[Werbung] Huldigt den Erfindern der Waschmaschine

Waschmaschine
pixabay @bierfritze

Sie wissen es nicht, aber Sie sind einem Mann namens John Tizack sehr, sehr dankbar.

Glauben Sie nicht? Doch, doch. Das ist nämlich der Erfinder der Waschmaschine. Naja zumindest derjenige, der 1691 das Patent zur Grundform der heutigen Waschmaschine angemeldet hat.

Da war die Waschmaschine aber noch ein riesiger Holztrog mit einem Deckel. Der Deckel hatte ein Loch, durch das eine Holzstange führte, die durch Hin-und Herdrehen die Wäsche in der Seifenlauge bewegte.

Es dauerte dann nochmal rund hundert Jahre, bis die Maschine so klein und damit auch erschwinglich war, dass sie theoretisch in normalen Haushalten hätte eingesetzt werden können.

Hannover Waschmaschinenpioniersstadt

Erste Hinweise, dass das wundersame halbautomatisierte Waschgerät auch in Deutschland im Einsatz war, finden sich in den Geschichtschroniken der Stadt Hannover.
(Weiß Hannover das eigentlich? Hannover die Geburtswiege der deutschen Waschmaschinengeschichte! Gibt es entsprechende Museen? Stadtführungen? Gedenktafeln? )

Tatsächlich hat sich die Waschmaschine aber weitere 200 Jahre im Bereich der Privathaushalte nicht durchsetzen können.

Erst als 1951 die erste elektrische Trommelwaschmaschine auf den Markt kam und dann rund zwei Jahrzehnte später preislich erschwinglich wurde, fanden die Waschmaschinen ihren Weg in den Haushalt.

Wenn Wäsche waschen schnell geht, kann man öfter waschen

Für Hausfrauen bedeutete das eine große Zeitersparnis. Jedenfalls die ersten zwei bis drei Jahre nach Verbreitung der Waschmaschinen. Damit die Hausfrauen aber auf keine dumme Gedanken kamen und sich nicht langweilten, stiegen einfach die hygienischen und ästhetischen Ansprüche an die Sauberkeit von Wäsche. Demzufolge musste sie viel häufiger gewechselt und gewaschen werden. Die Hausfrauen waren also wieder genauso lange mit Wäschewaschen beschäftigt wie vorher.

Interessant fand ich übrigens auch zu lesen, dass bestimmte Tätigkeiten wie z.B. das Wäsche waschen an Flüssen oder in Waschhäusern (oder auch das Teppichklopfen im Hof – die Geschichte des Staubsaugers verläuft ganz ähnlich wie die der Waschmaschine) sehr anstrengende aber eben gesellige Tätigkeiten waren.

Mit dem Einzug der elektrischen Haushaltsgeräte wurden die Frauen, die ja traditionell diese Tätigkeiten verrichteten, sozial isoliert. Wäsche waschen und Staubsaugen fand fortan alleine in der eigenen Wohnung statt [1].

Die Waschmaschine im Familienhaushalt ist unverzichtbar
Wäscheberge
pixabay @mpkino

Wie dem auch sei. ICH bin dem Erfinder der Waschmaschine sehr, sehr dankbar. In unserem Mehrpersonenhaushalt fallen jede Woche rund vier Maschinen Wäsche an. Ich hab dabei sogar das Gefühl, dass wir sehr sparsam und pragmatisch waschen – was nicht komisch riecht oder sichtbare Flecken hat, wird nach dem Tragen ausgeschüttelt und wieder zusammengefaltet in den Schrank gelegt.

Ich erinnere mich, dass meine Mutter immer viel mit der Hand gewaschen hat. Erstaunlich oft geben das die Etiketten an Kleidungsstücken ja vor.
Ich wasche nichts mit der Hand. Dafür gibt es ja das Waschmaschinenprogramm „Handwäsche“ (was ich sehr, sehr lustig finde). Ich bin mir sicher, dass jedes Wäschestück, auf dem Handwäsche steht, in meiner Waschmaschine besser aufgehoben ist als in meinen Händen.
Ich habe einfach nicht den Nerv Wäschestücke zart durch vorher angesetzte Seifenlauge zu ziehen und sie dann stundenlang mit klarem Wasser zu spülen. Allein die Vorstellung! Man muss dann ja auch noch auf die Temperatur des Wassers achten etc. pp.
WER MACHT DENN SOWAS?

Ich merke gerade, das Thema Waschmaschine ist ein sehr dankbares philosophisches Thema. Neben der Frage, ob das maschinelle Wäscheprogramm Handwäsche schonender ist als die manuelle Handwäsche, frage ich mich auch oft, warum man bestimmte Kleidungsstücke kalt oder bei 30 Grad waschen soll.
Die Frage ist gar nicht so banal, denn wenn man es tun soll weil die Kleidungsstücke sonst schrumpfen, abfärben oder sonstwie leiden – wie kann es sein, dass sie einen schwitzigen Sommertag bei 30 Grad an meinem Körper überleben? Müssten sie dann nicht an meinem Körper das selbe tun, was das „bitte kalt Waschen“ Etikett für ihr Verhalten in der Waschmaschine andeutet?

Fragen über Fragen!

