Ich finde es gut, darüber zu diskutieren oder zu streiten, wie man sein Leben mit Kindern gestaltet.

Mein Tweet, auf den sich deine Fußnote wahrscheinlich bezieht (‚“Ja, findet endlich mal raus, wer von euch die bessere Mutter ist“, sagte das Patriarchat und machte sich ein Bier auf.‘) war hoffnungslos überspitzt. Aber er richtete sich auch nicht gegen Streit zwischen Müttern generell, sondern wenn es in die Richtung geht, „richtige, gute“ von „schlechten“ Müttern zu unterscheiden. Viele Reaktionen z. B. auf das Adventskalenderthema gingen gleich in die Richtung, ob man jetzt etwa eine schlechte Mutter sei, wenn man einen kaufe. Wenn Alltagsfragen derart moralisch aufgeladen und mit der gesellschaftlich zugewiesenen Geschlechterrolle verknüpft werden, frage ich mich schon, wie es kommt, dass man kaum Männer sieht, die sich in ähnlicher Weise verteidigen (oder verteidigen sollen). Das war der Gedanke hinter dem Tweet, nicht dass Mütter – aus welchen Gründen auch immer – nicht streiten sollten.

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