Lieblingstweets 01/12

Heute: Ich brauche keine Freunde, ich habe Twitter. Ich liebe Twitter. Wir kann man immerzu fragen: Wofür soll das gut sein?

Wenn meine Kinder ins Teenageralter kommen, werde ich sie jeden Tag um halb sechs aufwecken und fragen ob sie spielen wollen.
@Metacowboy
♛Amir Esmann
Immerhin hat er nichts gegen Katzenbilder gesagt. #Heveling
Fürchtet Ihr auch immer, dass tolle Blogbeiträge, die Ihr schon nach halber Lektüre retweetet, dann doch noch mit "Heil Hitler!" enden?
@haekelschwein
Herr haekelschwein
Die kaputten Figuren bei Georg Grosz findet man auch nur irre bis man um diese Zeit mal U8 gefahren ist.
@daniel_erk
دانيال ارك
Ich dachte immer, "Enterprise Software" sei das Steuerprogramm der NCC-1701.
@grindcrank
Magnus Niemann
bei der absurden idee, dass ich heidi und seal genauso egal bin, wie sie mir, werde ich stocksauer
@SibylleBerg
sibylle berg
Spickt mit euren Kommas doch eure Kaktusse!
@meterhochzwei
quadratmeter
Ich bin in einem russischen Blog verlinkt worden http://t.co/VRNfiw62. Hoffentlich steht da nicht, dass ich dick bin.
@journelle
Journelle
Überflüssiges Wissen seit letzter Woche: Im Saarland regiert eine Frau, die einen Doppelnamen hat und trotzdem in der CDU ist. Verrückt.
@HeinrichNils
Nils Heinrich
Warum Fernbeziehungen auch nerven, Teil 128: Die Freundin wird 25 & ich kann ihr nicht mal ins Gesicht sagen, dass sie mir jetzt zu alt ist.
@randalez
Ricardo Randalez
Berlins indianischer Name für »Januar«: »Zeit der in Hundekacke herumliegenden Christbäume«.
@mainwasser
Grübelmonster
für junge leute, die mal popstar werden wollen, ist nena vielleicht das beste argument, doch was anständiges zu lernen.
@klatschrose
klatschrose
Der Gewinner des Dschungelcamps sollte erster direkt gewählter Bundespräsident werden. Die Gelegenheit ist da!
@HeinrichNils
Nils Heinrich
Daniela Katzenberger findet es peinlich, wie Christian Wulff sich benimmt.
@hoch21
Roman Held
Wenn Wulff zurücktritt möchte ich enia auf RTL als Soundtrack haben.
@widenka
Malte Widenka
gegen die kirche sein, aber euch an einen kalender halten, den ein papst aufgestellt hat. inkonsequentes pack.
@bjoerngrau
Jörg Braun
Einfach mal daheim Hose tragen ist Teil meiner Imagekampagne.
@bangpowwww
ada blitzkrieg
Wundere mich, dass in Australien die Computer noch nicht abgestürzt sind, obwohl in Zweitausendzwölf ein Umlaut drin ist.
@nichtstefanraab
Andreas Hartmann
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Online Talk bei DRadio Wissen

Gestern war ich gemeinsam mit Franziska Bluhm (franziskript) und Nina Pagalies (wortwusel.net) im Online Talk bei Daniel Fiene und Herrn Pähler im Radio zu hören.

Nach dem Studium hatte ich den großen Traum ein Volontariat beim Radio zu ergattern. Das war natürlich unmöglich. Ich hab mir jedenfalls das Radio als geschäftiges Gewusel vorgestellt, eher so wie einen Bienenstock. Meine einzigen beiden Radioerfahrungen – hier und bei Radio Fritz bei trackback – haben mich eines Besseren belehrt. Während bei trackback der Moderator Marcus Richter noch anwesend war und mir sehr freundlich alles erklärt hat, war ich gestern im RIAS-Gebäude alleine. Alle anderen saßen in Köln. Ich wurde in ein Zimmer gesteckt, in dem Kopfhörer lagen und diese Mikrophone, die mich an die 20er Jahre erinnern und im anderen Zimmer schaute ein Techniker ratlos auf Knöpfe und erklärte mir rein gar nichts. Macht aber nichts, denn im Wesentlichen war es eine Telefonkonferenz und diese Art der Kommunikation ist mir bereits bekannt.