Ich möchte jedenfalls nicht mehr ohne eine Waschmaschine im eigenen Haushalt leben. Als Studentin hatte ich keine und musste regelmäßig in den Waschsalon. Das war anstrengend und langweilig. Ich weiß außerdem nicht was das für optimistische und nervenstarke Menschen waren, die ihre Wäsche im Waschsalon einfach unbeaufsichtigt waschen haben lassen. Da kann doch jederzeit jemand kommen und alles klauen!

Ich hab mich da vorsichtshalber immer mit Buch vor die Waschtrommel gesetzt.

Heute bin ich froh, dass ich es mir leisten kann, eine eigene Waschmaschine zu besitzen. Die größten Demutsmomente habe ich immer, wenn die Kinder die Kotzerei haben. Da hat man oft in einer Nacht drei Bettwäschesets und ebenso viele Schlafanzüge besudelt. Wie wunderbar wenn man den ganzen Mist einfach in die Waschmaschine stopfen kann und sich um nichts kümmern muss.

Also Danke John Tizack – und wollen wir genau sein – auch Alva J. Fisher, der die erste elektrische Trommelwaschmaschine erfunden hat.

Waschmaschinen online kaufen

Achso: Und falls ihr gerade eine neue Waschmaschine kaufen wollt, dann ab zu AO.
AO ein großer Onlineshop für Haushaltsgeräte. Schick ist z.B. die Suchmaske für Waschmaschinen, bei der man gleich eingrenzen kann, was genau man sucht und wie viel man ausgeben möchte. Es gibt dann, wie bei anderen Portalen auch üblich, eine Fünfsternebewertung für die Produkte selbst.
Zur eigentlichen Lieferung kann man, was für mich persönlich unverzichtbar ist, Deinstallation, Anschluss und Altgerätemitnahme als Service für 24,99 Euro hinzu buchen.


[1] Quelle: Geschichte der Konsumgesellschaft

[Werbung] Geschenke in letzter Minute: der Berliner Familienpass 2017

FamilienPass Berlin 2017


Ich weiß es genau: ihr sitzt schon vorm Kamin, die Füße gemütlich abgelegt. Neben euch der geschmückte Baum unter dem schon alle Geschenke liegen. Hübsch verpackt versteht sich.

Ihr schlürft einen Kakao mit Sahne und denkt an all die armen Menschen wie mich, die zwei Tage vor Weihnachten immer noch nicht alle Geschenke zusammen haben und deswegen um 6 Uhr morgens schweißgebadet aufwachen – denn wir wissen: wir müssen heute noch in ein Einkaufszentrum…

Richtig stressig wird es allerdings wenn man vorher noch gar nicht weiß, was man überhaupt kaufen will und deswegen, nett wie ich bin, habe ich einen schönen Last Minute Geschenktipp für Familien in Berlin: den neuen FamilienPass

Und das Beste – um den für 6 Euro zu kaufen, müsst ihr nicht mal in ein Einkaufszentrum \o/

Wo gibt es den FamilienPass?

In vielen Bürgerämtern und Bibliotheken, sowie bei Karstadt sports und Getränke Hoffmann und im FEZ. Hier die genaue Liste der Verkaufsstellen.

(Online auch, aber das ist zu knapp für den 24.12.)

Was ist der FamilienPass?

Der FamilienPass ist ein Couponheft mit 300 Preisvorteilen sowie 200 Verlosungen. Ich nutze ihn selbst seit vielen Jahren und kann sagen: wenn man zwei Angebote nutzt, hat man schon gespart.

Es gibt u.a. Ermäßigungen für:

  • Schlittschuh laufen
  • Kart fahren
  • Lasertag spielen
  • klettern
  • diverse Kinos
  • zahlreiche Museen
  • Zoo und Tierpark
  • viele Theater
  • die Berliner Bäder-Betriebe
  • (!) 5 Euro Ermäßigung auf den Bibliotheksausweis

Ich kann nur empfehlen, dass man wirklich jedes Mal, wenn man mit Kindern in Berlin etwas unternehmen will, vorher rein schaut. Ich vergesse es manchmal und ärgere mich dann, weil es eigentlich eine Ermäßigung gegeben hätte.

Was ist 2017 neu?

Wie jedes Jahr sind einige Attraktionen neu dazu gekommen, so z.B. das Zeiss-Großplanetarium, der Trampolinpark JUMP BERLIN und der Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten.

Neu ist auch, dass der FamilienPass viele Angebote für Familien mit Kleinkindern mitaufgenommen hat. Hierfür wurde die Rubrik Familienleben erweitert. Neu im Programm sind z.B. mehrere kinderfreundliche Cafés, Eltern-Kind-Kurse für werdende Mütter bzw. Mütter und Väter mit Kleinkindern oder Kurse für Kinder ab 3 Jahren.

Nicht neu, aber dennoch erwähnenswert: Der FamilienPass bietet Familien mit geringem Einkommen Extra-Angebote zur Unterstützung der Mobilität mit der BVG und Extra-Verlosungen.

Was mir sonst noch gefällt

Unter Familie wird hier jede mögliche Eltern/Kind oder Großeltern/Enkelkind Konstellation gesehen.

Wie lange ist der FamilenPass gültig?

Der Familienpass gilt vom 1.1. bis zum 31.12.2017

Zur Erinnerung

Wenn man dem JugendKulturService auf facebook folgt, dann findet man dort oft kurzfristig Nachrückplätze für die Verlosungen.


