Ein semi-weihnachtliches Stöckchen mit familiärem Hintergrund

Sven vom Zwillingswelten-Blog hat mir ein paar Fragen weitergereicht.

1. Was machst du / ihr bei Schnee?
Wir haben hier ein Schneeproblem. Kind 3.0 hat kurz vor Weihnachten Geburtstag. Es glaubt, dass der Geburtstag direkt an das Ereignis „es schneit“ gekoppelt ist. Das bedeutet für uns folgendes: Wenn es zu früh schneit: Panik! Das Kind hat ja noch gar nicht Geburtstag! Hoffentlich hört das bald auf! Hoffentlich bleibt das nicht liegen! Hoffentlich schaut das Kind nicht zum Fenster raus. Notfalls ziehen wir die Vorhänge zu. Sollte das Kind den Schnee dennoch entdecken, verlangt es nach Kuchen, Party und Geschenke. Liefern wir diese nicht, beharrt es darauf, dass wir das alles in Ermangelung elterlicher Liebe verweigern

Es kann natürlich auch sein, dass es am Geburtstag nicht schneit. Das Kind verweigert dann jegliche Geburtstagsaktivitäten. Der Kuchen wird zur Seite geschoben und ob seines Temperaments wirft das Kind die hübsch verpackten Geschenke im hohen Bogen in den Flur.

Lediglich 2011 hatten wir das Glück, dass es am Geburtstag wirklich schneite. Das Kind wachte auf, lief zum Fenster, entdeckte den Schnee und trällerte voller Freude: „Isch hab Geburtstach! Her mit die Geschenke!“. Das war echt schön 2011.

2. Schlitten schon entrostet?
Öhm.

3. Was gibt es Weihnachten bei euch zu essen?
In meiner Familie wurde immer aufwändig gekocht. Deswegen bestehe ich auf 4 Gänge Menüs. So ein Quatsch wie Kartoffelsalat und Wiener kommt mir nicht auf den Tisch. Es muss schon mindestens ein Braten mit Klößen und irgendeinem schwer zu besorgenden, exotisches Gemüse sein. Oder komplizierten Fisch und ich bestehe darauf, dass der bio sein muss. Mein Mann freut sich auch immer sehr auf Weihnachten.

4. Was macht ihr mit nicht so tollen Geschenken?
Die schenken wir weiter oder wir verkaufen sie. Es sei denn, sie sind von Mama oder Papa (oder den Schwiegereltern). Dann räumen wir sie in den Keller und wenn die zu Besuch kommen, stellen wir sie deutlich sichtbar wieder auf. Den Kindern geben wir vorher Geld damit sie nichts verraten.

5. Was versuchst du besser als deine Eltern zu machen?
Es gibt ja den schönen Spruch: Meine Eltern waren die besten Eltern, die sie sein konnten. Deswegen möchte ich das was ich als Mutter mache, nicht in Kontrast zu dem setzen, was meine Eltern gemacht haben.

Es gibt lediglich Sachen, die mir persönlich wichtig sind und an denen ich arbeite. Ich versuche gelassen zu sein und ich versuche in Sachen Prioritäten und Situationseinschätzungen die Sicht der Kinder einzunehmen. Ich bemühe mich, dass wir über die meisten Dinge lachen können statt darüber zu streiten und ich versuche mich auch von den Kindern argumentativ überzeugen zu lassen.  Kind 2.0 ist ziemlich gut im Argumentieren. Das ist gelegentlich anstrengend, aber ich finde es toll, wenn ich meine Meinung ändern kann.

Wenn ich etwas falsch mache, entschuldige ich mich. Das hat mich am Anfang Überwindung gekostet, aber jetzt fühlt es sich gut an fehlbar zu sein.

6. Schaffst du Weihnachten ohne Blog, Twitter und Co klarzukommen?
Yo. Schaffen kann ich das. Genauso wie im Urlaub. Aber ob das nötig ist, ist die andere Frage.

7. Gibt es techniches Spielzeug für den Nachwuchs?
Ja. Die Großeltern sind sehr technikaffin.

8. Worauf freust du dich 2014?
Darauf hoffentlich wieder das Meer zu sehen und auf Franken im Sommer. Ich bin, seit ich dort weggezogen bin, sehr verklärt in die Landschaft, die Bierkeller und das Essen verliebt.

