Endgegner Computerspiel

Dreißig Minuten am Tag müssen reichen
Computerspiele und Elternängste
Pixabay @StockSnap

„Wenn wir mal richtig großzügig sind, dann darf er 30 Minuten spielen. Meistens aber eher 20 Minuten am Tag.“

Es liegen rund 70 Minuten Vortrag über Computerspiele und mindestens acht Beiträge aus dem Publikum hinter mir, die v.a. eines zeigen: Ein Großteil der Eltern hat Angst vor Computerspielen.

Sie fühlen sich unwohl wenn ihre Kinder Interesse oder gar Spaß an Computerspielen haben. Am Besten man verbietet das ganz oder aber, man reglementiert so stark wie es geht.

Ich halte es nicht mehr aus. Ich bin jetzt alles andere als eine exzessive Computerspielerin – aber 20 Minuten? Ich glaube, Computerspiele ganz zu verbieten ist unterm Strich weniger frustrierend als sie täglich 20 Minuten zu erlauben.

In welchem Spiel kann man denn in dieser Zeitspanne irgendwas erreichen? Ein Level vollenden? Ein Rätsel lösen? Einem Handlungsstrang folgen? Seine Mitspieler zusammentrommeln? (Ausser in Idle Clickern, aber wollen die Eltern, dass die Kinder Idle Clicker spielen? Ok, Super Hexagon ginge auch – da sind 20 Minuten quasi unendlich lang…)

Ich drehe mich um und frage die Person, die sich eben gemeldet hat, um zu verkünden, dass ihr Kind 20 bis 30 Minuten am Tag spielen darf: „Ich verstehe wirklich ganz schlecht, wieso man Computerspiele so stark reglementiert. Würden sie auch sagen: 30 Minuten Lego spielen und dann ist aber Schluß? 30 Minuten lesen und dann Buch weg!

Das ist doch frustrierend fürs Kind. Das kennt man doch selbst. Da hat man vielleicht gerade angefangen zu lesen, steckt mitten im Kapitel, die Handlung wird gerade spannend und dann weg mit dem Buch.

So stelle ich mir das auch beim Computerspielen vor. Woher kommt denn ihre Angst? Was genau befürchten sie?“

„Lesen und Computerspiele kann man nicht vergleichen.“

„Warum nicht?“

„Das ist was ganz anderes. Lego auch!“

„Warum? Ich verstehe es wirklich nicht.“ In der Zwischenzeit bin ich rot angelaufen. Ich will nicht rumstänkern. Ich möchte das wirklich verstehen. Wir reden hier nicht von Kleinkindern, die die Welt vielleicht erstmal haptisch erfahren (be-greifen) sollen. Die Kinder, um die es hier geht, sind zehn Jahre und älter.

Die besorgte Person schaut mich mit einer Mischung aus Verduztheit und Überheblichkeit an. Wie kann es sein, dass ich mir diese Frage nicht selbst beantworten kann?

„Glauben sie, es werden verschiedene Fähigkeiten angesprochen, beim Lesen die Fantasie und beim Computerspielen… ?“

„Ja.“

Jetzt bin ich sprachlos. Die Diskussion geht mit anderen weiter. Ich merke, bis auf einen einzigen Vater, denken alle anderen Anwesenden, ich hab sie nicht mehr alle. Ich halte also meinen Mund.

Teufel Computerspiel

Der Vortrag hieß eigentlich „Phänomen Computerspiele: Fluch oder Segen?“. Wir sind mit dem Thema Sucht eingestiegen und da irgendwie hängen geblieben. Es geht v.a. um World of Warcraft.

Später versuche ich rauszubekommen, von wie viel Prozent Süchtiger wir überhaupt sprechen. Ich finde Zahlen zwischen 3 und 10% aller Jugendlichen in Deutschland. Meistens geht es in den Studien aber nicht nur um Computerspiele sondern auch um Onlinesucht.

Immer wieder begegnet mir die Studie, die sagt, das angeblich 560.000 Menschen in Deutschland internetsüchtig sind. Vor einigen Jahren hatte ich mir die Studie genauer angeschaut und festgestellt, dass es hier Kriterien gibt wie „beschäftigt sich x Stunden am Tag damit“ und auf der anderen Seite auch Internetradio oder Streaming mit erfasst wurde.

Interessehalber habe ich mich auch mit den Thesen von Manfred Spitzer befasst. Er geht so weit und verteufelt z.B. das Lesen von Büchern in eReadern.

In den Zahlen und Studien konnte ich unterm Strich nichts finden, das mich wirklich überzeugt hat, dass man Kinder von Computerspielen fern halten sollte oder dass es schlimmer ist, wenn sie Computer spielen als wenn sie lesen oder einfach nur chillen.

Ich glaube auch, dass die Zeit der Pubertät, die Zeit ist, in der generell exzessiv Hobbys betrieben werden. Von morgens bis abends lesen, Computer spielen, beim Pferd abhängen, Karate machen, Brettspiele spielen.

Früher war alles anders – oder?

Bei mir fing das so mit acht Jahren an. Ich hatte am Anfang selbst keinen Computer und verbrachte deswegen viel Zeit bei einem Schulfreund, der einen sehr großen Computer hatte (ich könnte schwören, es war ein Apple Lisa, was ich aber aufgrund des irrsinnigen Anschaffungspreises nicht glauben kann). Ich durfte den Computer nie selbst anfassen, ich durfte lediglich die 5¼-Zoll-Disketten anreichen und dann zuschauen, wie er spielte.

Die nächsten Jahre sah mein Alltag so aus: Schule bis Mittag, nach Hause gehen, mir Essen warm machen, Hausaufgaben machen, zum Schulfreund gehen und beim Computer spielen zuschauen.

Dann bekam ich selbst einen C16 mit Datasette und dazu eine BASIC-Kurs-Software inklusive BASIC-Buch (wenn ich mich richtig erinnere) und spielte alleine Zuhause. Mir wurde das Spielen irgendwann langweilig und ich fing an mir sehr einfache Spiele selbst zu programmieren.

(Nebenbei las ich genauso exzessiv Bücher von Wolfgang und Heike Hohlbein: Elfentanz, Heldenmutter, Drachenfeuer etc.)

Ich kann mich nicht erinnern, ob sich meine Eltern Sorgen gemacht haben. Tatsächlich kann ich mich nicht mal erinnern, dass sie gesagt haben: So. Heute aber nur eine Stunde Computer und dann aber Schluß.

Wahrscheinlich kann man das ohnehin nicht mit heute vergleichen. Ich durfte auch ohne Limit fernsehen, v.a. in den Schulferien.

Aber egal. Ich frage mich wirklich, warum Eltern so große Angst vor Computerspielen (und der Online-Welt) haben.

Wo liegt eigentlich der Angst-Hund begraben?

Zurück zum Computer-Spiele-Vortrag: Ein bisschen später meldet sich eine weitere Person und bittet den Referenten: „Halten Sie auch in Schulen Vorträge über die Gefahren? Es wäre doch gut, wenn nicht immer nur die Eltern warnen, sondern die Kinder auch mal von anderen Menschen hören, wie gefährlich das ist!“.

Ich atme.

Es bleibt mir ein Rätsel. Warum sind einige Eltern nicht bereit sich die Frage zu stellen warum sie Computerspiele so schlimm finden. Was genau sie für die Entwicklung ihrer Kinder befürchten. Warum sie das Digitale im weiteren Sinne so verteufeln. Warum sie glauben, dass exzessives Lesen gut, exzessives Computerspielen schlecht ist. Und v.a. „Computerspiele“ – ich möchte mal wissen, wie viele Eltern überhaupt wissen WAS ihre Kinder spielen (wollen) und was das für Spiele sind, um was es da geht oder was ihnen dabei Spaß macht. Wie viele ängstliche Eltern haben sich zum Beispiel schon mal auf YouTube ein Let’s play angesehen?

