Mein Lager ist die Straße

Der Vorgarten

Mein Lager ist die Straße – jedenfalls in Berlin. Ich habe einen Grundvorrat an Lebensmitteln in der Wohnung, das schon, aber wenn etwas fehlt, dann gehe ich eben was einkaufen. Der REWE um die Ecke hat von Montag bis Samstag nur eine Stunde geschlossen. Am Sonntag komme ich klar. Oder ich gehe essen. In eines der kleinen Restaurants oder in einen der Imbisse in meiner Straße. Rund 50 gibt es im Laufnähe. Ach was. 200 eher. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schaue ich wahrscheinlich auf eine Auswahl von rund 100.000.

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Mit Kindern leben – Gesellschaftsspiele

Neulich ging eine Statistik durchs Internet, die sowas besagte wie: Eltern spielen pro Woche nur noch 5 Stunden mit ihren Kindern und ich dachte: „Wow. Fünf Stunden?“, denn ich spiele gar nicht soooo gerne mit Kindern. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen. Mit Kleinkindern kann ich stundenlang spielen ich sei ein Hund (wahlweise eine Katze) und mit Schulkindern spiele ich gerne Gesellschaftsspiele (außer Monopoly). Mehr Spieleempfehlungen in unserer aktuellen Folge „Mit Kindern leben“, bei der sich Caspar als Spielenerd outet.

[Werbung] Mental Load Elternsprechstunde bei Ernsting’s family

Heute (28. Juni 2019) spreche ich mit Eliza Dieckmann um 10 Uhr auf dem Instagram-Kanal von Ernsting’s family live über Mental Load. Was ist das eigentlich? Wieso ziehen sich v.a. Frauen den Schuh für alles an? Welche Rolle spielen die Männer? Wie sorgt man für eine bessere und gerechtere Verteilung von Aufgaben UND Verantwortung? Kann man Kinder miteinbinden? Wie hängen ToDos und Verantwortung zusammen?

Stellt live eure Fragen!

Für alle, die nicht dabei sein können, aber am Thema interessiert sind, nachfolgend eine Sammlung interessanter Links. Das Video wird später auf YouTube veröffentlicht. „[Werbung] Mental Load Elternsprechstunde bei Ernsting’s family“ weiterlesen

Für Likes tun wir alles, ihr Freund und Helfer

Ich weiß, ich weiß. Man soll sich nicht immer aufregen, ABER…

gestern twitterte die Polizei Brandenburg ein Foto eines komplett nackten Mannes auf einem Roller. Es war 36 Grad. Offenbar denken manche Menschen, wenn man dann gar nichts anzieht, lässt sich das besser aushalten.

 

Quelle: https://twitter.com/PolizeiBB/status/1143759621380890625, Foto von Autorin entfernt

Über 11.000 Likes gab es für diesen Tweet.

Nur die kleine Spaßbremse Patricia findet den Tweet unmöglich. Ja, der Kopf ist nicht zu sehen, weil der Mann einen Helm trägt, das Nummernschild und auch die Poritze sind pietätvoll verpixelt.

Hat der Mann deswegen keine Persönlichkeitsrechte mehr? Darf er ungefragt fotografiert werden? Darf dieses Fotos im Netz verbreitet werden? Darf es von der Polizei verbreitet werden?

Ich halte das für mindestens moralisch fragwürdig und auch rechtlich für diskutierbar. „Für Likes tun wir alles, ihr Freund und Helfer“ weiterlesen

[Anzeige] Let’s talk – ein Computerspiel selbst bauen

„Let’s talk“ S04E04 zusammen mit SCHAU HIN!

Im Zentrum meiner Serie „Let’s talk“ stehen die Chancen, die digitale Medien mit sich bringen. Nachdem ich in der ersten Runde v.a. allgemein über Nutzung und Plattformen gesprochen habe, wurde es in der Folgerunde konkreter und Eltern berichteten mir von ihrem Familienalltag mit digitalen Medien. Im Anschluss kamen Jugendliche selbst zu Wort. In der 4. Staffel soll es um konkrete Erfahrungen gehen, die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern sammeln können. Das gemeinsame Erleben sorgt für einen konkreten Anlass Erfahrungen zu sammeln und zu den einzelnen Themen ins Gespräch zu kommen.

Gerade habe ich wieder eine Waldorfpädagogik-Zeitschrift gelesen, die an die Eltern appelliert: Haltet alles Digitale von Kindern bis 12 Jahren fern! Digitale Geräte lassen Menschen vereinsamen, sie verlieren ihre Empathiefähigkeit, sie werden süchtig und v.a. verlieren sie ihre Kreativität.  Ein beliebter Narrativ. Auf der einen Seite steht das echte Leben, voll von Kreativität und guten Erfahrungen, auf der anderen Seite das apathisch machende Internet. Dabei repräsentieren beide Welten gar keine Gegensätze. Nicht mal eine Trennung zwischen Konsumieren und Erschaffen ist aufgrund von Digitalität eigentlich möglich. Die Grenzen sind oft fließend. So ist z.B. YouTube voll von  Tutorials, was zwar bedeutet, dass man sich auf YouTube erstmal Dinge ansieht, sie dann aber tatsächlich umsetzt. So werden in unserem Haushalt Fondant-Kunstwerke geschaffen, Kuchen gebacken, Loom-Gummis verarbeitet, Infos über Länderfahnen gesammelt und dann in selbst gemachten Heften verarbeitet oder Schleim hergestellt. Die Grenze zwischen Konsumieren und Erschaffen verwischt. Das apathisch, passiv dreinblickende Kind der Kulturpessimisten rennt nach zehn Minuten Video in die Küche und nimmt alles im besten Waldorfsinne auseinander, knetet, fühlt, klebt, knibbelt, rührt.

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Mit Kindern leben – Mobilität

Ich wünsche mir ja schon lange eine autofreie Innenstadt. Als ich neulich in Friesland war, ist mir wieder klar geworden, dass es gerade für Kinder total schön ist, gefahrenlos mit dem Fahrrad fahren zu können. Wären die ganzen LKWs und fahrradblinden Autofahrer in Berlin nicht, würde ich auch alles im Umkreis von 10 km mit dem Rad machen. Darüber und auch über längere Reisen im Zug sprechen Caspar und ich in der aktuellen Folge „Mit Kindern Leben“: Mobilität:

[Werbung] Konzentrieren kann man üben

Am 5.6. ist es mir nach einer kleinen Odyssee am Ende doch gelungen in Bochum anzukommen und am Studienkreis-Talk zum Thema „Konzentrier‘ Dich doch mal“ teilzunehmen. Ich habe mich mit dem pädagogischen Leiter Max Kade unterhalten und dabei auch ein paar spannende Sachen gelernt. So war ich z.B. überrascht, dass die Konzentrationsspannen je nach Alter naturgemäß doch relativ kurz sind. Die Spanne in Minuten berechnet sich grob indem man das Alter mal zwei nimmt.

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