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Ein Land für Flauschziegen

Dass unsere Familie Duplo liebt, ist kein Geheimnis. Wir lieben Duplo sogar mehr als Lego. Das hat verschiedene Gründe.
Die neueren Lego-Sets sind z.B. so konzipiert, dass sie einmal aufgebaut, nie wieder auseinander genommen werden und dann in den Regalen einstauben. So mein Eindruck. Das war früher, als ich Kind war, irgendwie anders. Zumindest habe ich als Kind wahnsinnig viel auf- und abgebaut und kann mich nicht erinnern, dass Sets unantastbar in Regalen stehen mussten. (Einmal auseinandergenommen und wild vermischt, setzt die Baulust übrigens wieder ein!)

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Jedenfalls, wir besitzen ca. eine Tonne Duplosteine* und die werden von den Kindern bespielt und zwar unabhängig vom Alter. Selbst Kind 1.0 und ich spielen noch mit Duplo. Der Grund ist einfach: Im Software-Entwicklungsbereich würde man bei Duplo von Rapid Prototyping sprechen. D.h. man hat eine Idee und mit einigen großen Steinen, kann man das Modell dieser Idee umsetzen. Ein Hochhaus, eine Tankstelle, eine Burg – mit Duplo in einer Stunde umgesetzt. Dann wird damit gespielt und das nächste Mal wird alles eingerissen und ein neues Vorhaben wird umgesetzt.

Ich habe mich deswegen sehr über eine Einladung zur Eröffnung des neuen Duplo-Bereichs im Lego Discovery Center Berlin gefreut. Gemeinsam mit einigen anderen Bloggerinnen wurde uns der neue Bereich, der unter dem Motto Bauernhof steht, gezeigt. Schwerpunktmäßig soll er die Altersgruppe 1,5 bis 5 Jahre bedienen. Die Managerin erzählte uns, dass v.a. der Anteil an begleitenden Geschwisterkinder die letzten Jahre stark gestiegen sei und der Bereich auf deren Bedürfnisse abgestimmt sei.

[caption id="attachment_6121" align="alignnone" width="640"]Image Alle Fotos Pressematerial Lego Discovery Center Berlin[/caption]

Kind 3.0 war dort eine gute Stunde glücklich, während ich versuchte die 200 Bagel, die uns zum Frühstück hingestellt wurden, zu verspeisen. Danach durften wir noch alle anderen Attraktionen begutachten. Als Mitgebsel bekam jedes Kind ein Duplo-Set. Das Set beinhaltete zur großen Freude von Kind 3.0 eine echte Flauschziege.

Bildschirmfoto 2014-10-14 um 16.04.46

Ich habe bei der Eröffnung noch zwei weitere Sachen gelernt: Duplo heisst so, weil die Steine doppelt so groß sind, wie die normalen Legosteine. Ein bisschen banal – aber so klar war mir das nicht. Uns ist auch erst neulich aufgefallen, dass man Duplo und Lego miteinander verbauen kann. Wir sind offenbar Spätzünder.

Außerdem gibt es im Lego Discovery Center Bauworkshops für Erwachsene. Einmal im Monat abends ohne Kinder. Traumhaft. Alle Eltern kennen bestimmt dieses frustrierende Gefühl wenn man in Ruhe Lego spielen will und die Kinder ständig stören oder einem die besten Teile wegnehmen oder gar andere Ideen haben als man selbst. Die Workshops nennen sich Erwachsenen Fan-Abend und ich hätte auf jeden Fall mal Lust an einem teilzunehmen.

 

*Wer gerne auf Flohmärkte geht oder sich ein bißchen mit Ebay beschäftigt hat, weiss das: Ähnlich wie Schleich-Tiere haben Duplosteine einen hohen Wiederverkaufswert. Wir haben zur Sicherung unserer Rente nicht in Immobilien sondern lieber zukunftssicher in Kinderspielzeug investiert. Kann ich sehr empfehlen. Ist inflationssicher.
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CITROËN MULTICITY Testbericht

Spoiler: Ich kanns empfehlen. Es ist praktisch, unkompliziert, umweltfreundlich und zumindest in meiner Gegend stehen überall Autos rum. Preislich auf jeden Fall deutlich günstiger als Taxi – aber natürlich teurer als die BVG zu benutzen.

