Passagen löscht. Also nicht übertreiben.

Richtig Spaß bringt es auch, wenn man möglichst viele unterschiedliche Mailadressen benutzt. Sehr gut eignen sich unzuordenbare Mailadressen. Also nie irgendwas mit Namen sondern lieber Kleine_Pupsmaus@mail.de verwenden.

Wenn ihr weitere Tipps habt, freue ich mich.

Viele Gr=C3=BC=C3=9Fe
Patricia

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Mein semiwitziges, künstliches Ich

Am Wochenende habe ich bei Trackback gehört, dass es einen Twitterbot gibt, der aus einem vorhandenen Tweetarchiv neue Tweets zusammensetzt und mit anderen Usern interagiert. Der Bot von Lasersushi war mir bereits in der Timeline begegnet, aber ich hatte die Tweets als kryptischen Quatsch abgehakt und nicht weiter verfolgt. Als ich dann aber den Artikel von Caspar Clemens Mierau in der Wired gelesen habe, fand ich die Idee doch apart und habe mir doch einen nufbot nach Anweisung “gebaut”. Tatsächlich baut man ja nichts selbst sondern aktiviert eine fertig App, die alles weitere erledigt.

Ich habe einen Mac, was vieles einfach gemacht hat. Zum Beispiel hatte ich die passende Ruby-Version bereits vorinstalliert. Vielleicht noch ein Tipp für die, die es nicht wissen (mir hat das schon oft geholfen): Am Mac geht eigentlich alles per drag & drop. Wenn da z.B. steht “let’s navigate to our my_ebooks directory” und man den Pfad gar nicht kennt, schreibt man einfach “cd” und zieht den entsprechenden Ordner in das Terminalfenster.

Nachteil an der ganzen Geschichte ist, dass man für den Bot-Account und zur Schaffung der Bot-App eine eigene Mobilnummer angeben muss, die man nicht schon anderweitig auf Twitter verwendet.

Die Anleitung, die ich benutzt habe, verwendet den Bot in einer 2er Version. Es gibt für technisch versiertere eine höhere Version, die etwas lebendiger wirkt – der Bot von leitmedium zum Beispiel basiert auf dieser Version.

Die höhere Version hat auch ein paar Features, die ihn freundlicher erscheinen lassen:

  • Replies are slightly rate-limited to prevent infinite bot convos
  • Non-participating users in a mention chain will be dropped after a few tweets

Überhaupt lohnt es sich in das bots.rb zu schauen. Hier kann man beispielsweise anpassen, wie oft der Bot eigenständig twittert:

# 80% chance to tweet every 2 hours
bot.scheduler.every ‘2h’ do
if rand <= 0.8
bot.tweet @model.make_statement

Die Permissions der App sind laut Anweisung so eingestellt, dass der Bot auch auf Direktnachrichten antwortet. Mir hat das ein sehr seltsames Gefühl des Kontrollverlustes beschert und ich hab das abgestellt (Das geht in Schritt 5 indem man nur Read and Write auswählt).

Der Bot läuft dann auf dem eigenen Rechner und ist natürlich auf eine Internetverbindung angewiesen. Wenn der Rechner aus ist, schläft der Bot. Man muss ihn dann im Terminal neu starten, wenn er wieder aktiv werden soll. Natürlich kann man ihn auch auf einem Server laufen lassen. Vielleicht ziehe ich meinen demnächst mal um. Ein bißchen mulmig ist mir dennoch, wenn er unbeobachtet Dinge tut… schließlich tut er das mit meinen Worten.

Der Bot ist wirklich sehr unterhaltend. Es ist interessant zu sehen, dass Twitter-UserInnen mit ihm interagieren als sei er ein Lebewesen. Sie antworten und sie faven Konversationen. Mitunter entspinnen sich lustige Gespräche.
Richtig verrückt wird es, wenn sich Bots untereinander unterhalten. Meiner ist da bislang leider etwas schüchtern.