9. Was bewegt dich derzeit am meisten?
Wie man Familie, in Euro entlohnte Arbeit und das Bloggen unter einen Hut bekommt.

10. Worauf kannst du gerne verzichten?
Beim Campen merke ich das immer wieder: Auf alles außer die Menschen, die ich liebe. Naja und auf Dominosteine nicht. Ohne Klöße wärs auch doof. Na gut, Internet ist natürlich auch sehr toll… äh und auf das ein oder andere technische Gerät…

11. Welches Buch sollte ich 2014 unbedingt gelesen haben?
Bücher sind überschätzt. So wie Blogs oder das Fernsehen oder Kino oder Zeitungen oder oder oder. Man muss gar nix.

Ich reiche die SEO-Maßnahme das Stöckchen weiter an:

Berlinmittemom
Geborgen wachsen
Cloudette
Frische Brise
Mama arbeitet
Jademond

Die Fragen könnt ihr von oben übernehmen oder ergänzen mit den Fragen, die mir gerade eingefallen sind:

  1. Was ist das sinnloseste Teil, das Du zur Geburt deines ersten Kindes erworben oder geschenkt bekommen hast?
  2. Was ist das sinnvollste Teil, das Du zur Geburt deines ersten Kindes erworben oder geschenkt bekommen hast?
  3. Was ist mit dem zweiten Kind viel leichter als mit dem ersten Kind?
  4. Was hast Du vor der Geburt Deines ersten Kindes geglaubt (oder für richtig gehalten) und dann völlig verworfen?
  5. Was war dir als 16jährige total wichtig, das dir jetzt schnell wieder einfallen sollte, weil es deinem Kind auch wichtig sein wird, dir aber als Erwachsene gar nicht?
  6. Wer hat diese Fragekette eröffnet (ich bin beim 8. Klick nicht weitergekommen hehe)?

Die Regeln sind: die Regeln sind aufgehoben

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

18 Gedanken zu „Ein semi-weihnachtliches Stöckchen mit familiärem Hintergrund“

  1. Zum Thema Winterkinder möchte ich als heute Geburtstag habendes Winterkind auch meinen Senf dazu geben:
    Deinem Manne ist zuzustimmen! Macht keine Winterkinder!
    Als Kind kriegt man häufig „das ist aber für Weihnachten und Geburtstag zusammen, gell?“, außerdem Lieblingskuchen nur unter erhöhten finanziellen Aufwendungen (Erdbeer – was kann denn ich dafür?), und es schneit eben meistens nicht mehr oder noch nicht. Die Wetter-doof-Garantie liegt bei ca 95%.
    Als Erwachsener kann man nie feiern („ach du, da kann ich leider nicht, Betriebs-/Kegelclub-/Tanzgruppenweihnachtsfeier, gell, Adventszeit ist voll der Stress!“), kriegt immer irgend’nen Schrott vom Weihnachtsmarkt geschenkt („schau mal, GANZ süße Elchservietten, die kannst du doch Weihnachten benutzen“), und viele Leute vergessen deinen Geburtstag eh komplett (s.o. -> stressige Adventszeit; thank god for facebook -.-)…

    Also: Macht es safe! Macht Sommerkinder! ^^

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  2. Pingback: Fragerunde
  3. … „Meine Eltern waren die besten Eltern, die sie sein konnten. Deswegen möchte ich das was ich als Mutter mache, nicht in Kontrast zu dem setzen, was meine Eltern gemacht haben.“

    ? ? ?

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  4. Bei 3 muss ich dir Recht geben. Die Sache mit den einfachen Speisen an Heilig Abend habe ich noch nie verstanden. Wo bleibt denn da der Spass? Weihnachten will doch gefeiert werden. :-)

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    1. Also mein Mann, selbst ein Vorweihnachtskind, empfiehlt Winter und im Speziellen die Vorweihnachtszeit ja auf keinen Fall. Keine coolen Partys und alles ist in Weihnachtsgeschenkpapier verpackt. Lieber jetzt sofort in Produktion gehen. Sommer ist viel cooler.

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  5. hab Dank für die Antworten. Zu 9 sehr gut ;-) – und zu 8. – ja, das Meer ist unabdingbar – kennen wir auch – und wo wir schon in #Franken sind – vielleicht sehen wir uns mal im Sommer @playmobil oder sonstwo ;-)

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