Ich glaube (so wie ich das bei dem Onlinethema auch glaube), die meisten Ängste kommen von Unwissenheit.

Gerade im Thema Computerspiele gibt es dann noch starke Vorurteile in der Gesellschaft, die unreflektiert von vielen Medien verbreitet werden. So glauben bestimmt eine nicht unwesentliche Anzahl an Eltern, dass Ego-Shooter Gewaltbereitschaft fördern und quasi der direkte Weg zum Amoklauf sind. Kein Wunder, wenn man sich dann große Sorgen macht…

Wenn man von Computerspielen in der Medienwelt lesen kann, dann v.a. selektiv. World of Warcraft ist wahrscheinlich genau wegen der Suchtthematik eines der wenigen Spiele, das vielen namentlich bekannt ist.

Was dringt sonst noch in den Mainstream? Bestenfalls die großen Blockbuster.

Interessant ist ja auch, was überhaupt als Computerspiel wahrgenommen wird und was nicht. Ein Großteil der ängstlichen Erwachsenen – eine Nachfrage hatte das zum Start des Vortrags ergeben – spielt selber diverse Handy- oder Facebookspiele (FarmVille, Candy Crush und Co.). Auf die Frage „Wer spielt selbst Computerspiele“ melden sich diese Leute nicht. Erst als der Referent nochmal konkret fragt: „Und auf dem Smartphone?“ gehen die Finger zögerlich nach oben.

Selbst schlau machen

Jedenfalls. Ich würde mir wirklich wünschen, dass Eltern sich mit dem beschäftigen, was Kinder beschäftigt. Sich erzählen lassen, was die Kinder machen, was die Faszination ausübt.

Mein Gefühl ist, dass v.a. die jüngeren Kinder ihre Eltern sogar gerne beim Spielen dabei hätten. Wenn ich Kind 3.0 zu Minecraft befrage, erzählt es so lange bis mir die Ohren bluten.

Bei den Älteren ist das vielleicht nicht mehr so – aber ich glaube, dass sie auch bereitwillig berichten, was die Faszination des Spiels ausmacht.

Würden Eltern sich selbst ein bisschen für die Neuerscheinungen auf dem Spielemarkt interessieren, dann könnte das sogar die Möglichkeit eröffnen  gelegentlich mit den Kindern gemeinsam zu spielen oder Spiele zu empfehlen.

Ich denke, es gibt für Erwachsene super Einsteigerspiele – Spiele, die Brettspielen gar nicht mal so unähnlich sind (Tricky Towers z.B.), für die man in dem Sinne keine besonderen Computerspiele Skills (auch nicht in der Bedienung der Konsole) braucht und die man auch gut und mit viel Spaß gemeinsam spielen kann.

Es ist immer wieder erstaunlich, was Kinder interessant finden. Wir haben z.B. im Urlaub mal The Witness gespielt – ein Spiel bei dem es v.a. um das Lösen von Logikrätseln geht. Als es irgendwann so absurd schwer und kaum mehr nachvollziehbar wurde, dass ich das Interesse verlor, waren die Kinder noch Feuer und Flamme und ehrgeizig bei der Sache. So viel Durchhaltevermögen kann ich wirklich nur bewundern.

Was ich sagen will: Wenn man selber spielt (oder sich mal ein paar Beiträge zu Spielen anhört oder den ein oder anderen Artikel dazu liest), hat man einen ganz anderen Zugang zu dem Thema und findet dann vielleicht auch zu einem anderen Umgang damit.

Am Ende geht es aber ja nicht darum die Spiele selbst zu spielen, sondern einen kompetenten Umgang damit zu vermitteln oder sich einen gemeinsam mit den Kindern zu erarbeiten und die eigenen Unsicherheiten abzubauen.

Der einfachste Weg dorthin ist das Gespräch – der Austausch. Das halte ich alles für zielführender als irgendwelche übertriebenen Reglementierungen oder gar Verbote.

Zum Abschluss noch ein Video, das die Frage beleuchtet, warum der Zugang zum Thema Computer/Videospiele so schwer ist und warum es dennoch wichtig ist, sich um „Basic Game Literacy“ zu bemühen.

Video gefunden bei Marcus Richter

Wo wir schon bei Marcus Richter sind: der kann ja eigentlich ganz gut erklären, was es so gibt und warum Menschen Computerspiele spielen:


Und P.S. Wäre ich meine Eltern gewesen, ich hätte mir nur in meiner frühen Adoleszenz Sorgen um mich machen müssen. Das war die Phase in der ich Sims gespielt habe. Dagegen ist DOOM ein fröhliches Alien-Spiel.

[Werbung] Huldigt den Erfindern der Waschmaschine

Waschmaschine
pixabay @bierfritze

Sie wissen es nicht, aber Sie sind einem Mann namens John Tizack sehr, sehr dankbar.

Glauben Sie nicht? Doch, doch. Das ist nämlich der Erfinder der Waschmaschine. Naja zumindest derjenige, der 1691 das Patent zur Grundform der heutigen Waschmaschine angemeldet hat.

Da war die Waschmaschine aber noch ein riesiger Holztrog mit einem Deckel. Der Deckel hatte ein Loch, durch das eine Holzstange führte, die durch Hin-und Herdrehen die Wäsche in der Seifenlauge bewegte.

Es dauerte dann nochmal rund hundert Jahre, bis die Maschine so klein und damit auch erschwinglich war, dass sie theoretisch in normalen Haushalten hätte eingesetzt werden können.

Hannover Waschmaschinenpioniersstadt

Erste Hinweise, dass das wundersame halbautomatisierte Waschgerät auch in Deutschland im Einsatz war, finden sich in den Geschichtschroniken der Stadt Hannover.
(Weiß Hannover das eigentlich? Hannover die Geburtswiege der deutschen Waschmaschinengeschichte! Gibt es entsprechende Museen? Stadtführungen? Gedenktafeln? )

Tatsächlich hat sich die Waschmaschine aber weitere 200 Jahre im Bereich der Privathaushalte nicht durchsetzen können.

Erst als 1951 die erste elektrische Trommelwaschmaschine auf den Markt kam und dann rund zwei Jahrzehnte später preislich erschwinglich wurde, fanden die Waschmaschinen ihren Weg in den Haushalt.

Wenn Wäsche waschen schnell geht, kann man öfter waschen

Für Hausfrauen bedeutete das eine große Zeitersparnis. Jedenfalls die ersten zwei bis drei Jahre nach Verbreitung der Waschmaschinen. Damit die Hausfrauen aber auf keine dumme Gedanken kamen und sich nicht langweilten, stiegen einfach die hygienischen und ästhetischen Ansprüche an die Sauberkeit von Wäsche. Demzufolge musste sie viel häufiger gewechselt und gewaschen werden. Die Hausfrauen waren also wieder genauso lange mit Wäschewaschen beschäftigt wie vorher.

Interessant fand ich übrigens auch zu lesen, dass bestimmte Tätigkeiten wie z.B. das Wäsche waschen an Flüssen oder in Waschhäusern (oder auch das Teppichklopfen im Hof – die Geschichte des Staubsaugers verläuft ganz ähnlich wie die der Waschmaschine) sehr anstrengende aber eben gesellige Tätigkeiten waren.

Mit dem Einzug der elektrischen Haushaltsgeräte wurden die Frauen, die ja traditionell diese Tätigkeiten verrichteten, sozial isoliert. Wäsche waschen und Staubsaugen fand fortan alleine in der eigenen Wohnung statt [1].