Jedenfalls hat es wieder Spaß gemacht und ich bin voller Bewunderung für all jene, die in Interviews nicht ständig äh sagen und auf spontane Fragen vollständige und vernünftige Sätze von sich geben. Kann man das einfach oder lernt man das?

Mehrere Aspekte sind mir geblieben:

1) Ich finde es schade, dass Nina Pagalies nicht viel stärker rausgestellt hat, dass gerade Lyrik für Kinder ein wunderbares Feld ist. Bzw. natürlich hat sie sich stark dafür gemacht, aber sie hätte deutlicher raus stellen können, dass Lyrik und Kinder eben keine exotische sondern eine sehr geeignete Kombination ist. Bei unseren Kindern mache ich die Erfahrung, dass sie unfassbar viele Gedichte und Lieder auswendig können – v.a. bevor sie schreiben können. Es muss ja nicht immer Goethe sein. Peter Fox ist auch Lyrik und begeistert Kinder ohne Ende. Auch wenn es seltsam ist, Vierjährige singen:

Halb Sechs, meine Augen brenn,
Tret auf n’ Typen der zwischen toten Tauben pennt
Hysterische Bräute keifen und haben Panik,
denn an der Ecke gibt es Stress zwischen Tarek und Sam:
Tarek sagt “Halt’s Maul,
oder ich werd dir ins Gesicht schlagen!”
Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen -
Die rote Suppe tropft auf den Asphalt

(Peter Fox, Schwarz zu Blau, Stadtaffe)

2) Auch fand ich das Thema Kinder und Netz sehr interessant. Diese Idee alles zu filtern und nur bestimmte Inhalte zugänglich zu machen, ist vielleicht ein guter Einstieg. Ab einem gewissen Alter, schützt man seine Kinder auf diese Art jedoch vor gar nichts mehr. Da geht es dann tatsächlich um Verständnis und Vertrauen schaffen. Vertrauen, dass die Kinder eben bestimmte Inhalte nicht (oder nicht zu viel konsumieren). Irgendwie finde ich es seltsam Kinder in so eine künstliche Blase zu setzen und sie nicht wirklich fit für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Netz zu machen.

Ich stelle mir immer vor, dass das wie damals mit dem Fernsehen ist. Da gab es drei Sender und feste Kindersendungensendezeiten. Ich durfte Wickie, Heidi und Captain Future sehen und fertig (OMG! Ich bin ausschließlich mit Animes groß geworden!!!) Damit haben meine Eltern meinen Fernsehkonsum inhaltlich wie zeitlich reguliert. (Als Analogie zum gefilterten Netz) Andere Kinder, bei denen ich zu Besuch war, durften entweder anderes anschauen oder aber sie taten es in Abwesenheit der Eltern einfach. Natürlich habe ich aus Neugierde und Gruppendrang auch Verbotenes gesehen (Teufelswerk Videorekorder!). Allerdings war ich wirklich zart besaitet. Mit neun habe ich Gremlins gesehen und wochenlang Nachts furchtbare Angst gehabt. Allerdings konnte ich nicht zu meinen Eltern, weil ich ihnen ja nicht sagen konnte woher meine Ängste kommen. Solche Situationen möchte ich meinen Kindern ersparen und ansonsten hoffe ich, dass sie sich vernünftig selbst regulieren. Ich habe nämlich sonst immer alleine den Fernseher aus gestellt, wenn etwas für mich Gruseliges kam. Irgendwie haben es meine Eltern geschafft mir gute Antennen zu verleihen, so dass ich einschätzen lernte, was für mich geeignet ist und was nicht.