Natürlich ist der FamilienPass nicht nur zu Verschenken. Ihr könnt ihn auch selbst nutzen. Deswegen verlose ich drei Exemplare.

Damit ihr an der Januar Verlosung teilnehmen könnt, schicke ich euch – sofern ihr zu den Gewinnerinnen gehört, den FamilienPass Code vorab. Der Pass mit den Coupons folgt dann auf dem Postweg.

Verlosung
  • verlost wird drei Mal ein Exemplar des Berliner FamilienPasses.
  • die Pässe werden verlost unter allen Kommentaren unter diesem Blogpost
  • mitmachen können alle volljährigen natürlichen Personen
  • die Verlosung läuft bis zum 23. Dezember um 23.59 Uhr
  • die Gewinner:innen werden ausgelost und per Mail benachrichtigt
  • der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen
  • erhalte ich innerhalb einer Woche keine Rückmeldung auf die Gewinnbenachrichtigung, verfällt der Gewinn

-> Mehr Infos zum FamilienPass

[Verlosung] BOOMblogs Adventskalender – Türchen Nummer 12

BOOMblog AdventskalenderHalbzeit auf dem Weg nach Weihnachten – bestimmt seid ihr schon über den BOOMblog Adventskalender gestolpert? Bis zum 24. Dezember wird täglich von einem Mitglied des BOOMblogs Family & Lifestyle Blogger Netzwerkes einen Preis unter seinen/ihren Leser:innen verlost.

Jedenfalls freue ich mich Türchen Nummer 12 zu sein und damit diesen schönen Gewinn verlosen zu können:

LEGO Technic Schwerlasthubschrauber

LEGO Technic Schwerlasthubschrauber

Das Set Schwerlasthubschrauber ermöglicht zwei Varianten des Aufbaus. Mir hat das etwas bulligere Tandemrotor-Hubschrauber-Modell besser gefallen. Deswegen habe ich das zuerst gebaut.

Drei Abende hat mich das beschäftigt. Jetzt ist der Nagellack abgesplittert und die Fingerkuppen schmerzen ein bisschen. Bei Schritt zweihundertirgendwas habe ich nämlich einen Fehler entdeckt und den zweiten Rotor nicht einsetzen können.

Also eine Nacht darüber geschlafen, die Hälfte wieder rückgebaut und am letzten Abend den Hubschrauber fertig gebaut. Und dann der große A-Team-Moment: Motor anschalten – alle Zahnrädchen rotieren, greifen ineinander und die Seilwinde entwindet sich. YEAH! Großartiges Gefühl.

Was aber mit den Rotoren? Am Motorelement hin- und hergeschaltet. Erfolglos. Nervenzusammenbruch. Tief durchgeatmet. Bauanleitung nochmal durchgelesen und siehe da: Es gibt auf der Unterseite des Hubschraubers einen Schalter (jaha! Den hab ich gebaut ohne es zu merken!), der es möglich macht von Seilwinde auf Rotoren umzustellen und tataaaaa – es geht.

Im Geiste schiebe ich mir eine Zigarre zwischen die Zähne, grinse wie Hannibal und sage mit sonorer Stimme: „I love it when a plan comes together.“

Und falls ihr dieses Gefühl auch haben wollt, dann habe ich jetzt eine frohe Botschaft: Ich verlose ein Set dieses sensationelle Teils (Seilwinde! Rotoren! Schiebetüren, Heckklappe!).

Der LEGO Technic Schwerlasthubschrauber (oder wie Kind 3.0 ihn nennt „COOOOOOOOOOL!!1!“) hat 1.042 Teile.

Wie gesagt, ich fand den Aufbau etwas anspruchsvoller, weswegen der Hubschrauber eher für die Altersgruppe 10 aufwärts ist. Was ja aber auch ein bisschen heisst, dass er durchaus für Erwachsene geeignet ist (ich sehe schon wie der/die Gewinner:in das Paket an den Kindern vorbei schmuggelt und abends heimlich selbst aufbaut…).

Tandemrotor-Hubschrauber von LEGO Technic

Der LEGO Technic Schwerlasthubschrauber ist ein komplexes 2-in-1 Modell und besticht mit zahlreichen technischen Details und Funktionen. Dank des kraftvollen Power Functions Motors lassen sich die beiden gegenläufigen Rotoren des Modells wie bei einem echten Hubschrauber zum Rotieren bringen. Eine herunterklappbare Laderampe, aufklappbare Frachtraumtüren sowie eine funktionstüchtige Seilwinde und bewegliche Seiten- und Höhenruder machen das realitätsgetreue Technikerlebnis komplett. Für noch mehr Bauvergnügen lässt sich das 2-in-1 Modell zusätzlich in einen leistungsstarken Tandemrotor-Hubschrauber umbauen.

