[Werbung] Mit der richtigen Vorbereitung stirbt man besser

Der Artikel ist eine Werbe-Kooperation mit CosmosDirekt

Risikolebensversicherung
Der Ruheforst, in dem ich beerdigt werde, soll gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein // Foto: valiunic @pixabay

Der Tod gehört zum Leben dazu. Das übersieht man sehr gerne und den meisten geht es vermutlich wie mir: wenn er plötzlich wirklich da ist, ist man komplett gelähmt.

Bis Mitte 30 gab es keinen Tod in meinem Leben. Dann plötzlich fangen die Menschen mit dem Sterben an. Sie sterben unvorhergesehen bei Unfällen, in wenigen Wochen an schweren Krankheiten oder einfach aus dem Nichts heraus. Alle mein Alter – um die dreißig/vierzig. Einfach so. Weg.

Zurück bleiben Angehörige, die sich, obwohl sie eigentlich Ruhe brauchen und trauern wollen, um Formalitäten kümmern müssen.

Mir hat das zu denken gegeben. Was wäre, wenn ich sterbe? Wer muss sich um meine Angelegenheiten kümmern? Wie finden sie all die relevanten Unterlagen? Sind meine Kinder dann abgesichert?

Testament oldschool – am besten handschriftlich

Und was ist eigentlich mit einem Testament?

(Ich habe mir die nachfolgenden Informationen zusammengegoogelt. Sie stellen lediglich einen Serviervorschlag dar und sind nicht durch einen Bestatter oder Notar abgesegnet.)

Hat man bestimmte Wünsche, die vom gesetzlichen Standardvorgehen abweichen, lohnt es sich, ein Testament aufzusetzen.

Zum Beispiel: Meine Tagebücher aus Teenagerzeiten sind mit meinem Ableben bitte umgehend und ungelesen zu verbrennen. Sie hatten eigentlich den Zweck mir als alte Frau vor Augen zu halten, wie schön mein derzeitiges Leben im Gegensatz zu der frühen Adoleszenz ist.

Das muss man handschriftlich (ja wirklich, so mit Stift und so!) machen oder wenn man Lust hat, einem Notar ein bisschen Geld in den Rachen zu werfen, dafür dass er ein Standardvordruck aus seiner Schublade holt, dann bei einem Notar. Aber im Ernst: je nach Konstellation ist es tatsächlich sinnvoll einen Notar miteinzubeziehen.

Also – das Testament ist im günstigsten Fall:

  • handschriftlich verfasst,
  • klar formuliert,
  • und mit Datum und Ort unterschrieben.

Übersichtliche Listen erleichtern so einiges

Alles andere ist reine Fleißarbeit und wer Excel-Tabellen[1] wie ich liebt, der wird sogar Spaß haben, seinen Tod vorzubereiten.

Dort kann man fein säuberlich eintragen:

  • Versicherungen, die im Todesfall Geld auszahlen. Extra-Fleißbienchen, wenn man gleich Ansprechpartner und Versicherungsnummer dazu schreibt
  • Konten
  • laufende Verträge (das ist eine Menge! Strom, Gas, Internet, Telefon, Rundfunkbeitrag, Haftpflicht, Hausrat, Kreditverträge, Krankenkasse, Kranken- und Pflegezusatzversicherungen etc. pp.)

Zu der Excel-Tabelle sollte man griffbereit legen:

  • Geburtsurkunde,
  • Familienbuch, ggf. Scheidungsurkunde,
  • sowie Info, wo der Personalausweis sich normalerweise befindet.

Am Ende könnt ihr netterweise eine Checkliste von einer der zahlreichen Bestatter-Websites runterladen und ausdrucken.

Da steht drin was unmittelbar nach Eintreten des Todes und was innerhalb der ersten 36 Stunden zu tun ist. Dazu gehören zum Beispiel Infos an die Krankenkasse, die Rentenversicherung, die Lebens- und oder Unfallversicherungen sowie den Arbeitgeber. Es gibt tatsächlich Versicherungen, die nicht zahlen, wenn man nicht fristgerecht meldet! Auch nach der Beerdigung gibt es noch viel zu tun: dazu gehören ToDos wie laufende Zahlungen abbrechen, indem Verträge, Mitgliedschaften, Miete, Abos, Strom, Telefon etc. gekündigt werden.

Denkt auch an die Ausstellung einer Vorsorgevoll­macht. Wenn man nicht verheiratet ist und/oder die eigenen Eltern sich nicht kümmern können oder wollen, dann muss man einer anderen erwachsenen Person eine Vollmacht ausstellen, damit diese auf Konten oder andere Dinge zugreifen kann.