Die Waschmaschine im Familienhaushalt ist unverzichtbar
Wäscheberge
pixabay @mpkino

Wie dem auch sei. ICH bin dem Erfinder der Waschmaschine sehr, sehr dankbar. In unserem Mehrpersonenhaushalt fallen jede Woche rund vier Maschinen Wäsche an. Ich hab dabei sogar das Gefühl, dass wir sehr sparsam und pragmatisch waschen – was nicht komisch riecht oder sichtbare Flecken hat, wird nach dem Tragen ausgeschüttelt und wieder zusammengefaltet in den Schrank gelegt.

Ich erinnere mich, dass meine Mutter immer viel mit der Hand gewaschen hat. Erstaunlich oft geben das die Etiketten an Kleidungsstücken ja vor.
Ich wasche nichts mit der Hand. Dafür gibt es ja das Waschmaschinenprogramm „Handwäsche“ (was ich sehr, sehr lustig finde). Ich bin mir sicher, dass jedes Wäschestück, auf dem Handwäsche steht, in meiner Waschmaschine besser aufgehoben ist als in meinen Händen.
Ich habe einfach nicht den Nerv Wäschestücke zart durch vorher angesetzte Seifenlauge zu ziehen und sie dann stundenlang mit klarem Wasser zu spülen. Allein die Vorstellung! Man muss dann ja auch noch auf die Temperatur des Wassers achten etc. pp.
WER MACHT DENN SOWAS?

Ich merke gerade, das Thema Waschmaschine ist ein sehr dankbares philosophisches Thema. Neben der Frage, ob das maschinelle Wäscheprogramm Handwäsche schonender ist als die manuelle Handwäsche, frage ich mich auch oft, warum man bestimmte Kleidungsstücke kalt oder bei 30 Grad waschen soll.
Die Frage ist gar nicht so banal, denn wenn man es tun soll weil die Kleidungsstücke sonst schrumpfen, abfärben oder sonstwie leiden – wie kann es sein, dass sie einen schwitzigen Sommertag bei 30 Grad an meinem Körper überleben? Müssten sie dann nicht an meinem Körper das selbe tun, was das „bitte kalt Waschen“ Etikett für ihr Verhalten in der Waschmaschine andeutet?

Fragen über Fragen!

Ich möchte jedenfalls nicht mehr ohne eine Waschmaschine im eigenen Haushalt leben. Als Studentin hatte ich keine und musste regelmäßig in den Waschsalon. Das war anstrengend und langweilig. Ich weiß außerdem nicht was das für optimistische und nervenstarke Menschen waren, die ihre Wäsche im Waschsalon einfach unbeaufsichtigt waschen haben lassen. Da kann doch jederzeit jemand kommen und alles klauen!

Ich hab mich da vorsichtshalber immer mit Buch vor die Waschtrommel gesetzt.

Heute bin ich froh, dass ich es mir leisten kann, eine eigene Waschmaschine zu besitzen. Die größten Demutsmomente habe ich immer, wenn die Kinder die Kotzerei haben. Da hat man oft in einer Nacht drei Bettwäschesets und ebenso viele Schlafanzüge besudelt. Wie wunderbar wenn man den ganzen Mist einfach in die Waschmaschine stopfen kann und sich um nichts kümmern muss.

Also Danke John Tizack – und wollen wir genau sein – auch Alva J. Fisher, der die erste elektrische Trommelwaschmaschine erfunden hat.

Waschmaschinen online kaufen

Achso: Und falls ihr gerade eine neue Waschmaschine kaufen wollt, dann ab zu AO.
AO ein großer Onlineshop für Haushaltsgeräte. Schick ist z.B. die Suchmaske für Waschmaschinen, bei der man gleich eingrenzen kann, was genau man sucht und wie viel man ausgeben möchte. Es gibt dann, wie bei anderen Portalen auch üblich, eine Fünfsternebewertung für die Produkte selbst.
Zur eigentlichen Lieferung kann man, was für mich persönlich unverzichtbar ist, Deinstallation, Anschluss und Altgerätemitnahme als Service für 24,99 Euro hinzu buchen.


[1] Quelle: Geschichte der Konsumgesellschaft

[Verlosung] BOOMblogs Adventskalender – Türchen Nummer 12

BOOMblog AdventskalenderHalbzeit auf dem Weg nach Weihnachten – bestimmt seid ihr schon über den BOOMblog Adventskalender gestolpert? Bis zum 24. Dezember wird täglich von einem Mitglied des BOOMblogs Family & Lifestyle Blogger Netzwerkes einen Preis unter seinen/ihren Leser:innen verlost.

Jedenfalls freue ich mich Türchen Nummer 12 zu sein und damit diesen schönen Gewinn verlosen zu können:

LEGO Technic Schwerlasthubschrauber

LEGO Technic Schwerlasthubschrauber

Das Set Schwerlasthubschrauber ermöglicht zwei Varianten des Aufbaus. Mir hat das etwas bulligere Tandemrotor-Hubschrauber-Modell besser gefallen. Deswegen habe ich das zuerst gebaut.

Drei Abende hat mich das beschäftigt. Jetzt ist der Nagellack abgesplittert und die Fingerkuppen schmerzen ein bisschen. Bei Schritt zweihundertirgendwas habe ich nämlich einen Fehler entdeckt und den zweiten Rotor nicht einsetzen können.

Also eine Nacht darüber geschlafen, die Hälfte wieder rückgebaut und am letzten Abend den Hubschrauber fertig gebaut. Und dann der große A-Team-Moment: Motor anschalten – alle Zahnrädchen rotieren, greifen ineinander und die Seilwinde entwindet sich. YEAH! Großartiges Gefühl.

Was aber mit den Rotoren? Am Motorelement hin- und hergeschaltet. Erfolglos. Nervenzusammenbruch. Tief durchgeatmet. Bauanleitung nochmal durchgelesen und siehe da: Es gibt auf der Unterseite des Hubschraubers einen Schalter (jaha! Den hab ich gebaut ohne es zu merken!), der es möglich macht von Seilwinde auf Rotoren umzustellen und tataaaaa – es geht.

Im Geiste schiebe ich mir eine Zigarre zwischen die Zähne, grinse wie Hannibal und sage mit sonorer Stimme: „I love it when a plan comes together.“

Und falls ihr dieses Gefühl auch haben wollt, dann habe ich jetzt eine frohe Botschaft: Ich verlose ein Set dieses sensationelle Teils (Seilwinde! Rotoren! Schiebetüren, Heckklappe!).

Der LEGO Technic Schwerlasthubschrauber (oder wie Kind 3.0 ihn nennt „COOOOOOOOOOL!!1!“) hat 1.042 Teile.

Wie gesagt, ich fand den Aufbau etwas anspruchsvoller, weswegen der Hubschrauber eher für die Altersgruppe 10 aufwärts ist. Was ja aber auch ein bisschen heisst, dass er durchaus für Erwachsene geeignet ist (ich sehe schon wie der/die Gewinner:in das Paket an den Kindern vorbei schmuggelt und abends heimlich selbst aufbaut…).

Tandemrotor-Hubschrauber von LEGO Technic

Der LEGO Technic Schwerlasthubschrauber ist ein komplexes 2-in-1 Modell und besticht mit zahlreichen technischen Details und Funktionen. Dank des kraftvollen Power Functions Motors lassen sich die beiden gegenläufigen Rotoren des Modells wie bei einem echten Hubschrauber zum Rotieren bringen. Eine herunterklappbare Laderampe, aufklappbare Frachtraumtüren sowie eine funktionstüchtige Seilwinde und bewegliche Seiten- und Höhenruder machen das realitätsgetreue Technikerlebnis komplett. Für noch mehr Bauvergnügen lässt sich das 2-in-1 Modell zusätzlich in einen leistungsstarken Tandemrotor-Hubschrauber umbauen.