[caption id="attachment_5819" align="alignnone" width="612"]Multicity App Die App zeigt, wo das nächste Fahrzeug steht. Yo, stimmt.[/caption]

“Dürfen Frauen in Deutschland eigentlich Auto fahren?” Kind 2.0 am Rücksitz schaut mich fragend an und ich bin etwas sprachlos. “Natürlich dürfen Frauen in Deutschland Auto fahren! Wie kommst Du denn darauf dass nicht?”
“Du fährst zum Beispiel nie.”
Das Kind hat Recht. Als Achtzehnjährige am Land konnte ich es nicht erwarten den Führerschein zu machen. 1994 habe ich mir für 400 DM einen panamagrünen Trabi Kombi gekauft. Das war günstig und deutlich trockener als ein Motorroller. 1999 habe ich ihn verkauft und bin nach Berlin gezogen. Ab da bin ich fast nicht mehr Auto gefahren. Vor drei Jahren dann haben wir als Familie beschlossen, dass es doch ganz hilfreich sein könnte ein Auto zu haben. Gefahren ist aber immer mein Mann. Jetzt sind Mann und Auto einige U-Bahnstationen weiter weg gezogen und ich fände es gelegentlich praktisch ein Auto zu haben. Zum Beispiel (der Klassiker!) um mal schnell zu IKEA zu fahren und 600 Teelichte zu kaufen. Oder abends, wenn ich ausnahmsweise mal meine vier Wände verlassen habe und mich unwillig fühle mich an Orten zu treffen, die ich nur erreiche, wenn ich drei Mal umsteige. Da ich ohnehin so gut wie nie Alkohol trinke, wäre so ein spontan ausleihbares Auto genau das Richtige für mich.

Ich hatte schon länger vor einen der Anbieter in Berlin zu testen und habe mich deswegen über die Anfrage von CITROËN MULTICITY gefreut. Man registriert sich online unter multicity-carsharing.de. Zusammen mit Registrierungsbestätigung, Ausweis und Führerschein verifiziert man sich bei einem CITROËN Kundenzentrum oder einer der sieben BVG Service-Center. Dort erhält man eine Kundenkarte, die gleichzeitig Schlüssel für eines der Elektroautos ist.

Im Standard-Tarif zahlt man 28 Cent pro Minute Fahrtzeit. Entscheidet man sich für einen der Prepaid-Tarife wird es billiger. Es fällt keine Grundgebühr an, es gibt keine Mindestmietdauer und keine Strom- und Parkkosten. Nimmt man das Auto den ganzen Tag, kostet das 39 Euro.

Im Preis enthalten außerdem:

  • Vollkasko- und Haftpflichtversicherung  (VK mit 500,00 € SB)
  • Parkgebühren auf öffentlichen Parkplätzen
  • gefahrene Kilometer
  • Vorreservierung (15 min vor Fahrtantritt)
  • Navigationssystem

Großartig (da umweltverträglich) finde ich, dass die Flotte aus insgesamt CITROËN C-Zero Elektrofahrzeugen besteht, die mit Ökostrom geladen werden. Für alles, was man so in der Stadt vorhat, ist die Reichweite von 150 km bei voller Batterieladung völlig ausreichend.

Die Autos sind übrigens Automatikfahrzeuge. Ich bin vorher noch nie Automatik gefahren. Das ist jetzt kein Problem, aber das letzte Fahrzeug, das ich gefahren bin, war ein Elektro-Kart, das exakt so klang wie der CITROËN C-Zero. Ich musste mich also ein bißchen am Riemen reißen nicht alle anderen Autos mit quietschenden Reifen zu überholen.

Ich würde empfehlen, das FAQ vor der ersten Benutzung durchzulesen. Da steht z.B. drin, wie man das Auto öffnet. Mit der Karte an der Windschutzscheibe nämlich. Es kann durchaus sein, dass das Auto sich nicht öffnen lässt. Dann zum Beispiel wenn der Batteriestand zu niedrig ist oder eine andere Kundin sich das Auto vorher hat reservieren lassen. Den Fahrzeugschlüssel findet man im Handschuhfach. Ich kam mir bei der Schlüsselsuche ein bisschen hmmm wie eine Geheimagentin vor, für die ein Fluchtfahrzeug hinterlegt wurde. Sehr aufregend!

Relativ schlau ist es auch, sicherzustellen, dass das Auto nicht mehr an der Ladestation hängt. Ein abgerissenes oder verlorenes Ladekabel kostet 750 Euro.

Es gibt auch zwei Arten das Auto abzuschließen. Erstens wenn man es wirklich nicht mehr braucht (mit Karte abschließen) und zweitens, wenn man es nur kurz stehen lassen will (mit Fahrzeugschlüssel abschließen z.B. zum Einkaufen) und es dann wieder nutzen möchte.

Weitere Tipps von meiner Seite: Vor der ersten Benutzung die zugehörige App runterladen und die Nummer des Kundenservice im Handy abspeichern (die Nummer ist auch im Menüpunkt “Informationen” der App zu finden).

