Jeder ihren Dilettanten-Feminismus

Feminismus
Viele, vielleicht auch kleine, Feminismen | Fotoquelle: geralt @Pixabay

Neulich habe ich eine Überraschungsparty für jemanden organisiert, sprich Kontakt zu Menschen ausserhalb meiner eigenen Lebensrealität aufgenommen und sie zu 20 Uhr an einen bestimmten Ort geladen.

Meine Lebensrealität, das sind zum größten Teil Eltern mittelgroßer, schon relativ selbständiger Kinder, die sich durchaus schon selbst ins Bett bringen und auch mal ein zwei Stunden alleine bleiben.
Einer der geladenen Gäste fand die Uhrzeit total unpassend. 20 Uhr! Genau da bringt man doch die Kinder ins Bett. Selbst wenn es einen Partner oder eine Partnerin gibt, der das übernehmen kann, ist die Uhrzeit irgendwie doof.
Da habe ich mich ertappt gefühlt.
Aus dem Kleinkindelternleben bin ich entwachsen. Es ist wirklich nicht lange her, da war das meine Realität – umso seltsamer, dass ich einfach so vergessen habe, wie genervt ich immer war, wenn just um 20 Uhr beispielsweise das Telefon klingelte.
Wenn mir jetzt Freundinnen erzählen, dass sie mit ihren Kindern um 5 Uhr morgens aufstehen, weil die nicht mehr zum Schlafen zu bewegen sind, denke ich im ersten Impuls immer (shame on me!): „War das bei uns auch so? Das muss doch anders gehen? Man muss doch einem Kind klar machen können, dass 5 Uhr eine wirklich ätzende Uhrzeit ist.“

Glücklicherweise habe ich 13 Jahre gebloggt und mir ein schönes Archiv meiner Vergangenheit angelegt und ja, auch ich bin zu unmöglichen Uhrzeiten mit den Kindern aufgestanden, auch ich hatte feste Zeiten, in denen ich die Kinder ins Bett gebracht habe (und es war mir wirklich wichtig, dass das jeden Tag bis 20 Uhr spätestens durch ist)… und trotzdem habe ich alles vergessen.

Umgekehrt als ich noch keine Kinder hatte… ach, ich will vielleicht doch gar nicht davon berichten, was ich alles dachte, was doch erziehungstechnisch möglich sei…

Jedenfalls, was ich sagen möchte: Es gibt im selben Leben unterschiedliche Abschnitte, in denen unterschiedliche Dinge wichtig sind. Und dann gibt es noch unterschiedliche Leben, in denen sowieso alles anders ist als in einem anderen, das zur selben Zeit stattfindet.

Filterblasen sagt man in der Zwischenzeit zu sowas.

Wie bekomme ich jetzt den Bogen zum eigentlichen Thema?

Ich bezeichne mich heute mit fast 42 ohne mit der Wimper zu zucken als Feministin. Mit 20 hätte ich mir den Vogel gezeigt.

Wie bin ich da eigentlich gelandet?

Ich habe kein einziges Standardwerk des Feminismus gelesen. Nicht Simone de Beauvoir, nicht Judith Butler, nicht Raewyn Connell.

Ich hatte es immer gut. Keine Probleme in der Schule, nicht im Studium, nicht mit dem Arbeitgeber. Ich hatte fast kostenlose Kinderbetreuung ab 12 Monaten, konnte problemlos Elternzeit nehmen und in den selben Job zurückkehren und dass obwohl ich in einem männerdominierten Feld gearbeitet habe und noch arbeite.

Dennoch bin ich Feministin geworden. Einfach weil ich Mutter geworden bin. Plötzlich sah die Welt anders aus (v.a. im privaten Umfeld) und plötzlich war ich umgeben von Freundinnen, die nach der Elternzeit am 1. Arbeitstag aus angeblich betrieblichen Gründen gekündigt wurden.