Was ist drin?
  • 1042 Teile
  • riesige Tandemrotoren, 2 große Triebwerke, bewegliche Seiten- und Höhenruder, ein baubares Zubehörteil als Fracht sowie ein in alle Richtungen drehbares Bugrad
  • Der Schwerlasthubschrauber ist 22 cm hoch, 60 cm lang und 53 cm breit
  • Der Tandemrotor-Hubschrauber ist 19 cm hoch, 80 cm lang und 49 cm breit
  • Kauft schon mal AA Batterien. Die sind nicht enthalten und sechs braucht man. Der Motor wird im Inneren des Hubschraubers verbaut. Deswegen erst Batterien besorgen und dann mit dem Aufbau beginnen.
Was ihr tun müsst, um zu gewinnen:
  • verlost wird ein Set LEGO Technic Schwerlasthubschrauber
  • der LEGO Technic Schwerlasthubschrauber wird verlost unter allen Kommentaren im Blog – beantwortet mir folgende Frage: Warum findet ihr mich so nett? Nein, Spaß beiseite – kommentiert einfach. Der/die Gewinner:in wird ausgelost.
  • mitmachen können alle volljährigen natürlichen Personen
  • die Verlosung läuft bis zum 12. Dezember 23.59 Uhr
  • der/die Gewinner:in wird ausgelost und per Mail benachrichtigt
  • der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen
  • erhalte ich innerhalb einer Woche keine Rückmeldung auf die Gewinnbenachrichtigung, verfällt der Gewinn

Das 12. Türchen hat Euch gefallen? Dann ab zum nächsten Türchen bei kleinSTYLE

Noch mehr Verlosungen gefällig? BITTESEHR – hier hast du einen Überblick über das was bereits war, und das was noch kommt: Auf jeden Fall ist jeder Tag im Dezember ein Gewinn!

01.12.: Mama Schultze, 02.12.: Moms Blog, 03.1.2.: Einer schreit immer, 04.12.: bei echt! Hartmann, 05.12. bei Mini&Mami, 06.12. bei Stadt Land Mama, 07.12. bei MissBonn(e)bonn(e), am 08.12. bei Caprice et Délice, am 09.12. bei Grosse Köpfe, am 10.12. bei Mama Notes, am 11.12. bei Nina Bott, am 12.12. bei Das Nuf, am 13.12. bei kleinSTYLE!, am 14.12. bei Familie Berlin, am 15.12. bei Mama Mia, am 16.12. bei Kleine Familienwelt, am 17.12. bei Wunderhaftig, am 18.12. bei Nova’s Loft, am 19.12. bei Metterschling und Maulwurfn, am 20.12. bei Johnny’s Blog, am 21.12. bei Ekulele, am 22.12. bei Mit Kinderaugen, am 23.12. bei Zwillingswelten und am 24.12. bei Daddylicious.

 

Verlosung: Das Produkt wurde von der LEGO GmbH für diese Verlosung zur Weitergabe an meine Leser zur Verfügung gestellt. Die Verlosung wird von mir umgesetzt. 

Make your Kühlschrank smart and revolutionier your Family Life

Links: ich, rechts: mein nicht smarter Kühlschrank
Links: ich, rechts: mein nicht smarter Kühlschrank

Neulich habe ich eine Pressemitteilung über einen Kühlschrank bekommen. Tatsächlich habe ich sie gelesen, weil ich mich derzeit für Kühlschränke interessiere. Meiner ist aus der Zeit in der ich noch jung war. Damals war er State of the Art. Er glänze durch zwei Funktionen:

  1. kühlen und
  2. Innenbeleuchtung (aber nur wenn er geöffnet ist. Ich hab das gewissenhaft untersucht)

2006 ist die Innenbeleuchtung leider kaputt gegangen und die letzten beiden Sommer hat der Kühlschrank nur noch unter großen Mühen gekühlt. Das Kühlen hat ihn so angestrengt, dass er sehr viel Wasser ausgeschwitzt hat, das ich ihm regelmäßig mit einem Lappen entfernt habe. So alle drei Stunden.

So ist der Kühlschrank zum Familienmitglied geworden. Alle paar Stunden muss er versorgt werden, er macht seit geraumer Zeit komische Geräusche und leider steht er auch im Weg herum.

Meine Küche ist klein. Der Kühlschrank hingegen sehr, sehr groß, aber Platz fand er damals nur genau in der Mitte der Küchenzeile. So bleibt links des Kühlschranks nur 40 cm Arbeitsfläche.

Aber ich komme schon klar. Der Kühlschrank und ich, wir sind gute Kumpels. Wir wissen beide, dass Perfektion nicht alles ist.

Jedenfalls bekam ich heute eine Pressemeldung über einen Kühlschrank. 4.299 Euro soll er kosten. Und nein, da habe ich nicht aus Versehen eine Stelle zu viel getippt.

4.299 Euro. Ich glaube, wenn ich den Wert aller technischen Geräte, die ich besitze, aufsummiere, komme ich auf diese Summe. Ich sag mal so: Das ziemlich überteuerte iPhone, an das ich mich aber leider gewöhnt habe, ist da schon eingerechnet.

Also 4.299 Euro. Eigentlich steht das nicht am Anfang der Pressemitteilung. Wahrscheinlich wollte sich der Hersteller diesen Preis als Pointe aufheben, die ich jetzt leider so ein bisschen verpatzt habe.

Also nochmal zurück zum Kühlschrank, der übrigens natürlich nicht Kühlschrank sondern Family Servant heisst und als smarter Partner fürs Leben angepriesen wird. Denn – ein kluger Produktentwickler saß vermutlich morgens mal auf der Toilette und da fiel ihm auf: Ein Kühlschrank, der nur kühlt, das ist doch totale Platzverschwendung. Mach ich ihn doch einfach smart! Und wie macht man das? Richtig! Mit einem Tablett vorne dran.

Also verbaut man ein drölfzig Zoll großes WLAN fähiges Tablett an diesem Kühlschrank. Und jetzt kommts! Auf dem kann man malen! Es. ist. nämlich. ein. Touchscreen. (Super Idee so ein Touchscreen in der Küche zwischen all den Fettdämpfen und schmutzigen Kinderhänden – aber was solls, dann dürfen die störenden Kinder eben nicht mehr in die Küche).

Crazy Shit oder?

Das ist aber nicht alles: Man kann auch darauf schreiben!
JA!

Das ist aber immer noch nicht alles. Das Tablett kann auch Sprachnachrichten abspielen („Nuf, mach‘ sofort wieder die Tür zu! Es ist nach 18 Uhr, du bist doch schon wieder an den Kohlenhydraten!“) und TV-Mirroring*

Der Kühlschrank wird somit das Zentrum des Family Lifes.

Aber richtig cool ist eben, dass der Kühlschrank Kameras hat, die den Innenraum überwachen. So kann man ihn beim Shoppen quasi fragen was fehlt.

(Ob man das irgendwie hacken kann? Also dass man z.B. die Schulranzen da rein kippt und der Kühlschrank einem dann sagt, welche Hausaufgaben noch fehlen? Oder die gepackten Koffer für den Urlaub „Eh Nuf, Du hast drei Schlüppis zu wenig eingepackt!“)

Doch nicht genug, er meldet auch abgelaufene Lebensmittel.

Ein bisschen enttäuscht war ich allerdings, dass er sie nicht gleich eliminiert. Per Laserstrahlen oder Vaporisator. Das könnte bei dem Preis eigentlich drin sein, oder? Ich stelle mir das toll vor. Die Tür des Kühlschranks müsste natürlich transparent sein und natürlich würde ich extra abgelaufene Lebensmittel reinwerfen nur um zu sehen wie sie zerstört werden (bestimmt kann man mit der Abwärme die Wohnung heizen – das wäre für mich ja auch ein sehr angenehmer Nebeneffekt).

Jedenfalls, ich habe die Firma angeschrieben, ob ich wohl ein Rezensionsexemplar haben könnte. Ich bin gespannt, was sie antworten.

