Ohrenzeugin anderer Leute Ideale

Gestapeltes Geschirr scheint eine Bedrohung für manche Menschen zu sein
Quelle: Pixabay @Hans

– Und? Habt ihr schon einen Nachmieter?
Ein Mann im Anzug und eine Frau mit stark blondierten Haaren laufen vor mir.
– Ja, ne. Ik will da schon jemanden empfehlen, den ik ruhijen Jewissens empfehlen kann. So ordentlische Leute. Die meisten, ne, die sind ja heutzutage naja.
– Ach?
– Ja, die jungen Leute im Haus!
– Junge Leute?
– Ja, ne. Zum Beispiel jestern. Da komm ik nach Haus und da steht die Wohnungstür vonne Nachbarn offen. Ik guck da rin, aber war niemand da. Die andere Nachbarin hat dann jesacht, die sin mit ihrem Kind inne Notaufnahme. Da haben die vermutlisch verjessen die Tür zuzuziehen. Da jeh ich also rein, kann ja nich die Tür zuziehen, am Ende haben die jar keenen Schlüssel bei sisch, ja und da such isch in der Wohnung den Schlüssel… und meine Jüte, wie es da ausjesehen hat! Diese Unordnung. Mit dem kleenen Kind! Allet liescht da rum. Sowas haste noch nich jesehen!
Dat die Menschen ditte nich auf Kette kriegen. Ich meine, die sind zweie! Aber dit is ja überalle so. Meine andere Nachbarin sacht och immer: „Mensch Bärbel, tut mir so leid, aber es is total unaufjeräumt.“ Und ik denk mir dann immer, wat is bloß los mit de junge Leut. Nix kriejen die jebacken. Ik hatte doch och zwei kleene Kinder und ik war alleene und dann hab ik och noch 40 Stunden jearbeitet… hab ik doch och allet jeschafft. Und beschwert hab ik mir och nich. Dat muss doch jehen. Ik versteh‘ et einfach nich.

Ihr Monolog über die unfähigen, jungen, verweichlichten, jungen Leute ging dann noch eine Weile. Ich war wirklich kurz davor mich einzumischen, aber dann wäre ich wohl ungefähr so übergriffig wie sie gewesen.

Ich verstehe solche Menschen nicht. Also die, die sich drum scheren, was in der Privatsphäre anderer passiert, wenn es sie doch gar nicht betrifft. Ich meine, was geht sie es bitte an wie viel Zeug am Boden bei den Nachbarn liegt und ob die da Wäscheberge haben oder ungewaschenes Geschirr rumsteht?

Noch weniger verstehe ich Menschen nicht, die sich selbst als Maßstab nehmen und dann darüber schimpfen, wenn andere Menschen nicht ihre Kapazitäten haben oder nicht hart zu sich sind.

Sie hatte zwei kleine Kinder, die Wohnung war immer picobello aufgeräumt und sie hat Vollzeit gearbeitet! Herzlichen Glückwunsch! Was hat das aber mit dem Lebensmodell und der Belastbarkeit anderer tu tun?

Ich habe den Eindruck, dass Menschen, die an ihre Grenzen kommen, gerade von solchen Menschen (Jetzt reiß dich doch mal zusammen! Früher ging das auch! Geschadet hat uns das nicht!) noch mehr unter Druck gesetzt werden. Von den Ansprüchen, von der Härte.

Für wen soll eine Wohnung bitte aufgeräumt sein? Für die Nachbarin hinter der anderen Wand? Für „die Gesellschaft“, die aufgeräumte Wohnungen mag?

Eine unaufgeräumte Wohnung, nichtgefaltete Wäsche, ein benutztes Glas am Esstisch … all das scheint für manche bedrohlich. Eine Bedrohung ihres Lebenskonzeptes. Bestimmt ist es für solche Menschen tatsächlich auch nicht einfach neben Kindern, Job und sonstigen Verpflichtungen alles auf 100% laufen zu lassen. Wahrscheinlich schneiden sie sich das aus dem eigenen Sein sozusagen. Sie betreiben vermutlich Raubbau an sich und ihren eigenen Bedürfnissen, an ihrem Glück zuletzt?
Und wenn man dann sieht, dass andere sich gestatten diese Selbstausbeutung nicht zu betreiben, dann ist das offenbar eine Bedrohung, gegen die man sich wehren muss, die man bewerten muss, die man schlecht machen muss.
Vermutlich möchte man nicht sehen, dass es auch einfacher gegangen wäre. Womöglich hätte man sogar ein glücklicheres Leben gehabt ohne den Perfektionimus?

