Um ehrlich zu sein…

Mitte der Neunziger habe ich Paul Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“ gelesen. Hängen geblieben ist eigentlich nichts bis auf eine kleine Anekdote von einem Paar. Die Geschichte beginnt beim Frühstück, die beiden sind schon viele Jahre verheiratet.
Der Mann schüttet die letzten Cornflakes aus der Packung in eine Schüssel. Die Frau holt freudestrahlend eine neue Packung aus dem Schrank, woraufhin der Mann völlig ausflippt und rumschreit, er könne diese ********* Cornflakes nicht mehr sehen.
(So erinnere ich mich jedenfalls ohne die letzten 20 Jahre nochmal nachgelesen zu haben)
Die Frau ist natürlich total verwundert. Das waren doch die Lieblingscornflakes des Mannes. Ganz zum Beginn der Beziehung hatte sie sie mal gekauft und seitdem hatte er sie jeden Tag mit großer Begeisterung gegessen. Um ihn glücklich zu machen, sorgte sie all die Jahre aufopferungsvoll dafür, dass immer Cornflakes im Haus waren.
Als die Frau nachfragt, stellt sich heraus: Der Mann hasst Cornflakes. Schon immer. Er hatte sie nur nicht kränken wollen und deswegen Freude beim ersten Kauf vorgetäuscht und dann der Frau zuliebe immer und immer wieder aufgegessen – stets in der Hoffnung, die Frau würde eines Tages nicht mehr an die Cornflakes denken und sie würden damit für immer aus seinem Leben verschwinden.

An diese Geschichte muss ich sehr oft denken. Ich habe nämlich eine Art Diplomatiesperre wenn es um persönliche Beziehungen geht. Ich kann einfach nicht sozial erwünscht antworten. Überhaupt sind mir wertende Fragen aller Art ein Gräuel.
– Wie war der Film?
– Gefällt dir mein Hemd?
– Findest du das Buch gut?
Natürlich habe ich eine Meinung.
– Doof
– Doof
– Nö
Aber warum sollte ich diese kund tun? Es ist doch meine Meinung? Sie hat nichts mit Wahrheit zu tun. Und noch wichtiger, wenn mein Kind z.B. in einem rosafarbenen Pullover mit glitzerndem Pferdekopf vor mir steht und ich in den glänzenden Augen erkennen kann, dass es total glücklich mit seiner Kleidungswahl ist, WARUM soll ich dazu was sagen?
Also hoffe ich inständig, das Kind fragt mich nicht: Wie findest du meinen Pullover?
Denn was soll ich tun? Meine Meinung sagen: „Ich finde den Pullover grauenhaft“ oder antworten, wie es das Kind glücklich macht: „Er ist wunderschön!“
Ich versuche mich im Fall der Fälle rauszuwinden. Mit Gegenfragen: „Gefällt er denn dir?“ oder ich verweigere die Ich-Botschaft „Ich bin mir sicher, DIR gefällt er sehr, oder?“

Mit den Kindern geht das ganz gut.
Mit Erwachsenen gestaltet sich das ganze etwas schwieriger. Zum Beispiel wenn man sich neu kennenlernt.
Da steht der neue Schwarm z.B. mit einem Strauß roter Rosen in der Tür und strahlt und ich denke: „Ach Du scheiße, ich hasse Rosen!“
Ich reiße mich dann zusammen und denke intensiv an die romantischen Absichten meines Gegenübers, denke daran dass Rosen als Überbleibsel der Morgenröte gemeinsam mit Aphrodite aus dem Meeresschaum entstanden sind, denke ans Meer, ans blaue Meer, an unendliche Weiten und gerade wenn ich mich beinahe entspannt habe, fragt mein Verehrer: „Und? Gefallen dir die Rosen?“
In mir formt sich dann ein Gefühlsgewitter, gespeist aus dem Wissen, dass ich diplomatisch antworten sollte, um mein Gegenüber nicht zu verletzten plus der Aussicht die nächsten 10 Jahre rote Rosen zu erhalten. Beide Seiten gleichstark aufgeladen, passiert was bei Hühnern beispielsweise geschieht wenn sie gleichzeitig vor einem Objekt flüchten wollen und sich ebenso sehr für selbiges interessieren. Wenn also beide Motive gleichstark aufgeladen sind, keinem der beiden Impulse nachgegangen wird, dann bildet sich eine Übersprungshandlung heraus und das Huhn pickt ein paar Körner auf.
Ich frage in einer solchen Situation mit leicht hysterischer Stimme nach Getränkewünschen.
– Und? Gefallen dir die Rosen?
– Ahhh! Was würdest du denn gerne trinken? Biersektweineinmixgetränk vielleicht?
Dann verschwinde ich in die Küche und öffne ein paar Schranktüren.
Das geht eigentlich ganz gut. Jedenfalls so lange die Beziehung nicht allzu ernst ist. Doch wenn ich spüre, dass ich emotional doch etwas stärker involviert bin, dann wird es für mich sehr schwer.
Ich würde dann so gerne ehrlich sein. „Ich weiß, dass du mir eine Freude machen wolltest, aber ich HASSE Rosen.“ und wenn ich dann schon in Wallung bin, dann würde ich sie gerne zerfleddern, hin- und herschütteln, den ganzen Strauß auf den Boden werfen und darauf rumspringe… (ok, ich neige manchmal etwas zu überzogenen Phantasien). Also ich würde das gerne sehr ruhig sagen, den Strauß gefasst entgegen nehmen, in eine Vase stellen, dem Schenkenden gegenübertreten und ihm leise ins Ohr flüstern: „Bitte bring mir nie wieder Rosen mit.“
Ja, kann man sagen, das ist ja jetzt nicht so ein Problem. Ist es aber doch! IST ES ABER DOCH!
Denn ich mag so vieles nicht.
Die Farbe rot zum Beispiel. Esoterikquatsch. Obst. Musicals, Filme mit Tom Cruise, Klavierkonzerte mit Tori Amos. Pathos.
Wie soll ich bloß damit umgehen?
Ich bin bald vierzig. Ich hab keine Zeit mehr zu verschwenden. Ich kann mir nicht ein halbes Jahr (gar länger!) Zeit nehmen und jemanden kennen lernen und dann stellt sich irgendwann heraus, er will mit mir „Cats“ sehen. Oder er trinkt gerne Rotwein. Oder er mag den Geruch von Vanille.
Ich denke, es ist daher vielleicht sinnvoll eine kleine Liste von wichtigen Punkten zu erarbeiten. Also Dinge, die ich mag und Dinge, die ich nicht mag.
Interessierte dürften dann natürlich weiterhin Rotwein trinken, aber sie dürfen nie verlangen, dass ich Rotwein trinke und mir auch nie Rotwein schenken. Auch nicht diesen Rotwein, den man einfach lieben muss, auch wenn man eigentlich keinen Rotwein mag.
Wahrscheinlich ist dieser Merkzettel eine gute Idee. Ich werde ihn hier im Blog einstellen. Dann kann man sich das in Ruhe anschauen und dann entscheiden, ob man mal mit mir ausgehen will. Ja, ich denke, so mache ich das. Ein Google-Doc. Bitte nicht ausdrucken. Immer nur online anschauen. Ich ändere meine Meinung nämlich durchaus mal. Die Grenzen sind außerdem fließend. Wer mag z.B. keine Pfingstrosen. Pfingstrosen sind im Vergleich zur vulgären Rose wunderschön! Ich liebe Pfingstrosen und Weißwein.