Manchmal generiert er sie halbwegs sinnvolle Tweets:
https://twitter.com/nufbot/status/567989390863142912

Manchmal einfach nur Kauderwelsch:
https://twitter.com/nufbot/status/567993920812163072

Folgende Bots habe ich bislang gesehen:

Monokzieht
Leitmarvin
Mina_ebooks
HenningKrause
Snider_Bot
Chief_Vanilla
ADoorAreBell

Und übrigens: Wen das nervt – man muss den Bots nicht folgen und wenn man sie blockt, dann werden sie auch nicht in die Timeline geretweetet. So einfach ist das. Medienkompetenz nennt man das.

Und hier noch mal die explizite Ermunterung: Wenn ihr Lust auf einen Bot habt, einfach trauen. Ich hab auch keine Ahnung von irgendwas. Muss man auch nicht. Einfach stur den Schritten der Anleitung folgen. Wenn Fehlermeldungen kommen, lesen was da steht und ggf. wieder von vorne anfangen. Bei mir hat sich das Programm beim ersten Versuch nicht installiert, weil ich aus unerfindlichen Gründen keine Schreibberechtigung für den Bot-Ordner hatte.


Als Erweiterung ein kleiner Erfahrungsbericht der ersten Tage mit Bot im Techniktagebuch.

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Ein Podcast, ein Podcast

Seit einiger Zeit höre ich gerne Podcasts. Neben dem SozioPod auch sehr gerne Leitmotiv und den Lila-Podcast und deswegen habe ich mich gefreut auch mal in ein Mikrophon zu sprechen. Hat Spaß gemacht! Könnta euch anhören. (Über Feedback freue ich mich, denn ich plane einen eigenen Podcast).

P.S. Übrigens erzähle ich im Podcast, woher “dasnuf” eigentlich kommt.

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Ich habe Blutdruck

Eigentlich hatte ich mir zu dem Vortrag zur Digitalen Demenz von Manfred Spitzer handschriftliche Notizen gemacht. Leider habe ich sie verloren. Hätte man nicht das Smartphone ausschalten sollen, wären meine Notizen & Fotos in der Cloud und… aber lassen wir das.

Von Herrn Spitzer hatte ich schon viel im Internet gelesen und war wirklich sehr gespannt. Der Vortrag war 1,5 Std lang und die erste halbe Stunde war wirklich informativ. Es ging im Wesentlichen um Neuroplastizität und auch wenn ich einiges an Vorwissen aus meinem Psychologie Studium mitgebracht habe, fühlte ich mich informiert und unterhalten. Gegen 17.30 (der Vortrag begann um 17.00) bin ich vermutlich kurz eingenickt, denn ich habe den Punkt, an dem der Vortrag für mich so extrem kippte, irgendwie verpasst. Meine Augen drehten sich langsam nach oben bzw. ich musste sie peinlich berührt unter meinen Handflächen verdecken und ich glaube gegen 18.15 bluteten meine Ohren.

Den Inhalt über den ich mich so echauffierte (andauernd bis heute und ich habe eigentlich selten starke Gefühle), kann man wie folgt zusammenfassen:

  • Bis 20 sollten Menschen nicht fernsehen, keine DVDs schauen, keine Spielkonsolen benutzen, um Gottes Willen aus dem Internet fernbleiben und auch keine eBooks lesen. Selbst Produkte wie der TipToi-Vorlese-Stift sind Produkte aus der Hölle.

plus

  • Wenn man den Kindern und Jugendlichen Zugang zu solchem Teufelswerk verschafft, trägt man aktiv zu deren Verdummung bei. Die Regierung macht das in unterschiedlichen Programmen auch – das ist eine Verschwörung der (Spielkonsolen und Computer) Industrie.

Kann man behaupten und auch mit zahlreichen Studien belegen, z.B. hat man Mäuse in ihrer Kindheit mit Fernsehprogramm beleuchtet und es zeigt sich eindeutig, dass sie unruhiger, unkonzentrierter und risikobereiter im Erwachsenenalter waren als es die Mäuse der Kontrollgruppe waren.

Ok, jetzt mache ich das selbe wie Spitzer, nämlich polemisieren. Aber wahrlich, er ist unangefochtener Meister auf diesem Gebiet auch wenn er selbst sagte “Ich bin doch kein Krawallwissenschaftler oder Kulturpessimist, wie mich die Feuilletons beschimpfen, ich zeige hier lediglich Fakten auf.”