Also liebe junge, verlotterte Familien mit den unaufgeräumten Wohnungen: ich hoffe, euch geht es gut und ihr sitzt abends in dem Chaos, lasst Sauberkeitsnormen Normen sein und erfreut euch des Lebens.

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

219 Gedanken zu „Ohrenzeugin anderer Leute Ideale“

  1. Liebe Nuf, stimmt natürlich alles. Aber über den Absatz musste ich doch schmunzeln: „Noch weniger verstehe ich Menschen nicht, die sich selbst als Maßstab nehmen und dann darüber schimpfen, wenn andere Menschen nicht ihre Kapazitäten haben oder nicht hart zu sich sind.“ Da tust du aber exakt das, was du der Dame zum Vorwurf machst; du legst deine Toleranz als Maßstab an. Toleranz ist aber gar nicht so einfach und will auch gelernt sein. Von Empathie wollen wir gar nicht anfangen…
    Trotzdem hast du natürlich recht und so ein Verhalten ist unmöglich. Gut, dass es von der Sorte doch immer weniger Menschen gibt.

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  2. „Wer hart gegen sich ist, der erkauft sich das Recht, hart auch gegen andere zu sein, und rächt sich für den Schmerz, dessen Regungen er nicht zeigen durfte.“ – Theodor W. Adorno

    An diesen Satz muss ich immer denken bei solch harten Urteilen, egal in welchem Kontext.

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  3. Ich kenn das vor allem von Menschen, die so ihre Problemchen mit Kontrolle haben. Da muss alles picobello sein, weil sonst im Inneren alles zusammenfällt. Selber bin ich ja schon eher begabt in der Häufchenbildung, aber wenn ich Stress hab, beruhig ich mich am liebsten mit dem Sortieren und Ausmisten von Sachen. Insofern muss mensch ja dankbar sein, über den eigenen inneren Frieden, der auch existiert, wenn rundherum die Welt im Chaos versinkt :)

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  4. Kenn ich. Die Dame hier hatte 1 Kind und die Großmama im Haus die den ganzen Haushalt und die Kinderbetreuung geschmissen hat. Und heute regt sie sich über mein Haus auf, das im Vergleich echt ok ist mit 2 (bald 3) Kindern und ohne Oma. Aber wenn ich wieder mal bei ihr zu Besuch bin sehe ich Spinnweben an der Holzdecke und verlauste Topfpflanzen.
    Andererseits wissen wir ja auch nicht ob wir und im Alter nicht auch in so eine Richtung entwickeln also lieber nicht drüber lästern.
    Ja. Meine Mamma.

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  5. Wie es bei anderen in der Wohnung aussieht geht mich nichts an und ist mir piepegal. Jedoch habe ich mit 100%-iger Trefferwahrscheinlichkeit die Erfahrung gemacht, dass die Unordnung dieser „Leute“, von Ihnen selbst, als deren Maßstab im Treppenhaus, vor dem Briefkasten, bei der Mülltrennung etc., also in allen gemeinschaftlich genutzten Räumen, angesetzt wird. Und das finde ich absolut nicht OK. Sogar asozial. (Ich bin Schwäbin, um wieder einmal ein Stereotyp zu bedienen…). Gruß B.

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  6. Also,meine Wohnung sieht auch schon seit Monaten aus wie Sau,weil es in letzter Zeit nicht gerade einfach für mich war…
    Ich muss sagen,dass mich der Saustall hier schon sehr ankotzt,aber nicht wegen irgendwelchen Idealen,sondern weil ich selbst doch mal wieder gern sauber hätte…Blöd nur,wenn man’s irgendwie nicht hinbekommt… :-(
    Gut,vor anderen wäre es mir wahrscheinlich schon auch peinlich,aber zum Glück sieht es ja keiner!

