[Anzeige] Let’s talk – Hörwelten

Hörspiele
StockSnap @pixabay

Gemeinsam mit SCHAU HIN! habe ich eine kleine Serie zum Thema Kinder und digitale Medien gestartet.

Im Zentrum meiner Serie sollen die Chancen, die (neue) Medien mit sich bringen, stehen und ich will beschreiben, wie wir als Familie im Alltag damit umgehen und gerne auch von Euch hören, wie ihr den Alltag mit Kindern und digitalen Medien gestaltet.

Risiken und Gefahren werden durch Kulturpessimisten aller Ausrichtungen zu genüge beklagt. Viele Eltern reagieren mit Unsicherheit und statt sich mit den einzelnen Themen auseinanderzusetzen, wird schnell mal ein Verbot verhängt.

Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass Verbote in Sachen Medienkonsum nichts bringen. Deswegen versuche ich mit meinen Kindern im Gespräch zu bleiben und Lösungen zu erarbeiten, die für uns beide alle passen. Das ist auch der Grund warum ich die Serie Let’s talk nenne.

Im sechsten Teil geht es um: Hörspiele und Podcasts

Mit Hörspielen sind wir aufgewachsen

In Sachen Hörspiele und Co. habe ich tatsächlich noch nie Eltern gehört, die sich bei ihren Kindern um irgendwas Sorgen machen. Erstaunlich, oder?

Meine Hypothese lautet, dass die Elterngeneration mit Hörspielen aufgewachsen ist. Kassetten und Schallplatten hatten vermutlich fast alle – und das was man kennt, kann man beurteilen und dann bleiben auch die Ängste und Zeigefinger weg.

Ich habe noch lebhafte Erinnerungen an all die spannenden Jan Tenner Folgen, die ich rauf und runter gehört habe. Damals schon hochmodern auf Kassette. Ebenso nostalgisch erinnere ich mich an die Schallplatten, die wir hatten, wie ich sie vorsichtig aus der Hülle nehme, auf den Schallplattenspieler lege und langsam die Nadel sinken lasse. Wie manche Platten sich auf und ab bewegen, wie manche hängen bleiben und wie sie auch irgendwann anfingen zu leiern. Am liebsten habe ich meine Märchensammlung gehört, auf der auch das Lied „Der König in Thule“ war, das ich immer und immer und immer wieder gehört habe – einfach weil es so wunderbar traurig war.

Die Möglichkeiten sind heute nahezu unüberschaubar

Früher war es schon viel, wenn man zehn Kassetten und Schallplatten hatte. Über so eine Beschränkung kann man heute nur lachen. Es gibt zahlreiche Plattformen, deren Angebot so groß ist, dass man niemals alles hören kann.

Gemeint sind Sportify, Audible, Deezer, Amazon Prime Music, um nur einige Anbieter zu nennen.

Wir sind auch dankbare Konsumenten von Ohrka (wieder online ab 1.11.) und Vorleser und besuchen regelmäßig die Bibliothek, um uns dort Hörspiele auszuleihen.

Dass die Vielfalt zugenommen hat und dass es nicht mehr nötig ist, Kassetten, CDs und Platten zu besitzen, hat Eltern große Erleichterung gebracht.

Ende der 80er konnte mich meine jüngere Schwester noch foltern, indem sie ihre Bibi Blocksberg Sammlung immer und immer wieder gehört hat. Selbst das erste Kind unserer Familie, hat tagein, tagaus die selben Hörspiele gehört, bis wir Eltern letztendlich wimmernd um Gnade bitten mussten.

Das hat, wie gesagt, endlich ein Ende. Natürlich lieben Kinder immer noch Wiederholungen – dennoch kann man als Eltern viel einfacher die ein oder andere Alternative anbieten.

Hörspiele
kaboompics @pixabay

Worauf achten, wenn man Kinder eigenständig Hörprogramm auswählen lässt

Ich mag ja selbständige Kinder und von daher finde ich das Thema Audio-Plattformen gar nicht so untrivial. Für Kinder, die nicht sicher lesen können, ist es letztendlich ziemlich schwierig sich etwas auszusuchen.

Sie müssen ggf. die Browseradresse kennen und eingeben können und dann aus dem Angebot wählen.

Meines Wissens nach haben die meisten der genannten Plattformen keinen Altersfilter. Ohne Begleitung rutschen die Kinder da leicht in Formate, die ihnen vielleicht Angst machen oder sie beunruhigen.

Ich weiß nur von Deezer, dass man dort ein Altersprofil einstellen kann und die Inhalte entsprechend gefiltert werden. Korrigiert mich, wenn die anderen Plattformen das in der Zwischenzeit auch haben.

Ein bisschen einfacher wird es für die Kinder, wenn sie (eigene) Endgeräte haben, auf denen sie Apps benutzen können, da dort die grafische Darstellung und die Bedienart die Auswahl des gewünschten Programms erleichtern.

