Warum ich gerne auf die katholische Kirche verzichten möchte

Vor einigen Tagen twitterte ich

Schade, dass man nur einmal aus der katholischen Kirche austreten kann.

Als Tochter eines Sizilianers bin ich natürlich katholisch getauft. Aus der Kirche ausgetreten bin ich erst mit 27 Jahren. Die Kirche hat mich meine komplette Dorfjugend begleitet und war sehr wichtig für mich. Auch als Teenager bin ich regelmäßig in den Gottesdienst gegangen. Was mir an der katholischen Kirche nie gefallen hat, war der Sündengedanke. Ich kann mich sehr lebhaft erinnern, wie die einzelnen Pflichtbeichten nach der Kommunion waren. Ich war ein neunjähriges Mädchen und musste mir Monat für Monat überlegen, was ich Böses getan hatte, um es dann zu beichten. Manchmal fiel mir nichts ein und ich erfand Sachen, einfach damit ich was zu beichten hatte. Je älter ich wurde, desto belastender fand ich das. Denn die Lüge über die Sünden potenzierten die Sünden schließlich.

Was mir außerdem nicht gefiel war der Umstand, dass man als Mädchen nicht gleichwertiges Mitglied in der katholischen Gemeinde war. Ministrantinnen gab es damals nicht und Pfarrerinnen gibt es ja bis heute nicht ( – aber das ist nochmal ein Thema für sich).

Trotz aller Zweifel – und ich könnte Dutzende von Beispielen herauskramen – blieb ich in der Kirche. Erstens weil ich sah, dass sich das was Kirche in der Praxis bedeutete, von Gemeinde zu Gemeinde deutlich unterschied und ich durchaus all das Gute sah, was manche Pfarrer taten – v.a. für diejenigen, für die es in der Gesellschaft sonst keinen Platz gab. Das war für mich zutiefst christlich und zwar ganz banal im Sinne von dem, was ich denke, was Jesus Christus getan oder gewollt hätte.

Ein zweiter Grund war meine eigene Einsamkeit und Traurigkeit. Teil einer Gemeinschaft zu sein, tat mir gut und gab mir Kraft. Ich habe also selbst die positiven Aspekte erlebt und habe deswegen meine Kirchensteuer gerne gezahlt, einfach weil ich das Gefühl hatte, ich unterstütze damit diese positiven Aspekte.

Je mehr ich mich allerdings in einem größeren Rahmen mit dem Thema auseinandergesetzt habe, umso schwerer wurde es für mich Mitglied der Kirche zu bleiben. Irgendwann war es schlichtweg nicht mehr mit meinem Gewissen zu vereinbaren. Es ist natürlich bequem: Man kommt so selten dazu “Gutes” zu tun und wenn man jeden Monat zwangsweise und ohne sich jemals drum gekümmert haben zu müssen, ein bißchen von seinem Wohlstand abgibt* – warum nicht.

PatschBella schreibt diesen Aspekt wie folgt:

Wenn wir über die Kirche schimpfen, verurteilen wir ein biss­chen auch alle, die im Namen dieser Organ­i­sa­tion arbeiten. Die Asyl gewähren und Sup­penküchen leiten. Die aus­bildende Schulen für viele soziale Berufe finanzieren. Und diese Sozialar­beiter später beschäfti­gen.

Das ist richtig. Jetzt kommt aber das große aber und dazu empfehle ich wärmstens den Artikel “Ein Staubkorn Namens Mensch” zu lesen.

Jens Best schreibt: “Ich kritisiere Machtverhältnisse. Religionen dienen gesellschaftlich der subtilen bis gewalttätigen Kontrolle von Massen. Die Legitimation hierfür ist humanistisch nicht zu begründen und damit für den aufgeklärten Menschen nicht akzeptabel. Der Sonderstatus der Religion muss peu a peu abgeschafft werden. Die Themen sind bekannt: Finanzierung durch den Staat, Sonderrechte in der Behandlung von Arbeitnehmern, [...]

und

“[...] Ergänzend ist es bemerkenswert, dass wir die Arbeit der Kirchengemeinden als wichtig anerkennen, gleichzeitig aber viele hier die Augenbrauen zusammenziehen, wenn sie hören, wie Muslimische Bruderschaften bei sozialer Hilfe den Menschen den Glauben gleich mitvermitteln. Ich denke, dass die Schaffung Sozialen Kapitals jenseits einer Gottesmaschinerie eine der wichtigsten Leistungen ist, denen der Humanismus sich in diesem Jahrhundert stellen muss.