P.S. Aber keine weiße Schokolade. Das ist nämlich keine Schokolade. Das ist Kakaobutter!

Autorin: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

75 Reaktionen zu „Um ehrlich zu sein…“

  1. Ich hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber ich habe zu all diesen Themen eine Sommerferien-Buchempfehlung: Das Rosie-Projekt. PartnerInnensuche, Ehrlichkeit, Konventionen, Anderssein…alles dabei und sehr witzig verpackt.
    Unbedingt lesen.

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  2. Eine gute Freundin/Kollegin von mir HASST Schnittblumen aller Art und ich ziehe sie gerne damit auf. Aber ich bin froh, dass ich das weiß, denn so kann ich zumindest dieses Fettnäpfchen vermeiden und ich habe auch schon die eine oder andere Situation retten können, z.B. mit einem diskreten Hinweis an den Chef/die Chefin.

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  3. Huch, so viele Kommentare!
    So, und jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
    Ich halte es mit der Höflichkeit in solchen Dingen. Zum Einen weil es stressfreier ist und zum anderen weil ich meine Meinung durchaus ändere.
    Ich stelle mir vor, dass andere Menschen sich Gedanken machen, wenn Sie vorhaben, mir eine Freude zu machen. Sie meinen es gut und freuen sich über mein Lächeln und über mein Danke. Was bringt es, dann zu sagen, dass ich Chrysanthemen blöd finde?
    Ich verletze nur unnötig. Ich sage dann, dass das schöne Blumen sind, was ja stimmt.
    Ich darf weglassen, dass ich den Geruch nicht ertragen kann. Ich sag eben, dass ich so bizarre Blüten mag, was ich in meinen Lieblingsblumen,Orchideen eben, perfekt wiederfinde.
    So!
    Und beim Essen und Trinken frage ich, ob es eben Wasser gibt statt Wein, oder milchfreien Nachtisch, Obst halt oder was anderes.
    Und dann schwärme ich von einem bestimmten Essen aus dem Urlaub, diese oder jene Spezialität, ich liebe alles mit Ingwer. Und so bringt man mir Ingwer mit.
    Ich halte es damit zu sagen, was ich mag, was mir gefällt, und mit allem anderen arangiere ich mich zeitweise. Und ich finde es spannend, rauszufinden, was andere mögen. Vielleicht gefällt es mir ja obwohl ich zuerst dachte, es gefällt mir nicht.
    So habe ich festgestellt, dass ich zwar Schießfilme nicht mag, „KillBill“ aber mit seiner ironischen Brutalität liebe.

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  4. liebes nuff,

    das problem liegt da wohl in dir selbst. lass ihn doch rosen mitbringen. sag ihm einfach, dass du lieber pfingstrosen hättest. schmeißt die rosen zusammen aus dem fenster. bäng, fertig die laube. wo bitteschön ist das problem, wenn einer deine liste nicht kennt und einfach ausprobiert? versuch und irrtum. drüber reden. anders machen. toll.
    muss denn alles immer so sein, wie du es willst? torschlusspanik kann ganz schön unzufrieden machen.

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  5. Schöne Zusammenfassung, warum Menschen ab einem gewissen Alter nur noch im seltensten Fall eine glückliche Beziehung eingehen können.