Mit der App kann man sehen, wo das nächste Auto steht und wie der Ladestand ist. Mit einem Klick kann man das Auto mit einem Vorlauf von maximal 15 Minuten kostenlos vorreservieren. Ich kann mich nicht beschweren, was das angeht:

Multicity App

 

Wenn man die Fahrt beendet hat, bekommt meine SMS mit Dauer und Kosten der letzten Fahrt.

Zusammenfassend:

    • Online-Registrierung (10 min)
    • App runterladen & Kundendaten eingeben (5 min)
    • FAQ lesen (10 min)
    • ggf. Servicenummer extra einspeichern (2 min)
    • Kundenkarte besorgen (je nach Entfernung zum Kundenzentrum). Je nachdem wo man das macht, kann die Aktivierung aber über 24 Std dauern (!) und dann im Grunde: losfahren

Um ein Gefühl für die Kosten zu bekommen, hier zwei Beispiele:

Von mir zum Alexanderplatz kostet eine Taxifahrt 10 Euro. Mit der BVG fahre ich für 2,60 Euro, mit Multicity je nach Verkehrslage inkl. optimistisch geschätzter Parkplatzsuche 3,50 Euro.

Nach Wedding zu einer Freundin kostet es mit dem Taxi 25 Euro, mit der BVG 2,60 Euro und mit Multicity bin ich für 8 Euro (dafür ohne Umsteigen und ohne gruselige U-Bahngestalten) dabei. Ich bin jetzt nicht wahnsinnig ängstlich, aber in manchen Gegenden fahre ich doch lieber Auto als in der Nacht alleine am U-Bahnhof zu stehen. Dafür kostet das ein paar Euro mehr – was ich aber OK finde.


Damit ich auch was gemeckert habe: Aktivierung der Kundenkarte hat bei mir wegen der Osterfeiertage vier Tage gedauert. Das hätte mir der Herr bei der Aushändigung der Karte durchaus mitteilen können, finde ich. Und: Die Warteschleifenmusik der Kundenhotline, sie ist furchtbar.

Ansonsten ist für mich Carsharing eine wirklich praktische Sache und falls ihr, liebe Leserinnen und Leser auch Lust habt, das mal auszuprobieren, könnt ihr euch hier kostenlos registrieren und 60 Freiminuten bekommen. Macht das bald, denn der Link ist nur bis zum 30.05.2014 gültig.

Ich hoffe jedenfalls, dass es für meine Kinder in Zukunft ein normaler Anblick ist, dass Frauen Auto fahren.



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Kinder, Kinder

Vor Jahren habe ich mal ein Wiki mit Freunden gestartet. Mir war aufgefallen, dass es zwar duzende Berlin-mit-Kind-Führer gab, dass mir aber oft entscheidende Informationen fehlten. In den Beschreibungstexten stehen Dinge wie “bezaubernde Bedienung” oder “das Waffelsortiment lässt keine Wünsche offen” oder unspezifisch “Das Schwimmbad hat ein Nichtschwimmerbecken”.

Was mich aber interessiert hätte: Für welches Alter ist das Schwimmbad besonders geeignet? Beginnt das Nichtschwimmerbecken direkt bei 1 Meter Wassertiefe (doof für Babys) oder geht es langläufig von 0 auf 1,40 Meter? Gibt es Wickelkommoden in der Umkleide? Gibt es einen Abstellplatz für den Kinderwagen draußen? Gibt es Laufställe oder ähnliches, in die man die Kinder ganz kurz reinsetzen oder stellen kann, wenn man sich selbst duschen möchte?

Das selbe bei Spielplätzen: Können Zweijährige alleine die Rutsche erklimmen oder müssen die Eltern immer dabei stehen? Ist das Spielplatzareal umzäunt? Lässt sich das Tor ordentlich schließen? Gibt es in der Nähe eine Möglichkeit für die Eltern sich einen Kaffee zu holen? Gibt es eine Wasserpumpe (toll im Hochsommer – total nervig, wenn sie an kalten Apriltagen schon angestellt ist…)? Wie sieht es aus mit Schatten? Bietet das Gelände irgendwas, das auch noch Zehnjährige aus dem Kinderzimmer locken könnte?

Ich schrieb also über unsere Ausflüge Berichte und machte ein Paar Fotos und stellte sie in das Wiki. Brav kategorisierte ich nach Alter und Wetterlage.

Der Erfolg des Wikis war atemberaubend. Drei der dreißig Eltern, die ich eingeladen hatte, loggten sich einmal ein. Keiner schrieb oder ergänzte jemals einen Eintrag. Nach ein Paar Monaten verlor ich die Motivation meine Einträge selbst zu verfassen (ich bin ja FFRR-abhängig und das kann ich mir nicht selbst geben).