Diese letzte Passage halte ich für essentiell und möchte sie hundert Mal unterstreichen. Diese Nische – die Gemeinschaftsarbeit – darf nicht der Kirche (und auch keinen anderen Glaubensgemeinschaften) überlassen werden. Es müssen Alternativen geschaffen werden. Daran muss gearbeitet werden.

Deswegen nochmal zurück zu PatschBellas Text:

Wir kön­nten die katholis­che Kirche als das vielschichtige Unternehmen begreifen, das sie ist. Stattdessen hat “das Inter­net” (I KNOW) beschlossen, dass es effizien­ter ist, eine Organ­i­sa­tion ohne die große Teile unserer sozialen Auf­fangnet­zes zusam­men­brechen wür­den, grob zu beschimpfen. Ja, das hilft immer.
Mal ganz abge­se­hen von der damit ein­herge­hen­den Intol­er­anz gegenüber gläu­bi­gen Men­schen. Deren Heimat, deren Gemein­schaft wird gle­ich mal by proxy schlecht gemacht.

Das sehe ich nämlich völlig anders. Ich finde die Kirche soll ersetzt werden und solange wir uns ausruhen auf dem Argument – aber sie ist doch eine wesentliche Stütze unserer Gesellschaft – was ist dann mit den Kindern, den Armen, den Alten und den Schwachen? – wird sich das nicht ändern. Ich persönlich möchte das aber ändern. Ich möchte ein soziales System ohne Pflichtwertesystem und habe gar kein Problem jeden gleichzeitig an das glauben zu lassen an das er gerne glauben möchte.

Drastischer gesagt: ich kann wirklich nicht verstehen, wieso man weiterhin Mitglied der katholischen Kirche ist, wenn man weiß, was im Namen der katholischen Kirche getan oder nicht getan wird. Gerade dann wenn einem die christlichen Grundwerte wie beispielsweise Barmherzigkeit wichtig sind, sollte man aus der Kirche austreten. Und was den “meine Kirchensteuer tut doch Gutes” Aspekt angeht, es ist verhältnismäßig einfach einen Dauerauftrag für eine andere wohltätige Einrichtung einzurichten.

Nachtrag: Ich dachte nicht, dass man das explizit erwähnen muss – aber mir ist klar, dass a) das Geld hauptsächlich in die Verwaltung/Personal etc. fließt und b) die sozialen Einrichtungen nicht hauptsächlich durch Kirchengelder (sondern hauptsächlich staatlich) finanziert werden.

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36 Kommentare, 32 Tweets, 28 Facebook Shares, 22 Plusones

  1. Alberto Green sagt:

    Du hast mit allem vollkommen Recht (und meine Vergangenheit ist da genau wie meine ), aber wir leben in einem Staat, der schon die Bildung zur Chefsache erklärt und de facto seine Arbeit darin verweigert, weil Banken, Straßen und Industrie offensichtlich wichtiger sind.
    Der Satz “Ich denke, dass die Schaffung Sozialen Kapitals jenseits einer Gottesmaschinerie eine der wichtigsten Leistungen ist, denen der Humanismus sich in diesem Jahrhundert stellen muss.” ist vollkommen richtig, hat aber spätestens seit dem ausgehenden 18. Jh seine Gültigkeit. Wann fängt der Humanismus denn mal an?
    Was das alles konkret heißt, weiß ich nicht. Womit können wir die Kirchen ersetzen? Mit einem Wohlfahrtsstaat, der dann aber doch lieber Flughäfen, Philharmonien und U-Bahnen baut?

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  2. Alberto Green sagt:

    (Ist das nicht toll, dass ich die gleiche Vergangenheit habe wie ich?)

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  3. dasnuf sagt:

    @Alberto: Ja, das gefällt mir!