    Beide potenziellen Partner haben ihre ganz persönliche Liste der akzeptablen und nicht akzeptablen Dinge in Stein gemeißelt, dulden keinerlei Abweichung und begegnen Fehlversuchen mit übertriebener Ablehnung. (Gewaltphantasien wegen Rosen? Ernsthaft?)

    Jede Sekunde der Beziehung zählt, alles muss perfekt sein und der Partner muss selbstverständlich alles richtig machen, ohne jemals Feeback zu benötigen. Anders herum wird jede Kritik zum Deal-Breaker. Kämst Du damit klar, wenn Dein Schwarm zu Deinen Marotten nicht höflich schweigen, sondern offen seine Meinung sagen würde? Du drehst ja schon völlig durch, wenn er Dir Rosen mitbringt. SCNR.

    Ich sehe diese Kompromisslosigkeit in meinem Bekanntenkreis bei allen, die nach „Mr. Right“ suchen und von einer unglücklichen Affäre in die nächste stolpern. „Anleitung zum Unglücklichsein“ trifft es schon sehr gut.

    tl; dr: Wenn meiner Tochter ihr rosa Lieblingspulli gefällt, dann gefällt er mir auch, weil er sie glücklich macht. Ich muss ihn ja nicht anziehen. So einfach ist das.

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  6. „Ja, kann man sagen, das ist ja jetzt nicht so ein Problem. Ist es aber doch! IST ES ABER DOCH!“
    Es fehlt noch eine überzeugende Begründung dieser Schlüsselbehauptung. ;)

    Gerade gegenüber den engsten Vertrauten muss man Ehrlichkeit zulassen können. Diplomatie ist etwas für schwache und öffentliche Beziehungen. Einer unbekannten Frau im Modeladen würde ich nicht sagen, dass ihr das anprobierte Kleid nicht steht. Hier würde ich diplomatische und ausweichende Floskeln bemühen. Meiner Frau geige ich in solchen Situationen aber ehrlich die Meinung.

    Versetzen Sie sich einfach in das Gegenüber, wenn Sie glauben, die ehrliche Meinung nicht aussprechen zu dürfen. Würde es Ihnen gefallen, wenn Sie Ihrem Partner etwas Schönes vorbereiten und er das glaubwürdig schön findet, obwohl es ihn innerlich anwidert? Und wie würde Ihnen das erst gefallen, wenn Sie auf diese Täuschung hereinfallen und dem Partner die „Freude“ immer wieder neu bereiten? ;)

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  7. Ich kenne das. Darum habe ich überhaupt nicht gerne Geschenke, ja habe gar so etwas wie eine Abneigung gegen Situationen in denen Geschenke gemacht werden. Es wird doch meist erwartet (manchmal auch nur unterbewusst), dass der Beschenkte sich freut…zu freuen hat! Wenigstens die Annerkennung des Gedanken des Schenkenden usw.
    Viele die einen gut kennen sollten, wie z.Bsp. nahe Angehörige, meinen man habe doch diese oder jene Vorliebe. Ja vielleicht damals, als ich 5, 15 oder 25 Jahre alt war, aber heute muss das nicht mehr gleich sein.
    Ich will mich nicht freuen müssen, wenn mir etwas nicht gefällt oder ich es nicht will. Das ist so aufgezwungen, fremdbestimmt.
    Wenn jemand ehrliches Interesse an einem hat, und ja, dazu können natürlich auch Eltern, Verwandte und Freunde gehören, nicht nur Partner, kann man vorher fragen was einem gefallen würde oder was man brauchen könnte.

    Bestimmt wird nun jemand meine: Aber da fehlt doch die Überraschung!
    Stimmt, spontane Geschenke funktionieren so nur, wenn mich jemand gut genug kennt, dass man weiss was ich mag (jetzt, nicht vor 30 Jahren).
    Aber ehrlich, lieber bekomme ich keine Geschenke oder gar Überraschungen, als dass ich dann hinterher so tun muss als ob oder sich, wenn ich das nicht tue, jemand beleidigt und vor den Kopf gestossen fühlt (Ich hasse es, Leute zu enttäuschen).

    Also fühle ich in dieser Hinsicht total mit Dir und kann Dich verstehen.

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  8. Ich verstehe deine Haltung nicht und halte sie auch für sehr gefährlich.
    Deine Freunde und Mitmenschen respektieren dich so sehr, dass sie an deiner ehrlichen Meinung interessiert sind. Diese sollte man auch nicht vorenthalten, oder umgehen, um sie nicht zu verletzen, oder ihren Traum nicht zu zerstören. Das ist Falsch und respektlos. Versetze dich doch in ihre Lage?