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  7. Ach ja das kenne ich zu gute inzwischen mit 5 Kindern. Vor allem wenn man nach über 4 Wochen Ferienprogramm einen Tag endlich mal „3 Tage frei“ hat und einfach fast nix zu tun will. Ich schau das es halt nicht dreckig ist und das Spielzeug, Dreckwäsche etc. nicht alles im Haus verteilt wird. So hält sich das Chaos noch in Grenzen Der „Alltag“ kommt eh wieder schneller als man gucken kann und dann kann das Haus wieder nach und nach richtig sauber gemacht werden.


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  8. Um das mal zusammenzufassen, du regst dich in diesem Post über andere Leute auf, dass diese sich über andere Leute aufregen? ;-)

    Ich meine, du willst ihnen ja nicht vorschreiben, wie sie über ihre Mitmenschen zu denken haben, oder? Wenn sie unbedingt der Meinung sein wollen, dass man so (versifft) doch nicht leben kann und sie dir diese Meinung ja auch nicht aufdrängen und zu eigen machen wollten (du hast ja „heimlich“ mitgehört)?
    Ei lasse doch; wenn ich mich über die komischen Meinungen anderer dauernd den Kopf zerbrechen müsste, ich meine, ich bin mir 100% sicher dass ich auch einen Sack voll verschrobener Ideale und Ansichten in meinem Repertoire habe. So lange ich sie bei mir behalte (und ich zähle ein Gespräch mit Bekannten wie oben beschrieben dazu), darf ich die aber alle haben. Es sind nämlich meine!

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  9. Hallo,

    das sind natürlich die Sorte Bemerkungen, die man braucht wie ein Furunkel am Gesäß. Dementsprechend sind ja auch die Kommentare hier.

    Nun frage ich mich aber: woher kommen immer wieder solche Bemerkungen, die es ja auf allen Ebenen und zu allen möglichen Themen gibt, und erstaunlicherweise (zumindest ist das mein subjektiver Eindruck) überwiegend von Frauen?
    Haben diese Frauen damals nicht unter dem Druck gelitten, den sie jetzt anderen aufbauen? Oder haben sie wirklich mit links geschafft, was unsere Generation und die nachfolgende nicht mit zwei Händen zustandebringt?
    Ich glaube, da ist eine Portion Neid im Spiel: Neid, daß „die jungen Leute“ sich „herausnehmen“, ihr Leben selbst zu bestimmen und nicht nach den Normen anderer zu leben. Was die ältere Generation eben, ob vor oder nach 68, größtenteils nicht getan hat. Eigene Richtlinien aufzustellen, wie es in meiner (!) Wohnung aussehen soll, und nicht dem Ideal der Schwiegermutter, der eigenen Eltern, des Hausverwalters oder der Nachbarn zu genügen. Etc. pp.
    Und mit dem Neid vermischt sich die Bitterkeit: warum eigentlich hab ich das damals alles erduldet, statt mich aufzulehnen – statt einfach zu tun, was ich für richtig hielt?

    Ich hab da noch einen:
    Vor vielen Jahren las ich einmal einen Roman, der in Griechenland vor und nach der deutschen Besetzung spielt. Und da stand die erstaunliche Sache beschrieben, „jede Frau leidet unter ihrer Schwiegermutter. Sie leidet Höllenqualen. Aber ihr Trost darin ist, daß sie diese Qualen eines Tages an ihre Schwiegertöchter weitergeben können wird.“
    Leider weiß ich nicht mehr, wie das Buch hieß. Aber das Phänomen beobachte ich häufiger…

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  10. Das wiedergegebene Gespräch wird trauriger, je mehr man drüber nachdenkt. Kenne ich so auch aus dem eigenen familiären Umfeld. Ich frage mich schon länger, ob diese Kritik an der Lebensweise anderer nicht einfach nur ein unbewusster Ausdruck der eigenen Unzufriedenheit ist. Gerade wenn jemand nicht müde wird zu betonen, sie oder er würde das alles ja wohl auch hinkriegen, klingt es für mich, als wäre es doch schön, wenn das eigene Leben etwas mehr zu bieten hätte. Und das könnte es ja, würde man mal aus seinem eigenen Dogmatismus ausbrechen.