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  4. Quasselette sagt:

    Danke für diesen Artikel. Ich bin katholisch getauft, aber seit je her nie ein Freund der katholischen Kirche und ihren Taten. Aber ich bin drin. Immer noch. Erst, weil meine Oma das nicht gut fände. Dann weil meine Mutter es nicht gut fände. Inzwischen ist Oma tot und die Meinung meiner Mutter ist mir nicht mehr wichtig. Ich erzähle seit ewigen Zeiten, dass ich aus dem Katholiken-Verein aussteige. Das einzige was mich abhält, sind die Umstände, die das mit sich zieht. In Hessen muss man aufs Amtsgericht. Das würde mich 50km Fahrt und einen halben Tag Urlaub kosten, weil die nur bis 12 Uhr geöffnet haben. Aber ich tue es. Bald. Echt jetzt. Ich ertrags nicht mehr…

    Aber für diejenigen, die meinen, dass aus ihren Kirchensteuern nur gute soziale Dinge unterstützt werden, können sich gerne mal diese ARD-Reportage anschauen:

    http://www.youtube.com/watch?v=C7NWHtQXUaI

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  5. Pterry sagt:

    Die Reportage habe ich auch gesehen und frage mich seitdem, wofür meine Kirchensteuer am Ende jetzt eigentlich ausgegeben wird (bin evangelisch).
    Ich vermute, dass damit Pfarrer bezahlt werden und die existierenden Kirchen erhalten werden. Das finde ich auf menschlicher Ebene gut, denn manche Menschen brauchen in Notfallsituationen seelischen Beistand. Ich hatte in der Nachbereitung des Erfurter Amoklaufs (5-10 Jahre danach) gelesen, dass die Kirchen damals wohl großen Zulauf hatten. Auch auf kulturhistorischer Ebene befürworte ich einen Erhalt existierender Kirchen.

    Allerdings kann ich solche Vorfälle wie in Köln überhaupt nicht gutheißen, obwohl ich über diese Satire gelacht habe:
    http://www.der-postillon.com/2013/01/satanisches-krankenhaus-weigert-sich.html
    (BaphoMED-Kliniken, ich kugel mich immer noch)

    Und einer meiner größten Kritikpunkte an sozialen Auffangnetzen außerhalb des Staates wie z.B. die Tafeln ist, dass durch sowas staatliche Auffangnetze schrittweise zurückgebaut werden. Aber das Fass der politischen Kritik möchte ich in diesem Blog nicht aufmachen. (Ich halte dich nicht für unpolitisch, liebe Nuf, aber dein Blog schon. Größtenteils.)

    Nu geh ich mal zu Wikipedia und schau mal, ob da steht wofür ich Kirchensteuer bezahle.

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  6. Horatiorama sagt:

    Vieles schön gesagt, gerade “wenn einem die christlichen Grundwerte wie beispielsweise Barmherzigkeit wichtig sind, sollte man aus der Kirche austreten”. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Was die Finanzierung sozialer Einrichtungen angeht, sollte man sich im Einzelfall anschauen, wie das Verhältnis der Finanzierung durch die Kirche und durch den Steuerzahler (Kindergärten, Heime) oder den Krankenversicherten (Krankenhäuser) aussieht. Der Anteil des kirchlichen Beitrags scheint mitunter unanständig klein dafür, dass die Einrichtungen stark gebrandet sind, dafür, dass mit kirchlichen Maßstäben entschieden wird (Mission (Geschlechterbild und Bild sexueller Identität, Umgang mit Minderheiten und anderen Religionen), Services (keine Pille danach für vergewaltigte Frauen, systematische Diskriminierung von Frauen und nicht-heteronormativen Menschen)), dass eine Personalpolitik betrieben wird, die den Errungenschaften der Aufklärung und aller Bürgerrechtsbewegungen spottet und und und. … Vielleicht kann man wegen dieser Gründe den Satz folgendermaßen abwandeln: “wenn einem die christlichen Grundwerte wie beispielsweise Barmherzigkeit wichtig sind, sollte man aus der Kirche aus- und in einen anderen, wirklich sozialen Verein, wie die Volkssolidarität eintreten”? (PS: Zwar ist Kirche nicht gleich Kirche, aber oft fehlt die entschiedene Abgrenzung einer christlichen Kirche gegen unanständige anderen. Oft wird stattdessen die Zusammenarbeit gesucht. Ziemlich irritierend.)

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  7. Hans-Jürgen sagt:

    Ich stimme Ihnen zu.

    Im Übrigen finanziert man mit der Kirchensteuer zuallererst das Kirchenpersonal*, nicht die Organisationen Schule, Krankenhaus o. ä., wie sich hartnäckig hält … Solche Einrichtungen bezuschusst der Staat wie die aller anderen Träger.