    Stell dir vor, du bist die Frau die ihrem Ehemann ewig und mit voller Hingabe jeden Tag diese Cornflakes kauft und sie ihm jeden Tag auf dem Tisch stellt? Hätte sie von ihrem Mann gleich zu Beginn charmant die ehrliche Meinung gesagt bekommen, hätte sich nicht dieser Zorn beim Ehemann entwickelt und sie wäre nach den Jahren nicht so unsäglich verletzt worden. Aber srly. Cornflakes? Als Streitthema? OMG da muss ich nur schmunzeln! ;)

    Besseres Beispiel:
    Kennst du das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“?
    Natürlich kennst du es. Trotzdem erläutere ich es kurz:

    – Kaiser will immer neue Kleider.
    – Kaiser beordert den besten Schneider im ganzen Königreich.
    – Schneider ist sehr gestresst und weiß auch nicht um neue Kleider.
    – Kurzerhand erzählt er eine Lüge und schneidert ihm ein unsichtbares Gewand.
    – Kaiser voller stolz, zeigt sein Gewand zunächst nur den Angestellten im Schloss.
    – Diese spielen mit aus Respekt und Ehrfurcht.
    – Das ganze artet aus und der Kaiser zeigt seinem Volk sein neues Gewand.
    – Kind auf dem Platz schreit die Wahrheit heraus.
    – Kaiser ist eine Lachnummer.

    Fazit:
    Ich empfinde es als ein Fehlverhalten meiner Freunde mir NICHT die Wahrheit zu sagen und es sehr verletzend. Verletzender als mir Honig ums Maul zu schmieren.
    Wie sagt man so schön? Lieber frontal von einer Keule erschlagen, als mit einem Messer im Rücken verbluten.

    Ich glaube das ist ein Problem das ich oft beobachte und das mir missfällt. Ich erwarte von meinen Mitmenschen, das sie einen starken Charakter besitzen und mit der Wahrheit umgehen können, denn das gehört zum Leben dazu! Mit starken Charakter meine ich auch eher Einfühlungsvermögen, Verständnis und Tolleranz! Es ist Niemanden geholfen, Meinungen anderer, Informationen, Argumentationen und Kommentare mit Rosen und Duftwölkchen auf ein Tablet serviert zu bekommen. Bei Kindern ist das allerdings etwas anderes. :)

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  9. Entspannt wäre der Typ doch nur, wenn er die Rosen nach dem abwertenden Kommentar selbst zu Boden würfe und hysterisch (mit Dir zusammen) darauf rumtrampelte.

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  10. Hi. Da ich ähnlich ticke und viel drüber nachgedacht hab, warum, bin ich schliesslich zu dem ergebnis gekommen, dass mein verhalten darauf beruht, dass ich zum teil einfach so scheiss verwöhnt bin, dass ich glaube, mein wohlbefinden und meine meinung wäre relevanter als die des gegenübers. Wobei ich absolut der meinung bin, dass man seine gefühle und gedanken frei äussern darf und sollte. Solange man einen gesunden respekt gegenüber anderen menschen hat. Wenn nicht, ist man nur ein affektierter affe

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  11. mal ehrlich: wie soll mein gegenüber etwas über mich erfahren, wenn ich ihm nicht sage, was ich denke? natürlich würde ich nicht „ich hasse rosen!“ sagen, eher: „die armen blumen, musten die wirklich für mich sterben?“ oder „lieb gemeint, aber ne topfpflanze wäre irgendwie lebendiger“.

    es nicht zu sagen, auch es meinem kind nicht zu sagen, ist FEIGHEIT und verhindert, daß andere lernen, ganz einfach. der rest ist nur der versuch, dir das zurecht zu erklären.

    das ergebnis: 4000 jahre frühstücksflocken.

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  12. Aber. In weißer „Schokolade“ istdoch überhauptgarkeinKakaodrin??? Wieso Kakaobutter? Im Übrigen: rote Pfingstrosen ok?

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  13. Im Zweifelsfall – das habe ich von meinem Liebsten gelernt – die Wahrheit. Ich komme aus einer Familie, in der NIE einer sagt, was er denkt. Das ist supermühsame Kommunikation. Die direkte Art des Liebsten fand ich anfangs hart, finde sie mittlerweile aber hart, aber herzlich. Sie vereinfacht das Leben sehr und spart Zeit und Energie, zumindest empfinde ich das so.
    Aber man muss eine gute Vertrauensbasis haben und sich überlegen, wie man Dinge formuliert. Also „Ich hasse Rosen!“ ist vielleicht etwas abschreckend. „Vielen Dank…“ und dann in einer stillen Stunde: „Weißt du, ich bin ein riesiger Pfingstrosenfan, klassische Rosen liegen mir nicht, da denke ich immer an…“ funktioniert vielleicht.

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  14. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Genau! Allerdings ist meine Liste der Dinge, die ich hasse, natürlich eine ganz andere. Aber sonst: jupp!
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  15. Ich kann nicht glauben, dass es Menschen gibt, die keinerlei OBst mögen. Auch wundert mich dann, dass du noch lebst bzw. nicht todkrank bist! ;-)

    Äpfel, Orangen, Mangos, Ananas, Kirschen, Blaubeeren, Trauben, Kiwis, Bananen, Erdbeeren, Aprikosen, Birnen, Mirabellen, Brombeeren, Melonen – all das schmeckt doch völlig unterschiedlich, selbst innerhalb der Obstsorte gibts noch sehr viele Geschmacksvariationen.

    Was dir da für Genüsse entgehen… !! Ich würde lieber auf Sex und/oder Urlaub verzichten als auf SÄMTLICHES Obst.

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    1. Erstaunlich oder? Ich esse wirklich KEIN Obst, seit 38 Jahren nicht. Bis ich 16 war nicht mal Gemüse und Salat und ich lebe noch.
      Und nun: das mit dem Sex… mir geht es da anders :D

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      1. Ich hasse Obst auch. Fast alle Sorten, und habe nur ein Mal im Jahr Lust auf z.B. Kirschen oder eine Kiwi. Mehr nicht.

