[Werbung] Streamingdienst Deezer im Test

Musik hat in meinem Erwachsenenleben die letzten zehn Jahre keine besonders wichtige Rolle gespielt. Vielleicht hab ich mich deswegen bislang noch nicht mit dem Thema Musik-Streaming-Dienste auseinander gesetzt.

Als Teenager und junge Erwachsene war das anderes. Da war Musik lebenswichtig. Für jede Gemütslage gab es die passenden Lieder. Am wichtigsten war die Kategorie „Liebeskummer“. Durch den schlimmsten Herzschmerz hat mich zum Beispiel die Stimme von Jochen Distelmeyer begleitet. In diesem Zusammenhang auch aktuell bestens geeignet sein Cover-Album „Songs From The Bottom“:

Dann kamen die Kinder und damit hat sich das Thema Musik bzw. dauerhafte Hintergrundbeschallung vorläufig erledigt. Mit kleinen und mittelgroßen Kindern ist es einfach immer laut (jedenfalls mit meinen). Ich wollte nur noch eines:

S. T. I. L. L. E.

Aber auch die lautesten Kinder werden älter und damit leiser und plötzlich war wieder Raum für Zusatzschallquellen in meinem Leben.

Allerdings eher in Form von Podcasts und Hörbüchern. Die ich mit Vorliebe per Kopfhörer in öffentlichen Verkehrsmitteln höre oder bei der langweiligen Hausarbeit.

Auch Hörspiele für Kinder haben in unserem Leben zunehmend eine Rolle gespielt (*singt Coooniiii mit der ******* im Haaaar!*).

Deswegen ist es eigentlich nicht falsch Kundin eines Musik-Streaming-Dienstes zu sein.

Da ich bislang nicht dazu gekommen bin mich bei einem Anbieter anzumelden, habe ich mich gefreut von Deezer eingeladen zu werden, das Angebot mal zu testen. Am passendsten erschien der Deezer Familiy Account für 14,99 im Monat. Da können sechs Personen gleichzeitig mit eigenem Profil aus den 43 Mio Songs, Podcasts und Hörbüchern auswählen.

Deezer Family

Eigene Profile sind wirklich wichtig! Das wissen alle Eltern, die in bestimmten Shoppingportalen Geburtstagsgeschenke eingekauft haben und dann erstmal drei Monate lang mit den entsprechenden Produkten in den Empfehlungen vollgemüllt werden.

Deezer Profil
Im Browser muss man das Geschlecht nicht angeben. Deezer sagt, dass das Geschlecht ohnehin keine Auswirkung auf die Vorschlagsalgorithmen hätte.

In den Profilen* kann man außerdem hinterlegen wie alt die Kinder sind und so wird automatisch alles rausgefiltert, was aufgrund der Altersempfehlung nicht geeignet ist.

Deezer Suchergebnis nach Alter
Links Suchergebnis Erwachsenenprofil – rechts Kinderprofil

Ich fand die Auswahl für die Kinderhörspiele richtig gut – wahrscheinlich war mein Urteil stark davon beeinflusst, dass das Lieblingshörspiel meiner Kindheit – Jan Tenner – auf Deezer verfügbar ist.

(Die Auswahl ist aber wirklich reichhaltig. Es gibt z.B. Ritter Rost, viele Otfried Preußler Bücher, Wickie, Pixi Wissen, Die drei ??? und Was ist Was [leider auch Bibi & Tina, Conni und Mia and me])

Deezer Kinderhörspiele

Sehr nett finde ich im Zusammenhang Kinder/Jugendliche übrigens das feature „Mit Songtext abspielen“.

Deezer Karaoke

Für mich war Mitsingen beim Musikhören als Teenager enorm wichtig.

Ansonsten kann man bei Deezer all das machen, was man von einem Musik-Streaming-Dienst erwarten würde. Die Inhalte z.B. runterladen, so dass man sie auch offline hören kann:

Deezer Download

Sich mit der Funktion „Flow“ Musik vorschlagen lassen (und ich muss sagen, es wurde mir wirklich fast nur Musik vorgeschlagen, die mir auch wirklich gefällt).