    *”Je nach Landeskirche bzw. (Erz-)Bistum machen die Kirchensteuereinnahmen zwischen 60 und 85 % des jeweiligen Haushalts aus. Auf den Gesamthaushalt bezogen, weisen die Landeskirchen bzw. (Erz-)Bistümer folgende Ausgabenposten auf (Angaben gerundet):
    Katholische Kirche
    Personalkosten: ca. 60 %, Sachkosten, Verwaltung: ca. 10 %, Kirchenbauten: ca. 10 %, Schule und Bildung: ca. 10 %, Soziales und Karitatives: ca. 10 %.”

    Evangelische Kirche
    Personalkosten: ca. 70 %, Sachkosten, Verwaltung: ca. 10 %, Kirchenbauten: ca. 10 %, Schule, Bildung, Soziales und Karitatives: ca. 10 %. ” [vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer_(Deutschland)

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  8. dasnuf sagt:

    Pterry: Ach, manchmal mache ich gerne Fässer auf. Scheue Dich also nicht, falls Dir danach ist.

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  9. way_up_north sagt:

    Ich finde, mensch kann sich auch ganz einfach mal in der Praxis anschauen wie das funktioniert – also z.B. mal bei wikipedia nachlesen, wie die freien Wohlfahrtsverbände oder die Caritas als katholischer freier Wohlfahrtsverband funktionieren. (Denn die freien Wohlfahrtsverbände sind ja wohl ein großer / der größte Teil dessen, was immer so als das Gute und Soziale beschrieben wird, was die Kirchen so tun, oder?) Da steht z.B. “Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände wird zu weit über 90 % aus staatlichen Mitteln bzw. den Sozialversicherungen finanziert.” und “Der Anteil von Kirchengeldern in der Finanzierung aller Tätigkeiten von Caritas und Diakonie beträgt insgesamt etwa zwei Prozent.” D.h.zum allergrößten Teil sind diese sozialen Dienste eben nicht von der Kirche bezahlt. Natürlich gibt es auch Bereiche wo die Kirche mehr zuschießt – aber das ist eben längst nicht so viel wie in der Diskussion oft behauptet wird. Und auch dafür könnte die Gesellschaft anders aufkommen, eben indem es keine Kirchensteuer sonder evtl. eine “Sozialsteuer” geben könnte…

    (Ich selbst lebe übrigens im Ausland, in einem Land in dem der Staat viel mehr direkt in die Erbringung sozialer Dienste eingebunden ist, und forsche / lehre auch im Bereich Sozialpolitik / Sozialstaat. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass das dt. System der Wohlfahrtspflege total schwer verständlich und total unsinnig erscheint mit fremden Augen – warum gibt der Staat Organisationen Geld, die dann ihre Mitarbeiter diskriminieren (weil nicht katholisch oder homosexuell oder geschieden…) oder vergewaltigten Frauen die Behandlung verweigern? (letzteres war doch kürzlich so ein Skandal mit katholischen Krankenhäusern in Köln, der in den Medien war…))

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  10. dasnuf sagt:

    Gerade dieses Verhältnis der Finanzierung schreit doch nach der Forderung des sofortigen Rückzugs des idiologischen Rahmens Kirche.

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  11. Feathers McGraw sagt:

    Kurz zu meiner Kirchengeschichte: Ich bin in den 80ern in einer einiermassen lieberalan Kirche aufgewachsen. Abgesehen davon, dass es keine Priesterinnen gab war die Kirche in meiner Wahrnehmung Geschlechtermaessig sehr ausgeglichen. Ich kann mich eigentlich an mehr Frauen in herausgehobenen Positionen erinnern als Maenner. Messdienerinnen gab es auch (ich glaube auch mehr als Jungs) und kann mich auch ueberhaupt nicht an die Beichte als etwas unangenehmes erinnern – das wurde uns auch so nicht vermittelt. Bin trotzdem nie gerne zur Kirche gegangen, so wie ich auch nicht gerne zum Floetenunterricht gegangen bin. Im Laufe meines Erwachsenwerdens hab ich mich jetzt auch innerlich von vielen Positionen distanziert, und mit der Katholischen Kirche kann ich auf viele Arten nichts mehr damit anfangen. Ich geh inzwischen nur einmal im Jahr noch zur Kirche und rolle eigentlich auch nur noch die Augen wenn ich aus versehen mal hinhoere (zu Weihnachten halt).

