Run!

Seit ich letztes Jahr damit angefangen habe, laufe ich zwei bis drei Mal die Woche. Zwischenstand: Spaß macht das immer noch nicht.

Ohne Pause schaffe ich gut 5 km. Mit Gehpausen beinahe das Doppelte. Eines der grundlegenden Probleme ist, mir macht langsam Laufen keinen Spaß. Schneller laufen liegt meinem Muskelapparat, nicht aber meinen Lungen. Wenn ich so laufe, dass ich keine Atemprobleme habe, gerät motorisch alles durcheinander.

Ein großes Problem ist früher oder später weiterhin die Langweile. Musik hören geht gar nicht und Podcasts langweilen mich nach rund 30 Minuten meistens auch. Ich laufe gerne mit App, die mir sagt, wie viele Kilometer ich gelaufen bin, wie lange ich gebraucht habe und wie schnell ich laufe. Gerade am Anfang hat mir das sehr gut von Null auf 5km geholfen.

Ich habe Runtastic und Nike Running probiert, aber auch die nervten mich aus den verschiedensten Gründen. Auf Twitter habe ich „Zombies, Run!“ empfohlen bekommen und jetzt mal ausprobiert.

Super Sache!

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Zombies, Run! ist im Grunde ein Hörspiel, das man mit der eigenen Playlist mischen kann. Fazit: Total abwechslungsreich und erinnert an die Serie „The Walking Dead“. Über Funksprüche oder direkte Gespräche (nun: Monologe) wird man durch die Level geleitet und sammelt unterwegs unterschiedliche Items mit deren Hilfe man weitere Level freischalten kann. Es gibt eine 30 min und eine 60 min Tour.
Jede Tour wird – so wie das bei anderen Lauf-Apps auch üblich ist, statistisch erfasst. Zum einen mit den Infos rund ums Laufen an sich und zum anderen mit den Infos rund ums Spiel. Was hat man gesammelt, wen hat man getroffen, welche Musik hat man dabei gehört.

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Für jede Mission/Tour legt man fest, ob man Musik hören möchte, ob mitgetrackt werden soll und ob man zwischendrin Sprints haben möchte, weil man von Zombies gejagt wird. Auch ohne Musik zwischendrin bringt die App Spass (hups!). V.a. wenn man durch die menschenleere Stadt joggt. Am besten im Halbdunkel. Die Stille zwischen den einzelnen Funksprüchen, die Einsamkeit, dass man den eigenen Atem hört, das hat fast was existenzialistisches. Und die Zombies knapp hinter einem (Während des Zombie Chase muss man eine Minute 20% schneller laufen als bislang – wenn die Zombies einen erwischen, verliert man alle Gegenstände, die man bis dahin bereits gesammelt hat).

Ich bin gespannt auf die weiteren Missionen. Die ersten beiden haben mir wirklich gut gefallen. In der Zwischenzeit gibt es übrigens auch eine App für den Einstieg mit dem Ziel 5 km laufen und den Nachfolger „Zombies, Run!2“

23 Gedanken zu „Run!“

  1. Ah auf der SUche nach dem Link wollt ich schlau sein und suchte das label sport. Is aber nicht unter sport abgelegt. Könntest du vielleicht das noch zufügen für sucher wie mich?

  2. Ich hab die App nach deinem Post hier gestern auch ausprobiert. Hat mir sehr gefallen, vor allem auch der britische Akzent der Sprecher. Richtig doof fand ich eigentlich nur die mich verfolgenden Zombies: Wenn da ’ne Ampel kommt, und in Berlin bleiben die ja gern auch länger rot, muss ich eben anhalten, weshalb die Zombies mich kriegen und die App die Mission beendet. Umständlich muss man sich dann durch die Menüs wählen und die Mission von Hand wieder starten. Hab die Zombies schließlich deaktiviert.

    Auch nicht ganz so schön ist, dass man nur Playlisten für die Musik verwenden kann. Ich bin Albumhörer, da wird nicht geshuffelt! Zwar kann man auch ganze Alben in seine Lauf-Playlist packen, was ich gemacht habe, aber dann startet mit jeder Mission die Playlist neu, und man hört dauernd die ersten zwei, drei Lieder, bis man sie mitsingen kann.

    Die Stimme, die einem mitteilt, was man gerade unterwegs eingesammelt hat, ist zudem ein wenig schwer zu verstehen, aber das mag auch an meinen verschmalzten Kopfhörern gelegen haben, oder aber am Berliner Verkehrslärm. Dass ich ganze 39 Items eingesammelt hatte, erfuhr ich somit erst hinterher beim Basisausbau.

    Insgesamt ein sehr schöner Tipp für eine einfallsreiche App, danke! Werde das Ding auf jeden Fall weiter erproben.

    1. Ja, die Stimme, die sagt was man aufsammelt, ist wirklich schlecht zu verstehen. Da stimme ich dir zu. Ich hab mir einfach jedes Mal den Verlauf angeschaut und wenn man weiß was man alles sammeln kann, dann versteht man sie besser.
      Was die Zombie Verfolgungen angeht, ich bin da einfach an der Ampel umgedreht & wie eine irre wieder in die andere Richtung gelaufen :D

        1. Ja warum nicht?

          Ich laufe nicht, aber wenn ich vom Tengelmann nach Hause gehe und die Fußgängerampel rot ist, mache ich immer mit den vollen Taschen (kaufe meistens Milch und Mineralwasser) etwas Muskeltraining für die Arme.

          Wenn ich im Frühling noch einen Minirock dazu anziehe, rast bald der erste ins Bushäuschen …

  3. Danke! Ich bin kein Läufer, weil es mir bislang immer zu langweilig war. Aber das Zombie-Dings hat mich jetzt wirklich angefixt. Geht mir nicht mehr aus dem Kopf, seit ich hier darüber gelesen habe und die Videos geguckt habe. Muss ich probieren.
    Also danke für den Tipp!
    Sabine

  4. Ah cool! Danke für den Tipp. Werd ich mal ausprobieren.
    Ich tracke mit strava. Mir reicht als Motivation, schneller oder weiter als der Mann zu laufen. Oder danach noch mehr Energie zu haben :-) Ich höre Musik oder podcasts nebenher, finde es aber schade, daß ich nebenbei nicht auch lesen oder stricken kann. Manchmal verbinden wir das Joggen mit der Suche nach einem geocache (also, wenn ich ungefähr schon weiss, wo er liegt).

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