Zudem waren es die kleinen Erlebnisse, die mich aufgeweckt haben. Der Sohn, der kein Junge/Mann sein kann, weil er Glitzer liebt? Den es also entwertet, weil er etwas mag, was eher dem Weiblichen zugeordnet wird. Die Tochter, die im Alter von 5 Jahren vom Fußballverein abgelehnt wird, weil der Verein keine weiblichen Trainerinnen hat und sie deswegen keine Mädchen aufnehmen (was totaler Unsinn ist und mit nichts etwas zu tun hat, denn selbst der DFB sagt „Bis zu den B-Junioren ist es laut DFB-Statuten gestattet, dass Mädchen und Jungen zusammen spielen“ da sind die Kinder 15 Jahre alt…) und der andere beim Fußballspielen zurufen: „Vorsicht! Du machst dich schmutzig!“ statt „JOOOAAAAHHHH. GEEEIL! Tooooooorrrrr!!!“.

Also lese ich interessiert Tagespresse, höre feministische Podcasts, zähle Frauen auf Podien, suche nach sprechenden weiblichen Hauptrollen in Filmen, lese Kommentare unter YouTube Videos von Computerspielerinnen, frage meine männlichen Kollegen, die das selbe arbeiten wie ich, was sie verdienen und wundere mich.

Dann lese ich Bücher wie „Untenrum frei“ (was ich wirklich sehr empfehlen kann) und folge interessanten Frauen auf Twitter.

So fühle mich mich abwechselnd erhellt, schockiert, bereichert, ändere meine Meinung, ändere meine Wahrnehmung, wundere mich wieder.

Ich versuche mir bestimmte Mechanismen oder Klischees, denen ich vielleicht auch selbst unterliege, zu vergegenwärtigen.
In unserem Podcast derWeisheit arbeiten wir z.B. hart an ausgeglichenen Redeanteilen. Wir haben sogar sekundengenau mitgestoppt. Wir reden nach jeder Folge darüber wie wir uns gefühlt haben, ob die Themen ausgegleichen waren, warum der ein oder andere wenig gesagt hat und finden dann Kleinigkeiten, wie z.B. dass meine Leitung etwas länger ist als die meines männlichen Mitpodcasters, der in Gesprächspausen schnell das Wort ergreift, was dazu führt, dass ich nichts sage. Also vereinbaren wir, dass wir Gesprächspausen aushalten lernen. Statt zwei Sekunden eben fünf  Sekunden warten und schon dreht sich der Redeanteil.
Es ist ein Miteinander, wir arbeiten dran und wir unterstellen uns nicht gegenseitig Böses, sondern dass wir bestimmte Dinge anders leben oder wahrnehmen.

Zu wenig Frauen auf Bühnen und als Interviewpartnerinnen? Ich habe mir irgendwann einfach vorgenommen mein Impostor Syndrom zu übergehen: Egal zu was ich anfragt werde – ich sage einfach ja – denn auch wenn ich selbst eigentlich von allen Themen denke: Da gibt es ganz bestimmt jemanden, der/die sich besser auskennt (und das ist zweifelsohne IMMER der Fall), wird der/die Anfragende einen Grund haben MICH zu fragen. Also sage ich ja.

Das wiederum führt dazu, dass ich mir mehr zutraue, denn nach ein paar Podcasts, Interviews, Artikeln oder Vorträgen merke ich vielleicht: Hey, so schlecht bin ich gar nicht.

Aber jetzt schweife ich ab. Was ich sagen will: Ich beobachte immer wieder, dass gefordert wird, dass man sich zum Thema Feminismus nur äußert, wenn man Fundiertes zu sagen hat und/oder sich auskennt. Dann wird vielleicht noch ins Feld gebracht, dass der oder diejenige grundsätzlich dem falschen Feminismus folgt, falsche Dinge im Fokus hat, nicht ausreichend vernetzt ist oder das who is who der deutschen, amerikanischen, weltweiten Feministinnen-Szene kennt oder dies und jenes nicht gelesen hat.

Das schreckt mich ab. Warum soll nicht jede/r seinen eigenen, kleinen Feminismus haben und beleuchten können? Muss man wirklich zwanzig Bücher gelesen (und verstanden) haben, bevor man was zu Feminismus sagen darf?