(Wobei ich ja eigentlich lieber so eine smarte Wohnung wie mein Kollege hätte, der kann zB seiner Frau beim Kacken das Licht ausschalten obwohl er im Büro sitzt. Aber sowas gibt es nicht Out of the Box. Das muss man sich dann eben selbst bauen.)


 

*im Kleingedruckten steht: WLAN erforderlich. Was da nicht steht: TV erforderlich. Hab ich nämlich nicht. Da wäre ich ja ganz schön enttäuscht gewesen!

 

[Werbung] Das Hollandfahrrad von KS-Cycling macht gute Laune

IMG_7839Mein altes Fahrrad war in die Jahre gekommen

Vor einigen Monaten hab ich mein Fahrrad bei meinem Freund stehen lassen, der von mir aus gesehen quasi oben wohnt – sprich einen Berg nach unten muss, wenn er zu mir möchte. Weil er so lieb ist, hat er mir das Fahrrad am nächsten Tag mitgebracht.

Als er bei mir ankam, sagte er mit einem leichten Zucken im Auge: „Du hättest mir ruhig sagen können, dass du keine Bremsen hast.“

Das war natürlich ein bisschen übertrieben, denn natürlich habe ich Bremsen – nur dass die etwas spät reagieren. Er hat schon recht, man muss das wissen, um oben am Berg rechtzeitig mit dem Bremsen zu beginnen, um dann unten rechtzeitig zum Stehen zu kommen.

Ein anderes Problem ist, dass mein Licht nicht mehr geht und dass ich nicht mehr schalten kann, weil die Kette sonst sofort rausspringt. Wenn man konsequent nicht schaltet, springt sie nur einmal in der Woche raus.

Dem Fahrrad kann man das nicht unbedingt anlasten. Ich hab es vor mehr als zehn Jahren gekauft und seitdem nie irgendwas an ihm gemacht. Naja, Reifen aufgepumpt – aber sonst hab ich es nicht so gut gepflegt.

Im Sommer fahre ich gerne mit dem Rad ins Büro. V.a. der Rückweg entspannt mich. Ich habe das Gefühl, dass die körperliche Anstrengung meine seelische Anspannung mitabbaut.

Meine Kollegen haben sich offenbar schon mehrere Jahre über mein Fahrrad lustig gemacht. Einmal, als ich aufstieg, sagte einer erstaunt: „Der Elefant ist dir?“
„Ja, der ist mir.“
Zugegebenermaßen ist das Fahrrad ein wenig klobig und schwer. Irgendwohin tragen will man es eher nicht. Aber Räder sind schließlich nicht zum Tragen da.

Jedenfalls to cut a long story short. Mein ziemlich robustes Fahrrad war mir lange treu, ist aber kaum noch zu gebrauchen. Über Verkehrssicherheit möchte ich mich in diesem Zusammenhang ausschweigen.

Ein neues Fahrrad war schneller da als erhofft

Ich twitterte ohne wirkliche Hintergedanken:

Und bekam einige sehr, sehr lustige Antworten:

Etwas später bekam ich eine Mail von KS Cycling und man bot mir tatsächlich an, einen Fahrradtest zu machen. Ich war gleichermaßen entzückt wie erstaunt.

Per Mail klärten wir die Anforderungen. Ich fahre gerne aufrecht und gefedert, die Reifen müssen so breit sein, dass ich nicht in Straßenbahnschienen klemmen bleibe und ich transportiere oft Einkäufe mit dem Fahrrad nach Hause. Es war schnell klar, dass für mich ein Cityrad oder ein Hollandrad in Frage kommen würde. Tatsächlich hatte ich mich schon in eines der Hollandräder verliebt…

Passend zur Schrittlänge, die deutlich unter Julia Roberts Beinlänge, die sie in Pretty Woman postuliert, liegt, bekam ich mit der Post mein Wunschrad zugeschickt.

Fahrradzusammenschrauben nicht ganz so einfach wie gedacht

Beim Auspacken war ich noch frohen Mutes, dass ich das mit dem Montieren auch alleine hinbekommen würde. Richtig toll fand ich, dass passendes Werkzeug dabei war. Ich besitze nämlich genau einen Werkzeugkasten im Wert von 10 Euro (sie wissen schon, den aus dem bekannten Möbelhaus, den man gerne Studenten schenkt bevor sie sonst gar nichts haben).

Als ich dann die Montageanleitung las, war ich schon bei Satz zwei komplett überfordert. Natürlich hat die Anleitung Fotos, ich hatte trotzdem keine Ahnung was ein „Konvusvorbau“ oder ein „Aheadvorbau“ ist. Auch Worte wie „Sattelkerze“ und „Achsmutter“ ließen zunächst einmal ein großes Fragezeichen über meinem Kopf erscheinen.

Den Aufbau habe ich also erst einmal vertagt, um es dann nochmal gemeinsam mit meinem Freund zu versuchen. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass er ein Fahrradcrack ist – allerdings geht zu zweit alles leichter. Wir haben da auch gute Erfahrungen beim Ausfüllen diverser unverständlicher Formulare der Rentenversicherung gemacht.

Tatsächlich hat der Aufbau zu zweit keine Stunde in Anspruch genommen. Allerdings hatten wir Probleme bei der Einstellung der Bremse und der Verbindung der Kabel mit den Lampen.

Fahrradhändler vor Ort macht alles verkehrssicher

Ich bin deswegen nochmal zu einem Fahrradladen vor Ort und habe diese beiden Teile fertig bauen lassen und im Anschluss einmal alles durchchecken lassen. Gezahlt habe ich dafür 35 Euro – was ich wirklich sehr OK fand.

Sehr hilfreich waren übrigens die Montage-Videos (auch wenn da nicht unbedingt das gekaufte Modell gezeigt wird, versteht man einiges besser als in der schriftlichen Anleitung).

Das Resultat sieht so aus:

Tussaud

Das Fahrrad fährt sich hervorragend. Tatsächlich fühle ich mich mit funktionierenden Bremsen und Licht doch um einiges sicherer. Details zum Modell finden sich übrigens hier: Hollandrad Tussaud

Richtig happy macht mich vorne der Gepäckständer an dem in der Zwischenzeit eine Obstkiste mit Kabelbindern befestigt ist, so dass ich dort alle Einkäufe unterbringe.

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Auch wenn der Aufbau für mich als völlig Ungeübte eine Hürde dastellte, finde ich den Workarround sich von einem Fahrradhändler vor Ort helfen zu lassen total in Ordnung.

Wenn ihr also noch ein öh… größeres Weihnachtsgeschenk für jemanden sucht: Schaut euch doch mal im Shop von KS-Cycling um.

Aufmerksamkeitsökonomie und technische Hürden

Superväter bekommen Aufmerksamkeit
Papa hat eine Windel gewechselt und jetzt spricht die ganze Welt darüber?

Heute Morgen habe ich im Halbesachen-Blog einen Artikel gelesen, der sich mit der Frage beschäftigt, ob es so etwas wie eine geschlechtsspezifische Verteilung von Aufmerksamkeit gibt.

Die tldr Zusammenfassung lautet: Ja – und das sogar bei klassischen „Mütterthemen“ wie Erziehung und Familie.

(Was ich mit den Anführungszeichen sagen will: Selbst da, wo v.a. Frauen – rein statistisch ausgezählt – einen Großteil der Arbeit übernehmen und dort auch die entsprechende Erfahrung haben, werden Männer besser gehört.)

Konkret geht es um den Artikel zum Kinderkrankenschein von Papa Pelz im Vergleich zu dem Artikel von Petra, die ebenfalls dazu schreibt und das Ganze aus der Sicht einer Alleinerziehenden beleuchtet.

Aufmerksamkeit kann sichtbar gemacht werden

Auf den Artikel von Petra gibt es derzeit 9 Reaktionen. Auf den von Papa Pelz 414.