Jahre später stehe ich wieder vor dem gleichen Problem. Meine Schwester kommt nach Berlin und ich würde ihr gerne unsere Kinderhighlights beschreiben – nur leider sind meine Eintrage zum Teil veraltet oder ich hab sie noch gar nicht geschrieben, weil zwischen Wikitod und Schwesterbesuch fünf Jahre liegen.

Ein anderer Aspekt ist übrigens das Geld. Mir geht es total auf den Geist, wenn Unternehmungen mit Kindern ständig (viel) Geld kosten sollen. Gar nicht mal so sehr wegen des Geldes – sondern vor allem wegen der Erwartungshaltung, welche die Kinder mit der Zeit bekommen. Wäh? Nur Spielplatz? Ihhh! Schon wieder nur Park?! Kotz!

Meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es wirklich sehr viele Angebote für Kinder, die großartig und kostenlos sind. Angefangen bei den zum Teil sensationellen Spielplätzen (Hasenheide!) über die großartigen Bibliotheken (inkl. kostenlosem WLAN ) über die großen Planschen im Berliner Osten (z.B. die im Plänterwald/Dammweg) bis zu den Angeboten einiger Schwimmbäder wie dem Prinzenbad, dass Kinder in der letzten Stunde der Öffnungszeiten für das eifrige Müllsammeln im Areal des Schwimmbads eine Eintrittskarte für den nächsten Tag bekommen können.

Was Spielplätze angeht, gibt es beispielsweise diese Seite, die nicht nur zahlreiche Bilder von jedem Spielplatz in Berlin bietet, sondern auch eine ortsabhängige Suche. (Unbedingt klicken, die Seite ist sensationell, da steckt irre viel Arbeit drin, weil man 757 bebilderte Spielplätze anschauen und bewerten kann)

Vielleicht kennt ihr andere Angebote oder habt Tipps, die ich hier nach und nach teilen kann. Es gibt z.B. Blogs wie BerlinFreckles, die ausführlich Eltern-Kind-Cafés getestet haben – aber wie gesagt – richtig begeistern würden mich Tipps, die kostenlos sind und von denen man ableiten kann, ob man da wirklich hin möchte. Auch gibt es günstige Angebote für Tagesausflüge in der Nähe von Berlin – so wie der Familiengarten in Eberswalde (3 Euro pro Erwachsenen und 1,5 für Kinder zwischen 3 – 16 – dafür aber mit kostenlosem unterirdischen Tretbootfahren und Tretautoparcours) oder auch den Dinopark Germendorf (4 Euro pro Erwachsenen und 1 Euro für Kinder), die nicht zu vergleichen sind mit den utopischen Preisen des im Lichte des Legolands (regulär für 5 Personen 80 Euro) oder SEA Life (72,50 Euro regulär für uns) noch günstig erscheinenden Zoos (35 Euro für das große Familienticket).

D.h. alles, was schon hunderte Male beschrieben ist und Unmengen an Geld kostet: Zoo, Aquarium, Legoland etc. interessiert mich eher weniger. Sollte ich jemals mein Passwort zum Wiki wieder finden, werde ich nach und nach meine bereits geschriebenen Einträge veröffentlichen.

Puh! Fast vergessen: Gratis in Berlin – Kategorie Kinder & Jugendliche. Da stehen auch Flashmobs (Kissenschlacht-Flashmob war großartig) und Events wie die Brückenschlacht Kreuzberg und Friedrichshain drin.

Ergänzung: Kinderbauernhof Pinke Panke

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Berlin, Hejo!

Die Berliner machen einiges anders als die anderen. Zum Beispiel feiern sie bereits eine Woche vor Restdeutschland Karneval. Aus Rücksichtnahme. Denn dann können alle Karnevalsjecken mit den Berlinern gemeinsam feiern und müssen sich nicht entscheiden, ob sie in Köln, Düsseldorf oder Berlin feiern. Dementsprechend gab es auch dieses Jahr 2.456 Karnevalsbegeisterte, die den Karnevalsumzug begleiteten. Rücksicht ist für die Berliner ohnehin das Hauptthema beim Karneval. Der Umwelt zuliebe wird kein Konfetti geworfen, den Vögeln und Anwohnern zuliebe sind Freudesrufe und Musik maximal 75 dB laut und den missmutigen Karnevalshassern zuliebe verzichtet man sogar auf eine Übertragung ins TV.

Weil wir keine Schwaben sondern Hessen und Bayern Rheinländerinnen sind, integrieren wir uns in solche langjährigen Traditionen und rufen gemeinsam “Berlin Hejo!”. Hejo ist übrigens der karnevalistische Gruß in Berlin und setzt sich aus “Heiterkeit” und “Jokus” zusammen.