        Kann dich nun noch ein bisschen mehr gut leiden. :)

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  16. Liebes nuf,
    auf die Gefahr hin, eine schon dagewesene Antwort zu schreiben: einer, der fragt, ob dir die Rosen gefallen, die er mitgebracht hat, der wird kein zweites Mal über die Türschwelle gelassen. Schon ist das Problem gelöst.
    Schließlich hat er die Rosen nicht ausgesucht, damit du ihm sagen sollst, wie toll er das gemacht hat, nicht wahr?
    Entweder er hat sich selbst ausreichend was dabei gedacht – und braucht deine Bestätigung nicht, oder er hat sich nichts dabei gedacht, dann braucht er sie erst recht nicht. Und letzter kann mit aller Lockerheit damit leben (ich hatte hier übrigens gerade versehentlich „lieben“ geschrieben), wenn du Rosen nicht leiden kannst.
    Weil es im Rosenmitbringen nämlich kein „um zu “ gab. Verstehst du?

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  17. <3 <3 <3 Ich mag Menschen, die sagen was sie denken! :)

    PS: Dominosteine mit weissem Kakaobutter"-Überzug sind aber (noch) ok, ja?

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    1. Ich mag die dunklen BESONDERS gerne!
      (Ich lerne! Und die weißen habe ich einfach großzügig innerhalb der Familie weiter verschenkt)

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  18. Vielen Dank, sehr gelacht – und eine Leidensgenossin gefunden! Beim Höflichkeitsübungsgelände England habe ich übrigens gepasst. Habe ein Jahr dort gearbeitet und diverse Floskeln, das Herumtänzeln wie die Katze um den heißen Brei, das aufgesetzte Lächeln etc. furchtbar gefunden. Zwei Monate eingewöhnt, acht Monate klargekommen, zwei Monate kaum abwarten können, wieder zu gehen. Und das trotz Verlängerungsangebot und an sich nettem Job. Aber es ging einfach nicht. Ich bin zu ehrlich – die englischen Kolleg/innen sagten immer, nett wie sie sind, „direkt“. Mir kam das Ganze dagegen nie wie ehrlich gemeinte Höflichkeit vor…. zu oft habe ich nämlich mitbekommen, wie nach Verlassen des Raums hinter dem Rücken anderer doch ganz unhöflich mit den Augen gerollt und dem Nebenmann Kommentare zugezischelt wurden. Fazit: Nein, „die“ Engländer/innen sind auch nicht höflicher als wir, dasnuf. Nur besser im Vertuschen. Enough rant for today. :)

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  19. Ich glaube du gehst das zu kompliziert an (oder basierst zumindestens diesen Text drauf).
    Die Vorstellung, Paare müssten (möglichst) alle Vorlieben Teilen ist meiner Meinung nach falsch, und führt zu solchen Albernheiten wie „Matchmakern“ im Internet. Anklicken was man „mag“ und wenn sich jemand findet der zu 95% das gleiche anklickt ist man ein Traumpaar.

    Viel wichtiger ist, den anderen eben WEGEN seiner Eigenheiten zu mögen. Wenn du also einem Verehrer höflich mitteilst, dass Rosen bestenfalls lieb gemeint sind, du aber bei einem nächsten Treffen lieber $Mitbringsel-XYZ hättest (konstruktive Kritik und so), dann ist der Typ der darauf ablehnend reagiert eben nicht der richtige. Der Richtige antwortet nämlich mit „Oh, cool, jetzt weiß ich beim nächsten Mal wenigstens was ich bringen soll.“

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  20. „Da steht der neue Schwarm z.B. mit einem Strauß roter Rosen in der Tür und strahlt und ich denke: “Ach Du scheiße, ich hasse Rosen!”
    Ich reiße mich dann zusammen und denke intensiv an die romantischen Absichten meines Gegenübers, denke daran dass Rosen als Überbleibsel der Morgenröte gemeinsam mit Aphrodite aus dem Meeresschaum entstanden sind, denke ans Meer, ans blaue Meer, an unendliche Weiten ..:“
    .
    Glauben Sie das alles wirklich?
    Dann tragen Sie sicherlich auch rosafarbene Pullover mit glitzerndem Pferdekopf.
    Oder soll ich Ihnen die wahren Absichten… (nee, lieber nicht)

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  21. Ich hab’s einfach, meine Frau und die drei Kinder sehen einfach in allem wunderschön aus. Wir essen und trinken eigentlich alles, gut Kind #2 und #3 nichts grünes oder gesundes, ich keine Gummibärchen, alle Innereien nichts soooo gerne, aber das war’s dann auch schon. Wir waren auch schon in Musicals, da gibt’s ja auch sone und sone. Blumen sind doch alle irgendwie schön. Wir trinken, Rot- und Weißwein, im Sommer gerne auch Rose. Aber wir ritualisieren nichts. Also mein Liste und die von der Frau, die wäre so kurz, dass sich das aufschreiben nicht löhnte.

    Nur weiße Schokolade ist ja wohl kein Lebensmittel!?