Deswegen hoffe ich, dass wir unsere Kinder vernünftig an das Netz heran führen. Sie lernen damit für die Schule zu arbeiten und Informationen zu recherchieren, die sie interessant finden. Auch sollen sie lernen, dass Informationen gegengecheckt werden. Nicht alles, was in der Zeitung oder in der Wikipedia steht, ist richtig. Über Wikipedia und Co. hinaus lernen wir gemeinsam Seiten kennen, welche die Form von Unterhaltung bieten, die sie sich wünschen. Das Thema soziale Netze spielt aufgrund des Alters noch keine Rolle. Was den Konsum angeht, finde ich es am Anfang sinnvoll Kinder an einen Wohnzimmer-Rechner zu setzen und ihnen nicht gleich einen Computer im eigenen Zimmer zur Verfügung zu stellen und dann leider auch – sich als Erwachsener mäßigen (z.B. Handy beim Essen aus stellen).

Mich interessiert trotzdem: Wie geht ihr mit dem Thema Internet und Kinder um? Einen Eintrag dazu habe ich bei Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach gefunden.

3) Der Titel der Sendung lautete “Mama-Blogs und Papi-Foren”. Irgendwann kam die Frage nach den Männern bzw. Vätern. Es gäbe ja so viele Mama-Blogs und so wenig Papa-Blogs. Habt ihr auch den Eindruck? Ich nicht. Mir fallen spontan ein:

Herzdamengeschichten
How To Be A Dad
Made by Joel
Die Olsenban.de
Grindblog mit zugehörigem Twitteraccount

Wobei natürlich einige der Links keine Papa-Blogs in dem Sinne sind, dass sie sich nur mit dem Vatersein und dem Kinderhaben beschäftigen. Aber dann hätten sie mich nicht einladen dürfen. Ich empfinde mich überhaupt nicht als Mama-Blog. Ich schreibe über alles was mich interessiert und da meine Kinder im Moment einen großen Teil meines Lebens einnehmen und auch dankbare Geschichtenprodzenten sind, ist hier im Moment viel über Kinder zu lesen. Die meist gelesenen Artikel im letzten Jahr waren aber:

FDP Wahlplakate
Internetabhängig. Ich so – aus Gründen
Über die Psychologie von Katzenpostings
Gastarbeiter und Döner-Morde

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Abenteuer Whirlwanne

Neulich war ich einige Tage bei Freunden zu Besuch, die gerade umgezogen sind. In eine Wohnung, die bereits über eine Whirlbadewanne verfügte. Es ist wichtig zu wissen, dass die Wanne bereits vorhanden war. Ich möchte nicht, dass andere denken, ich hätte Freunde, die bescheuert sind.

Bescheuert muss man aber sein, wenn man eine Whirlwanne kauft. Preislich beginnt der Spaß beim Neuerwerb bei ca. 2.000 Euro. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Die Modelle tragen Namen wie Lotus oder Blue Moon und suggerieren Entspannung und Erholung. Jeder, der schon mal in so einer Whirlwanne lag, weiß, angemessenere Namen wären Trommelfellruptur oder Fortissimo. Ich wußte das nicht. Ich dachte, als ich die Wanne musterte: “Ach Mensch, nette Idee. Wenn man so mit Kindern abends an die eigenen vier Wände gefesselt ist, dann ist so eine Whrilwanne doch eine schöne Idee. Wenn die Kinder schlafen, legt man sich da rein – womöglich noch gemeinsam mit dem Partner und entspannt ein bißchen.”

Es ergab sich, das meine Freunde tagsüber unterwegs waren und ich mich ein bißchen langweilte. Deswegen entschloss ich mich, die Wanne mal zu testen und ließ sie voll laufen. Dann legte ich mich rein und betätigte den Wasserumwälzschalter. Im gleichen Moment spürte ich einen grauenerregenden Schmerz im linken Oberschenkel. Es dauerte eine Weile bis ich begriff, dass mein Oberschenkel an die Stelle gekommen war, an der das Wasser angesaugt wurde, um zu den acht Düsen wieder raus geschossen zu werden.