    Da ich aber nicht mehr in Deutschland wohne ist ein Austritt nicht zum Thema geworden: Ich werde aber wahrscheinlich austreten falls ich nochmal zurueckkomme. Das ist aber nicht geplant, im Gegenteil; Ich haette zwar gern Familie, aber am liebsten in den USA. Dort wuerde ich auch in eine Kirche eintreten: Episcopalians.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Episcopal_Church_%28United_States%29

    Die sind (im Prinzip) wie Katholiken, nur: Ohne Papst, weibliche und schwule Bischhoefe und Priester und schwule Hochzeiten/Partnerschaften (letzteres fuer mich persoenlich besonders relevant). Im Prinzip korrigiert diese Religion alles, was mich persoenlich ja am Kathlozismus gestoert hat.

    Du schreibst ja explizit, nur eine bessere Religion waere fuer dich keine Alternative. Ich stimme dir in vielen Punkten zu, halte aber fuer mich persoenlich die Beziehung zur Religion reparabel, insbesondere wegen der positiven Erfahrungen in der Kindheit.

    Irgendwie bin ich mir nicht sicher ob das jetzt bedeutet dass ich irgendwie verblendet bin, oder mich einfach nicht genug mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Der Gedanke, in eine Kirchengemeinde integriert zu leben die mich so akzeptiert wie ich bin ist aber nach wie vor sehr attraktiv fuer mich.

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  12. dasnuf sagt:

    @Feathers: Ach, ich dachte, ich hätte mich explizit auf die katholische Kirche und nicht gegen Glaubensgemeinschaften im Allgemeinen gerichtet. Mein Glaube hat nämlich nichts mit der Institution zu tun.

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  13. Feathers McGraw sagt:

    Das meinte ich gar auch gar nicht dass du das haettest. Du hattest aber gesagt dass das Gemeinschaftsarbeit auch von keinen anderen Religionsgemeinschaften uebernommen werden sollte. Fuer mich kann ich mir das naemlich eigentlich ganz gut vorstellen.

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  14. dasnuf sagt:

    @Feathers: Betonung auf sollen.
    Das meine ich auch so. Auch wenn ich persönlich der ein oder anderen Glaubensgemeinschaft etwas abgewinnen kann, halte ich es für falsch, dass diese einen gesamthaften Auftrag erhält.
    Konkretes Beispiel: Kindergärten. Ich will keine evangelischen, keine katholischen, etc Kindergärten.
    Bei mir aufm Dorf gab es aber nur diese Varianten: Katholischer Kindergarten, evangelischer Kindergarten oder kein Kindergarten.
    Sowas darf nicht sein. Gleiches gilt für Krankenhäuser, Altenheime etc.

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  15. Wortmischer sagt:

    “… ich kann wirklich nicht verstehen, wieso man weiterhin Mitglied der katholischen Kirche ist …”

    Ich vermute, dass es durchaus auch ernst zu nehmende Kritiker gibt, die versuchen, die Missstände innerhalb der katholischenn Kirche von innen heraus zu bekämpfen. Das ist ungefähr so wie mit einem Job in einer Firma, an deren Zukunft oder an deren Chef man nicht mehr glaubt: Entweder man kündigt, oder man versucht aktiv dafür zu sorgen, den Arbeitsplatz wieder attraktiv zu machen.

    Ich selbst gehöre zur Sorte der Kündiger. (Den Kirchenaustritt konnte ich mir seinerzeit zwar formal sparen, weil ich nach meinem Zuzug aus dem Ausland einfach “konfessionslos” als Glaubensrichtung eintragen ließ.)

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  16. way_up_north sagt:

    Kommentar zum Nachtrag: mein erster Kommentar war jetzt nicht an Kritik an dem Text gemeint. Persönlich finde ich halt, dass die Fakten darüber, wie das eigentlich wirklich ist mit der Finanzierung eigentlich schon reichen, dem “Aber die Kirche tut doch so viel Gutes und ohne sie gäbe es ganz viele soziale Dienste nicht” – Argument den Wind aus den Segeln zu nehmen. Deshalb habe ich das geschrieben. Imho gute argumentative Unterfütterung um den Blick auf die Frage zu lenken – Was wollen wir den eigentlich, WER soll diese Dienste ausüben und auf welche Art und Weise? (letzteres schien mir der Kernpunkt deines Textes zu sein – damit bin ich sehr einig)

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  17. dasnuf sagt:

    @way_up_north: War nicht deinetwegen. Habe auch in den Kommentaren von PatschBella etc. gelesen und festgestellt, dass viele denken, solche Einrichtungen seien 100% kirchengeldfinanziert.