Der Preis für das beste Kostüm ging dieses Jahr an den Bodybuilder, der sich als Hulk verkleidete und wütend auf die vorausfahrenden Polizeiautos sprang und versuchte sie umzuschmeißen. Da ich eine feine Beobachtungsgabe besitze, entging mir nicht, dass andere Familien thematisch einheitlich verkleidet waren. Wir sahen eine Familie Feuerstein, eine Familie Gefangene und Polizisten, eine Familie Glücksbärchi und eine Familie, die als Wald (also Bäume in unterschiedlichen Größen) verkleidet war. Wir gehen nächstes Jahr als Elvis.

Seit 2006 sind wir nun dabei. Mein Mann, der größte Karnevalist in der Familie, ist dabei unübertroffen in seiner Kreativität der Kostümwahl. Auch dieses Jahr verneige ich mich ehrfürchtig:

(Super Bunny Verkleidung)

Kind 1.0 war dieser Aufzug sehr peinlich. Besonders schön war dabei zu beobachten, wie fließend Normalität ist. Wir starteten in Friedrichshain und waren natürlich die einzigen Verkleideten und wurden angestarrt, als seien wir frisch gelandete Aliens. Je näher wir dem Kudamm und damit dem Karnevalsumzug kamen, desto mehr Verkleidete begegneten uns in den öffentlichen Verkehrsmittel. Als wir schließlich in der Uhlandstraße ankamen, waren nur noch wenige Unverkleidete in der U-Bahn. Wir kicherten laut und fotografierten sie heimlich.

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Berlin hat mich verdorben

Erwähnde ich an irgendeiner Stelle schon mal, dass ich in Bayern [Aufschrei] in Franken groß geworden bin? Bis 1999 war ich dort und habe mich, so wie es die CSU auch gerne möchte, ordentdich indegrierd. Zum Integrieren gehören einige Verhaltensweisen wie das ewige Siezen. Unsere Nachbarn z.B., neben denen wir ein gutes Jahrzehnt lebten und auch regen Kontakt hatten, die sieze ich bis heute. LehrerInnen natürlich, die Eltern der FreundInnen, VerkäuferInnen. Sogar Gleichalte und schlimmstenfall Jugendliche.

Dann kam ich nach Berlin. Mein damaliger Freund duzte alle. ALLE. Er hat auch mal den Berliner Bürgermeister gesehen und geduzt. Mir war das unglaublich peinlich.

Mehr als 10 Jahre später kann ich bestimmte Menschen nur unter großen Qualen siezen.

In Bayern war es neben dem Siezen sehr wichtig allerlei andere Regeln einzuhalten. Egal wie schwachsinnig die Regel auch sein mag. In Berlin fällt es mir immer schwerer mich an Regeln zu halten, v.a. wenn ich sie unsinnig finde. Glücklicherweise gibt es allgemein weniger Regeln an die man sich halten muss. Sobald ich jedoch Berlin verlasse, sind sie wieder da: die Quatsch-Regeln nach denen ich mich richten soll.

Vor einiger Zeit waren wir beispielsweise im Hamburger Helms Museum in der Lego-Ausstellung “Zeitreise”. Da trug ich einen Rucksack. Kaum hatte ich einen Fuß in die Ausstellung gesetzt, kam eine der Aufseherinnen und wies mich darauf hin, dass Rücksäcke verboten seien. Ich deutete fragend auf die Handtasche einer anderen Besucherin, in der man ohne Probleme ein kleines Pony hätte verstecken können. Mir wurde erläutert Handtaschen seien OK Rücksäcke hingegen nicht. 1995 in Bayern hätte ich meinen Rücksack mit den Taschentüchern, Kinderwechselsachen, Geldbeutel etc. sofort weg gebracht. 14 Jahre Berlin hingegen führten zu einer längeren Diskussion über den Hintergrund des Verbots. Nachdem Argumente wie “man könne etwas einstecken” oder “Sicherheitsbedenken” für mich unsinnig erschienen, einigten wir uns darauf, dass ich den Rücksack an einem Gurt unter dem Arm tragen dürfe.