Diese selektiven Fakten, die meistens monokausal argumentieren und immer nur ein entweder oder zulassen, haben gefühlt 80% der anwesenden Eltern im Saal begeistert und das ist das, was mich eigentlich so wütend macht.

Da sitzen internetunerfahrene Menschen (mein Eindruck nach zahlreichen Gesprächen), die sich unsicher fühlen, die nach einem Umgang mit einem Thema suchen, das ihnen selbst fremd ist, weil sie damit nicht aufgewachsen sind und dann steht da vorne jemand der Benzin in deren glühenden Ängste schüttet.

Um differenziert zu bleiben: Wenn man über 20 ist, dann darf man diese Dinge benutzen (so Spitzer), da ist das Gehirn ausgereift und dann ist das nicht mehr so gefährlich.

Seine Argumentationsweise folgt jedoch ansonsten komplett allen Klischees der Technologie”kritik” (eigentlich wäre “Angst” das korrektere Wort). Es gibt einen Text von Dorothee Bär, der meinen eigenen Eindruck von dem Vortrag und dessen Inhalte hervorragend wiedergibt: Macht das Internet dumm? Dorothee Bär antwortet Prof. Manfred Spitzer

“Das Gefährliche an Theorien wie dieser ist, dass sie nicht nur unendlich undifferenziert sind, sondern auch noch verletzend, geradezu zynisch wirken und vor allem Eltern und Menschen mit Erziehungsverantwortung ein Gefühl der Machtlosigkeit und der Inkompetenz vermitteln – also ganz bewusst mit der Angst der Menschen spielen und diese bis zum Äußersten schüren.”

Wie immer macht die Dosis das Gift. Aber mit Argumenten zum Thema Medienkompetenz muss man Spitzer nicht kommen. Das ist alles Unsinn. Kann er ja gerne denken. Ich sehe das – wenig überraschend – völlig anders. Ich bin dafür Kindern einen sinnvollen und maßvollen Umgang mit den Themen Fernsehen, Spiele, Computer, Internet etc. beizubringen. Sie zu begleiten. Mich selbst damit zu beschäftigen, darüber zu sprechen, mich auszutauschen und natürlich auch Grenzen zu setzen.

Einen schönen (maßvollen) Text gibt es z.B. im Blog von Alexander Matzkeit: “Reduktion statt Abschaffung: Fünf Schritte zur entspannteren Mediennutzung

Was mir abschließend dazu einfällt: Ein anderer der Referenten, Herr Renz-Polster, seines Zeichens angenehm undogmatisch, hat in einem anderen Kontext gesagt: Auf die wesentlichen Erziehungsfragen gibt es keine finalen Antworten. Wenn sie reich werden wollen, schreiben sie einen Ratgeber, in dem sie einen 100% wahren und umzusetzenden Weg formulieren. Zum Beispiel zum Thema Kleinkindschlaf. Verzweifelte Eltern werden ihn kaufen.

Das ist, was meiner Auffassung nach Spitzer getan hat: nur eben zum Thema Internet & Co. Seinen Thesen ist schließlich einfach zu folgen. Kinder und Jugendliche raus aus dem Netz und gut ist. Keine Unruhe mehr, keine Verhaltensauffälligkeiten, keine schlechten Noten und keine Verdummung. So einfach ist das.

Wie schön, ich lese gerade bei mir im Blog, dass ich mich 2012 bereits über Spitzer aufgeregt habe. Wahrscheinlich hat er doch recht und ich bin digital dement.

 

 

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Gegen die Hilflosigkeit

Manche Dinge lassen mir einfach keine Ruhe. Seit dem Vortrag von Anne Wizorek auf der re:publica 2013 in dem sie unter anderem davon berichtet, wie sie aufgrund #aufschrei angegriffen wurde, denke ich darüber nach wie diese Art Wahnsinn (und es ist nichts anderes) gestoppt werden kann. Der Fall #gamergate und der daraus resultierende Vortrag von Anita Sarkeesian auf der XOXO Festival über die Beschimpfungen, Belästigungen und Bedrohungen, denen sie ausgesetzt ist, hat die Gedanken wieder neu angestoßen und letztendlich den Rest hat mir der Artikel “Trouble at the Koolaid Point” von Kathy Sierras  gegeben.