Eine weiteres Universum: Podcasts

Ich höre mit meinen Kindern tatsächlich oft Podcasts. Sie wollen lieber bestimmte Informationen anhören als komplette Hörspiel(serien) verfolgen. Wenn sie was über Raubkatzen oder Orkane wissen wollen, werden wir bei den Podcasts viel schneller fündig.

Dafür gibt es Suchmaschinen wie fyyd und Podfilter oder man steuert seiten wie Kidspods an, die extra für und von Kindern gemacht sind.

In Deutschland ist es noch sehr, sehr unüblich Werbung in Podcasts einzubauen. Das schätze ich im Moment noch sehr. Insbesondere das Privatradio macht mich in dieser Hinsicht irre. Was die Kinder dort für einen Quatsch hören müssen, ist wirklich zum Kopf auf den Tisch hauen. Leider betrifft das oft nicht nur die Werbung sondern auch die Sequenzen dazwischen (die ich kaum „Programm“ nennen mag).

Wenn Radio für Kinder, dann bitte so etwas wie Kakadu.

Hörspiele
snsforyou @pixabay

Altersgemäß bereitstellen

Für mich ist hier, je nach Alter, das Begleiten und Mitauswählen zentral. Kindern bis in die ca. 2. oder 3. Klasse würde ich eher ein eingeschränktes Angebot überlassen.

Am besten sind da noch die CDs. Die können die Kleinen anhand des Covers auswählen und dann selbst in den CD-Player legen und anhören.

Wie gesagt, Kinder lieben Wiederholungen und am Ende reicht da ein überschaubares Kontingent an Olchis, Conni, Bobo Siebenschläfer und Co.

Erst wenn die Kinder älter sind und tatsächlich gut lesen können, würde ich sie auf das größere Angebot loslassen. Wie gesagt, auch da finde ich Altersfilter gut.

Erst ab 12 bis 13 Jahre würde ich mir dann keine Sorgen mehr machen, dass ein Kind nicht auch für sich selbst beurteilen kann, was ihm gut tut und was nicht.

Fazit: auch hier begleiten

Ich finde es wichtig, die Kinder auch in Sachen Hörwelten zu begleiten. Es ist schon ein bisschen bizarr, dass hier wenig Diskussion unter Eltern stattfindet. Während man 30 min Computerspielen teilweise für bedenklich hält, sind 8 Stunden Radio oder Hörspiele als Dauerbeschallung im Hintergrund als anderes Extrem anscheinend kein Thema.

Wie ist das bei Euch? Was hören Eure Kinder? Was sind Eure Empfehlungen? Begrenzt ihr Hörzeiten? Welche Formate findet ihr gut und warum?

Kommentiert einfach hier, teilt eure Medienmomente auf Instagram, bloggt selbst darüber, twittert oder schreibt darüber auf Facebook. Wenn ihr euren Beiträge mit dem Hashtag #medienmomente markiert, können sie später eingesammelt und geteilt werden.

Weiterführende Links:

Teil 1 von Let’s talk: Nicht wie lange sondern was
Teil 2 von Let’s talk: Messenger
Teil 3 von Let’s talk: Computerspiele
Teil 4 von Let’s talk: YouTube
Teil 5 von Let’s talk: Fernsehen und Streaming-Dienste

[Werbung] Streamingdienst Deezer im Test

Musik hat in meinem Erwachsenenleben die letzten zehn Jahre keine besonders wichtige Rolle gespielt. Vielleicht hab ich mich deswegen bislang noch nicht mit dem Thema Musik-Streaming-Dienste auseinander gesetzt.

Als Teenager und junge Erwachsene war das anderes. Da war Musik lebenswichtig. Für jede Gemütslage gab es die passenden Lieder. Am wichtigsten war die Kategorie „Liebeskummer“. Durch den schlimmsten Herzschmerz hat mich zum Beispiel die Stimme von Jochen Distelmeyer begleitet. In diesem Zusammenhang auch aktuell bestens geeignet sein Cover-Album „Songs From The Bottom“:

Dann kamen die Kinder und damit hat sich das Thema Musik bzw. dauerhafte Hintergrundbeschallung vorläufig erledigt. Mit kleinen und mittelgroßen Kindern ist es einfach immer laut (jedenfalls mit meinen). Ich wollte nur noch eines:

S. T. I. L. L. E.

Aber auch die lautesten Kinder werden älter und damit leiser und plötzlich war wieder Raum für Zusatzschallquellen in meinem Leben.

Allerdings eher in Form von Podcasts und Hörbüchern. Die ich mit Vorliebe per Kopfhörer in öffentlichen Verkehrsmitteln höre oder bei der langweiligen Hausarbeit.

Auch Hörspiele für Kinder haben in unserem Leben zunehmend eine Rolle gespielt (*singt Coooniiii mit der ******* im Haaaar!*).