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  18. Pingback: Die katholische Kirche, ein Missbrauch und meine persönliche Geschichte | Fakeblog

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  20. Pterry sagt:

    Und was macht man nun mit dem Nachwuchs? Lässt man die Kleinen noch taufen? (Und wenn ja, ist diese Entscheidung davon abhängig, wo man lebt – Stadt/Land?)

    Meine Mutter versucht mir grad einzureden, ich solle das Kind taufen lassen. Angesichts der Tatsache, dass es letztens beschlossen hat “wenn ich groß bin, lerne ich Orgel spielen” (mit 2 1/2?!?), muss ich mich jetzt ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen… scherz
    Habe aber beschlossen, weiterhin meine Kirchensteuer zu bezahlen, sozusagen als nachträgliche Subventionierung von J.S.Bach.

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  21. hafensonne sagt:

    @ Pterry: Warum die kleinen Kinder taufen, die sich nicht wehren können? Ein Aspekt zum Thema Kirchenaustritt ist hier nämlich noch gar nicht angesprochen worden: Man kann gar nicht endgültig aus der Kirche austreten, man kann höchstens in Form eines gebührenpflichtigen Verwaltungsaktes aus der steuerlichen Kirchengemeinschaft austreten. Faktisch bleibt man, Austritt hin oder her, Christ(in). Wenn ich dasnuf richtig verstehe, hat sie nun damit eher kein Problem, aber wer nach Erlangung der Religionsmündigkeit zu dem Schluss kommt, kein Christ (mehr) zu sein, kommt aus der Nummer nicht mehr raus. Daher plädiere ich dafür, die Taufe erst ab 14 Jahren durchzuführen (ebenso Beschneidungen und ähnlicher Religionswahn).

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  22. SvenR sagt:

    War bei mir ähnlich, nur früher und ein bisschen heftiger. Da starb mein Vater nach langer schwerer Krankheit, und der zuständige kath. Pfarrer meckertt im Gespräch über die Beerdigung, dass er da ja eigentlich Urlaub machen wolle. Meine Mutter schlug vor, dass sein Vorgänger – mit dem mein Vater lange Jahre befreundet war – doch die Trauerfeier und Beerdigung gestalten könne. Nein, er wolle nicht, das jemand in seiner Kirche rumpfusche. Am Tag der Beerdigung mussten wir ca. 30 min. auf ihn warten. Als er reinkam herrschte er meine Mutter an, dass sie ihn auf den falschen Friedhof bestellt habe. Ich war ja bei dem merkwürdigen Espräch dabei und wir haben beide gesehen, wie er das richtige in sein Buh eingetragen hatte.

    Im Jahr zuvor hatte dieser Pfarrer im Weihnachtsgottesdienst explizit alle von seinem Segen ausgeschlossen, die nicht in seine Kirche kamen. Also auch meinn Vater, der zwischen Leben und Tod ringend im Krankenhaus lag und meine Mutter, die bei ihm war.

    Einige Jahre zuvor hatte sein Vorvorgänger mich auch nicht gefirmt, da ich ja den ersten Firmunterricht versäumt habe. Gut, ich wurde als einziger auch nicht eingeladen, da ich als jüngster des Schuljahrgangs seiner Meinung nach eh noch nicht reif wäre. Aber wenn ich gekommen wäre…so habe ich zu viel om Stoff versäumt, ich solle in zwei Jahren wiederkommen. Als ich da nicht eingeladen wurde hatte ich keine Lust mehr.

    In der Heimatgemeinde meiner Gattin wurde das ganze Geld, was im Jugendetat war, kurzerhand umgewidmet, um eine Orgel, die nie gespielt wird, zu renovieren. Also ungefähr 1% dieser Orgel ungefähr. Der Pfarrer betrieb auh 15 Jahre lang eine Hilpraktikerpraxis im Pfarrhaus.

    Ich könnte noch viele weiter Schauergechichten erzählen, die schon für ein gewinnorientiertes Unternehmen unangemessen wären…

    Das alles sind abr trotzdem nur Peanuts, wenn ich sehe, was in meinem Umfeld allein an Dingen geschieht, dann glaube ich mittlerweile, dass es keinen guten und gerechten Gott geben kann.