Die Kinder hatten in der Zwischenzeit angefangen sich durch den bespielbaren Legoberg abseits der Ausstellung zu bauen. Ich zückte die Kamera und wollte ein Paar Bilder von den aufgebauten Szenarien machen. Zehn Sekunden später stand eine zweite Aufseherin neben mir und wies mich darauf hin, dass es verboten sei, die Ausstellungsstücke jenseits der Absperrung zu fotografieren. Die Absperrungen waren ca. 40 cm hohe Glaswände, die um die Szenarien gestellt waren. Sie ragten mir ungefähr bis zur Hüfte und ich nahm an, dass sie v.a. Kinder davon abhalten sollten kreativ in die Aufbauten einzugreifen. Ich hatte meinen Arm mit der Kamera in den Luftraum über den Ausstellungsobjekten gehalten… (über nicht dahinter!) um Bilder ohne fingerverschmierte Glasscheiben zu machen. Wir diskutierten eine Zeit lang, aber aus Diskutierunlust gab ich nach und fotografierte brav durch die Scheiben.

Meine Begleiterin, lobpreiste währenddessen die Spielmöglichkeiten für die Kinder und um nicht vollends als ekelige Spaßbremse abgestempelt zu werden, schwieg ich. Die Kinder hatten ja wirklich Spaß beim Bespielen der Duplo- und Legosteine. Ich ertappte mich jedoch bei dem Gedanken, dass in Berlin jedes noch so poplige Eltern-Kind-Café im Vergleich zur Hamburger Ausstellung besser ausgestattet und kinderfreundlicher sei.

Die Ausstellung selbst, fand ich “nett”. Also angelehnt an das Schimpfwort “nett”. Für Erwachsene nett anzusehen. Jedoch habe ich kein Konzept bei der Auswahl der dargestellten Objekte erkannt. Die chinesische Mauer, das Colosseum von Rom, ein Paar Wikinger, hmmm. Die Beschreibungen der Objekte tja für welche Altersgruppe sollten die sein? Ich glaube kaum, dass ein Kind unter 12 auch nur zwei Sätze freiwillig gelesen – geschweige denn verstanden hätte. Für mich war die Ausstellung kein Stück auf Kinder sondern ausschließlich auf deren Eltern ausgerichtet. Meine Kinder sind pflichtbewusst einmal durchgestapft, haben aber rein gar nichts mitgenommen (gedanklich).

Ich bin einfach zu verwöhnt was kindgerechte Ausstellungen angeht. An Konzepte wie ArtPod oder das Kindermuseum im Dresdner Hygienemuseum kann die Hamburger Ausstellung nicht mal im unteren 10% Bereich heranreichen.

Im Gegensatz zu Playmobil liebe ich Lego weil es so offen ist. D.h. wenn erst mal die Aufbauanleitungen verloren gegangen sind, dann lassen sich aus ein Paar Steinen die großartigsten Fantasien nachbauen. Immer und immer wieder anders. Zuhause hängen wir noch ein bißchen auf Duplosteinen. Sehr passend hat Grindcrank Duplo als als hervorragende Möglichekit des Rapid Prototypings bezeichnet. Mit ein Paar Steinen erreicht man schnell ansehliche Ergebnisse und wenn man geduldiger ist, baut man die Modelle in Lego mit vielen weiteren Feinheiten nach.

Playmobil hingegen ist eher ein Inszenierungsspiel. Da gibt es vorgegebene Sets und die werden immer wieder aufgebaut mit wenig Freiraum für Variationen. Man kann mal die Kühe unterschiedlich hinstellen, aber im Grunde gibt das Set vor, was am Ende dort steht. Mit einem Lego City Set, ist man viel flexibler. Da kann aus einer Feuerwehr am Ende trotzdem ein Bauernhof gebaut werden.

Jedenfalls – wer eigentlich ein Playmobil-Herz hat und versehentlich in der Kindheit Lego-sozialisiert wurde, dem sei die Ausstellung empfohlen. Die historischen Szenen sind in der Tat detailreich und liebevoll inszeniert. Mehr aber auch nicht.

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ArtPod “Imaginäre Reisen”

Mindestens einmal in der Woche schreit Kind 2.0 auf dem Weg in die Kita: “Maaamaaaa, schau mal daaaaa KUNST!!!” Wir begutachten dann das referenzierte Objekt und wägen gemeinsam ab, ob der Wind Müll nur exotisch angeordnet hat oder ob es wirklich einen menschlichen Erschaffer gibt. Eindeutig bestimmen lässt sich das nicht immer.

Auf Kunst im  Lebensraum ist Kind 2.0 durch Werke der Straßenkünstlergruppe bosso fataka aufmerksam geworden. Für sehr kurze Zeit konnten wir z.B. einen Stuhl bewundern, der an einer der Säulen am Frankfurter Tor befestigt war.