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  11. Also ich finde man mischt sich heute viel zu wenig ein. Man sollte viel mehr seine Meinung sagen können ohne sich gleich super kritisiert zu fühlen. Es ist einfach ein denkanstoss… Beim Aufräumen und Wäschebügeln geht es ja primär nucht darum einen guten Eindruck nach Aussen hin zu machen sonder um die eigene Gesundheit un vielerlei Hinsicht… Man sollte das viel mehr tolerieren könben – jene dies zu Hause picobello haben wie jene bei denen es hslt chaotisch zu und her geht. Nur weil man seine Meinung kund tut heisst das ja nicht gleich, dass man den anderen nucht so toleriert wie er ist – Meinungsaustausch ist super damit man sich weiterentwickeln kann. Und das darf auch mal un einem schrifferen ton sein ider auch suf sanfte Art – jeder lern dabei – der der seine Meinung kund tut wie der der die Meinung des anderen zu hören kriegt.

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  12. Manchmal denke ich wir haben dieses “ Leben und Leben lassen“ völlig verlernt.
    Und : Wir haben alles geschafft ist eine völlig andere Generation. Die musste…. die hatten ganz häufig keine andere Wahl. Und die sind in Ihrem „müssen“ noch gefangen.

    Aus dem Chaos gesendet, das ich persönlich auch so gar nicht mag, aber gerade einfach so ist.

    Claudia

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  13. Am besten holt man sich noch eine schwarz bezahlte Putzfrau, die dann für einen Hungerlohn sauber macht, während man selbst „Quality Time“ mit den Kindern verbringt…

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  14. Ich mag Dich ja ganz dolle, liebes Nuf – aber über den Artikel habe ich mich schon ein wenig geärgert. Gab es nicht noch mehr in die Klischee-Kiste? Die blond gefärbte (Assoziation: Schnepfe) Dame hat sich also nicht um ihren Kram gekümmert? Es wird doch oft angemerkt, dass wir in anonymen Mehrfamilienhäusern nur noch nebeneinander her leben. Und die Dame hat nun mal geschaut, ob man die Wohnungstür nicht eventuell schließen könnte?! Und dazu die Idee, vorher mal nach dem Schlüssel zu schauen – is doch gut mitgedacht. Eh die Tür vielleicht die halbe Nacht offen ist?! Und unaufgeräumt ist halt fröhlich, kreativ und unangepasst. Wer aufräumt ein Spießer, der sich lieber um seine Wohnung, als um seine Kinder kümmert?! Wir haben im Haus zwei kreative Familien, die im Hof das Spielzeug fallen lassen, wo es ihnen aus der Hand fällt. Unser Kind bekommt daher sein Fahrrad nicht mehr selber vom Ständer auf die Straße. Schränkchen stehen im Hausflur, weil man noch nicht weiß, wohin damit. Der alte Kühlschrank im Hof – „da kommen bei Gelegenheit Freunde, die das wegräumen.“ Und wir alle haben damit zu leben, ob wir wollen, oder nicht. Ich lebe also, wie ich will – auf Kosten der anderen?!

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    1. Öh, wenn sie so aussah, hätte ich sie für den Blogpost lieber dunkelhaarig machen sollen?

      Und es geht doch nicht darum dass sie in die Wohnung rein ist und sich gekümmert hat (Sie hatte im übrigen auch die Telefonnummer der BewohnerInnen und hat nach der „Durchsuchung“ angerufen, weil sie keinen Schlüssel finden konnte) sondern darum, dass sie sich aufregt wie Menschen IN ihrer Wohnung leben.

      Wenn man einen Gemeinschaftshof hat und da manche alles liegen lassen, das ist doch was völlig anderes als die Unordnung in einer Wohnung zu bemängeln, die offen steht.