Man muss nichts über Feminismus wissen, man muss nichts über diese Personen wissen, im Grunde reicht es einfach zuzuhören und sich dann zu fragen: Möchte ich Teil dieser Onlinekultur sein? Mehr nicht. Und für mich ist die Antwort glasklar: Nein. Ich möchte nicht. Nicht mal passiv.

Das Internet ist für mich ein wunderbarer Ort und ich möchte nicht, dass sich dort ungehindert Menschen bewegen, die andere Menschen beleidigen, angreifen, bedrohen, einschüchtern und fertig machen.

Das Internet sind Menschen. Echte Menschen. Keine virtuellen und ich möchte, dass das langsam mal alle verstehen. Alles was hier stattfindet, ist echt. Es gibt keine virtuellen Gefühle. Es gibt kein sich virtuell bedroht fühlen. Es gibt keine virtuelle Beleidigung. Wenn jemand auf Twitter eine andere Person beleidigt, dann ist das so echt wie auf der Straße, auf einer Konferenz, in den eigenen vier Wänden. Es gibt keinen Unterschied.

Das heisst doch – es gibt einen Unterschied. Offenbar sind die Angreifer und Aggressoren enthemmter. Warum auch immer. Das ist nicht mal an Anonymität gekoppelt. Es gibt genug Menschen, die sich unter ihrem Klarnamen wie Wildsäue aufführen. Ich vermute, weil sie sich als Vertreter einer großen Gruppe sehen. Mit dieser Gruppe im Rücken fühlen sie sich stark und sehen ihr Verhalten als berechtigt an.

Ich will an der Stelle gar nicht über diese Menschen im Detail und was mit ihnen nicht stimmt, sprechen. Ich will im Grunde nur zu einer Sache auffordern:

»One of the most radical things you can do is to actually believe women when they tell you about their experiences«, Anita Sarkeesian

Und wenn man tatsächlich zugehört hat, dann möchte ich einen Weg finden nicht mehr so hilflos zu sein, denn so fühle ich mich. Hilflos und unendlich betroffen. Was ist also zu tun?

Eine ungeordnete Sammlung meiner Gedanken, denn die Betroffenen selbst, haben keine Möglichkeit zu “gewinnen”. Ihre Verhaltensspielräume haben immer einen Effekt – am Ende gewinnt immer der Troll/Hater:

1. leave ([The trolls] Win) 

2. ignore them (they escalate, make your life more miserable, DDoS, ruin your career, etc. i.e. They Win)

3. fight back (If you’ve already hit the Koolaid Point, see option #2. They Win).

Aus Trouble at the Koolaid Point

 

Ich glaube, das Problem ist, dass de Betroffenen eben nicht alleine gewinnen können. Ich denke aber, es gibt einen Weg wie sie gewinnen können und dieser Weg hat etwas mit uns – den “Unbeteiligten” – zu tun.

1. Für dieses Phänomen der Aggressoren ein neues Wort finden

D.h. nicht nur von “Trollen” sprechen. Trolle, das sind diese kleinen, fast schon niedlichen, vielleicht etwas nervigen Wesen bei Ronja Räubertochter, die immer “Wiesu denn bluß?” fragen. Menschen, die Frauen so angehen, wie Anita Sarkeesian oder Kathy Sierras, das sind keine Trolle, das sind Menschenhasser, das sind Orks. Sie sind unsozial, unzivilisiert und gewaltbereit. Das sind keine Kritiker, keine Menschen, die eine andere Meinung haben oder Menschen, mit denen man sich normal auseinandersetzen kann. Das sind hasserfüllte Menschen.*

Also sprecht nicht von Trollen, wenn ihr von diesen Menschen sprecht, die Frauen auf diese Art angreifen. Ich hab keinen besseren Namen, vielleicht habt ihr einen. Aber “Troll” ist zu wenig, “Troll” verharmlost diese Angriffe. Einen Troll kann man abschütteln. Bestimmte Aggressoren sind aber nicht abzuschütteln.