Den handtellergroßen Bluterguss, den ich mir so zugezogen hatte, konnte ich jedoch nicht begutachten, weil das Bad innerhalb weniger Sekunden in mehreren Kubikmetern Schaum versank. Ich hatte völlig unerfahren einen tüchtigen Schuss Duschgel in das Becken geschüttet. Als wäre die Sache nicht schon unangenehm genug, stellte ich kurze Zeit später fest, dass ich über und über mit Fetzen eines dünnen Schimmelteppichs übersät war. Die Wanne war – aus Gründen – offensichtlich mehrere Monate – wenn nicht sogar Jahre – nicht benutzt worden. Die stinkenden Schimmelstückchen verklebten meine Augen und ich tastete blind nach der Stopp-Taste. Neben all diesen grässlichen Effekten, machte die Wanne unfassbar laute Geräusche, die ich bislang nur vom Durchzappen bei den N24 Kriegsreportagen kannte. Diesen Monsterapparat konnte man also auf keinen Fall benutzen wenn die Kinder schlafen. Würde man es versuchen, stünden die Kinder innerhalb weniger Sekunden verstört in der Badezimmertür. Man könnte die Wanne überhaupt nie verwenden. Die Nachbarn würden sich beschweren – zurecht! Es war absolut furchtbar! Grauenerregend! WERKAUFTDENNSOWAS?

Ich nestelte blind nach dem Ausschalter, um dem Grauen endlich ein Ende zu setzen und siehe da: Just in diesem Moment als das Gesprudel und Gesprotze, das Rauschen und Tosen ENDLICH aufhörte, setzte die langersehnte Entspannung ein.

 

P.S. Whirlpools nennt man übrigens auch Jacuzzi. Benannt nach den Brüdern Jacuzzi, die Ende der 50er eine portable Hydrotherapie-Pumpe für medizinische Zwecke entwickelten. Die Jacuzzis waren Italiener. Womit wieder bewiesen wäre, dass die Italiener so ziemlich alles erfunden haben.

P.P.S. Das neue Wort zu diesem Artikel lautet Sielhaut. Sielhaut war das, was ich mir im Anschluss an diese Erfahrung vom Körper schrubbte. “Sielhaut ist ein Biofilm, [der in Innenflächen des Wasserdüsensystems eines Whirlpools entstehen kann]. Sie besteht zum überwiegenden Teil aus toter und lebender Biomasse sowie aus anorganischen Bestandteilen.

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Unverändert seit 1982

Wenn elterliche Vorstellungen und kindliche Schulleistungen aufeinander prallen, hilft es meist, die eigenen Zeugnisse hervorzukramen. Über mein Zeugnis der 1. Klasse musste ich heute schmunzeln. Irgendwie erkennt man schon den Hang zum Bloggen.

Wie war das bei Euch so?

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Trend. Meiner.

Ich blogge weiterhin gerne, fühle mich jedoch zunehmend bei Google+ wohler.  Mein Blog ist schon immer so eine Art Geschicktensammelsurium und über all die Jahre gab es hier vergleichsweise wenig Interaktion. Ich sehe, das Artikel, die teilweise 2.000 Mal gelesen wurden, trotzdem “nur” 10-20 Kommentare erhalten. Ich mag Kommentare und ich mag v.a. Interaktion. In den ersten beiden Jahren des Bloggens gab es weitaus weniger Leser, allerdings spannen die viele Geschichten in den Kommentaren weiter. Das hat mir sehr gefallen. Im Laufe der Jahre wurden es zwar mehr Leser, aber die Kommentare wurden seltener. (Ich möchte mich heute noch selbst auspeitschen, dass ich mit dem ersten Blogumzug nicht in der Lage war, die Kommentare ordentlich zu sichern…).