Ist es bei Feminismus nicht gerade anders, weil jede/r seine eigenen Erfahrungen mit dem Frausein (und auch Mannsein!) macht? Weil man auch im kleinen was bewegen kann? Schon in einer Paarbeziehung Verbesserungen erzielen kann, die Erleichterung bringen?

Den einen holt der fremdwortgespickte Feminismus ab, der alles historisch korrekt einordnen kann. Den anderen die Instagrammerin, die nichts anderes macht als ihre Achselhaare zu fotografieren.

So what?

Heute, an meinem Yoga-Tag, fühle ich mich sogar so gechillt, da lasse sogar Papi Gabriel als Feministin durchgehen.

Es fällt mir ja schwer das dauerhaft zuzugeben, aber anscheinend läuft er ja wirklich (zwar SEHR anders) in die selbe Richtung (oder besser: ebnet er den Weg für andere), damit wir gemeinsam unsere Ziele der Gleichberechtigung erreichen.

97 Gedanken zu „Jeder ihren Dilettanten-Feminismus“

  1. Pingback: admin
  2. Pingback: pat
  3. Pingback: Flocke
  4. danke für den hinweis zu derweisheit. dachte nach der ersten folge inkl. dasnuf: „interessanter podcast, nur schade, dass immer diese beiden langweiligen typen dazwischen labern.“
    da muss ich wohl meine meinung revidieren. :-)

  5. Vielen Dank für den kurzen Hinweis auf „untenrum frei“. Ich habe daraufhin spontan die Lesung von Frau Stokowski besucht, das wäre mir sonst entgangen.

  6. Guter Beitrag, aber am besten fand ich (als Mann) den letzten Satz, denn da kommen die Wörter „gemeinsam“ und „Gleichberechtigung“ drin vor. Denn in einer Zeit, in der mächtige und einflussreiche Kreise nach Kräften daran arbeiten, das Leben für viele konsequent schlechter und schwerer zu machen, wäre es dringend an der Zeit, gemeinsam dagegen aufzustehen. Leider verhindern das die Extremisten und Extremistinnen auf beiden Seiten sehr zuverlässig.

    Und Gleichberechtigung statt Gleichstellung. Gleichberechtigung heißt den gleichen und diskrimierungsfreien Zugang zu Ressourcen aller Art und damit für JEDES Individuum (unabhängig von Rasse, Geschlecht, sexueller Orientierung etc.) die gleiche Möglichkeit, ein gutes Leben anzustreben. Was allerdings ein „gutes Leben“ ausmacht, ist eine höchst individuelle Ansichtssache.

    Gleichstellung ist dagegen die (zwangsweise) Einführung einer Norm, der alle genügen müssen. Und zwar nicht nur bei den angenehmen Dingen (wie z.B. gut dotierte Aufsichtsratsposten), sondern auch bei den unangenehmen Dingen (wie z.B. Wehrpflicht, Müllabfuhr oder Windeln wechseln).

  7. In meinen Augen fehlt hier wie auch in anderen Bereichen schlicht und ergreifend die Bereitschaft, auch einmal Diskurse zu führen. Und zwar anständige Diskurse, bei denen es nicht nur darum geht, lauter und besser zu sein als alle anderen und ums Rechthaben. Wirkliche Diskurse, bei denen sich auf Ansichten des Anderen eingelassen wird, statt nur darauf zu warten, dass er/sie endlich aufhört zu reden, damit man seinen eigenen Senf dazugeben kann, der ja sowieso viel fundierter ist und die Wirklichkeit durchschaut, während Wortmeldungen anderer entweder halbwegs okay oder zu 100% falsch sind.

    Leider ist die Facebook-Diskussions-Unkultur des besser, lauter, geiler jedoch scheinbar auch in „analoge“ Diskussionen übergegangen.