2. Solidarität

Und hier sehe ich mehrere Ebenen.

a) Frauen, denen diese Art von Angriff und Gewalt widerfährt: Berichtet von dem was vorfällt**, sucht euch Hilfe, sucht euch Verbündete. Wer ist im gleichen Feld aktiv? Wer ist gleichen Angriffen ausgesetzt? Niemand soll diese Art Angriffe wochen-, monate-, manchmal sogar jahrelang alleine auf sich gestellt aushalten müssen. Warnt andere Frauen vor diesen Menschen, verhindert dass sie in die selbe Falle laufen. Persönlich kann ich sagen, wenn ich auf Twitter mit jemanden interagiere und innerhalb von fünf Minuten von drei unabhängigen Menschen eine Nachricht erhalte, die mich vor dieser Interaktion warnt, dann bin ich dankbar.

b) Menschen, die diese Art von Angriff und Gewalt beobachten: Steht den Opfern bei. Egal wie. Seid Multiplikator, verbreitet ihre Erfahrungen. Bezieht Stellung, tut das v.a. wenn ihr zu der Gruppe gehört mit denen sich diese Hater identifizieren – sprich wenn ihr zu den technikbegeisterten weißen Männern gehört. Es ist nicht nötig sich mit anderen zu streiten. Aber einfach sagen: Das ist nicht in Ordnung. Ich finde das widerlich. Ich habe eine komplett andere Meinung.

Es muss diesen Hatern klar werden, das sie nur für sich sprechen, dass sie nicht Sprecher einer ganzen Gruppe sind, keine Vertreter, keine Gesandten.

c) Wenn ihr mal nicht der Meinung bestimmter Menschen, die permanent Angriffen ausgesetzt sind, seid: sagt einfach nichts. Keine zusätzliche Kohlen ins Feuer werfen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Dieser Punkt mag einige empören, aber ganz ehrlich: manchmal lohnt es sich Nutzen und Kosten abzuwägen und darüber nachzudenken auf wessen Kosten etwas geht und jemanden, der ohnehin schon ständigen Angriffen ausgesetzt ist, nicht noch zusätzlich zu schwächen. Ich finde es verständlich, dass Menschen, die ständigen Attacken ausgesetzt sind nicht immer die differenziertesten Dinge von sich geben. Deswegen seis drum. Einfach mal nichts sagen.

 

Wenn ihr weitere Ideen habt, ich ergänze den Artikel gerne. Ich bin es so satt mich hilflos und betroffen zu fühlen.

 

 

*Natürlich gibt es hier Abstufungen von Kritikern, Trollen bishin zu diesen hasserfüllten Orks. Ich rede aber von denen, die eindeutig, EINDEUTIG (persönliche und menschliche) Grenzen überschreiten

**Ich meine nicht, dass man Menschen an den Pranger stellt, aber warum Rücksicht nehmen auf jemanden, der keine Rücksicht nimmt? Dieses schlimme Fehlverhalten muss Konsequenzen haben (dürfen!).

—————————— Nachträgliche Ergänzungen ——————————

Was ist sonst noch zu tun?

3. Hater/Maskus aktiv ausgrenzen

Und mir ist noch ein Punkt 0 eingefallen:
0 Anerkennen, dass es ein Problem gibt
Ich habe den Eindruck, dass viele sich wundern, wenn sie Artikel wie den meinen lesen. Ihnen ist nämlich nur das übliche Getrolle und Gepöbel im Netz bekannt. Die gängige Antwort lautet dann eben dieses “Ignorier’ das doch”. Und ja, das ist richtig. Bestimmte Pöbeleien kann man einfach ignorieren und nicht drauf eingehen. Aber es geht mir eben NICHT um diese Fälle. Es geht mir um massive Beschimpfungen und Bedrohungen. Aufrufe zu Vergewaltigungen und zu Mord, es geht mir um Stalking und Übergriffe auf das Leben außerhalb des Netzes und ich bitte alle, die sich fragen, was das alles soll, sich die ganz oben im Blogpost verlinkten Artikel durchzulesen. Mindestens den von Kathy Sierras. So etwas kann man nicht ignorieren. So etwas darf man nicht ignorieren und die Betroffenen (und ich weiß, es sind nicht wenige) brauchen Unterstützung und Beistand.