Was ist drin?
  • 1042 Teile
  • riesige Tandemrotoren, 2 große Triebwerke, bewegliche Seiten- und Höhenruder, ein baubares Zubehörteil als Fracht sowie ein in alle Richtungen drehbares Bugrad
  • Der Schwerlasthubschrauber ist 22 cm hoch, 60 cm lang und 53 cm breit
  • Der Tandemrotor-Hubschrauber ist 19 cm hoch, 80 cm lang und 49 cm breit
  • Kauft schon mal AA Batterien. Die sind nicht enthalten und sechs braucht man. Der Motor wird im Inneren des Hubschraubers verbaut. Deswegen erst Batterien besorgen und dann mit dem Aufbau beginnen.
Was ihr tun müsst, um zu gewinnen:
  • verlost wird ein Set LEGO Technic Schwerlasthubschrauber
  • der LEGO Technic Schwerlasthubschrauber wird verlost unter allen Kommentaren im Blog – beantwortet mir folgende Frage: Warum findet ihr mich so nett? Nein, Spaß beiseite – kommentiert einfach. Der/die Gewinner:in wird ausgelost.
  • mitmachen können alle volljährigen natürlichen Personen
  • die Verlosung läuft bis zum 12. Dezember 23.59 Uhr
  • der/die Gewinner:in wird ausgelost und per Mail benachrichtigt
  • der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen
  • erhalte ich innerhalb einer Woche keine Rückmeldung auf die Gewinnbenachrichtigung, verfällt der Gewinn

Das 12. Türchen hat Euch gefallen? Dann ab zum nächsten Türchen bei kleinSTYLE

Noch mehr Verlosungen gefällig? BITTESEHR – hier hast du einen Überblick über das was bereits war, und das was noch kommt: Auf jeden Fall ist jeder Tag im Dezember ein Gewinn!

01.12.: Mama Schultze, 02.12.: Moms Blog, 03.1.2.: Einer schreit immer, 04.12.: bei echt! Hartmann, 05.12. bei Mini&Mami, 06.12. bei Stadt Land Mama, 07.12. bei MissBonn(e)bonn(e), am 08.12. bei Caprice et Délice, am 09.12. bei Grosse Köpfe, am 10.12. bei Mama Notes, am 11.12. bei Nina Bott, am 12.12. bei Das Nuf, am 13.12. bei kleinSTYLE!, am 14.12. bei Familie Berlin, am 15.12. bei Mama Mia, am 16.12. bei Kleine Familienwelt, am 17.12. bei Wunderhaftig, am 18.12. bei Nova’s Loft, am 19.12. bei Metterschling und Maulwurfn, am 20.12. bei Johnny’s Blog, am 21.12. bei Ekulele, am 22.12. bei Mit Kinderaugen, am 23.12. bei Zwillingswelten und am 24.12. bei Daddylicious.

 

Verlosung: Das Produkt wurde von der LEGO GmbH für diese Verlosung zur Weitergabe an meine Leser zur Verfügung gestellt. Die Verlosung wird von mir umgesetzt. 

[Werbung] Update zur eve Matratze

eve MatratzeAnfang des Jahres habe ich eine eve Matratze bekommen und getestet (Artikel im Januar und März).

Mein Fazit war: ich schlafe sehr gerne auf der Matratze. Störend fand ich nur den anfänglichen Geruch und dass sich eine Mulde bildet, wenn man eng aneinander geschmiegt zu zweit darin schläft.

Die Matratzen wurden in der Zwischenzeit überarbeitet und für mich haben sich damit meine damaligen Kritikpunkte komplett erledigt.

Was wurde denn geändert?
  • Die Matratze ist jetzt stabiler. Das merkt man sowohl wenn man zu zweit darin liegt als auch wenn man am Rand sitzt. Sie passt sich weiterhin dem Körper an, bildet jedoch keine Mulde, in die man reinkullert. Erreicht wird das wohl durch die Unterteilung der mittleren Schicht in 7 Zonen.
  • Die neue eve Matratze ist höher als das alte Modell (25 cm statt 20 cm).

Somit ist die eve die SUV Matratze am deutschen Markt. In meinem fortgeschrittenen Alter gefällt mir das.

  • Das Cover ist jetzt waschbar. Die Oberseite ist abzippbar und man kann sie bei 40 Grad waschen. Mit gelegentlich kotzenden Kindern im Bett ein echtes Plus.
  • Die eve wird nun komplett in Deutschland produziert.

Das verkürzt zum einen die Lieferzeit und garantiert deutsche Qualität – was konkret heisst, dass die Matratze jetzt OEKOTEX100 Klasse 1 zertifiziert ist.

Zum anderen bedeutet das, dass nicht mehr das in Großbritannien vorgeschriebene Brandschutzmittel verwendet wird, mit dem die eve Matratze im August durch einen Test in die Kritik geraten war. Eine detaillierte Stellungnahme kann man unter anderen hier nachlesen: Stellungnahme zur Kritik und Brandschutz bei Matratzen.

Störenden Geruch nachdem die Matratze frisch ausgepackt war, habe ich zudem nicht mehr wahrgenommen.

Was mir übrigens an der eve Philosophie auch sehr gut gefällt: Tester:innen durchlaufen den kompletten Bestell- und gegebenenfalls Reklamationsprozess wie jede andere Käufer:in auch.

In meinem konkreten Fall bedeutet das, dass ich mit dem eve Kundensupport Bekanntschaft gemacht habe, weil der Lieferer sich geweigert hat, mir die Matratze in die Wohnung zu tragen.

In der Bestellbestätigung habe ich folgende Passage gefunden:

Unsere Zulieferer sind angewiesen die Lieferung bis zur Wohnungstüre zu bringen.