    1. Hier in den Kommentaren? Oder im Feminismus allgemein? Ich nehme mal an, Sie meinen das letztere – und ich glaube, wenn man etwas tiefer steigt, stimmt das so nicht. Klar, je entfernter (auch räumlich) man voneinander ist, desto einfacher ist es, einander abzubügeln, abzutun, misszuverstehen. Aber ich finde, es gibt sehr produktive Diskussionen und Gespräche, in denen die eigenen Positionen überprüft und gewinnbringend durchdacht werden. Bereichernd fand ich zum Beispiel das lange und umfassende Gespräch zwischen Jutta Pivecka und Antje Schrupp hier: http://www.bzw-weiterdenken.de/2016/05/wer-ist-eine-frau/

  8. Erst Mal ja, und vielen Dank dafür!
    Je mehr ich allerdings zu dem Thema lese, sehe und höre, desto mehr begreife ich, dass das mit dem ‚an einem Strang ziehen‘ vor allem im Interesse derer ist, die gesellschaftlich nicht noch auf andere Weise benachteiligt werden. Denn eigentlich bedeutet die Forderung, man solle doch bitte an einem Strang ziehen, ja nichts anderes als man solle doch bitte mit seinen Partikularinteressen als Woman of Color, als behinderte, alleinerziehende, lesbische, muslimische arme etc. Frau nicht diejenigen aufhalten (oder gar kritisieren), die sich doch für die große gemeinsame Sache einsetzen. Mit anderen Worten, diese Forderung ist häufig nur ein sehr privilegiertes: „Nervt hier nicht rum.“
    Wenn man aber Feminismus als eine Bewegung begreift und ernst nimmt, die sich für gleiche Rechte und gleiche Freiheiten einsetzt, dann geht es nicht anders, als Ungerechtigkeit an allen Fronten entgegenzutreten – und sich dafür kritisieren zu lassen, wenn man es nicht tut. Von daher: jeder/jedem sein/ihr eigener Feminismus gerne, aber das sollte nicht heißen, Feminismus nur für den eigenen privilegierten Kreis (was ich dir gar nicht unterstellen will).

  9. Was mir weh tut an der Sache mit dem Feminismus (und vermutlich ist das bei anderen -ismen genauso) ist genau diese Ausgrenzung/Zersplitterung die Du beschreibst.

    Die Grabenkämpfe zwischen Feministinnen (also Menschen die grundsätzlich das gleiche Ziel verfolgen sollten) sind für den interessierten halb-außenstehenden Betrachter/Unterstützer erschreckend, man will beinahe sagen „die sind alle verrückt“ und sich abwenden. Da geht es manchmal skurril zu, es werden der Feminismus und andere wohlmeinende Ziele (Kampf gegen Rassismus z.B.) gegeneinander aufgewogen und als Keule missbraucht.
    Schönes (bzw schreckliches Beispiel) zum Beispiel hier, Deine Meinung dazu würde mich sehr interessieren:
    http://www.emma.de/artikel/berlin-die-hetzfeministinnen-333911

    Dann trifft man Feministinnen deren Haltungen man nachvollziehen kann (Dich z.B., liebes Nuf :) ), und unterstützen will (wollte „vernünftige“ schreiben aber vielleicht sind andere auch vernünftig und ich verstehe sie nur nicht), und denkt: „He, das unterstütze ich auch“ und gibt auch diese Denkweise argumentativ weiter, nur um dann von wieder anderen (auch Feministinnen!) genau dafür angepöbelt zu werden.

    Was mich z.B. mal erschreckt hat (finde es bestimmt noch wenn ich danach suche) war ein Artikel im Netz bei einer Feministenseite die Du mal verlinkt hattest und die ich seither regelmäßig lese. Ich fand dann einen Artikel der im Grundsatz sagte: „Frauen, hütet Euch vor männlichen Feministen“, letzten Endes war der Konsens dass Männer nicht Feministen sein können, d.h. wenn sie sagen sie wären welche, dann haben sie die Absicht den Feminismus zu zerstören. Eine Kommentatorin meinte sogar männliche Feministen wären schlimmer als andere Männer (auch solche die Frauen Gewalt antun) weil sie sich perfiderweise des Feminismus bedienen.
    Ich war platt. Ich war also ein schlechterer Mann als ein Rüpel der seine Frau verprügelt (oder schlimmeres) weil ich mich für die Förderung des Feminismus einsetzen will? Mein böser Wille Frauen gegenüber ist axiomatisch? W.T.F…..
    Da habe ich mich entschieden: Deren Feminismus ist nicht meiner. Mir ist egal ob Extremistinnen wie diese mich leiden können, ich setze mich dennoch für Frauen ein. Das ist mein eigener kleiner Feminismus auch wenn er mit deren Vorstellung kollidiert.