Lesenswerte Artikel

»Stirb, Du Hure!« – Lasst uns endlich über Einschüchterungskultur statt abstrakter Netzpolitik reden

“In den letzten Monaten rückt die Kommunikations- oder besser: Einschüchterungskultur im Netz wieder verstärkt in den Vordergrund. Das ist gut, denn dieses Thema wird weiterhin im netzpolitischen Diskurs nahezu vollständig ignoriert oder beiläufig als Randnotiz erwähnt. Dabei leiden viele Menschen psychisch jeden Tag unter Attacken aus dem Netz. Diese Angriffe greifen trotz ihrer Virtualität ins reale Leben. Sie sind echt.”

Für mehr Freundlichkeit

“Ein reines Ignorieren ist schwer bis unmöglich. Auf der diesjährigen FrOSCon habe ich einen Vortrag von Kristian Köhntopp gehört, der sich mit Flamewars aus Zeiten des Usenet beschäftigt hat. Er hat berichtet, dass Hater es umso schwerer hatten, je etablierter die “Marke” bzw. der Name der/des Angegangenen war – es ist ungleich schwieriger, Sascha Lobo online ans Bein zu pinkeln als zum Beispiel mir. Vielleicht lässt sich daraus ableiten, dass wir – die sog. Unbeteiligten – dafür sorgen müssen, dass Angegangene ein stärkeres Standing haben. Das wäre ein klassisches “Schau hin! Greif ein!””

Helden, die die Regeln brechen

“Wir sind es uns gegenseitig schuldig und müssen es uns gegenseitig wert sein, ein lebenswertes Netz zu schaffen. In dem Menschen nicht mit Beleidigung, Bedrohung und Hass alleine gelassen werden. Und in dem wir alle – insbesondere in Machtpositionen- Verantwortung füreinander übernehmen und diese auch einfordern.”

Why is it so hard to be good?

“Wir haben mit dem Internet, und jetzt nochmal mehr mit BigData, Algorithmen und der weltweiten Vernetzung von Arbeit und Menschen geschichtlich ziemlich einmalige Möglichkeiten in der Hand, Veränderungen herbeizuführen und Machtverhältnisse in Frage zu stellen. […]
Aber warum haben wir noch nicht eindrucksvoller bewiesen, dass das alles zu einer guten Entwicklung beitragen kann?”

#Trolle und das Wegsehen – Gelten im Netz andere Machtstrukturen?

“Am Ende steht die Aussage: Trolle sind ein notwendiger Teil des Ökosystems Internet. Diese teile ich nicht nur nicht, ich widerspreche aufs Äußerste.

Trolle sind gefährlich. Trolle zerstören, es ist nichts Konstruktives an ihnen.”

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Podcastempfehlung – Not doing anything is not an option

Meine eigene Filterbubble ist ganz bezaubernd und wenn die Männer nicht gleich selbst Feministen sind, dann sind es “schlimmstenfalls” Männer, die die ganze Aufregung um Frauenquote, #aufschrei und Gleichberechtigung nicht so recht verstehen, weil sie selbst das Gefühl haben, mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun zu haben, weil sie eben keine sexistischen Idioten sind.

Mit einem Freund habe ich schon oft darüber gesprochen, dass das Thema aber alle angeht. Auch die, die Frauen nicht schlecht behandeln, sie einstellen würden, die nicht in Klischees denken etc.
Mein Problem war allerdings meine und die Erfahrung anderer Frauen und die sich daraus ergebenen Konsequenzen irgendwie zu vermitteln.
Anne Wizorek widmet dem Thema “Mitmachen für Männer. Was es heisst ein guter Verbündeter zu sein” in ihrem Buch “Weil ein #Aufschrei nicht reicht” ein ganzes Kapitel. Ich glaube allerdings, dass niemand (oder zumindest sehr, sehr wenige), der nicht ohnehin schon dem Thema Feminismus aufgeschlossen ist, dieses Buch liest (leider).
Außerdem denke ich, dass viele Männer keine Tipps von einer Feministin bekommen wollen. Deswegen begrüße ich es, dass drei Größen der amerikanischen Tech-Szene sich Gedanken zu dem Thema gemacht haben.