Ich schreibe jetzt mal bewusst Reaktionen statt Kommentare auch wenn das im Template dort anders steht. Denn es handelt sich eben nicht um Kommentare sondern um Reaktionen, die meiner Auffassung nach von einem Indieweb-Plugin zusammengetragen werden.

D.h. es werden hier alle Reaktionen referenziert und nicht nur die Kommentare, die jemand im Blog verfasst. In die 414 zählen rein: Twitter Shares, Twitter-Quotes, Retweets, facebook-Shares, facebook-Kommentare und facebook-Likes.

Ich habe dieses Plugin auch, weswegen man unter jedem Artikel in der Regel einige Duzend Reaktionen sieht. Allein meine Reichweite von über 10.000 Followern auf Twitter bewirkt, dass meine Artikel eine gewisse (durchschnittliche) Aufmerksamkeit bekommen.

Zudem, so meine magische Hypothese: Gibt es erstmal sichtbare Reaktionen, so ist es viel wahrscheinlicher, dass andere auch kommentieren. Wenn kein Kommentar zu sehen ist, scheint es sowas wie eine blank page panic zu geben.

Technische Hürden aus dem Weg schaffen

Jedenfalls was ich sagen will: Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das Sichvernetzen und das Gehörtwerden im Internet auch etwas mit dem Senken technischer Hürden zu tun hat.

Schon 2013 habe ich das Thema mal angerissen: Blogs leben durch männliche Seilschaften.

Woran liegt das?

In weniger als einer Minute fallen mir eine Menge Dinge ein, die sich in meiner Beobachtung in der Filterbubble Elternblogs rein technisch bei Vätern und Müttern unterscheiden:

  • Kommentierbarkeit von Artikeln

Oft muss man sich in irgendeinem System extra anmelden, um zu kommentieren. Man hat bei Mütterblogs oft nicht die Wahl verschiedene Logins oder gar ohne festen Login zu kommentieren.

Persönlich habe ich oft keinen Bock mich anzumelden oder ein Passwort zu suchen (selbst im Schlüsselbund nicht, das sind zwei weitere Klicks).

Effekt: Weniger Kommentare, weniger Interaktion, weniger Wiederkehrer etc.

  • RSS Feeds

Viele Mütterblogs kümmern sich nicht um ihre RSS Feeds. Die sind dann nicht einfach mit einem Klick abonnierbar oder aber gekürzt.

Gekürzte RSS Feeds lesen macht keinen Spaß. Wenn ich mir die Artikel in einen Reader ziehe und z.B. offline lesen möchte – dann bedeutet das: Ich lese nicht, RSS Feed fliegt raus, ich lese das Blog nicht mehr.

(Die Beschreibung wie man das in WordPress ändert und wie man ein volles RSS Feed erzwingen kann, findet sich im oben genannten Artikel)

  • Seitensuche

Wirklich viele Mütterblogs haben keine Seitensuche.

Es passiert mir immer noch, dass ich Dinge lese, toll finde, später verlinken will und dann nicht mehr finde. Auch hier: Faulheit siegt

In Google kann man „site:http://www.blogname.de  suchbegriff“ eingeben, um eine Seitensuche zu „erzeugen“ – aber pfffft.

Bestimmt gibt es noch weitere Hürden – das sind die, die mir seit Jahren begegnen und die mir sofort einfallen.

Per se bedeutet das eine schlechtere Verteilbarkeit und damit eine schlechtere Sichtbarkeit.

(Ich selbst lasse mir auch helfen und kann das alles nicht alleine. Ich glaube, einige andere weiblichen Blogs mit großer Reichweite holen sich auch Hilfe. Es gibt sehr viel, das man zusätzlich tun kann, um besser gehört zu werden. Zum Beispiel kann man sich überlegen, wo die Menschen sind, die einen hören sollen und dann dort was anbieten. Sei es nun bei WhatsApp oder Snapchat oder facebook etc.

Es ist zB relativ einfach Infos von einer Plattform zur nächsten durchzureichen. Ich schreibe zB auf Twitter und das wird auf facebook durchgereicht… egal. Was man tun kann, um besser gehört zu werden, also rein technisch, das wäre ein eigener Artikel. SEO übrigens gehört im Sinne von Zugänglichkeit auch dazu. Auch eine bestimmte Schreibweise hilft die Leute bei der Stange zu halten [Zusammenfassungen, Zwischenüberschriften, Bulletpoints])

Jedenfalls was ich sagen will: Ich stimme Jette von Halbesachen grundsätzlich zu. Männer (Väter) bekommen mehr Aufmerksamkeit – und wollte nur ergänzen – evtl. hat das neben den gewachsenen gesellschaftlichen Gründen auch rein technische (die dann auch wieder gesellschaftlich gewachsen sind, aber das wird tautologisch). Zumindest im Netz.

(Zwischeneinschub: Ich glaube übrigens, dass ich von Anfang an meiner „Blogkarriere“ mehr Aufmerksamkeit als andere bloggende Mütter hatte, weil dasnuf als männlich wahrgenommen wurde – in den Kommentaren der ersten Blogjahre, werde ich immer wieder als Mann angesprochen.)

Leuchtturm-Väter pushen oder ignorieren?

Ganz abgesehen davon, geht es aber in dem Artikel um Jette um eine zweite Frage, die mich wirklich auch sehr beschäftigt.

Sie nennt das Phänomen „Leuchtturm-Väter“. Gemeint sind die paar Väter, die öffentlich über das Vatersein schreiben oder die etwas selbstverständliches tun und dann in den Himmel gelobt werden (über Superpapa Gabriel habe ich mich schon ausgiebig echauffiert).

Mich frustriert das auch. Ein Politiker (Gabriel) kümmert sich um sein krankes Kind: SUPERPAPA KÜMMERT SICH UM KIND. ER IST UNSER ALLER VORBILD! Eine Politikerin (Schwesig) tut das selbe: FRAU IST ÜBERFORDERT UND KANN NICHT DELEGIEREN. SOLLTE SIE IHR AMT ABGEBEN?

Das findet so nicht nur in den Medien statt, sondern auch im ganz normalen Leben.

Die Helden-Väter eben. Die neuen Väter. Die, die pro Tag eine Windel wechseln und am Wochenende nachmittags ohne Frau (!) auf den Spielplatz gehen.

ABER. War klar, dass ein aber kommt, oder?

Ich sehe auch zunehmend Männer, die ich in ihrem Vatersein ernst nehmen kann, weil sie genau das tun, was Frauen als Mütter auch tun: Sie kümmern sich um kotzende Kinder, sie schneiden Fingernägel, sie gehen zu U-Untersuchen, schauen in den Sack mit den Wechselsachen, kaufen Geschenke für Kindergeburtstage, trösten, lesen vor, gehen auf Elternabende, sie nehmen mehr als zwei Monate Elternzeit und erleben auch den Spagat der Vereinbarkeit…

Das sind meine Verbündeten. Denen möchte ich auch Aufmerksamkeit geben (können). Da möchte ich nicht zögern im Sinne von – hat eine Frau auch schon darüber geschrieben? Muss ich die verlinken? (Wenn ich es ohnehin weiß, mache ich es natürlich)

Kenne Deine Verbündeten

Was ich sagen will: Es wäre falsch, sich nicht mit Menschen, die das selbe Ziel verfolgen wie ich (Gleichberechtigung, Abschaffung systemimmanenter Benachteiligung von Menschen, die Kinder haben etc.) zu verbinden, sie zu verlinken und ihre Texte zu teilen nur weil sie eben Männer sind.

Das geht für mich in die falsche Richtung.

Jette schreibt abschließend:

Ich wünsche mir ein miteinander Einstehen für Themen. Daher werde ich auch zukünftig Artikel männlicher Autoren liken, kommentieren und teilen, wenn ich sie wichtig finde. Für das richtige Thema bin ich gern einer dieser weiten Kreise.

