Danke für diesen Beitrag!
Ich persönlich halte es so: Von mir gibt es wenig Bilder im Netz, wenn Leute Bilder von mir ins Netz posten dann bestehe ich darauf dass mein Name damit nicht in Verbindung gebracht wird. Man darf mich einen Verweigerer nennen, aber Facebook ist mir in höchstem Maße suspekt, insbesondere weil ich selbst in der IT-Branche arbeite, und weiss was alles geht und auch gemacht wird.
Langsam weiche ich diese Regel ein wenig auf. Mein Pseudonym und mein Bild kann man inzwischen durch geschicktes suchen in Foren verknüpfen. Das macht mir nichts, denn ich beachte bei allem was ich poste (Bild wie Text) die „BILD-Regel“:
Wenn mir etwas auf der Titelseite der BILD-Zeitung nicht peinlich wäre, dann kann ich es auch im Netz posten.

Bei meinem Kind sehe ich das anders. Ich poste nichts ins Internet. Keinen Namen, kein Bild das auf Kindergarten oder Schule schließen lässt, und ich bestehe darauf dass es kein anderer macht. (fun fact: Das hier ist der erste Beitrag im Netz in dem ich überhaupt erwähne dass ich vor kurzem Vater geworden bin.)
Schlimm genug dass der eine oder andere in Familie und Bekanntenkreis sicher ein Bild meines Kindes per WhatsApp verschickt hat. Denn auch das landet bei Facebook und Co.
Wenn irgendwer ein Bild meines Kindes auf seinem Telefon hat, und den Inhalt mit Hilfe der Google Cloud sichert, dann hat Google das Bild.
Das ärgert mich sehr, weil ich als Elternteil keinerlei Kontrolle mehr habe. Was ich aber wenigstens tun kann: Das Ausmaß gering halten. Und dazu gehört dass ich selbst nichts derartiges poste.

Und ja, es tut mir schon ein wenig weh. Denn ich finde mein Kind sehr süß. Ich verspüre das Verlangen, damit anzugeben (ich weiss, lächerlich, ist aber eben so). Ich habe selbst lustige Lätzchen und Kleidungsstücke designed, die ich nur ohne Kind posten kann. Das ist sehr schade. Aber hier wiegt ein – mutmaßliches – Interesse des Kindes schwerer als meines.

Und nein, damit geht kein bisschen Medienkompetenz verloren.

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