Wenn das nicht klappt, ruft man bei eve an und die kümmern sich darum. Ich kann den Support wirklich ausdrücklich loben, denn es war mir sehr recht, dass ich mich nicht mit dem Paketdienst rumärgern musste und alles darin endete, dass mir ein sehr, sehr netter Herr die 35 kg schwere Matratze nach oben getragen hat.

Generell habe ich schätzen gelernt, dass eve sehr ansprechbar und kundenfreundlich ist.

Ich musste mich deswegen nicht lange überreden lassen ebenfalls neu vergangenen Monat auf den Markt gebrachten Matratzenschoner und die schöne, weiße Bettwäsche zu testen.

eve Matratzenschoner eve Bettwäsche

(Es gibt jetzt also auch die von mir zunächst vermissten, passenden Kissenbezüge)

Der Matratzenschoner ist übrigens auf 60 Grad waschbar und noch einfacher zu waschen als das oben erwähnte Matratzencover. Es schützt vor Staubmilben und hilft die Temperatur zu regulieren.

Ich hab auch schon kurz überlegt, ob ich mich in die Bettwäsche um mich werfe wie den Umhang einer Königin und mich damit „weiß, weiß, weiß ist alles was ich habe“ singend filme, wie ich durch meine Wohnung schreite und mich dann auf meine weiß-gelbe Matratze werfe… dann war ich aber doch zu schüchtern.

Also kurz gesagt: ich bin mit eve aus den unterschiedlichsten Gründen zufrieden und ich finde es begrüßenswert wenn Firmen kontinuierlich an ihren Produkten arbeiten.

scoyo ELTERN! Blog Award

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin für den scoyo ELTERN! Blog Award nominiert und zwar mit meinem Text „Bastelmuttihölle„.

Vielleicht habt ihr ja Lust für mich abzustimmen? Dann geht das bis zum 16. Oktober hier. Ich würde mich freuen.

Danke!

P.S. Es gibt auch andere, wunderbare Einreichungen, z.B. Maximilian Buddenbohms „Ein anderer Spiegel“ oder aus dem Kaiserinnenreich den Text „Leerstelle„, der mich sehr, sehr berührt hat.

Also egal für wen, wählt <3

blog-award-vote-for-me-800-800

[Werbung] Escape Berlin – rätsel dir deinen Weg in die Freiheit

Escape Berlin Sherlock Rästsel
Pressefoto www.escape-berlin.de / Sherlock

Von Escape Berlin wurde ich eingeladen eines der Escape Games auszuprobieren. Ingesamt sind drei Varianten im Angebot:

  • Big Bang
  • RAW (Horror, erst ab Oktober 2016)
  • Sherlock Holmes

Die Entscheidung, welches Spiel wir ausprobieren, fiel mir ziemlich schwer. Big Bang und Nerd-Kram liegt mir sehr, aber Sherlock im Sinne von Zeitreise, fand ich am Ende doch interessanter.

(Horror hätte ich so oder so nicht genommen. Ich bin sehr schreckhaft und erinnere mich gut, dass mir jemand mal „The Ring“ nacherzählt hat und ich dann eine Woche Albträume hatte…)

Aber Moment! Was ist eigentlich ein Escape Game?

Ein Escape Game ist eine Art Rätselspiel. In einer kleinen Gruppe wird man in einen Raum gesperrt und rätselt sich den Weg zurück in die Freiheit.

Die Beschreibung zum Sherlock-Spiel lautet wie folgt:

„Sherlock Holmes ist verschwunden! Seit Sherlocks Erzfeind Professor Moriaty wieder in der Stadt ist, habt ihr nichts mehr von Sherlock gehört. Im Auftrag von Scotland Yard stürmt ihr Sherlocks Wohnung und begebt euch auf die Spuren des berühmten Meisterdetektivs. Nur wenn ihr alle Hinweise richtig kombiniert und als Team zusammenarbeitet, wird es euch gelingen, die Spuren von Sherlock aufzunehmen.“

Quelle

Ich habe mir also fünf Freundinnen und Freunde zusammengesucht und mich zu dem Spiel angemeldet.

Irgendwie ist unsere Gruppengröße anders beim Veranstalter angekommen und so kam es, dass ein Rätsel weniger vorbereitet war. Insgesamt aber kein Problem. Wir haben das erstens nicht gemerkt und der Spieleleiter war super freundlich und nach einem kurzen Schreck sehr kooperativ.

Tatsächlich hatten wir aufgrund meiner Verpeilung sogar Kinder dabei. Offiziell empfiehlt der Veranstalter als Mindestalter 12 (beim Horrorspiel 18). Unsere waren deutlich jünger, durften aber trotzdem mitmachen.

Natürlich ist es so, dass man das Spiel jederzeit verlassen kann. Hätten die Kinder sich irgendwie gegruselt (uns wurde gesagt, es sei in den Räumen sehr atmosphärisch und nicht alle [Kinder] kämen gut damit klar), kann man einfach die Tür öffnen und rausgehen. Man wird also nicht wirklich eingeschlossen.

Abgesehen davon sind die Räume videoüberwacht, was auch genutzt wird, um den Spielenden kleine Tipps zu geben, wenn sie nicht weiterkommen.

Tatsächlich hat sich das als nützlich erwiesen. Ich weiß nicht, ob es Gruppen gibt, die es schaffen ohne Tipps durch die Rätsel zu kommen – wir haben es jedenfalls nicht ohne kleine Hilfen geschafft.