Sollte sich allerdings irgendein Papa öffentlich dafür feiern, dass er das Baby in aller Herrgottsfrühe zwei Stunden durch den Park geschoben hat, damit die Mama noch schlafen kann – dann klicke ich einfach stumm weiter. Und hoffe, dass es immer mehr (Frauen) mir gleich tun.

Also: Differenzierung ist wichtig. Im Zweifelsfall die Welle nutzen, die ein Verbündeter im selben Thema macht und einfach darauf surfen.

 

Pokémon Go – Was ich in einer Woche gelernt habe

Pokémon Go Taubis
1. Lektion: Taubis sind gut!

Sechs Stunden war ich heute mit Marcus Richter unterwegs (der u.a. Radiojournalist für Digitales und Spiele ist). Das hat sich gelohnt. Ich habe viel gelernt und zwei Level geschafft.

Hier und da habe ich schon etwas gelesen und im Vorfeld bereits meine eigenen Erfahrungen gemacht, aber weil ich so einen Spaß hatte, teile ich mein Wissen einfach mal.

Es gab nämlich eine Menge, was ich nicht wußte.

Wie levele ich am schnellsten?

Um bei Pokémon Go ein Level höher zu kommen, muss man Erfahrungspunkte sammeln.

Ich nehme an, die meisten sind schon bei Level 10. Um bis Level 15 zu kommen, braucht man pro Level 10.000 Erfahrungspunkte. Level 15 auf Level 16 15.000 Erfahrungspunkte, dann bis Level 19 jeweils 25.000, danach wird es mit 50.000, 75.000 und 100.000 (usw.) richtig anstrengend.

Erfahrungspunkte bekommt man im Wesentlichen durch den Besuch von Pokéstops, durch das Fangen von Pokémons oder aber, wenn man Pokémon entwickelt.

Die Punkte schlüsseln sich grob wie folgt auf (keine vollständige Liste):

  • Ein Pokémon das 1. Mal fangen: 600 Punkte
  • Ein Pokémon fangen, das man schon mal gefangen hat: 100 Punkte
  • Pokéstops leeren: 50 Punkte
  • Ein Pokémon das 1. Mal entwickeln: 1000 EP
  • Ein Pokémon von der 1. in die 2. Stufeentwickeln: 500 EP

V.a. das Entwickeln von Pokémon lohnt sich also (da man das Fangen von unbekannten Pokémon ja leider nicht planen kann).

Das Prinzip lautet also: möglichst viele Pokémon fangen (und erstmal behalten!), die wenig Bonbons kosten bei der Entwicklung. Allen voran ist das z.B. Taubsis und Hornlius. Beide kosten 12 Bonbons um sie in die nächste Stufe zu entwickeln.

Pokémon Go Erfahrungspunkte durch Evolvieren
Da warten viele Erfahungspunkte

Jetzt kommt der Trick: Setzt man ein Glücksei (schaut mal in euren Items nach) ein, so verdoppeln sich die Punkte.

Hat man ausreichend Pokémon gesammelt, kann man in 30 min (solange ist das Glücksei aktiv) locker 1-2 Level schaffen (kommt natürlich drauf an in welchem Level man ist, denn jedes höhere Level benötigt mehr Erfahrungspunkte). Ich war Level 14 und habe es nach unserer Wanderung heute in das 16. Level geschafft.

Schaut euch vorher an, welche Pokémon ihr entwickeln könnt und wie viel Bonbons ihr braucht. Verschickt dann alle Pokémon, die ihr nicht entwickeln könnt und zwar bevor ihr das Glücksei einsetzt. Das spart wertvolle Zeit.

Entwickelt ihr Pokémon von der selben Art, nehmt die, welche die meisten WP haben.

Rein von den Erfahrungspunkten her sollte man also möglichst viele Pokémon von Stufe 1 auf Stufe 2 bringen. Allerdings sollte man sich strategisch überlegen, ob nicht doch ein Pokémon von Stufe 2 auf Stufe 3 entwickelt werden sollte.

Es kostet zwar mehr Bonbons (bei den Taubogas 50 wenn man ein Tauboss möchte, von Taubsi auf Tauboga allerdings nur 12 Bonbons!), es kann aber unter Umständen ein stärkeres Pokémon mit mehr Wettkampfpunkten (WP) entwickelt werden.

Speziell für die Taubsis gibt es bereits einen Taubsi-Rechner.

 

Wisst ihr, wie ihr sehen könnt, ob ein entwickeltes Pokémon ein bereits vorhandenes Pokémon der selben Evolutionsreihe überholt?

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Man sieht es an der Position des Punktes auf dem Bogen hinter dem Pokémon. Im Bild sieht man gut, dass der Traumato den bereits vorhandenen Hypno in Sachen WP überholen wird.

Also hier einfach abwägen, ob man mehr Wettkampfpunkte haben möchte oder mehr Erfahrungspunkte.

Wie viele Pokémon man zu Bonbons verarbeitet, welche Pokémon in welcher Stufe man weiterentwickelt, ist nicht ganz einfach, wenn man ein paar Duzend hat. Ich habe mir eine Liste geschrieben und so in 12 Minuten 13 Pokémon weiter entwickelt.

Die restlichen 18 Minuten kann man Pokéstops abgrasen und Pokémons fangen – denn auch hier werden, wie oben erwähnt, die Erfahrungspunkte verdoppelt.

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Warum überhaupt ein hohes Trainerlevel erreichen?

Ganz einfach: Je höher das Trainerlevel, desto mehr WP können die Pokémon haben, die ihr findet. Das stärkste Pokémon, das ich bislang gefunden habe, hatte über 500 WP!

Wo finde ich denn am meisten Pokémon?

In Berlin ist die Antwort leicht. Da wo es viele Touristen gibt und möglichst viele Pokéstops eng aneinander stehen.

Ich kann da z.B. das Sowjetische Ehrendenkmal in der Straße des 17. Juni empfehlen. Da stehen drei Pokémonstops aneinander, die eigentlich nonstop mit Lockmodulen ausgestattet sind.

Wir saßen so lange da, dass uns das Taubsi, Rattfatz und Hornliu einfangen irgendwann langweilig wurde.

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Viele andere touristischen Ecken sind ebenfalls ständig mit Lockmodulen besetzt. Die Gegend um den Reichstag, das Brandenburger Tor und unter den Linden etc. ist sehr ergiebig.

Wie finde ich Pokémons, die ich noch nicht habe (oder haben will)?

Pokémons, die man noch nicht hat, erscheinen unten rechts als grauer Schatten. Die Anzahl der Schritte deutet an, wie weit sie entfernt sind. Nur: Woher weiß man, in welche Richtung man laufen muss?

Man dreht sich ganz langsam um die eigene Achse und folgt dem pulsierenden Kreis um den Trainer herum. Wenn die Richtung korrekt ist, pulsiert die graue Anzeige unten grün zurück.

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Wer es ganz genau wissen will, der kann auch Pokévision benutzen. Auf dieser Karte wird die genaue Position der Pokémon einer bestimmten Umgebung angezeigt und es gibt auch eine Zeitangabe, wie lange sie dort zu finden sind.

Das ist ein bisschen gecheatet, aber naja.

Der Akku! Der Akku, er geht so schnell leer! Was kann ich tun?

Nun. Wenn man wirklich ein paar Stunden unterwegs ist, dann wird man um eine Powerbank nicht drumrum kommen. Ein bisschen Strom spart ihr durch: Helligkeit des Displays runterregeln, Stromsparmodus des Handys aktivieren und in Pokémon Go unter Einstellungen das Häkchen bei Batteriesparer setzen.

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Wie besetze ich eine Arena?