Ich habe von kunsttheoretischen Ansätzen keine Ahnung und kann nur schwer erklären, warum mir eine bestimmte Art von Kunst zusagt und v.a. auch warum ich sie für lebensnotwendig halte – aber den meisten Bezug habe ich zur zeitgenössischer Kunst. V.a. dann wenn sie erfahrbar und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar ist. Zu meinen persönlichen Highlights gehört deswegen das von Hornbach gesponsorte Projekt in einem Haus in der Torstraße 166 und auch viele Ausstellungselemente unterschiedlicher Ausstellungen im Hygienemuseum Dresden (z.B. “Gehirn und Denken” oder “Glück – Welches Glück“)

In meiner Elternzeit hatte ich jeweils eine Museumsjahreskarte und habe die Kinder schon im Babyalter munter mitgeschleppt. Zu einer meiner schönsten Erinnerungen gehört eine Szene mit meinem damals 4 jährigen Patenkind, mit dem ich eine Ausstellung anschaute. Es fragte mich bei jeder Skulptur und bei jedem Bild: “Wie heißt die Kunst?” und “Warum hat der/die KünstlerIn das gemacht?”.

Ich weiß, dass v.a. letztere Frage nach der Intention, das typische Was-will-uns-der-Kunstschaffende-sagen, v.a. den Kunstschaffenden selbst auf die Nerven geht. Aber mir gefällt die Frage. Ich weiß es nämlich ebenso wenig wie das Kind, das fragt. Also unterhalten wir uns und stellen Hypothesen auf und ich finde, die kindlichen Ansätze sind völlig gleichberechtigt zu meinen Interpretationen und manchmal lenken sie meine Aufmerksamkeit zu ungesehenen und unbedachten Aspekten.

Wie für mich gemacht ist deswegen die Galerie ArtPod im Amerika Haus, die am 03.11.2012 ihre erste Ausstellung namens “Imaginäre Reisen” eröffnet hat:

ArtPod stellt in wechselnden Ausstellungen Arbeiten von international agierenden Künstlern aus, die sich auf das Experiment freuen, ihre künstlerische Neugier mit Kindern zu teilen. Die ausgewählten Werke zeichnen sich aus durch ihre Kraft, die Phantasie der Ausstellungsbesucher in Schwingung zu versetzen, Freude und Staunen hervorzurufen.

Die Ausstellung ist unfassbar großartig. Das ganze Konzept ist toll. Am Eingang können die Kinder sich einen Stempel aussuchen. Kinder und Stempel ist schon ein Mysterium für sich. Ich habe gesehen, wie ein ca. 13 jähriger Junge nach uns reinkam und sich richtig freute, dass er einen Eingangsstempel aussuchen durfte. Dann bekommen die Kinder erklärt, dass es Exponate gibt, die man anfassen darf (grüne Hand) und welche, die nur zum Anschauen bestimmt (rote durchgestrichene Hand) sind. Ich würde schätzen, dass das Verhältnis grün zu rot ca. 80 zu 20 ist.

Während der ganzen Ausstellung gibt es außerdem ReisebegleiterInnen. Ich vermute KunststudentInnen – ähnlich wie damals die MOMAnizer. Sie passen auf, dass im Enthusiasmus nicht gleich das ganze Kunstwerk zerlegt wird und ermuntern die Kinder (und Erwachsenen) andererseits die Ausstellungsstücke zu erfahren. Sie stellen Fragen oder lenken die Aufmerksamkeit auf ungesehene Details. Sie schlendern durch die Räume und Gänge und unterhalten sich mit den Kindern. Beispielsweise gibt es ein großes Holzschiff, das man herumschieben kann. Es sieht aus wie aus Papier gefaltet. Kind 2.0 saß darin und ruderte und ruderte. Einer der Ausstellungsbegleiter kam zu ihm und hat gefragt, wohin die Reise ginge. Man tauschte sich kurz aus und eine halbe Stunde später, als Kind 2.0 erneut im Boot saß, hielt man wieder Smaltalk. Wie sei es in Indien gewesen, was hätte Kind 2.0 erlebt – es entstand ein erstaunliches Gespräch.

Kind 3.0 stand im wesentlichen vor Begeisterung kreischend in einem Raum, der komplett zu einer Half-pipe verbaut war. Die Half-pipe war mit Hunderten von Pingpongbällen befüllt und diese wurden durch ein Gebläse im Kreis geschleudert. Die Kinder durften Bälle aus dem Kreislauf entnehmen und an unterschiedlichen Stellen wieder reinwerfen.

Das waren nur zwei von über 20 Objekten (22 Künstler in 12 Räumen). Die Kinder konnten sich frei bewegen und haben sich teilweise sehr lange an einzelnen Ausstellungsstücken erfreut. Als Erwachsene würde ich normalerweise nie 20 Minuten bei einem Objekt verbringen – aber ich fand das wunderbar, denn tatsächlich gibt es selbst an einem schnöden Holzstück viel zu entdecken.