Für meinen persönlichen Geschmack hätte es sogar etwas weniger Hilfe sein können. Ich war zu keinem Zeitpunkt des Spiels irgendwie entmutigt oder genervt oder komplett ideenlos was man jetzt noch ausprobieren könnte.

Ja – und wie fand ich es denn eigentlich?

Mein tldr würde lauten: Das hat wirklich Spaß gemacht, ich würde es jederzeit wieder tun.

In lang lautet mein Bericht wie folgt:

Ich liebe Brettspiele, Rätsel, Rollenspiele. Im Escape Game kann ich das quasi alles auf einmal haben.

Die Rätsel sind spannend gemacht, die Räume schön gestaltet, ich hätte sogar gerne länger gespielt.

Ich habe nur kleine Kritikpunkte:

Ich hätte zum Beispiel gerne mehr Zeit gehabt. Bevor es ans eigentliche Rätsellösen ging, hab ich erst verstehen müssen, wie das Ganze funktioniert. Was ich tun muss, wie Dinge zusammen passen, dass sie überhaupt zusammen passen. Was alles zum Rätsel gehört und was nicht. Mir hätte also eine Aufwärmphase plus eigentliche Spielzeit gut getan. Daran dockt auch das Eingreifen des Spieleleiters an. Auch hier hätte mir mehr Zeit, noch mehr Freude bereitet (Ich verstehe natürlich dass die Räume zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder für die nächste Gruppe frei sein müssen…).

Zum anderen (und das ist eine Kritik aus der Gruppe, ich selbst bin völlig blind für Details – bitte ladet mich nie als Zeugin für irgendwas), hätten die Details besser ausgearbeitet werden können. Man nimmt viele Gegenstände in die Hand, schüttelt sie, dreht und wendet sie. Wenn dann ein halb abgerissenes Preisschild von Nanu-Nana zu sehen ist, kann das störend sein, weil es einen natürlich aus der Illusion reißt, sich im späten 19. Jahrhundert zu befinden.

Persönlich fand ich unsere Gruppe zu groß. Bei dem Sherlock Spiel ist die empfohlene Gruppengröße 2 bis 7. Wenn ich nochmal gehe, würde ich eine Gruppengröße von 4 nicht überschreiten. Es ist einfach sehr schwer den Überblick zu behalten. Alle suchen, knobeln, entdecken zeitgleich und man muss seine Entdeckungen auch noch in der Gruppe kommunizieren, so dass man Puzzlestücke zusammen bringen kann. Dafür finde ich vier Personen überschaubarer als sechs oder sieben.

Was kostet das Ganze?

Man zahlt 19 Euro pro Person, wobei das Spiel ca. 90 Minuten dauert. Wenig finde ich das nicht (an anderer Stelle habe ich mich über entsprechende Kino-Preise echauffiert) – aber ich finde das Preis-Leistungsverhältnis an dieser Stelle völlig in Ordnung. Das Escape Game hat viel mehr Event Charakter im Sinne von Einmaligkeit als Kino zum Beispiel. Man teilt diese Erfahrung als Gruppe und nimmt das als schöne Erinnerung mit.

Zusammenfassend: Unbedingte Empfehlung. Das Ganze macht wirklich Spaß, reißt einen aus dem Alltag und ist was besonderes. Tatsächlich waren übrigens v.a. die Kinder in unserer Gruppe sehr begeistert und ich fand es auch hier mal wieder toll zu beobachten, wie anders Kinder im Vergleich zu Erwachsenen denken und deswegen beim Lösen der Rätsel total hilfreich sind.

Also: Wenn ihr mal was außergewöhnliches machen wollt, besucht doch mal Escape Berlin.

[Werbung] Ein Wochenende im 25hours hotel hafencity Hamburg

Im 25hours hotel hafencity bleiben keine Wünsche offen. Auch nicht bei den Kindern.

25hours hamburg hafencityImmer wenn ich in Hamburg bin, denke ich, ich müsste eigentlich mal länger nach Hamburg – womöglich sollte ich da mal Urlaub machen. So geht das seit Jahren – allerdings bleibt es dann doch meistens bei einem Wochenendtrip – so wie am vergangenen Wochenende.

Hamburg ist von Berlin aus in unter zwei Stunden mit dem Zug zu erreichen – alleine das macht Hamburg zu einem guten Wochenendziel. Das Geld für die Sitzplatzreservierung lohnt sich übrigens in jedem Fall. Ich glaube, viele Menschen pendeln zwischen Berlin und Hamburg und so sind die Züge v.a. Sonntag Abend auf der Rückreise sehr voll.

Wir sind Samstag gefahren und wurden dann zu meiner großen Freude vom 25hours hotel hafencity eingeladen, eine Nacht dort zu verbringen.

Ich kannte das 25hours hotel hafencity bereits von einem Kurzaufenthalt und war, ehrlich gesagt, schon Fan. Ich liebe das Design und das Schiffsthema, welches das gesamte Hotel durchzieht. Ich hatte bereits bei Berlinfreckles über die Kindergeeignetheit des Hotels gelesen und war gespannt, was Kind 2.0 und 3.0 sagen würden.