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  22. Wie kann man denn bitte Kakaobutter nicht mögen?! Ansonsten: Ich bin ja auch so, dass ich vieles nicht mag. Komme ich mal in die prekäre Situation, dass ich von jemandem damit konfrontiert werde und weiß, dass derjenige mir ja nur eine Freude machen möchte, dann gehe ich gedanklich ein, zwei Schritte zurück und halte mir ganz fest vor Augen, dass diese Person es wirklich gut meint, dass dabei ja an mich gedacht wurde. Und dann freue ich mich doch irgendwie. Manchmal auch erst ein bisschen später. Dass so ein Geschenk nicht das Richtige war, kann man später in entspannter Atmosphäre immer noch anbringen. Alles eine Sache des Taktgefühls.

    Die Passage aus dem Buch über den Mann und die Cornflakes finde ich übrigens ganz schlimm. Da denke ich doch gleich, so ein feiger Hund! Soll er’s halt früher sagen, statt dann irgendwann plötzlich aus der Haut zu fahren. Aber natürlich ist diese Geschichte ja nur eine Versinnbildlichung tiefer liegender Beziehungsprobleme, bla bla.

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  23. Das Problem mit dem nicht-zugeben-können-dass-man-etwas-Scheiße-findet ist eigentlich das Problem, dass man ständig gegen die Meinungsmache von Massenmedien, Werbung und/oder überzeugten „Kennern des anderen Geschlechts“ anstinken muss, die immer wieder mit der angeblich unwiderlegbaren Wahrheit daherkommen, „Frauen mögen dieses“ und „Männer stehen auf jenes“. Man ist gezwungen, einen Individualismus herauszukehren, der eigentlich selbsverständlich sein sollte – der aber in der marktwirtschaftlichen Logik lästig, weil nicht umsatzfördernd ist.

    Ich kann es nur empfehlen, das eigene Ich nicht ständig zu verleugnen – zumindest vor Leuten, die einem wichtig sind. Dazu gehören auch potentielle zukünftige WeggefährtInnen. Trocken genug rübergebracht(, also ohne der Angst, man könnte etwas falsches sagen), wird es einem sicherlich nicht krumm genommen. Und wenn, dann von den Leuten, mit denen es sowieso nicht funktionieren würde…
    Klar kann man der Einfachheit halber auch Ausnahmen machen – bei Leuten z.B., bei denen man weiß, dass man ihnen nie wieder (oder nur selten wieder) sehen wird (oder welche, die einem generell am Hintern vorbei gehen).

    Bei Kindern ist Ehrlichkeit allerdings ein Muss – schließlich begenen sie einem ja mit derselben Ehrlichkeit. Ein Weltbild, dass erst in Begriff ist, zu entstehen, kann nicht zerstört werden – deswegen: Keine Angst! Vielmehr wäre es fatal, dem Kind nicht die Chance zu geben, der Vielfalt einen Platz in diesem Weltbild einzuräumen. Man muss ja nicht sagen: „Du siehst kacke aus!“ Man kann sagen: „Du bist hübsch, Junge. Aber Dein Spiderman-T-Shirt ist unter aller Sau!“

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      1. Wenn man wirklich will, kommt man entweder darüber hinweg oder man findet einen Tonfall, der für beide akzeptabel ist. Wenn aber sowas Banales wie Musicals für eine Beziehung ein Deal Breaker ist, dann, um es mit Dan Savage zu sagen, „YOU are the problem with you“. ;-)

        (Zugegeben, ich bin neu hier auf dem Blog, daher weiß ich nicht, wie ironisch solche Blogposts gemeint sind).

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        1. Schön, dass du das anmerkst.
          Es ist eher lustig gemeint und da ich immerhin 10 Jahre Beziehung geschafft habe, fühle ich mich auch gar nicht so angesprochen.

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  24. extrem sympathisch, ich denke man könnte sich im RL ganz gut verstehen, wenn man denn ein bisschen näher wohnen würde. aber so kann ich in ruhe nachlesen und mich so aller-bestens-köstlich amüsieren. es ist wirklich fast wie Loriot, unglaublich lustig, aber immer mit der bitteren Note der Wahrheit.
    Köstlich, ganz köstlich.

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  25. Oh, wie super, so eine Liste sollte ich auch mal machen. In der Familie, mit Kind, habe ich aber schon früh etabliert ihr zu sagen, wenn ich etwas doof oder hässlich finde, so wie sie auch. Das hat sie zwar manchmal ziemlich blöd gefunden, aber ich musste mir nie rumdrucksen angewöhnen :)

    Und Rosen hab ich ewig nicht mehr verschenkt. Ach, was red ich denn da. Blumen hab ich ewig nicht mehr verschenkt. Blumen! Ich vergesse immer diese blöden Blumen!

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    1. habe ich aber schon früh etabliert ihr zu sagen, wenn ich etwas doof oder hässlich finde, so wie sie auch

      Na da geht die Ehrlichkeit dann aber ein bisserl zu weit, oder?

      „Du, die Rosen finde ich hässlich, so wie dich auch“

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    2. In meiner Familie, nach dem Essen:

      A: Möchtest du noch was zum Nachtisch, es ist noch Schokopudding von gestern da.
      B. Nein, danke.
      A: OK.

      In der Familie meiner Frau, nach dem Essen:

      A: Möchtest du noch was zum Nachtisch, es ist noch Schokopudding von gestern da.
      B: Nein danke.
      A: Wirklich nicht? Du bist doch bestimmt noch nicht satt.
      B. Ach nee…
      A: Er ist auch ziemlich gut geworden, und viel länger aufheben kann ich ihn auch nicht.
      B: Na gut.