(Wenn ihr schon dabei seid, schreibt vielleicht auch auf, was mit euren Organen passieren soll, sofern die noch tippitoppi sind und weiterverwendet werden können.)

Vergesst nicht der Person, die am Ende die ganze Arbeit hat, ein fröhliches Goodie mit in die Unterlagen zu legen. Auch wenn man alles schön aufgearbeitet hat, ist es noch sehr aufwendig sich um alles zu kümmern.

Ohne Passwort kein Zugriff

In Zeiten des Internets sollte man auch nicht vergessen sich Gedanken um den digitalen Nachlass zu machen. Was soll mit Mail, Cloud-Inhalten, Blog, Instagram, Twitter, Facebook & Co. passieren? Wie kommen die Angehörigen eigentlich an all die Sachen ran? Hinterlegt Wünsche und Passworte.

Ich kann empfehlen, sich den Rechtsbelehrungspodcast zum Thema Digitaler Nachlass anzuhören.

Bei mir ist am Ende ein ganzer Ordner zusammengekommen. Den kann man übrigens wunderbar an den- oder diejenige übergeben, der/die sich im Fall der Fälle kümmern soll. Dann muss der/die nicht suchen und meistens hat die Übergabe den Effekt, dass diese Person sich ein bisschen freut, dass man noch lebt und das z.B. durch eine Einladung zu einer Pizza zum Ausdruck bringt.

Finanzielle Absicherung ist eine Überlegung wert

Abgesehen von all den Formalitäten ist es außerdem eine Überlegung wert, ob man zu Lebenszeiten eine Risikolebensversicherung abschließen möchte. Ich habe das schon vor einigen Jahren gemacht, schließlich habe ich Kinder, die nicht in finanzielle Not kommen sollen, wenn ein Elternteil stirbt.

CosmosDirekt bietet entsprechende Produkte an.

Besonders empfehlenswert ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung übrigens wenn nur ein Elternteil arbeitet. Das ist in Deutschland nach wie vor ein gern gewähltes Versorgungsmodell. Beim Wegfall des Alleinverdieners ist mit Witwen- und Halbwaisenrente wirklich kein Blumentopf zu holen. Erst recht nicht, wenn man sich noch Eigentum zugelegt hat und deswegen verschuldet ist. Da ist der Tod des Alleinverdieners wirklich absolutes Worst-Case-Szenario.

Ich empfehle deswegen ganz generell sich da mal Gedanken über das Lebensmodell sowie die Absicherung zu machen. In Sachen Risikolebensversicherung könnt ihr auf den Seiten von CosmosDirekt mal ausrechnen, was euch das im Monat kosten würde. Ich bin dort selbst nicht Kundin, Focus Money (Ausgabe 19/2017) bescheinigt aber „Besten Risikoschutz“.

Die Stiftung Warentest empfiehlt z.B. als Summe das drei- bis fünffache des Bruttojahreseinkommens abzusichern.

Ich hab beim Zusammenstellen der Unterlagen ein bisschen geweint. Ich fände es ja schade jetzt schon zu sterben. Andererseits ist es doch ein gutes Gefühl meine Angehörigen nicht alleine mit all den Pflichten zu lassen und natürlich konnte ich noch ein paar Superwitze in die Unterlagen einarbeiten.

Welche Hashtags bei meiner Beerdigung zu verwenden sind, habe ich im Artikel „Mein analoger Tod“ zusammengestellt.

Empfehlenswert ganz allgemein zum Thema Tod und Bestattung übrigens das Bestatterweblog und der YouTube-Kanal „Sarggeschichten„.


[1] Gnumeric und Calc geht auch!

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

51 Gedanken zu „[Werbung] Mit der richtigen Vorbereitung stirbt man besser“

  1. Vielen Dank für die Anregung, das Thema mal anzugehen und die vielen Informationen.

    Zwei Gedanken noch:

    1. Wenn man Kinder hat, sollte man auch darüber nachdenken, im Testament einen Vormund für die Kinder zu bestimmen. Bei getrenntlebenden Eltern ist das wohl weniger notwendig, weil dann die Kinder meist zu dem anderen Elternteil kommen. Bei Eltern, die zusammenleben, ist das Risiko aber höher, dass sie beide zeitgleich versterben. Bei uns im Ort ist vor ein paar Jahren eine Familie im Auto verunglückt. Die Eltern waren sofort tot, die Kinder überlebten schwer verletzt. Freunde und Familie wollten die Kinder nehmen. Mangels Benennung durch die Eltern wurde es erstmal schwierig. Patenschaft hilft hier wenig.

