Ich vermisse bei der Diskussion um die Kinderbilder ganz oft, dass man eigentlich bei jedem Onlinedienst vorsichtig mit (Kinder-)Fotos sein sollte. Man weiß ja heute nicht, ob der Dienst, bei dem man vermeintlich privat und auch im geschlossenen Kreis Fotos hochgeladen hat, in der Zukunft nicht verkauft wird. Dann ändern sich vielleicht die kompletten AGBs und vielleicht auch die Ausrichtung des Dienstes.

Und da sind wir an einem Punkt, den ich in dieser Diskussion um Bilder meist einbringe. Die Bilderkennungs- und Analysesoftware wird immer besser. Sie wird in der Zukunft immer komplexere Algorithmen ausführen können und damit werden Fotos auswertbar – für jeden, der die Bilder hat. Und dann kann es eben sein, dass ein Foto aus der Kindheit plötzlich ein heikler Datensatz ist, wie ein Geburstdatum. Denn in der Kombination von verschiedenen Daten, lassen sich mithilfe von statistischen Analysen zahlreiche Rückschlüsse ziehen. Ich denke da an das Thema Scoring durch Versicherungen und Banken.

In vielen Diskussionen hören die Leute dann zu und verstehen, warum es gut ist, über die Veröffentlichung von Fotos – auch in geschützten digitalen Systemen – nachzudenken.

Ich selbst nutze sehr stark Instagram und habe natürlich auch bei Threema schon ein paar wenige Fotos meiner Kids mit der Familie geteilt. Gut ist es jedoch nicht. In Bezug auf die Kinderfotos habe ich das Teilen wirklich eingestellt. Aus den Gründen, die du oben angeführt hast und dem Wissen um Bildsoftware heute.

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