      Wenn so was kollidiert, bekommen manche Leute nicht das, was sie wollen, und andere nehmen aus Höflichkeit etwas, was sie gar nicht wollen.

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    1. Na hoffentlich ist dagegen niemand allergisch ;-).
      Wahrheit furt ja bekanntlich bei sehr vielen zu heftigen allergischen Reaktionen ;-).

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  26. Das ist uebrigens der Grund (also mit ein Grund) warum ich in London wohne. Das ist hier naemlich Hoeflichkeitsuebungsgelaende fuer mich. Englaender sagen NIE NIE NIE was unhoefliches. Und ich bin zwar schon manchmal „the rude German“ oder so, aber das ist inzwischen so selten, dass man das hier richtig amuesant findet. Man hatte schon vergessen dass ich gar nicht Einheimischer bin aber da, haha, manchmal scheint es noch durch. Die hier uebliche Methode, solche Cornflakessituationen zu vermeiden besteht uebrigens darin, enthusiastisch irgendetwas anderes zu moegen. Bei den Rosen z.B. waere hier die Ausweichloseung „Ach fuer ein erstes Date sind Rosen ganz WUNDERBAR“ und dann irgendwann auf andere, ganz tolle Blumen hinzuweisen.

    Ich glaube das funktioniert hier nur, weil alle Leute gleichzeitig auf Unhoeflichkeit sensibler reagieren, aber auch bei Signalen sensibler sind. Ich musste hier hoechstens 2-3 mal sagen dass ich keine Alkohol trinke, inzwischen sagen dass andere fuer mich damit ich nicht unhoeflich sein muss. Vegetarische Gerichte fuer Vegetarier werden fast immer von den anderen anwesenden nachgefragt.

    Das braucht ein klein bisschen Anlaufzeit und Gewoehnung, aber das macht alles sehr einfach. Ich versuche taeglich, mir abzugewoehnen, ehrliche und direkte Antworten zu geben. Das ist nicht ganz so einfach, aber ich nehme das als Herausforderung.

    Wie man das nach Deutschland uebertragen kann weiss ich nicht ganz genau. Und ich muss auch zugeben, so eine Liste mit Abneigungen wie du hab ich gar nicht. Also ich mag ganz viel von dem auch nicht was du nicht magst (also naja abgesehen von Farben). Ich trinke keinen Alkohol oder Kaffee. Ich mag auch keine Oliven. (Also genaugenommen hab ich die Geschmacksnerven von einem 5jaehrigen). Aber ich kommuniziere laut und haeufig die Dinge die ich mag. Sehr laut, und sehr haeufig. Mein Namensschild im Buero z.B. hat eine kleine Sprechblase mit einem Stueck Kuchen drin. Ich erwaehne regelmaessig wo ich wieder Kuchen probiert habe. Und zum Secret Santa im Buero weiss auch der letzte Depp im Buero: Mir kann man gute Dinge zum Thema Kuchen schenken. Wer mich kennenlernt weiss dann schon irgendwann Bescheid was ich sonst so mag. Aber Kuchen ist immer xchon mal ein guter Anfang.

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    1. @Feathers McGraw
      Danke für die wunderbaren Hinweise. Vielleicht lerne ich doch noch irgendwann, gegenüber meinen englischen KollegInnen etwas englischer zu sein. Das mit dem „betonten“ Mögen finde ich sehr elegant.

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    2. Ich hab deine Anmerkung auch sehr gerne gelesen. Ich werde das ausprobieren „AHHHH! ROSEN! Fast so schön wie Ranunkel, findest du nicht auch???“

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  27. Grundsätzlich finde ich Ehrlichkeit schon gut.
    Man muss ja nicht brutal dabei sein und sein Innerstes offenbaren.
    „Ich hasse, Rosen, alleine bei deren Anblick überkommt es mich und ich könnte grad kotzen während ich sie dem Überbringer rektal verabreiche!“
    Einfach normal ehrlich sein.
    Natürlich sind an den richtigen Stellen und bei den richtigen Personen auch kleine Notlügen erlaubt.
    Die man später auch mal ganz sachte enthüllen kann. Menschen mit denen ich zum Beispiel zu tun haben möchte, wären dann nicht tödlich beleidigt. Die anderen haben halt Pech gehabt und dürfen, so sie wollen, gerne eingeschnappt sein. Aber dann ohne mich.

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  28. Ich versuche ja immer noch, so zu tun, aber ich glaube, ich bin so dermaßen schlecht darin, etwas gut zu finden, was ich nicht gut finde, dass man es sofort merkt.

    Das Problem ist vor allem, dass ich diese Nachdenksekunden habe, wo mein Hirn eifrig überlegt, wie ich jetzt am besten handeln soll. Ich hab da keine Automatismen. Und das Zögern merkt das Gegenüber dann natürlich und kann sich vermutlich seinen Teil dazu denken.

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  29. Als ich meine Frau vor vielen Jahrn kennen gelernt habe, hatten wir das öfters, dass ich ihr zum Beispiel Blumen geschenkt habe, die sie fürchterlich fand („Lilien sind nur für Beerdigungen“) und sie hat es mir immer recht bald schonend beigebracht. Am Anfang fand ich das teilweise hart, aber wenn ich an die Geschichte oben denke, war es wohl ganz gut so.