Dieses Ding mit der Arena ist echt kompliziert. Ich habs von alleine überhaupt nicht verstanden. Lacht mich ruhig aus… Meine erste Erkenntnis war: Man muss tatsächlich kämpfen.

Wusste ich nicht, ich dachte, das wird irgendwie über die Wettkampfpunkte ermittelt.

Weil das Thema wirklich komplex ist, hier meine Tageserkenntnisse in Stichpunkten. Details findet ihr anderswo (z.B. hier).

  • Man kann kämpfen (aufs Display tippen)
  • Man hat eine Sonderattacke (wenn der blaue Balken unter dem Lebensbalken voll ist, lange aufs Display drücken)
  • Man kann ausweichen (nach rechts oder links wischen)
  • Hat man gewonnen, muss man die Arena besetzen! (Da muss man manchmal schnell sein, deswegen das stärkste Pokemon nicht an die erste Kampfposition, sondern an die letzte, so könnt ihr mit dem stärksten Pokémon die Arena besetzen)
  • Wenn man die Arena besetzt hat, kann man den Verteidigungsbonus im Shop claimen.
  • Wenn man denkt, dass man es schafft mehrere Arenen gleichzeitig zu besetzen, im Shop erst den Verteidigungsbonus claimen, wenn man die maximale Anzahl an Arenen besetzt hat (es gibt dann mehr Goldmünzen und Sternenstaub).
  • Einmal im Shop einen Sieg geclaimt, wird das Ganze für 20 Stunden gesperrt. Egal wie viele Arenen ihr in dieser Zeit noch erobert – ihr bekommt nichts mehr dafür.
  • Ist man im gleichen Team, kann man zu mehreren Personen eine Arena angreifen. Wichtig ist, dass man relativ gleichzeitig GO drückt. Man hat dann auch mit deutlich weniger WP eine gute Chance zu gewinnen.
  • Um eine Arena zu besetzen, muss man so lange kämpfen, bis das Prestige der Arena auf Null gesenkt wurde. Das bedeutet oft, dass man mehrere Male ran muss.
  • Je nach Level der Arena gibt es mehr als ein Pokémon in der Arena. Man kann sich alle anschauen, indem man über das Display wischt.
  • Hat die Arena bereits die Farbe des eigenen Teams, kann man immerhin noch trainieren. Dafür gibt es Erfahrungspunkte.
  • Hat die Arena ein hohes Level und ist von der eigenen Teamfarbe besetzt, kann es sein, dass es noch einen freien Platz gibt. Schaut nach. So kann man auch ohne Kampf eine Arena besetzen.
  • Welches Pokémon einen Vorteil gegenüber einem anderen Pokémon hat, ist eine Wissenschaft für sich
  • Pokémon, die eine Arena besetzen, stehen in dieser Zeit nicht für weitere Kämpfe oder Aktionen zur Verfügung.
  • Man sieht, dass eine eroberte Arena besiegt wurde, wenn das eigene Pokémon wieder da ist.
  • Nach den Kämpfen muss man die Pokémon (bei Items) wiederbeleben und heilen.
Hab ich sonst noch Tipps?
  • So schön, die Augmented Reality Funktion ist, es ist viel einfacher Pokémon zu fangen, wenn man sie ausstellt.
  • Wenn man den Pokéball in eine Richtung kreist und dann in die andere wirft, hat man einen Curveball. Den Curveball erkennt man an den Glitzersternchen. Trifft man mit einem Curveball, erhält man für das Fangen eines Pokémons mehr Erfahrungspunkte.
  • Lasst eure Kinder ran. Die lernen wahnsinnig schnell, welches Pokémon welche Fähigkeit hat und gegen welches andere Pokémon besonders effizient eingesetzt werden kann. Echt jetzt.
  • Es gibt ein Formular, um Pokéstops entfernen zu lassen. In einigen wenigen Fällen ist das sinnvoll.
  • Jedes Power-Up bringt je nach Art des Pokémon unterschiedlich viele Wettkampfpunkte. Für Details gibt es umfangreiche Listen.
  • Ebenfalls komplex ist, welches Pokémon sich in welches Pokémon entwickelt kann.
  • Aquana ist am Ende angeblich das stärkste aller Pokémon.

Ich bin jedenfalls total erschöpft von unserer Wanderung.

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Ich war irgendwann wirklich durch. Marcus Richter hätte noch ein paar Stunden Energie gehabt.

Pokémon Go – die Tweets und anderes

Ja, für alle, die sich nicht interessieren, ist es eine echte Plage. Mich hingegen amüsiert sowohl Pokémon Go als auch alles, was drumherum entsteht.

Da wären zum Beispiel die anderen SpielerInnen. Als ich am Nachmittag vom Arzt nach Hause komme, stehen da rund ein Duzend Menschen vor dem Turm des Frankfurter Tors.

Irgendwas passiert, einer hebt den Kopf und schnauzt einen Typen drei Meter neben ihm an: „Alter bist du gelb?“

„Ne, ich bin nich gelb.“

Ein ca. zwölfjähriges Mädchen grinst: „Ich bin gelb.“

Die anderen im Kanon: „Na toll!“

Offensichtlich hat das Mädchen, Team Gelb, soeben die Pokémon-Arena erobert. Ich grinse in mich hinein und laufe weiter.

Noch bevor Pokémon Go in Deutschland erhältlich ist, entsteht diese Seite: Pokewalk.

Ich nehme an, die Seite ist ein Fake. Hier wird angeboten, dass jemand das Handy abholt und dann je nach Bezahlung (2 km – 10 $, 5 km – 15 $, 10 km – 20 $) Pokéstops abfährt, Items einsammelt und Pokémon jagt.

So unwahrscheinlich sind solche Dienste tatsächlich am Ende nicht. Ich erinnere mich noch gut an die MoMA Ausstellung 2004 in der neuen Nationalgalerie.

Mit meiner Freundin, die extra aus Stuttgart angereist war, stellte ich mich zu Beginn der Ausstellungsperiode vier Stunden an, um rein zu kommen. VIER STUNDEN!

Ich redete mir ein, dass ich das aus Liebe zu meiner Freundin über mich ergehen hab lassen.

Tatsächlich war das kurze Zeit später die allerkürzeste Wartezeit von der mir anschließend berichtet wurde. Man konnte damals sogar Menschen auf ebay ersteigern, die sich für einen anstellten. Zehn, zwölf Stunden war da keine Seltenheit.

Warum also nicht Menschen dafür bezahlen, dass man Pokémons einsammelt?

Echte Nerds, so sagte man mir, würden ohnehin nicht selbst durch die Gegend rennen und Pokémon einsammeln sondern rausfinden, wie man das Spiel spielen kann ohne sich zu bewegen.

Genau 24 Stunden später taucht ein Video auf, das erklärt wie man Pokémon Go vom heimischen PC aus spielt.

Und dann sind da noch die ganzen Tweets, die irgendwie darüber berichten, wie das Spiel sich in wenigen Tagen in die Kohlenstoffwelt integriert hat:

Oder die Tweets, die schöne, neue Ideen präsentieren:

Am Ende muss nicht alles schlecht sein, was ein Hype ist:

Nöte, wie ein schnell leer laufender Akku, machen auch erfinderisch:

Richtig hip ist man sowieso erst, wenn man alle Hypes verbindet:

Dass da die Server nicht mithalten können, ist nicht verwunderlich:

[Und irgendwie hab ich jetzt einen Buzzfeed-Eintrag geschrieben, oder?]

Ziemlich bitter ist der Artikel Pokémon Go Could Be A Death Sentence For A Black Man

„The premise of Pokémon Go asks me to put my life in danger if I choose to play it as it is intended and with enthusiasm. Let’s just go ahead and add Pokémon Go to the extremely long list of things white people can do without fear of being killed, while Black people have to realistically be wary.

Honestly, I wish this was a joke post or satire of some sort. It isn’t. Something needs to change.“