Das Personal des Hotels hatte im Vorfeld gesagt, dass sie natürlich versuchten familienfreundlich zu sein, dass sie jedoch nicht extra auf Familien bzw. Kinder ausgerichtet seien.

Das fand ich insofern witzig, weil ich es eben in den allermeisten Fällen die kleinen Details sind, die einen Ort kinderfreundlich machen und nicht die pompöse Hüpfburg, die man extra für die Kinder aufstellt.

Und wenn man eines ganz sicher sagen kann: In den Details stimmt im HafenCity wirklich alles (nicht nur für die Kinder).

Wir haben ein großes Zimmer mit Doppelbett bekommen, das durch zwei Zustellbetten aufgepimpt war. Als wir in das Zimmer kamen, war es schwer die Kinder fünf Minuten im Zaum zu halten, um schnell Fotos zu machen. Trotz der Zustellbetten, war noch viel Platz.

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Die Vorhänge wurden aufgerissen (das Zimmer hat bodentiefe Fenster an zwei Seiten und man kann auf den Hafen – das Hafenbecken (?) schauen) und hätte ich nicht gewusst, dass um die Ecke ein sensationell großer und schöner Spielplatz liegt, hätten wir die Kinder nicht mehr aus dem Zimmer bekommen.

So packten wir unsere mitgebrachten Picknicksachen und verbrachten den Abend am Spielplatz im Grasbrookpark, wo es sogar Tische gibt, an denen man essen kann und tagsüber einen mobilen Kaffeestand.

Kind 2.0 und Kind 3.0 gaben dem Spielplatz eine 1-, wobei Kind 2.0 sagte, das sei der tollste Spielplatz gewesen, auf dem es JEMALS war (und ich kann versichern, wir haben schon viele tolle Spielplätze gesehen…). Das Minus vergab Kind 3.0 weil das Klettergerüst an einigen Stellen zu anspruchsvoll für die Körperlänge eines Kindergartenkindes gewesen sei. Auf der anderen Seite heisst das natürlich, dass auch ältere Kinder auf diesem Spielplatz noch jede Menge Spaß haben können.

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Gegen 22 Uhr liefen wir zum Hotel zurück und schauten uns den Wohnzimmerbereich im 1. Stock des Hotels an. Dort gab es eine Eisenbahn, die Kind 3.0 , während Kind 2.0 und wir Erwachsenen Kicker spielten, aufbaute.

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Am Weg zum Aufzug legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp ein, um den Kindern zu zeigen, wie man früher Computer gespielt hat. Dort steht ein funktionsfähiger Atari mit einigen Spielen.

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Zur Feier des Tages durften die Kinder zum Einschlafen noch „Bernd das Brot“ schauen und freuten sich, dass sie am nächsten Morgen beim Aufreißen der Vorhänge ein ziemlich großes Schiff vor dem Hotel entdeckten.

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Ich hatte schon auf dem Weg nach Hamburg von dem schönen Badezimmer im Hotel berichtet. Die Kinder verkündeten deswegen stolz, dass sie sich extra Sand auf den Kopf geworfen hätten, damit sie duschen könnten. Wäre jetzt nicht nötig gewesen, aber so konnten wir die Dusche also auch nochmal testen.

Gegen 10 Uhr wankten wir schließlich zum Frühstücksbuffet. Diese Uhrzeit war, wie wir dann feststellen konnten, die beliebteste Frühstücksuhrzeit. Nachdem im Innenbereich alles belegt war, fanden wir aber draußen noch Plätze.

Das Buffet im Hotel ist wirklich reichhaltig und vielseitig. Es bleiben keine Wünsche offen. Es gibt Brötchen, Brot, Croissants, Brezeln, Müsli, Käse, Fisch, Wurst und Schinken, Eier, Obst, Grießbrei, Säfte, Wasser, Tee und Kaffee.

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Kind 2.0 und 3.0, die eigentlich nie was für sich finden, wenn wir auswärts essen gehen, waren sehr zufrieden. Kind 3.0 und ich haben Weißwürste gegessen, die wirklich sehr, sehr lecker waren. Das Ganze wurde spartanisch mit einer Brezel abgerundet.

Auf dem Weg nach draußen haben wir dann noch das Bobby Car und das hoteleigene Laufrad entdeckt und Kind 2.0 und 3.0 waren sehr empört, dass wir das Hotel verlassen, ohne alles vorher ausprobiert zu haben.

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Fazit: Beide Kinder waren der Meinung, dass wir u n b e d i n g t nochmal zurück kommen müssten.

Ich kann dazu sagen: Ich stimme zu, ich liebe das Hotel und seine Details und auch seinen Service sehr. Die Preise sind allerdings so, dass so ein Wochenendtripp eher was Besonderes bleibt. Man dann aber sicher sein kann, dass es an nichts mangelt und man wirklich Freude an seinem Aufenthalt hat.


P.S. Kind 3.0 sagt, ich solle dringend noch ein Bild des Kotzeimers zeigen, das sei schließlich auch sehr kinderfreundlich, weil Kinder gelegentlich spontan erbrechen (oder muss es korrekt „erbrüchen“ lauten?)

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Morgen gehts im Blog weiter mit der Lego-Ausstellung, die wir im Anschluss besucht haben.