Daher möchte ich den Accidental Tech Podcast Episode 81 ab ca. Minute 70 ans Herz legen.
Völlig undogmatisch sammeln die drei da im Gespräch Tipps, die helfen sich besser in die Lage von Frauen zu versetzen. Sie erklären auch, warum es sinnvoll ist sich mit Trollen auseinanderzusetzen und warum es so leicht ist von außen zu sagen: Ja, selbst schuld, was legen die sich auch mit jedem an.

Ich finde die Tipps großartig. Es ist nämlich keine rocket science Verständnis aufzubauen und adressiert sind diejenigen, die schon “good people” sind.

“Just watch them [Feministische YouTube Channels, Blogposts etc.] and don’t think that you have to agree or to disagree…”
“Don’t be like, don’t feed the trolls [because …] not engaging is fine as long as you are not the target of the harassment.”
“Let idiots know that they are idiots.”
“Try to learn about the things that reveal your own biases [because …] once you see [the terrible things] it’s like how could I’ve never see them?”
“Be open to the idea, that you might be part of the problem.”
“There is no shame in realizing that you were wrong in the past and fix it in the future.”
“Say supportive things…”

(Abgetippt beim Hören, keine eins zu eins Zitate sondern aus dem Kopf)

Hört es euch selbst an… ich finde, es lohnt sich.

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rp14, Tag 1, Muddi hat da noch was zu sagen

Da ich selbst (dauerhaft sehr ernst dreinblickend) als Quotenfrau an einer Diskussion zu Papa-Blogs teilgenommen habe, habe ich am ersten Tag der re:publica nicht so wahnsinnig viele Sessions besucht.
Wer möchte, kann sich das “Sind bloggende Väter eine Nischenerscheinung?” Panel hier anschauen (erstaunliche Geschwindigkeit mit der das heutzutage geht):

Jedenfalls. Sehr gefreut habe ich mich auf den Vortrag von Sascha Lobo “Rede zur Lage der Nation”. Die Kurzzusammenfassung zu der Rede lautet wie folgt:
https://twitter.com/juergenarne/status/463712338819162112

Etwas differenzierter möchte ich (nun als offizielle Muddi-Bloggerin der Nation) folgendes loswerden:
Auch mich bedrückt die Situation. Die Überwachungssituation als solches, die Untätigkeit der Politik und die Unbesorgtheit der Masse.
Ich fühle mich auch unverstanden und machtlos. Auch ich habe das Gefühl, man müsste alle so lange durchrütteln, bis sie ENDLICH verstanden haben, dass das so nicht geht, das wir was tun müssen.
Deswegen bin ich auf Demos gegangen und habe schon vor längerer Zeit einen Dauerauftrag eingerichtet, der monatlich etwas auf ein Konto eines netzpolitischen Projekts überweist, das ich gut und wichtig finde.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten im Publikum irgendwas getan haben, seit wir durch Snowden eine vage Vorstellung davon haben welches Ausmaß die (Internet)-Überwachung hat und sei es am Ende, dass gebloggt wurde, Petitionen initiiert und/oder gezeichnet oder einfach nur Zeitung gelesen wurde. Es ist egal. Ich bin mir sicher, wir alle haben wenigstens im kleinen etwas getan.
Deswegen war Sascha Lobos Rede falsch adressiert und tatsächlich klang sie in meinen Ohren eher nach Rede vor uninformierten Abgeordneten, die sich mit zahlreichen Themen beschäftigen, zu denen unter anderen das Thema Überwachung gehört und nicht wie eine Rede, die zur re:publica und deren Besucher passt.
Wir, die Internetgemeinde, wir kennen uns aber aus mit dem Thema Überwachung und sind bereits wach gerüttelt.