Auch ist es auf Google+ viel einfacher mal schnell irgendwas zu schreiben. Im Blog mag ich es, wenn die Geschichte einen Spannungsbogen, irgendeine Art Pointe oder Aussage hat – eben vollständig und abgeschlossen erscheint. Deswegen ersetzt Google+ mein Blog nicht, sondern erweitert nur mein Internetleben.

Google+ finde ich viel interaktiver. Ich habe das Gefühl, dass ich erst über Google+ angefangen habe richtig wahrzunehmen, wen es sonst noch so gibt, was man sonst noch so lesen könnte, etc. Ganze Welten haben sich erschlossen. Wahrscheinlich auch weil ich irgendwann mal auf die Idee gekommen bin einen RSS-Reader zu benutzen. Dort packe ich alle Blogs rein, die ich entdecke und lese sie mehr oder weniger regelmäßig und von dort aus, schicke ich sie wieder in den Google+-Stream, der für mich immer mehr zu einer Art Link- und Themenhistorie geworden ist.

Twitter habe ich auf eine ähnliche Weise schätzen gelernt. Ich könnte ganze Abende damit verbringen Twitter nach bestimmten Hashtags zu filtern und so kurzzeitig Teil einer speziellen Gemeinschaft zu werden. Ich mag das. Mal abgesehen von den einzelnen Tweets, die mich immer wieder so zum Lachen bringen, dass ich regelmäßig Getränke auf meinen Bildschirm spucke.

In Facebook laufen meine Tweets und die Blogartikel und auch hier freue ich mich über die entstehenden Dialoge. Anscheinend bin ich tatsächlich ziemlich internetabhängig und stehe voll auf L-Signale.

Für 2012 habe ich mir vorgenommen all diese Splitter besser zu vereinigen. Da ich endlich verstanden habe, welche Macht hinter Tags, RSS und all den schönen Plugins und Widgets bei WordPress steht, bin ich zuversichtlich, dass mir das gelingt. Sobald ich Zeit habe. [Räuspern]

Ach und mobiles Internet samt aller dazugehörigen Apps und Netzwerke. Das muss irgendwann sein. Ich will auch mal Mayor von Beates Wurstladen sein. Ohne irgendeine Bürgermeisterschaft oder irgendein Badge kann ich nicht mehr normal leben. Glaube ich.

Trend. Meiner. gefunden bei wirres.net, begonnen von Cem Basman.

 

Und P.S. Danke an meine Leser. Ich würde definitiv nicht schreiben, wenn es keine Leser gäbe. So ist das. Ich bin nicht so der Selbstzwecktyp. Die Leute im Internet sind alle ekelhafte Selbstdarsteller – mich eingeschlossen.

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Der Tag an dem der Trockner ausging

Viele glauben, das Legendenerzählen gehöre der Vergangenheit an. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine sehr lebendige Kulturtechnik. So erfuhren wir beispielsweise von unserem damals fünfjährigen Kind 1.0, dass es [Bauer Räinscha] gibt, welche die Welt vor dem Bösen bewahren. Einer der nicht englisch sprechenden Kindergartenfreunde hatte sie im Fernsehen gesehen und den anderen davon berichtet. Man versuchte sich herzuleiten, was genau die Bauer Räinschas seien. Das Wort Bauer war schließlich allen geläufig, nur bei dem Begriff Räinscha wendeten sich die Kinder Hilfe suchend an die Erwachsenen.

Zunächst dachte ich, das Legendenerzählen sei eng mit dem Unvermögen zu lesen verknüft, tatsächlich wurde ich eines besseren belehrt. Gut fünf Jahre später unterhält uns Kind 1.0 beim täglichen Abendbrot mit Legenden zur nahenden Apokalypse. Natürlich habe ich die Angelegenheit zunächst nicht ernst genommen. Schließlich schreie ich auch nicht jedes Jahr kurz vorm 31. Dezember, dass die Welt untergeht, weil unser gregorianische Kalender endet.

