Schamlose, unbezahlte Werbung für ein großartiges Kinderbuch

Foto (2)Vor einigen Wochen habe ich mich an einem Crowdfunding zu einem Kinderbuch  mit dem Titel „Pinipas Abenteuer“ beteiligt. Noch vor Weihnachten erreichte uns das fertige Buch. Es hat dann noch ein paar Wochen gedauert bis Kind 2.0 das Buch rauskramte und wir angefangen haben, es abends zu lesen.

Ich habe das Buch hauptsächlich mit-gecrowdfundet weil ich die Illustrationen so toll fand. Die Beschreibung des Inhalts konnte mich auf den ersten Blick nicht richtig begeistern:

Ein Mädchen namens Greta schickt, weil sie gelangweilt im Stau steht, ihre imaginäre Freundin Pinipa in einer Seifenblase los, um Deutschland zu entdecken. Als Seifenblasenpilotin durchfliegt Pinipa verschiedene Regionen Deutschlands, wie das Ruhrgebiet oder die Lüneburger Heide. Pinipa erlebt allerlei Abenteuer und als die Seifenblase am Bodensee zerplatzt, steigt sie in ein Papierschiffchen um und schippert mutig den Rhein hinunter. So lernen die Kinder, die das Buch vorgelesen bekommen, verschiedene Regionen Deutschlands kennen.

Hmmmm, Büchern mit pädagogischem Vorsatz stehe ich immer etwas skeptisch gegenüber.

Was soll ich sagen? Ich habe das Buch sehr gerne vorgelesen und die Kinder hätten gerne gehabt, dass ich es in einem durch(vor)lese – was mir aber zu lang war. Also schleppten sie das Buch am nächsten Tag auch wieder an und waren sich ausnahmsweise auch mal einig in der Wahl.  Die Geschichte ist abwechslungsreich, unterhaltsam und auch lustig (Leseprobe unten auf der Seite). Pinipa begegnet auf ihrer Reise unterschiedlichen Tieren, die ihr im Gespräch von der Region oder den Städten erzählen. U.a. kommt der Schatz der Nibelungen vor, was Kind 3.0 sehr begeistert hat. Kind 3.0 wird jetzt Taucher und wird den Schatz sehr bald finden!

Mir hat v.a. die Sprache gefallen. Es gibt so viele Kinderbücher, die (behaupten) eine „kindgerechte“ Sprache haben, bei der man sich einen Knoten in die Zunge liest und ständig denkt: So spricht doch kein Mensch? Warum schreiben die so? Hoffentlich reden die Kinder nicht eines Tages so!

Ganz anders bei Pinipa. Das liest sich gut vor, klingt sehr rund und nicht so gestelzt ohne übermäßig komplexitätsreduziert zu sein. Ich freue mich schon auf das Hörspiel, das es wohl auch bald geben wird.

Die Illustrationen sind wahnsinnig schön und detailverliebt und ähnlich wie bei den Wimmelbüchern gibt es viel zu entdecken. Man muss also seeehr langsam lesen oder kann nur seeeehr langsam weiterblättern, weil die Kinder sich die Bilder ausführlich anschauen.

Jedenfalls – Achtung! WERBEUNTERBRECHUNG – das Buch ist großartig. Kauft es!

Das Buch kostet 14,90 Euro zzgl. Versand und kann direkt auf der Website der Illustratorin bestellt werden.

pinipas-abenteuer

Einblicke

Oft werde ich gefragt, was ich machen würde, wenn eines der Kinder anfangen würde zu bloggen. Meine ehrliche Antwort: Ich würde mich freuen (nachdem ich stundenlang, tagelang monatelang und vermutlich immer wieder Vorträge zu Urheber- und Nutzungsrecht, Privatsphäre und Vor- und Nachteile von Pseudonymen vs. Klarnamen gehalten hätte).

Was mir persönlich an Blogs so gefällt, ist die eigene Sicht auf Dinge und die Möglichkeit für die LeserInnen einen Einblick in völlig andere Welten zu bekommen. Deswegen hat mir die Vorstellung auch sehr gefallen, als mein Kooperationspartner Idee hatte, unser Zuhause von den Kindern fotografieren zu lassen.

Zugegebenermaßen musste ich etwas filtern. Wer will schon Geschirrberge in der Spüle sehen und Untertitel wie „Meine Mama stellt alles in die Spüle. Die Spülmaschine ist nur wenige Zentimeter entfernt. Wasserexperimente im Spülbecken kann man deswegen nicht so gut machen, weil immer alles vollgestopft ist.“ lesen?

Die schönen Seiten hingegen, gibt es hier zu bewundern.

Tatsächlich finde ich die Idee großartig und würde gerne eine neue Serie starten. Was würdet ihr gerne durch die Augen der Kinder sehen?