Deswegen ist es eigentlich nicht falsch Kundin eines Musik-Streaming-Dienstes zu sein.

Da ich bislang nicht dazu gekommen bin mich bei einem Anbieter anzumelden, habe ich mich gefreut von Deezer eingeladen zu werden, das Angebot mal zu testen. Am passendsten erschien der Deezer Familiy Account für 14,99 im Monat. Da können sechs Personen gleichzeitig mit eigenem Profil aus den 43 Mio Songs, Podcasts und Hörbüchern auswählen.

Deezer Family

Eigene Profile sind wirklich wichtig! Das wissen alle Eltern, die in bestimmten Shoppingportalen Geburtstagsgeschenke eingekauft haben und dann erstmal drei Monate lang mit den entsprechenden Produkten in den Empfehlungen vollgemüllt werden.

Deezer Profil
Im Browser muss man das Geschlecht nicht angeben. Deezer sagt, dass das Geschlecht ohnehin keine Auswirkung auf die Vorschlagsalgorithmen hätte.

In den Profilen* kann man außerdem hinterlegen wie alt die Kinder sind und so wird automatisch alles rausgefiltert, was aufgrund der Altersempfehlung nicht geeignet ist.

Deezer Suchergebnis nach Alter
Links Suchergebnis Erwachsenenprofil – rechts Kinderprofil

Ich fand die Auswahl für die Kinderhörspiele richtig gut – wahrscheinlich war mein Urteil stark davon beeinflusst, dass das Lieblingshörspiel meiner Kindheit – Jan Tenner – auf Deezer verfügbar ist.

(Die Auswahl ist aber wirklich reichhaltig. Es gibt z.B. Ritter Rost, viele Otfried Preußler Bücher, Wickie, Pixi Wissen, Die drei ??? und Was ist Was [leider auch Bibi & Tina, Conni und Mia and me])

Deezer Kinderhörspiele

Sehr nett finde ich im Zusammenhang Kinder/Jugendliche übrigens das feature „Mit Songtext abspielen“.

Deezer Karaoke

Für mich war Mitsingen beim Musikhören als Teenager enorm wichtig.

Ansonsten kann man bei Deezer all das machen, was man von einem Musik-Streaming-Dienst erwarten würde. Die Inhalte z.B. runterladen, so dass man sie auch offline hören kann:

Deezer Download

Sich mit der Funktion „Flow“ Musik vorschlagen lassen (und ich muss sagen, es wurde mir wirklich fast nur Musik vorgeschlagen, die mir auch wirklich gefällt).

Es ist möglich Playlisten zu erstellen oder anderer Leute Playlisten zu hören und es gibt auch redaktionell gepflegte Listen wie z.B. „Women of Rock“ (was ich sehr löblich finde, denn es gibt ja nach wie vor z.B. öffentlich-rechtliche Sender, die Musikspecials machen, in denen keine einzige Frau vorkommt…) – was v.a. nach einiger Zeit relevant wird, wenn man alles durchgehört hat, was man ohnehin schon kennt.

Die Browser-Version von Deezer fand ich nicht so wirklich intuitiv bedienbar. Ganz anders die App, in der man wirklich sofort alle Funktionen findet, die man sucht.

Dort ist z.B. auch möglich einen Equalizer zu aktivieren und sich einige Parameter selbst zu konfigurieren. Das ist übrigens auch die Stelle, an der man abstellen kann, dass außerhalb des WLANs Musik runtergeladen wird.

Deezer Audio Einstellungen

Ich war auch mit der Podcast und Hörbuchauswahl zufrieden. Natürlich kann ich mir bestimmte Podcasts, die mich interessieren, auch ohne Deezer abonnieren – aber ich fand es nicht schlecht mal ein paar neue Formate zu entdecken. Es gibt übrigens auch eine Handvoll Eigenproduktionen (Deezer Originals), die exklusiv nur auf Deezer verfügbar sind, wie zum Beispiel „Das kleine Fernsehballett“ mit Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier. Es ist geplant, dass die Deezer Originals noch weiter ausgebaut werden.

Deezer Hörbücher

Im Deezer Lab kann man sogar einige Features ausprobieren, die noch nicht implementiert sind. Aktuell z.B. Sleep Timer.

Alles in allem war ich wirklich zufrieden. Da ich andere Streaming-Dienste nicht benutze, weiß ich natürlich nicht, ob es noch weitere Killer-Features gibt, aber die könnt ihr mir ja in den Kommentaren verraten.


 

*Es sei denn die Kinder kommen drauf, dass man sich das Passwort teilt und deswegen auch mit dem Account der Erwachsenen hören kann. Das ist vielleicht noch verbesserungsfähig. Denkbar wäre, dass das Abspielen bestimmter Inhalte z.B. per Pin gesichert wird.