    2. Neben dem Tod-Ordner sollte jeder noch einen Ordner anlegen für den Fall, dass man nicht handlungsfähig ist, weil man zB nach einem Unfall im Koma liegt oder aufgrund einer geistigen Erkrankung seine Sachen nicht regeln kann. In diesen Ordner gehören dann die Vorsorgevollmacht (die hat nichts mit dem Tod zu tun) und die Patientenverfügung. Formulare und Beispiele findet man im Netz. Dort liest man auch den Rat, bei der Bank eine Bankvollmacht zu hinterlegen.

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  2. Was übrigens noch wichtig ist, wenn bei der Aufstellung heraus kommt, dass man außer Schulden nichts zu vererben hat: die Erbinnen müssen das Erbe möglichst schnell ausschlagen, ich glaube, die Frist beträgt sechs Wochen. Sonst erbt man die Schulden. Ist blöd.

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  3. Zu sehr später Stunde wird mir der Artikel erst angezeigt, der eigentlich lieber am Tage zu lesen ist. Ich muss sagen, dass finde ich einen guten Anfang nur das mit der Übergabe bei der Pizza stelle ich mir irgendwie seltsam vor und wieviele Exemplare fertigt man davon an überhaupt?

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    via facebook.com

  4. Die Vorsorgevoll­macht entfällt nur für Eltern/Kinder. Eheleute müssen sich gegenseitig eine Vollmacht ausstellen, wenn der Partner der gesetzliche Vertreter sein soll!

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    1. Und die Vollmacht in der Vorsorgevollmacht ist für viele Banken keineswegs ausreichend! Wenn ein schneller Zugriff aufs Konto wegen z.B. Entscheidungsunfähigkeit notwendig ist, muss man das irgendwie anders regeln.

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  5. Ich möchte mich den „ich finde es schade“-Kommentaren NICHT anschließen. Ich gönne es dir sehr, dass du ein paar Euro extra mit Werbung und Kooperationen verdienst. Dein Stil bleibt uns ja erhalten und du lieferst auch relevante Inhalte, nicht bloß „Klick hier“.

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  6. Finde das ganze inhaltlich eigentlich ganz gut und bin auch dafür dass man den eigenen Tod gut vorbereitet, aber ich finde auch dass der Anteil der Werbung in Deinem Blog gefühlt sehr angestiegen ist in letzter Zeit, was mir ein wenig missfällt.
    Nicht so sehr dass ich aufhören würde hier zu lesen aber doch ein wenig.

    Gruß
    Aginor

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    1. Das finde ich doch auch höchst empörend und verlange künftig, dass diese Bloggerin hier weiter völlig ohne Gehalt und Werbeeinnahmen ganz kostenlos für mich schreibt. Ich nehme nämlich an, dass die berufstätige Frau und Mutter mit dem Namen dasNuf genug Zeit hat, um sich ausgiebig dem Schreiben von werbefreien Artikeln für ehrenwerte Leser wie mich zu kümmern. Mit ironischen Grüßen, Laura

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      1. Liebe Laura, ich finde Deine Reaktion etwas etwas unhöflich um ehrlich zu sein. Nichts davon hat jemand gefordert. Geld verdienen mit dem Blog ist OK, Werbung ist auch OK. Darum ging es mir nicht.

        Gruß
        Aginor

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        1. Um was geht es denn genau?
          Vielleicht wirfst Du Anzeigen und Werbung in einen Topf und findest deswegen, dass es zu wenig unbezahlten Content gibt?
          Was unterscheidet den unbezahlten Content für Dich als Leser von Bezahlcontent? Mit SCHAU HIN! z.B. habe ich in gegenseitiger Absprache eine Serie zum Thema Kinder und digitale Medien entworfen. Das ist eigentlich eher ein bestimmtes Format, das ja nichts im engeren Sinne bewirbt, sondern Einblick in den Familienalltag gibt und weiterführende Links auflistet.
          Was Werbung im engeren Sinne angeht, mache ich nur Sachen, zu denen ich auch inhaltlich was zu sagen hab, z.B. so wie hier, weil ich a) mich gerade mit dem Thema Tod beschäftigt habe und b) ohnehin eine LV habe und das auch jeden ans Herz legen kann.
          Von daher bin ich sehr interessiert, was denn Dein genaues Missfallen ausmacht, außer dass ich Geld verdiene, wie Du vermutlich auch, nur mit anderen Dingen.

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          1. Hallo liebes Nuf!