    Ich bin also der Meinung: Solange das grundsätzliche Ziel, nämlich die Förderung aller Aspekte der Gleichstellung der Frau (und von mir auch den anderen Identitäten die es noch gibt, hab ehrlich gesagt den Überblick verloren) das gleiche ist, oder zumindest der Versuch erfolgt, dieser Gleichstellung nicht im Wege zu stehen, soll doch jeder an seinem eigenen kleinen Teil arbeiten, an seinem persönlichen kleinen Feminismus.
    Als wäre man eine Wissenschaftlerin die nur in einem Fachbereich arbeitet, aber auch sie bringt die ganze Forschung weiter. Man kann nicht in jedem Bereich alles richtige machen, aber daran arbeiten.

    Ein Teil davon ist für mich, Blogs wie Deinen zu lesen und immer wieder diese Ideen mit meinem denken und handeln zu vergleichen, und ggf. Korrekturen an meinem denken und handeln vorzunehmen.

    Deswegen sage ich jetzt wieder einmal wie schon so oft in den letzten Jahren:
    Danke für den Artikel! :)

    Gruß
    Aginor

  10. „Das schreckt mich ab. Warum soll nicht jede/r seinen eigenen, kleinen Feminismus haben und beleuchten können? Muss man wirklich zwanzig Bücher gelesen (und verstanden) haben, bevor man was zu Feminismus sagen darf?“

    Danke! Danke! Danke!

  11. „Egal zu was ich anfragt werde – ich sage einfach ja – denn auch wenn ich selbst eigentlich von allen Themen denke: Da gibt es ganz bestimmt jemanden, der/die sich besser auskennt (und das ist zweifelsohne IMMER der Fall), wird der/die Anfragende einen Grund haben MICH zu fragen. Also sage ich ja.“

    *knuuuuuuuuuuuuuuuutsch!!!* ich hab‘ veranstaltungen organisiert! frag einen mann, der sagt ja. frag 15 frauen und du kriegst eine zusage, falls der babysitter kann. ein hurra für jede frau, die einfach „ja“ sagt!
    caterina

  12. Pingback: patricia92
  13. Zum Glück blogst du, denn ich habe schon sehr viel von dir gelernt. Und vielleicht probiere ich das mit meinem Imposter-Syndrom auch mal aus!
    Ich musste sehr lachen, weil „Papi Gabriel“ in meinem Kopf etwa 30 Sekunden lang ein tamilischer YouTuber war, der irgendwas absurdes über Feminismus gesagt hat ;)

  14. „Alle an einem Strang ziehen“, das würde ich mir auch beim Thema Politik mal wünschen. Gerade im linken Spektrum beobachte ich aber oft das genaue Gegenteil. Anstatt froh zu sein, dass mit Martin Schulz endlich mal eine reale Alternative zu 12(!) Jahren CDU/CSU gefunden scheint, schreibt man lieber seitenlange Traktate warum er gar kein „echter“ Sozialdemokrat ist und seine Ideen nicht weit genug gehen. So etwas macht mich gleichermaßen wütend und traurig.

    1. Ganz genau das habe ich auch gedacht! Die Parteien links der Mitte sind auch mir sofort in den Sinn gekommen, als es um „am gleichen Strang ziehen“ ging. Die Piratenpartei hat sich damit selbst zerfleischt, die Linke hat sich unglaubwürdig gemacht und die SPD ist dabei, die selben Fehler zu begehen. Und genau um diese „Echtheit“ geht es doch immer wieder. Da wird Einzelnen ihre Echtheit abgesprochen, weil sie eigene Meinungen haben, während man im gleichen Atemzug fordert, doch wohl seine Meinung kundtun zu dürfen, immerhin weiß man es doch besser. Würg!

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