    Auch heute mögen wir nicht immer das Gleiche, das fände ich aber auch langweilig. So esse ich halt meine Lakritze alleine, während Game of Thrones läuft und sie beim Sport ist. Umgekehrt isst sie Garnelen vor einem Jane Austen Film, wenn ich mal Abends nicht zuhause bin.

    Wenn man nicht gerade ein hauptberuflicher Geisterheiler ist, wird man ja nicht allein von seinen Geschmäkern definiert und wenn der Mann gerne Muscials mag, soll er halt mit jemand anderem da hin gehen. Paare die alles teilen, finde ich sowieso irgendwie gruselig…

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  30. Die Liste – eine herrliche, schöne und leider völlig vergebliche Idee… Aber mach nur. *grins*

    Und wie nett, was so hängenbleibt, bei mir ist es nämlich die Geschichte mit dem Nachbarn und dem Hammer.

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  31. Ich glaube, wenn Du auf den Menschen treffen sollte, der Dich respektiert, dann ist so eine Liste gar nicht nötig. Denn der würde ja, bevor er $Irgendeinding anschleppt, fragen ob Du $Irgendeinding magst und haben willst. Und ein „nein danke“ würde er vorbehaltlos respektieren (und auch kein unausgesprochenes „oh mann bist du scheisse“ dahinter vermuten). Ach, Männer können ja sooo kompliziert sein.

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    1. Manchmal ist auf Rosen rumtrampeln nötig. Dann ist eh alles Bemühen vergebens. Wenn es gut läuft reicht vielleicht ein Blick.

      Und was die Pausenbrote betrifft: wie viele werden von unaufrichtig erzogenen Schulkindern in der Schule täglich entsorgt?

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      1. Ich war nicht unaufrichtig, als ich die Schulbrote „entsorgte“ – ich hatte nur keinen Hunger. Aber die Katze hatte Hunger. Ich mein, welche Katze würde denn sonnst (Wurst-) Brot fressen?

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  32. Ich antworte auf die Frage „Na, ist das nicht schön?“ Immer mit Ja.

    Leider verstehen viele Leute die Aussage aufgrund der doppelten Verneinung nicht wirklich…

    Ich finde es wichtig, nicht das zu antworten, was man selbst denkt, das der andere hören will! Da ist viel zu viel Platz für Interpretation und Missverständnis. Das Kommunikation überhaupt funktioniert ist ja schon ein Wunder.

    Und wenn man mit einem Menschen, mit dem einen mehr verbinden soll, nicht ehrlich, wertschätzend und ohne Verletzung seine Meinung – S“orry aber das gefällt mir nicht.“ – mitteilen kann, wo soll das denn weiter hinführen?

    My 2 cents…

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    1. Wo ist in dem Dialog
      Frage: “Na, ist das nicht schön?”
      Antwort: „Ja“

      eine doppelte Verneinung versteckt?

      Ich sehe da im ersten Satz eine formale Negation, die per Konvention nicht wahrgenommen wird. Aber doppelt sehe ich nicht ;-)

      Just my 2 Cents

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      1. In der Frage „Ist das nicht schön?“ ist keine Verneinung enthalten. Ich weiß gerade den Fachbegriff nicht, aber „nicht“ ist hier keine Verneinung, sondern eher eine Aufforderung zur Bestätigung der geäußerten Ansicht.

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  33. Die eingangs zitierte Geschichte kenne ich, meine (Gross)Eltern erzählten die als Witz (allerdings nicht mit Cornflakes, sondern mit Brötchen); ich konnte nie darüber lachen, ich fand die immer schon furchtbar traurig…

    Ich verstehe, was du meinst, musste aber trotzdem herzlich lachen ;-) Vor allem über die Auflistung von „Cats“, Rotwein & Co. Mir geht es nämlich ganz genauso – falls dich das etwas tröstet :D Viel Erfolg mit dem Google-Doc ;-)

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  34. Ich wähne, Eltern hören hinter der Frage „Ist der Pullover schön?“ zu oft die Frage „Hast Du mich lieb?“. Ich hab meine Tante immer dafür gemocht, dass sie mir die gestellte Frage beantwortet hat.
    So ist das eben. So muss das vermutlich sein.

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    1. (Ich antworte ja auch „ehrlich“. Sonst würden meine Kinder mir nicht sowas sagen wie: „Ich möchte deine Gefühle nicht verletzen, aber ich musste von dem letzten Schulbrot fast kotzen“ [ich glaube, ich twitterte das bereits])

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      1. ha! na also! ist doch der hammer, wenn deine kinder das können; zeugt von gesunder selbstsicherheit gepaart mit echter liebe zu dir *grins*. sowas gefällt mir.

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  35. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  36. Du/ deine Artikel bist/ sind wunderbar :) und ich bin sehr gespannt, was in 10 Jahren auf dieser Liste stehen wird.
    Ich musste feststellen, im laufe der Jahre haben sich bei mir viele Dinge ins Gegenteil verkehrt, stetiger Wandel sozusagen, und ich finde es herrlich, einfach immer wieder zuzugeben, das meine Meinung sich mal wieder geändert hat. Mein Mann wundert sich übrigens nicht mehr!
    Kann man übrigens lernen… das mit dem zugeben ;-)

    Herzlichst Keti / @Annemariechen

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