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  23. Enno sagt:

    Kleine Korrektur am Ende: Die Kirchensteuer tut nix gutes. Die geht zu 99% für die Kirchenverwaltung drauf. All das “Gute”, das die Kirche tut, lässt sie sich nochmal extra bezahlen, entweder aus Steuergeldern (Kitas, Schulen, Krankenhäuser) oder aber aus Spenden (Tafeln, Suppenküchen…).

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  24. Tara sagt:

    Hm, wem das ganze zu umständlich oder vielleicht sogar zu teuer ist (50 € können viel Geld sein!), der kann hier vielleicht einen Weg finden:

    http://www.kirchenaustrittsjahr.de/node/11

    Für Deutsche im Ausland findet sich auf dieser Seite etwas:

    http://www.kirchenaustritt.de/

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  25. Und durch was soll die Kirche ersetzt werden? von dem Humanismus, über den so viele reden, habe ich noch nicht viel kennengelernt, Was ist Human daran wenn man von seinen Brüdern belogen und benutzt wird, ist es Human wenn der Bruder Neidisch auf die Liebe meines Lebens war und alles dafür getan hat diese für sich zu gewinnen und damit sehr viel zerstört hat? Was ist Human daran sich einer Glaubensgemeinschaft des Konsums anzuschließen, die auf die Ausbeutung von armen und hilflosen Menschen aufgebaut ist? Wir Menschen sind nichts anderes als Kinder, wir lassen uns von Werbung beeinflussen, ohne eine Höhere Spirituelle Instanz hätte die Menschheit sich schon lange selbst vernichtet, die Menschen brauchen Gott um sich selbst zu verstehen. Wie lange würde ein Kind ohne die Gemeinschaft überleben?! Denkt mal darüber nach!

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  26. lik™ sagt:

    Achtung, meine 5 Cent: Finde Deinen Artikel so super, dass ich nur rumprollen kann: Hab ich ja immer schon gesagt. Und auch diese mentale Krücke “Gottesglaube” gehört für mich weg. Ist ja eh alles nur Erziehung.

    Hilfsbereite (“barmherzige”) Menschen gab es, gibt es und wird es immer geben, die sammeln sich dann eben woanders. Unser Staat hat ja zB grade beim Zivi vom Zwangsdienst auf Freiwilligkeit umgestellt – und siehe da, sie haben keine Probleme, die Stellen zu besetzen.

    Bei all dem halte ich es ja (wie ich seit Jahren promote) mit Richard Dawkins. Alles, was ich hier halbgar possibly dazu sagen könnte, hat er schon besser gesagt. Daher nur ein Link für die Interessierten, was den ganzen mentalen Hintergrund hinter Religion angeht:

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  27. lik™ sagt:

    (der Link wird nicht mitgepostet?)

    http://www.youtube.com/watch?v=6mmskXXetcg

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  28. Andreas sagt:

    Ich finde den Artikel und besonders die Diskussion diesmal sehr seltsam.

    Zunächst einmal sollte man die christliche Religion und den christlichen Glauben von “der Kirche” trennen, insbesondere wenn man ganz weltliche Aspekte, wie die Verwendung von Kirchensteuern kritisiert. dasnuf hat das getan, andere Kommentierende tun das nicht.

    Für mich ist die Religion einerseits (in meinem Fall die evangelische), aber auch die Kirchengemeinde als Gemeinschaft, religiöse Stütze, Ort zum Begegnen, Feiern usw. wichtig. Selbstverständlich zahle ich Kirchensteuer und u.a. durch dieses Geld kann meine Kirche und Gemeinde mit Kirchenbauten, Mitarbeitern und vielem mehr funktionieren. Die Kirchensteuer dient vorwiegend dem Erhalt der Kirche — ja und wieso ist das so überraschend?
    Ganz dummes Beispiel: Wenn du als Nicht-Christ Mitglied in einem Hundezüchterverein bist, zahlst du einen Mitgliedsbeitrag, damit dieser Verein funktionieren kann. Niemand erwartet, dass der Hundezüchterverein nebenbei ein Hundeasyl finanziert. (Bitte in diesem Beispiel nichts als ein dummes Beispiel sehen)

    Die Kirchen betreiben Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser. Viele Menschen finden das gut. Es gibt auch viele, viele andere freie Träger, wie z.B. den Humanistische Verband, Waldorfschulen/-kindergärten, besonders bei den Kitas und Schulen. Für alle gibt es die gleiche Förderung durch öffentliche Gelder. Für Krankenhäuser gilt das Krankenhausfinanzierungsgesetz, egal in welcher Trägerschaft sie sind. Auch Kliniken in privater Trägerschaft, bei denen ein klares Gewinninteresse besteht (was keineswegs verwerflich ist), werden so gefördert. Warum? Weil der Staat einen Versorgungsauftrag zu erfüllen hat, wozu Bildung und medizinische Versorgung gehören, und er diesem so besser gerecht werden kann.