            Nun zunächst mal möchte ich herausstellen (weil das bei den heutigen rauen Umgangsformen wohl anderweitig erwartet wird) dass mein Beitrag nicht böse gemeint ist, hier wird niemand angegriffen und ich sehe das grundsätzlich auch sehr entspannt, möchte also darum bitten dass wir hier auch genauso entspannt miteinander darüber reden können.

            Danke dass Du noch einmal nachfragst, denn das Thema bezahlte Beiträge in Blogs ist mir immerhin wichtig genug dass ich sogar einer meiner Lieblingsbloggerinnen ein einzeiliges Feedback dazu hinterlassen habe.

            So, jetzt zur Sache:
            Ja, ich habe Anzeige und Werbung ein wenig in einen Topf geworfen, das ist nicht notwendigerweise akkurat. Sorry dafür.

            Als langjähriger Leser ist mir aufgefallen dass in letzter Zeit häufiger als früher (nein, habe nicht genau gezählt. Dafür ist es mir dann doch nicht wichtig genug) – übrigens sehr lobenswert in der Überschrift gekennzeichnete – Werbung in Deinem Blog stattfindet.
            Wie schon erwähnt ist das prinzipiell kein Problem, ich finde es schön wenn Du damit Geld dazuverdienen kannst, ohne irgendwelche nervigen Popups oder Aufklapp-Seitenbanner voller Mist verwenden zu müssen.
            Angefangen hat es wenn ich mich recht entsinne mit IKEA und ein paar wenigen anderen zwischendurch mal.
            Was ich auch immer gut fand ist Deine Einstellung, eben nicht nur einen Werbetext zu posten sondern in Deinem Stil persönlich auf die jeweiligen Produkte einzugehen.
            Auch SCHAU HIN! finde ich eine gute Aktion, kein Problem damit.

            Was mir missfällt ist, dass in den letzten Jahren durch Teile der Industrie eine Vereinnahmung von Blogs stattfindet, weil da natürlich auch sehr viel Werbepotential drin steckt, und das schadet den betroffenen Blogs wie ich finde fast immer, zumindest langfristig. Den Anfang machen harmlose Werbeangebote an Blogger, dann wird es immer mehr.
            Dann wenn man immer mehr sein Geld damit verdient wird man – unter Umständen – durch die großen Sponsoren zu einem gewissen Maß erpressbar.
            Noch schlimmer – trifft Dich vermutlich nicht – ist es bei Nischenblogs, als Beispiel fällt mir da die traurige Sache mit den Matratzen ein, hast Du ja sicherlich mitbekommen was da für Sauereien gelaufen sind.
            Ich wäre sehr traurig wenn Dir das passieren würde.

            Ich lese Dein Blog wegen Deiner lustigen, vor allem authentischen Texte und Deiner wertvollen Erfahrungen als Frau, Feministin, und Mutter in unserer heutigen Welt.
            Authentizität wird durch Werbung möglicherweise gefährdet. Viel Werbung auf dem Blog kann bedeuten dass Du das Geld vielleicht dringender brauchst als früher (auch das ist nicht verwerflich) oder die Auftraggeber der Werbung mehr Einfluss nehmen wollen.
            Daher weckt immer mehr Werbung in einem Blog in mir Befürchtungen dass das Blog eben nicht so bleibt wie ich es kennen und schätzen gelernt habe.

            Wie gesagt, ich weiss nicht ob das bei Dir so ist, ich hoffe nicht. Ich weiss zu wenig darüber wie Du arbeitest als dass ich das beurteilen könnte. Vielleicht mache ich mir umsonst Sorgen. Ich weiss nur dass es bei anderen Bloggern so angefangen hat und dadurch die Blogs ein Stück weit ihre Seelen verloren haben.
            Daher ist es im Zweifel ein bisschen „wehret den Anfängen“ (ja, ich weiss. Der Spruch wird so oft missbraucht derzeit, es schmerzt mich fast ihn zu benutzen…)
            Als Leser sehe ich mich dazu verpflichtet, das anzusprechen. Dass ich dafür ausgerechnet von Laura (auch ein gutes Blog übrigens, danke an Laura und Nina fürs betreiben!) angegangen werde als hätte ich jemanden persönlich angegriffen finde ich daneben.

            Daher die Bitte an Dich: Wenn Du es Dir leisten kannst, dann bleib wie Du bist, auch wenn es Dich den einen oder anderen Werbekunden kostet.

            Sorry, wall of text, ich bin nicht der beste darin mich kurz zu fassen.

            Gruß
            Aginor

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