Wir verbrachten gut drei Stunden in der Ausstellung. Ich schätze, ohne die Kinder hätten wir insgesamt zwanzig Minuten gebraucht. Aber genau das finde ich großartig. Ich bin regelrecht beseelt nach Hause gegangen. Ich weiß nach wie vor nicht, was mir so gut daran tut, aber es ist selten, dass ich so zufrieden bin wie am Ende dieses Nachmittags.

Deswegen: Wenn ihr Kinder habt oder mögt (es müssen ja gar nicht die eigenen sein) und wenn ihr Geduld und etwas für Kunst übrig habt, plant die Ausstellung bis zum 16.12.2012 ein.

Amerika Haus am Bahnhof Zoo
Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin

 

03. November – 16. Dezember 2012
Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14:00 – 17:00 (vormittags offen für Schulklassen
nach Anmeldung Tel: 0173-6079796 oder info@artpod.org), Sa – So 11:00 – 17:00

KünstlerInnen: Dominik Lejman (PL), Ellen Harvey (UK), Wolfgang Karl May (DE), Max Frey (AT), Egill Saebjornsson (IS), Ethan Hayes-Chute (US), Kirstine Roepstorff (DK), Michael Johansson (SE), Nina Braun (DE), Katharina Lackner (AT), Rebecca Raue (DE), Konrad Mühe (DE), Olafur Eliasson (DK), Stefan Saffer (DE), Andy Graydon (US), Thilo Frank (DE), Sophie Erlund (DK), Franz Hoefner und Harry Sachs (DE), Sebastian Hempel (DE), Hollie Chastain (US), Guy Ben-Ner (IL), Eduardo Basualdo (AR), Gaby Taplick (DE), Dustin Schenk (DE), David Krippendorff (DE)

Vielen Dank an Caroletta von Kinderzimmerkunst, die mich mit Ihrem Artikel zu dieser Ausstellung gebracht hat!

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Der verwunschene Ort

Bei meinen Spaziergängen im Plänterwald sind mir die Dinosaurier hinter dem Zaun natürlich aufgefallen. Anfang 2004 standen sie in einer größeren Gruppe relativ eng beieinander. Sie schauten über eine verwilderte Wiese. Der Tyrannosaurus Rex kippte irgendwann um. Einer der Plesosaurier verlor im Laufe der Jahre seinen Kopf. Manchmal blickte ich auf das Riesenrad, das sich langsam im Wind drehte und stellte mir vor, wie es wohl aussehen würde, wenn die Glühbirnen leuchteten und das Rad zum Leben erweckt würde.

Ich hörte von Leuten, die unter dem Zaun durchkletterten um Fotos zu machen. Seltsamerweise habe ich mich aber nie gefragt, was das eigentlich war – dort hinter dem Zaun. Dann stolperte ich über den Film Achterbahn auf Arte und endlich wußte ich, um welchen Ort es sich handelte. Letztes Jahr im Rahmen des Luna-Parkprojekts des HAU schaute ich ihn mir das erste Mal an. Die Formulierung “magischer Ort” klingt leider abgenutzt, aber tatsächlich kann ich den Spreepark nicht anders beschreiben. Ich liebe es, dort umherzulaufen und zu sehen wie die Natur sich den Ort zurückerobert.

Jeden, den der Spreepark ebenfalls interessiert, kann ich wärmstens empfehlen eine der zweistündigen Führungen mitzumachen. Der Führer Christoph ist eigentlich selbst eine Attraktion. Während er unermüdlich und sehr kurzweilig vom Schicksal des Spreeparks berichtete, fragte ich mich, welches Erlebnis ihn wohl so stark mit dem Park verbunden hat, dass er seine kompletten Wochenenden opfert, um Leute wie mich herumzuführen. Die Führung lässt einen vor den Behördenabsurditäten erschaudern, die eine Wiederbelebung des Freizeitparks anscheinend unmöglich machen.

Über zehn Jahre verwildert der Park nun und ich bin gespannt, ob es irgendwann ein funktionierendes Nutzungskonzept geben wird. Ich kann ihn jedenfalls als Ausflugsziel im Sommer sehr empfehlen. Es gibt dort das Café Mythos, das an den Wochenenden geöffnet hat. Man setzt sich mit den Kindern zum Sandkasten im Eingangsbereich, trinkt Kaffee, hört Musik und stellt sich vor wie die Vergangenheit und die Zukunft des Spreeparks aussehen.

 

 

Für die Ohren die Folge Spreepark beim Küchenradio. Vielen Dank an Simon für den Tipp.

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Ad ACTA!

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Schönster Plakatspruch:

 

 

 

(Quelle)

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