      Bei mir ist es total ordentlich. Mir gehts nicht um das Abfeiern von Unordentlichkeit. Mir gehts um Übergriffigkeit, um Menschen, die Ihre Ideale anderen abringen wollen und die es abfeiern hart gegen sich selbst zu sein (können sie von mir aus auch machen) und das auch von anderen verlangen.

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  15. „Wir haben bei der Nachbarin die Blumen gegossen. Wie es da aussieht! Die ist ja alleinerziehend, aber die hatte nichtmal den Küchentisch abgewischt vor dem Urlaub, ob ich da mal das Jugendamt informiere?“
    Zitat Kita-Mutti neulich, ich dachte ich spinne. Und wische jetzt immer den Tisch ab.

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  16. Das ist schon ein gutes Argument, ja. Es scheint ja eine gute Intention dahinter zu stehen. Trotzdem wär es mir innerhalb eines Mietshauses (und das scheint es ja zu sein) lieber, wenn die Tür eine Weile offen stünde, als dass meine Wohnung durchstöbert wird.

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  17. Ich mags auch gerne ordentlich und würde behaupten, dass es bei mir zu 90% ordentlich ist. Wie gesagt, dagegen ist nichts zu sagen. Ich finde es nur sehr unangenehm, dass manche ihre eigenen Ideen/Ideale/was auch immer für die einzig ausschlaggebenden halten und dann andere so aburteilen.

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  18. Wär ja noch schöner, wenn andere Leute es besser hätten als sie. Wo kämen wir da denn hin. *ironieoff*

    Und trotzdem nervt es mich, wenn die Nachbarin, die sich Eier ausleihen will, ihren Blick mit hochgezogenen Augenbrauen über unser Chaos gleiten lässt. Boah!

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  19. Ich habe es gerne ordentlich. Es ist mir einfach wichtig. Und ich habe als Kind die Erfahrung gemacht, dass es toll ist, immer und ohne große Vorankündigung Freunde mitbringen zu können. Ein Freund von mir tat das nicht gerne. Bei denen sah es schlimm aus (wirklich schlimm. Nicht nur unaufgeräumt).
    Aber nur weil es bei mir aufgeräumt ist, heißt es nicht, dass ich die Maßstäbe auch bei anderen ansetze. Ich fühle mich in rummeligen Wohnungen durchaus wohl. Ist ja auch gemütlich. ?

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  20. Sich über die Ordnung oder Unordnung anderer aufzuregen ist eine Sache; es geht sie zwar nichts an, aber ihre Meinung juckt ja auch vermutlich keinen, also was soll’s. Aber ohne Erlaubnis eine fremde Wohnung zu betreten und dort was zu suchen… wenn das ein Nachbar bei mir machen würde, gäbe es ne Anzeige.

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  21. Mit meinem (vermeintlich fehlenden) Ordnungssinn gängelt mich meine Familie schon Zeit meines Lebens, so dass ich da mittlerweile entspannt drüber stehe, das regt mich nicht mehr auf.

    Was ich leider noch nicht gelassen hinnehmen kann ist die Bewertung meiner Kapazitäten, wie du es auch so schön beschreibst. Wenn ich mich nach einem Babysitter umsehe, damit der zwei Stunden das Kind beschäftigt, weil der Vater es grad nicht kann und das soziale Netzwerk noch nicht stark genug ausgebaut ist um die Bespaßung anderweitig zu lösen. Und dann kommt die Kollegin mit Sprüchen wie „also einen Babysitter engangieren um Zeit für mich zu haben – sowas gab es bei mir nicht!“.

    (Die „Zeit für mich“, die ich mir mittels Babysitter teuer erkauft habe, habe ich übrigens genutzt um die Wohnung zu putzen. Mit Geld- und Zeitdruck im Nacken war es die effektivste Reinigung, die diese Wohnung je gesehen hat – kann ich als Ansporn also empfehlen.)

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  22. Gerne gelesen!

    Jetzt fühle ich mich schon gleich wohler in der chaotischen Wohnung und freue mich auf einen verlotterten Tag mit Ferienkind. Ohne aufzuräumen.

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