[Werbung] Wir haben jetzt Haustiere nach meinem Geschmack: Dash und Dot Roboter

Dash und Dot
Das sind die neuen Haustiere Dash und Dot. Seltsamerweise haben sie die Stimmen meiner Kinder.

An unterschiedlichen Stellen habe ich bereits darüber geschrieben, dass ich von strenger Regulierung der Medienzeit nicht viel halte. Alternativ versuche ich anzuregen, dass meine Kinder ein ausgewogenes Verhältnis von reinem Medienkonsum (egal ob nun Internet oder z.B. „Fernsehen“[1]) und kreativen Erschaffen von Inhalten haben.

Dabei ist schnell klar geworden, dass meine Kinder nicht immer toll finden, was ich toll finde.

Zum Girls‘ Day bei meinem alten Arbeitgeber, haben wir mit den Mädchen beispielsweise mit Scratch gearbeitet – was großen Anklang fand. Es schien mir daher naheliegend, dass Scratch auch meine Kinder begeistern könnte.

Das war aber ganz und gar nicht so. Erstens muss man für Scratch sicher lesen können und zweitens fehlte zumindest dem mittleren Kind irgendwie die Haptik. Es lernt tatsächlich sehr über das wörtliche begreifen.

Als ich bei Béa Beste den Dash Roboter sah, war mein Interesse deswegen sofort geweckt und ich habe mich sehr gefreut, dass wir den Dash Roboter ebenfalls zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Ich hab den Kindern die beiden Roboter (Dash und Dot) gemeinsam mit einem Tablet und den entsprechenden Apps überlassen und mir mal angeschaut, was sie damit machen.

Mit Blockly kann man die Roboter einfach steuern

Das große Kind hat sich über die App Wonder erstmal an das Programmiersystem rangetastet.

Blockly für Dash
Blockly ist ziemlich leicht zu verstehen – v.a. wenn man die Entsprechung der Befehle direkt beim Roboter sehen kann

Kind 2.0 war eigentlich den Rest des Tages nicht mehr ansprechbar, da es völlig versunken alle Funktionen und Einzelschritte ausprobierte und dann nach sechs (!) Stunden völlig erschöpft zu mir kam. Ich fragte: „Na, wie isses?“

Kind 2.0 trocken: „Langweilig“

Gut – etwas, das sechs Stunden problemlos beschäftigt, kann soooo langweilig nicht sein.

Tatsächlich saß das Kind am nächsten Tag sofort wieder mit den Robotern und probierte neue Dinge aus.

Die Art und Weise wie die Programmierung von Dash und Dot funktioniert (Blockly), ist übrigens Scratch sehr ähnlich. Allerdings sind die Zusammenhänge für Kind 2.0 offenbar viel klarer, wenn sich nicht ein Kreis über den Bildschirm sondern ein Roboter über den Boden bewegt.

Alles in allem ist es wirklich erstaunlich wie schnell ein Kind hier die Grundelemente von Programmierung lernen kann. Ohne Eltern übrigens. Ich liebe ja Spielzeuge, die ohne die Unterstützung von Erwachsenen funktionieren.

Die Puzzle-Programmierung funktioniert sogar ohne stabile Lesekenntnisse

Kind 3.0 (das noch keine große Ausdauer im Lesen hat), hatte auch Spaß an den Robotern und experimentierte mit den Programmierelementen, die visuell orientiert sind.

Es hatte ebenfalls große Freude mit den Robotern selbst, hatte dann aber schnell keine Lust mehr feste Bewergungsabläufe zu planen und in der Programmierung zu hinterlegen.

Als ich eine halbe Stunde später in den Raum kam, hatte es die Programmiersprache zu einem Raumschifferzeugungsformat umfunktioniert. Es bastelte aus den Steuerelementen und Verbindungen visuell Raumschiffe.

Dash mit Puzzle-App
Seht ihr das Raumschiff? Kind 3.0 hält sich nicht so oft an Regeln und dann entstehen tolle Sachen

Alles in allem waren die Kinder einige Wochenenden mit den Robotern beschäftigt. Ich bin allerdings gespannt, wie der Langzeittest ausfallen wird und ob sich die Begeisterung dauerhaft hält. Die Roboter stehen jedenfalls frei verfügbar im Kinderzimmer und ich habe kein Limit für die Benutzung gesetzt.

Am meisten Spaß hatten die Kinder übrigens mit der Aufnahmefunktion der Roboter. Ein Roboter, der reden kann, übt wohl einen besonderen Reiz aus.

An die Privatsphäre ist jedoch gedacht. Die Aufzeichnungen landen nämlich nicht auf den Servern des Herstellers sondern verbleiben auf dem Tablet.