Es ist möglich Playlisten zu erstellen oder anderer Leute Playlisten zu hören und es gibt auch redaktionell gepflegte Listen wie z.B. „Women of Rock“ (was ich sehr löblich finde, denn es gibt ja nach wie vor z.B. öffentlich-rechtliche Sender, die Musikspecials machen, in denen keine einzige Frau vorkommt…) – was v.a. nach einiger Zeit relevant wird, wenn man alles durchgehört hat, was man ohnehin schon kennt.

Die Browser-Version von Deezer fand ich nicht so wirklich intuitiv bedienbar. Ganz anders die App, in der man wirklich sofort alle Funktionen findet, die man sucht.

Dort ist z.B. auch möglich einen Equalizer zu aktivieren und sich einige Parameter selbst zu konfigurieren. Das ist übrigens auch die Stelle, an der man abstellen kann, dass außerhalb des WLANs Musik runtergeladen wird.

Deezer Audio Einstellungen

Ich war auch mit der Podcast und Hörbuchauswahl zufrieden. Natürlich kann ich mir bestimmte Podcasts, die mich interessieren, auch ohne Deezer abonnieren – aber ich fand es nicht schlecht mal ein paar neue Formate zu entdecken. Es gibt übrigens auch eine Handvoll Eigenproduktionen (Deezer Originals), die exklusiv nur auf Deezer verfügbar sind, wie zum Beispiel „Das kleine Fernsehballett“ mit Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier. Es ist geplant, dass die Deezer Originals noch weiter ausgebaut werden.

Deezer Hörbücher

Im Deezer Lab kann man sogar einige Features ausprobieren, die noch nicht implementiert sind. Aktuell z.B. Sleep Timer.

Alles in allem war ich wirklich zufrieden. Da ich andere Streaming-Dienste nicht benutze, weiß ich natürlich nicht, ob es noch weitere Killer-Features gibt, aber die könnt ihr mir ja in den Kommentaren verraten.


 

*Es sei denn die Kinder kommen drauf, dass man sich das Passwort teilt und deswegen auch mit dem Account der Erwachsenen hören kann. Das ist vielleicht noch verbesserungsfähig. Denkbar wäre, dass das Abspielen bestimmter Inhalte z.B. per Pin gesichert wird.

 

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

21 Gedanken zu „[Werbung] Streamingdienst Deezer im Test“

  1. Die Browser-Version will Flash. Okay, forget it, das war’s dann, dieses wandelnde Sicherheitsloch kann mir nämlich gestohlen bleiben.

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  2. Mich triggert ja (Danke, dasnuf!) ein wenig die Angabe des Geschlechts beim Profil anlegen.
    Wozu soll den das dienen? Werden mir als Mann dann Lieder vorenthalten die „eh Frauenkram sind“ oder was?
    Wie ist es bei Kindern? Gibt es dann nur Feuerwehrmann Sam oder sowas für Jungs und Bibi und Tina für Mädchen?

    Oder bin ich umsonst getriggert jetzt und es ist nur weil Deezer wie alle anderen eine Datenkrake ist? Kann man auch nichts angeben?

    Gruß
    Aginor

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      1. Naja, wird vermutlich schon einfach sein um Statistiken zu machen.
        Ich als Anbieter würde das zumindest machen. Marktanalyse und so.

        Wenn es wenigstens für die Algorithmen bedeutungslos ist, das ist schonmal was.
        Also doch umsonst getriggert. :D
        Da sieht man mal wie ich sensibilisiert wurde hier im Blog (und bei anderen, z.B. Rosa-Hellblau-Falle).

        Danke!

        Gruß
        Aginor

           0 likes

    1. Ohrka hat leider ein sehr, sehr begrenztes Angebot. Ich hab das Gefühl, wir hatten nach einem Monat alles angehört, was die Kinder interessiert.

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