Heute jedoch habe ich meine Haltung gründlich überdenken müssen. Wegen Bauarbeiten vor dem Haus wurde ein Hauptstromversorgungskabel beschädigt und ich war drei Stunden ohne Strom. Was soll ich sagen? Es war furchtbar!

Kein Strom bedeutet – und darauf kam ich nicht sofort – kein Internet. Als das Licht ausging und alle Geräte stoppten, küsste ich zunächst mein eifrig laufendes Webbook. Ich blieb ganz ruhig, denn aus Erfahrung wußte ich, dass ich aufgrund der Akkuleistung mindestens zwei Stunden ausharren könnte. Genug Zeit um eine Freundin anzurufen und mich bei ihr einzunisten.

Doch OH SCHRECK “Keine Verbindung zum Internet” klagte mein kleiner Gefährte. OK, OK ruhig bleiben, dachte ich, mache Dir erst mal einen Kaffee. Doch haha! Unser Kaffeevollautomat funktioniert ohne Strom natürlich auch nicht. Bestimmt kommt der Strom bald wieder. Mache ich besser Hausarbeit. Doch wie Wäsche trocknen ohne Wäschetrockner? Und wie Krümel aufsaugen ohne funktionierenden Staubsauger?

Ich war der Panik nahe und setzte mich ins halbdunkle Wohnzimmer und dachte über die Apokalypse nach. Bestenfalls würde die Erde wirklich einfach verschlungen werden. Weitaus wahrscheinlicher, jedoch deutlich ungünstiger wäre ein Szenario wie ich es gerade erlebte. Kein Internet, kein funktionierendes Telefon, keinen Kaffee und unerträgliche Hygienezustände. (Meine elektrische Zahnbürste streikte ebenfalls.) Nicht mal die Möglichkeit mir bei Amazon ein Survivalbuch oder Apokalypse für Dummies zu bestellen!

Ich war kurz davor meiner Familie einen Zettel zu hinterlegen und zu hoffen, dass sie es mit dem letzten Benzin im Tank ebenfalls nach Bayern zu meinen Eltern schaffen würden. Die haben nämlich ein 2.000 Quadratmeter großes Dach, das mit Solarpanels gepflastert ist und in ihrem Garten könnten wir ausreichend Zucchini für uns alle anbauen. Glücklicherweise ging dann der Strom wieder an.

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Chantalismus1337

Kevinismus war gestern, heute ist Chantalismus und morgen ist Chantalismus1337 [1]

Der kleine Tupel möchte Rapper werden, wenn er groß ist. #coderkidsnames
@Elfengleich
Sandra Wiegard
@ @ "Java-Lucene, komm von die Rutsche runter!"
@grindcrank
Magnus Niemann
"Scala-Perl, du sollst doch den Sand nicht essen!" #coderkidsnames /cc @ @
@anneschuessler
anneschuessler
"Python-Ruby wenn Du das nochmal zu Mami sagst, wird sie sehr, sehr böse!" #coderkidsnames
@dasnuf
dasnuf
"Ada-Jasmin! Gib dem Ruby-Haskell sofort seinen Compiler zurück!" #coderkidsnames
@Zwiebeltuete
Sir Galahad
"Scala-Perl, du sollst doch den Sand nicht essen!" #coderkidsnames /cc @ @
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"Scala-Fortress! Komm' aus der Pfütze raus! Das ist Bäh!" #coderkidsnames
@Zwiebeltuete
Sir Galahad
"Komm Rexx-Mason, der Papa hat Java gekocht!" #coderkidsnames #chantalismus1337
"JQuery-Ruby gib Java-Lucene SOFORT die Puppe wieder!!!"
@dasnuf
dasnuf
"Hudson-Jenkins, du sollst nicht immer die Scala verpetzen!" #coderkidsnames
@_meow_
Schroedinger's Cat
Sehe schon die Geburtsanzeige vor mir "Wir begrüßen unseren kleinen JSON-Ajax" und der Aufkleber fürs Auto erst!
@dasnuf
dasnuf

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[1] Begriff Chantalismus1337 @Treverix

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