Einziger Kritikpunkt von meiner Seite sind die Deutschen Übersetzungen, die an einigen Stellen für Kinder nicht hundertprozentig zu verstehen sind.

Und ich sorge mich manchmal ein wenig über die Robustheit der beiden Roboter bzw. Kind 3.0 geht doch noch oft sehr ruppig mit den beiden um und ich bin überrascht, dass noch nichts abgebrochen ist – wobei mir Dash zugesichert hat, dass man in der Bauweise auch extra an die temperamentvollen Kinder gedacht hat.

Weitere Einschätzungen zu Dash könnt ihr gerne bei Susanne von geborgen wachsen und Sarah von Mamas Kind nachlesen.

Unser Fazit: Wenn man spielerisch erste Ansätze des Programmierens lernen möchte, sind Dash und Dot ein toller Einstieg. Funktioniert ab Grundschulalter und ohne Elterneinsatz.

Schafft Dash eine neue Generation Software-EntwicklerInnen?

Apropos Programmieren – unter einen meiner Artikel zum Thema spielerisch Programmieren lernen, wurde mal kommentiert:

Ich hab‘ beruflich sehr viel mit Software anderer Leute zu tun: Projekte wie die geschilderten tragen dazu bei, das noch mehr Leute denken sie könnten Software schreiben. Während sie in Wirklichkeit nur anderer Leute Vorlagen nachvollziehen und vielleicht mal links und rechts ein paar Daten umtauschen. Ich bin sehr für einen kreativen und unbelasteten Umgang mit Technik, um den Talenten einen Einstieg zu ermöglichen. Eine Generation Profi-Programmierer werden wir damit nicht erschaffen.

Das möchte ich thematisch nochmal aufgreifen, denn die Zielstellung solcher Spielzeuge ist meiner Auffassung ganz und gar nicht ein Heer an Programmiererinnen und Programmierer zu erschaffen.

Mir geht es v.a. darum, dass Medienzeit nicht leicht apathisch und passiv vor dem Rechner verbracht wird, sondern dass die Kreativität und der Phantasie angeregt werden und das nebenher eine Technikaffinität entsteht, die im späteren Leben hilft up-to-date zu bleiben und von all den Vorteilen, die die Digitalisierung birgt, zu profitieren und v.a. auch so viel Einsicht und Verständnis zu haben, sich kritisch mit Neuerungen auseinanderzusetzen und diese nicht aus Unwissenheit und Unsicherheit zu verteufeln.

Viele reagieren so ängstlich und ablehnend weil bestimmte Geräte oder Plattformen für sie undurchschaubar sind. Spielzeug wie Dash helfen, die wichtige Grenze zwischen „Da steht eine Blackbox, die magisch Dinge tut“ und „Das ist eine Maschine, die Befehle befolgt“ aufzulösen und ein Grundverständnis für das Konzept Algorithmus zu vermitteln.

Schulen können diese Kompetenzen meiner Erfahrung nach nicht im Ansatz vermitteln. Alles, was ich bislang unter dem Deckmantel „Computerunterricht“ gesehen habe, sind im Grunde Windows Produkt Schulungen.

Die Kinder lernen Shortcuts von Windows, zeichnen in Paint und lernen Word-Funktionen kennen und das soll dann für die Zukunft wappnen und Medienkompetenz vermitteln.

Das lässt mich wirklich immer wieder ratlos zurück.

Ich finde deswegen Spielzeuge wie Dash und Co. gehören in die Kinderzimmer, denn die machen so viel Spaß, dass sie das leidige Thema Computerunterricht in der Schule wirklich gut kompensieren.

Apropos Kinderzimmer – in euer Kinderzimmer kann Dash auch einziehen. Ich freue mich einen Dash verlosen zu können!

Die Sommerferien haben begonnen und vielleicht hilft Dash die endlosen und (für mich als Kind waren sie endlos) zu überbrücken.

Verlosung! Was ihr tun müsst, um zu gewinnen:

  • verlost wird ein Dash Roboter von Wonder Workshop [Amazon Werbelink]
  • das Roboter-Set wird verlost unter allen Kommentaren im Blog – beantwortet mir folgende Frage: Wie vermittelt ihr euren Kindern Medienkompetenz und technisches Grundverständnis?
  • mitmachen können alle volljährigen natürlichen Personen
  • die Verlosung läuft bis zum 04. August 2017 um 23 Uhr
  • die GewinnerInnen werden ausgelost und per Mail benachrichtigt
  • der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen
  • erhalte ich innerhalb einer Woche keine Rückmeldung auf die Gewinnbenachrichtigung, verfällt der Gewinn

[1] Einen Fernseher besitzen wir seit mehreren Jahren nicht und seit DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt worden ist, konsumieren wir auch nichts mehr aus dem laufenden TV Programm.