    @lik: Völlig absurd finde ich dein Statement: “Hilfsbereite (“barmherzige”) Menschen gab es, gibt es und wird es immer geben, die sammeln sich dann eben woanders.” Was ist das für eine eigenartige Logik? Du willst die Kirche abschaffen (ganz abgesehen davon, wie soll das gehen?) und erwartest dann, dass sich die gläubigen Menschen, die sich sozial engagieren (viele Mitarbeiter in konfessionellen Einrichtungen sind tatsächlich Christen) in einem anderen “Verein” zusammenfinden? Es könnte passieren, dass sie diesen “Verein” dann Kirche nennen…

    Um noch eines klarzustellen. Was in Köln vorgefallen sein soll macht mich auch ziemlich sprachlos. Es bestärkt bei mir aber das Gefühl, dass gerade in der katholischen Kirche eine Modernisierungsbewegung immer dringender wird. Es scheint mir nur so, als ob diese durchaus immer wieder klar sichtbaren Bestrebungen, über bestimmte Dogmen hinwegzukommen, von oben mit aller Macht unterdrückt würden.
    Ich bin im übrigen nicht der Meinung, dass im Gegenzug in der evangelischen Kirche alles nur toll und großartig ist. Aber wie könnte es das auch sein, immerhin sind wir ja (noch) nicht im Himmel…

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  29. Diriku sagt:

    …was Andreas sagt.
    Und:
    Ich finde es immer wieder ziemlich witzig, dass Leute tatsächlich empört darüber sind, dass mit der Kirchensteuer die Institution Kirche finanziert wird. Es heißt nicht Diakonie-Steuer oder Caritas-Steuer und es wird auch nirgends behauptet, dass die Kirchensteuer größtenteils an kirchliche soziale Institutionen gespendet wird. Wer “die Kirche” nicht mag, aber von deren sozialen Leistungen überzeugt ist, dem steht ja frei, statt Kirchensteuer seinen Beitrag zu Diakonie, Caritas, Brot für die Welt oder Misereor zu bezahlen.
    Durch die Kirchensteuer wird der rundum-gratis-Service von Taufe über Trauung bis hin zur Bestattungsfeier finanziert, die Kindergruppen, Jugendgruppen, Nachmittage für Ältere, Seelsorge, Besuchsdienste, Gottesdienste und vieles mehr. Wer die Kirchensteuer bezahlt aber nichts davon in Anspruch nimmt, kann dafür doch nicht die Kirche beschuldigen..

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  30. hafensonne sagt:

    “Es gibt auch viele, viele andere freie Träger, wie z.B. den Humanistische Verband, Waldorfschulen/-kindergärten, besonders bei den Kitas und Schulen. Für alle gibt es die gleiche Förderung durch öffentliche Gelder.”

    Ja, die gleiche Förderung vielleicht. Aber nur die in kirchlicher Trägerschaft befindlichen dürfen ein überholtes, vom sonst gültigen in entscheidenden Punkten abweichendes, eigenes Arbeitsrecht anwenden, das unter anderem Streikverbot, bindende Vorschriften über Lebenswandel und sexuelle Präferenz sowie die zwingende Kirchenmitgliedschaft für Mitarbeiter beinhaltet. Und da hört für mich der Spaß mit den freien Trägern auf.

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  33. Cad sagt:

    Kann nur zustimmen. Habe es unserem Pfarrer nachgemacht und bin ausgetreten. War natürlich katholisch. Und ja, der durfte Pfarrer sein und seine Geliebte Alimente für die gemeinsamen Kinder bekommen bis er diese verlogene Bigotterie nicht länger ertrug und die Dame ehelichen wollte. Da war dann natürlich schluß – mit Pfarrer und Alimenten. Ähm…welche Werte genau vermittelt das? Solange du deine Sünden im Verborgenen begehst und dich keiner erwischt ist das alles ok und du kommst in den Himmel? Halte solch eine Moral nur für sehr schwer zu ertragen. Aber naja, für viele gilt ebene noch ignorance is bliss…

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