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25hours – die Liebe beruht auf Gegenseitigkeit <3

[Werbung] Helferzentrale – was getan werden kann

Die Helferzentrale sammelt hilfreiche Informationen zu Flüchtlingsprojekten und unterstützt so Helferinnen und Helfer in ganz Deutschland.

logo-helferzentraleIm Februar, nach den Ereignissen in Clausnitz habe ich mir ausgemalt, wie sich in 20-30 Jahren die Menschen fragen, warum wir damals nichts unternommen haben.

Seitdem sind drei Monate vergangen und wenngleich sich an der grundsätzlichen Situation nicht wesentlich verändert hat, die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Österreich zeigen das leider, so habe ich mir dennoch Mühe gegeben nicht mehr zu den Duldern zu gehören.

Andere haben viel, viel mehr getan. Alle Gewinnerinnen des Blogfamilia Awards, haben den Preis gewonnen weil sie sich auf unterschiedliche Art und Weise für Flüchtlinge eingesetzt haben (z.B. mit dem Projekt Blogger für Flüchtlinge).

Einzelne Familien haben Flüchtlingsfamilien in ihren Familien aufgenommen. Lisa Harmann von den Stadt Land Mamas zum Beispiel und auch Anna Luz de León von Berlinmittemom haben das getan.

Ich bin voller Bewunderung für diesen Mut und diese Großzügigkeit und diese Menschen sind ein großes Vorbild für mich.

Eine weitere Initiative in diesem Kontext ist die von Peter Schwierz und Jens Stoewhase gegründete Helferzentrale, die ich gerne in diesem Zusammenhang vorstellen möchte.

Flüchtlingshilfe Helferzentrale
Quelle: Pixabay @bykst

Was ist die Helferzentrale?

Die Helferzentrale ist ein nicht kommerzieller, kostenloser Nachrichten-Service rund um Flüchtlingshilfe und Integration und soll ehrenamtliche und institutionelle Helferinnen und Helfer bei den aktuellen Herausforderungen unterstützen. Die Webseite mit wöchentlichem Newsletter sammelt aktuelle Nachrichten, erfolgreiche Beispiele, praktisches Wissen sowie nützliche Tipps rund um die Flüchtlingshilfe.

Ich kenne diesen Bedarf selbst. Sobald man sich ein bisschen engagiert, häufen sich die Fragen:

  • Wo gibt es aktuelle Projekte?
  • Wie kann ich helfen?
  • Wo kann ich was spenden?
  • Wie kann ich mich mit anderen vernetzen?
  • Welche Tools und Hilfsmittel gibt es bereits?

Die Helferzentrale versucht all diese Fragen zu beantworten und Informationen rund um das Thema Flüchtlingshilfe zu aggregieren.

Ich finde es sehr schön dort die Positivbeispiele zu lesen, denn die negativen Schlagzeilen, die einem das Herz schwer machen, den Magen verdrehen und die mich am Ende wieder hilflos machen, die lese ich zu genüge in den Mainstream-Medien.

Wie hilft die Helferzentrale?

Der Newsletter erscheint jeden Freitag und ist mit einer formlosen Mail an abo@helferzentrale.org  (oder per Formular auf der Startseite) zu bestellen. Es gibt ausserdem die Rubrik Termine, in der man sich über aktuelle Termine rund um Flüchtlingshilfe informieren kann.

Über die Schlagworte auf der Startseite kann man sich gezielt Informationen zu Aktionen in der eigenen Stadt oder Bundesland suchen (z.B. Berlin, Leipzig oder Dresden).

Wer immer auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniert sich den RSS-Feed der Helferzentrale.

Wenn man etwas tun möchte, gibt es Möglichkeiten. Das zeigen viele Projekte und einzelne Menschen

Ich bin so froh, dass es Projekte wie die Helferzentrale gibt. Dieses Projekt, das Engagement meiner Mitmenschen (zum Beispiel in unserem Kindergarten) und auch Informationen, die ich z.B. auf der re-publica über Ingrid Brodnig kennengelernt habe, die gerade das Buch „Hass im Netz: Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“ veröffentlich hat, machen mir Mut, dass es doch etwas gibt, was man all der Fremdenfeindlichkeit entgegen setzen kann. Vor einigen Tagen schrieb ich in diesem Zusammenhang z.B. über den Vortrag „Liebe organisieren„, der auch in diesen Kontext fällt.

Ebenfalls sehenswert ist der oben erwähnte Vortrag von Ingrid Brodnig, die übrigens eine beeindruckend gute Rednerin. Am Ende gibt auch sie einige sehr konkrete Tipps, wie man auf Hetze und Lügengeschichten im Netz reagieren kann (ab ca. Minute 25):

  • Bei Klarstellungen nur Positivformulierungen benutzen („Richtigstellungen affirmativ formulieren“)
  • Solange Einstellungen noch als „moderat“ zu bezeichnen sind – Gemeinsamkeiten finden und nicht so sehr auf die unterschiedlichen Positionen eingehen („An gemeinsame Werte appellieren“)
  • Bei sehr extremen Aussagen/Fehlbehauptungen juristisch vorgehen (und das auch transparent machen)

D.h. selbst im allerkleinsten Rahmen, z.B. im eigenen Facebook-Feed kann man etwas tun und wenn man darüber hinaus aktiv werden möchte, dann bietet zum Beispiel die Helferzentrale entsprechende Möglichkeiten.

Tut was! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich das gut anfühlt.