Es mag vielleicht blöd klingen, aber ich musste wirklich die ganze Zeit an meine Kinder denken. Es gibt diese Situationen als Mutter, in denen ich genau weiß, was passieren wird, in denen ich genau weiß, was das Richtige ist und trotzdem tun meine Kinder nicht das was ich ihnen sage. Ich sage es freundlich, ich argumentiere, ich wiederhole, ich wiederhole, ich schimpfe, ich erkläre, ich bitte, ich bettle, ich werde wütend, ich versuche am Ende sogar zu befehlen, immer und immer wieder: aber diese widerspenstigen Kinder tun nicht was ICH möchte und richtig finde und zwar obwohl ich Recht habe.
Zehn Jahre mit Kindern haben mir gezeigt, es wird niemals irgendwas bringen immer und immer weiter auf genau dieser Schiene zu bleiben.
Immer mehr vom Gleichen hilft einfach nicht mehr. Es hilft nicht, egal wie gerne ich das möchte. Egal, wie sehr ich im Recht bin.
Wenn ich also nicht weiter komme, muss ich darüber nachdenken, welche Wege es außerdem gibt. Wege, die ich noch nicht gegangen bin. Paradoxe Intervention vielleicht, umgekehrte Psychologie, am Ende vielleicht Liebe und Wertschätzung statt Schimpfe und Druck. Mich in die Kinder rein versetzen, ihre Perspektive einnehmen, uns alle irgendwie dazu zu bekommen darüber zu lachen, die Situation eben auflösen mit dem Ziel Energien zu mobilisieren, Energien zu neuem Handeln und nicht Energien, die dazu führen, dass wir uns reiben, dass wir die Fronten verhärten, dass beide Seiten trotzig werden und sich keinen Millimeter mehr bewegen. Wir müssen Partner bleiben. Wir dürfen keine Feinde sein.
Das ist alles leichter gesagt als getan. Auch das weiß ich aus meinem Leben mit Kindern. Manchmal hilft nämlich gar nichts. Da kann ich mir noch so viele Gedanken machen. Dann hilft vielleicht nur noch selbst ein gutes Vorbild zu sein und zu hoffen, dass das irgendwie mitreißt.
Aber schimpfen hilft nicht. Schimpfen hilft nicht. Schimpfen zeigt nur die Ohnmacht des Schimpfenden.

Außerdem, um nochmal auf die Adressaten zurück zu kommen.
Man kann ins Lächerliche ziehen, was wir, die jämmerliche Internetgemeinde tun. Petitionen zeichnen. Buh! Schilder für Demos malen. Buhhhuuuuuhu!
Aber ganz ehrlich. Wenigstens ein kleines bisschen machen wir doch. Nicht genug, ok. Mehr geht immer. Aber jemanden, der bereits aktiv ist, nicht aufzubauen und zu sagen: “Ja, das ist super was du machst!” sondern “Na großartig, was ist das für ein jämmerliches Engagement!”, das ist psychologisch einfach unklug.
Das hemmt Handlungsimpulse statt sie zu fördern.
Ihr verschlüsselt Emails, ihr benutzt Threema? LÄCHERLICH!
Ganz ehrlich. So geht das nicht. Das weiß jede/r, der mal Kind war.

Wenn man mit dem Start eines Meetings 30 Minuten wartet und dann die Person schimpft, die zu spät kommt, straft man v.a. die anderen, die pünktlich waren.
Wenn man ein Kind schimpft, weil die Spülmaschine nicht normgemäß und/oder vollständig eingeräumt ist, wird man nicht erreichen, dass das Kind die Spülmaschine das nächste mal besser oder gar lieber einräumt.
Ich hätte da noch drölfzig Analogien, die zum Thema passen.

Jedenfalls. Ich möchte nicht geschimpft werden. Niemand möchte das.
Ich hab gut verstanden, was da vor sich geht. Ich bin nur hilflos. Ich brauche einen Weg. Ich brauche Gelegenheiten. Ich brauche Anleitung, Ermunterung. Ach und übrigens, ich bin faul. Ich brauche technische Weiterentwicklungen, die mir das alles (das nicht überwacht werden) einfach und bequem machen. Ich brauche Ersatz für Kupferverkleidung meiner Wände und den Aluhut am Kopf.

Zum Selbstansehen:

P.S. Nur, dass ich jetzt nicht geschimpft werde: ich hab den Vortrag zu Ende geschaut. Nur eben nicht live.

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