[Werbung] Helferzentrale – was getan werden kann

Die Helferzentrale sammelt hilfreiche Informationen zu Flüchtlingsprojekten und unterstützt so Helferinnen und Helfer in ganz Deutschland.

logo-helferzentraleIm Februar, nach den Ereignissen in Clausnitz habe ich mir ausgemalt, wie sich in 20-30 Jahren die Menschen fragen, warum wir damals nichts unternommen haben.

Seitdem sind drei Monate vergangen und wenngleich sich an der grundsätzlichen Situation nicht wesentlich verändert hat, die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Österreich zeigen das leider, so habe ich mir dennoch Mühe gegeben nicht mehr zu den Duldern zu gehören.

Andere haben viel, viel mehr getan. Alle Gewinnerinnen des Blogfamilia Awards, haben den Preis gewonnen weil sie sich auf unterschiedliche Art und Weise für Flüchtlinge eingesetzt haben (z.B. mit dem Projekt Blogger für Flüchtlinge).

Einzelne Familien haben Flüchtlingsfamilien in ihren Familien aufgenommen. Lisa Harmann von den Stadt Land Mamas zum Beispiel und auch Anna Luz de León von Berlinmittemom haben das getan.

Ich bin voller Bewunderung für diesen Mut und diese Großzügigkeit und diese Menschen sind ein großes Vorbild für mich.

Eine weitere Initiative in diesem Kontext ist die von Peter Schwierz und Jens Stoewhase gegründete Helferzentrale, die ich gerne in diesem Zusammenhang vorstellen möchte.

Flüchtlingshilfe Helferzentrale
Quelle: Pixabay @bykst

Was ist die Helferzentrale?

Die Helferzentrale ist ein nicht kommerzieller, kostenloser Nachrichten-Service rund um Flüchtlingshilfe und Integration und soll ehrenamtliche und institutionelle Helferinnen und Helfer bei den aktuellen Herausforderungen unterstützen. Die Webseite mit wöchentlichem Newsletter sammelt aktuelle Nachrichten, erfolgreiche Beispiele, praktisches Wissen sowie nützliche Tipps rund um die Flüchtlingshilfe.

Ich kenne diesen Bedarf selbst. Sobald man sich ein bisschen engagiert, häufen sich die Fragen:

  • Wo gibt es aktuelle Projekte?
  • Wie kann ich helfen?
  • Wo kann ich was spenden?
  • Wie kann ich mich mit anderen vernetzen?
  • Welche Tools und Hilfsmittel gibt es bereits?

Die Helferzentrale versucht all diese Fragen zu beantworten und Informationen rund um das Thema Flüchtlingshilfe zu aggregieren.

Ich finde es sehr schön dort die Positivbeispiele zu lesen, denn die negativen Schlagzeilen, die einem das Herz schwer machen, den Magen verdrehen und die mich am Ende wieder hilflos machen, die lese ich zu genüge in den Mainstream-Medien.

Wie hilft die Helferzentrale?

Der Newsletter erscheint jeden Freitag und ist mit einer formlosen Mail an abo@helferzentrale.org  (oder per Formular auf der Startseite) zu bestellen. Es gibt ausserdem die Rubrik Termine, in der man sich über aktuelle Termine rund um Flüchtlingshilfe informieren kann.

Über die Schlagworte auf der Startseite kann man sich gezielt Informationen zu Aktionen in der eigenen Stadt oder Bundesland suchen (z.B. Berlin, Leipzig oder Dresden).

Wer immer auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniert sich den RSS-Feed der Helferzentrale.

Wenn man etwas tun möchte, gibt es Möglichkeiten. Das zeigen viele Projekte und einzelne Menschen

Ich bin so froh, dass es Projekte wie die Helferzentrale gibt. Dieses Projekt, das Engagement meiner Mitmenschen (zum Beispiel in unserem Kindergarten) und auch Informationen, die ich z.B. auf der re-publica über Ingrid Brodnig kennengelernt habe, die gerade das Buch „Hass im Netz: Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“ veröffentlich hat, machen mir Mut, dass es doch etwas gibt, was man all der Fremdenfeindlichkeit entgegen setzen kann. Vor einigen Tagen schrieb ich in diesem Zusammenhang z.B. über den Vortrag „Liebe organisieren„, der auch in diesen Kontext fällt.

Ebenfalls sehenswert ist der oben erwähnte Vortrag von Ingrid Brodnig, die übrigens eine beeindruckend gute Rednerin. Am Ende gibt auch sie einige sehr konkrete Tipps, wie man auf Hetze und Lügengeschichten im Netz reagieren kann (ab ca. Minute 25):

  • Bei Klarstellungen nur Positivformulierungen benutzen („Richtigstellungen affirmativ formulieren“)
  • Solange Einstellungen noch als „moderat“ zu bezeichnen sind – Gemeinsamkeiten finden und nicht so sehr auf die unterschiedlichen Positionen eingehen („An gemeinsame Werte appellieren“)
  • Bei sehr extremen Aussagen/Fehlbehauptungen juristisch vorgehen (und das auch transparent machen)

D.h. selbst im allerkleinsten Rahmen, z.B. im eigenen Facebook-Feed kann man etwas tun und wenn man darüber hinaus aktiv werden möchte, dann bietet zum Beispiel die Helferzentrale entsprechende Möglichkeiten.

Tut was! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich das gut anfühlt.

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

8 Gedanken zu „[Werbung] Helferzentrale – was getan werden kann“

  1. Danke für den Beitrag! Die wunderbare Karolin hat zum Thema Hetze und Lügengeschichten auch die hoaxmap ins Leben gerufen, auf die man in Gesprächen sehr gut verweisen kann. Dort kann man auch helfen, indem man Links sendet, wenn einem im Netzalltag Gerüchte und ihre Widerlegungen begegnen.

    Grüße aus Leipzig

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