Wirf weg, was nicht Joy sparkt

Aufräumen
Hübsch aufgeräumt, aber braucht man so viel Zeug?

Nicht perfekt? Ab auf den Müll

Eines meiner Kinder musste neulich ein Lied für die Schule auswendig lernen. Es wiederholte und sang und sang und so hörte ich tagelang v.a. den Refrain. Das Lied geht so:

1.
Ein Rekorder ohne Kabel – kommt auf den Müll.
Eine Kanne ohne Schnabel – kommt auf den Müll.
Eine ausgetrunk(e)ne Flasche – kommt auf den Müll
Eine unmoderne Tasche – kommt auf den Müll.

Refrain:
Wenn irgendeiner irgendetwas nicht mehr will, wirft er’s auf den Müll, wirft er’s auf den Müll.

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[Anzeige] Let’s talk – Staffel 4

Freihändig löten. Wer kann, der kann (immerhin ist es nicht eines dieser Lötbilder, in denen vorne an den heißen Teil gefasst wird)

Gemeinsam mit SCHAU HIN! habe ich die „Let’s talk“-Serie zum Thema Kinder und digitale Medien gestartet.

  • Staffel 1 beantwortet grundsätzliche Fragen zu z.B. einzelnen Plattformen.
  • In Staffel 2 habe ich Familien interviewt und mir angehört, wie deren Medienalltag konkret aussieht.
  • In Staffel 3 haben mir Jugendliche berichtet, wie sie ihre Medienerziehung empfinden und was sie vielleicht anders machen würden.

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Aufrechnen ist sehr romantisch

Sicherlich haben viele Frauen dieses Problem: Der Wecker klingelt morgens, man dreht sich nochmal kurz um – nur fünf Minuten – und dann kommt man in die Küche und der Mann hat schon den Frühstückstisch gedeckt. „Mist“, denke ich dann und gehe kurz ins Bad „Wenigstens die Schulbrote kann ich dann machen.“ Aber als ich vom Bad wieder komme, sind die auch schon gemacht. „Lass mir doch bitte auch was übrig!“, rufe ich auf dem Weg zum Kinderzimmer, die Kinder müssen geweckt werden.

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Die Arschbombe als Hörbuch

Hörbuch
Die Arschbombe bald als Hörbuch

2019 soll es endlich passieren: Ich möchte zum „Arschbombenbuch“ (Affiliate Link) ein Hörbuch rausgeben. Am 28.02.2019 kommt mein Buch in der 5. Auflage in neuem Gewand auf den Markt. Es hat sich hervorragend verkauft und verkauft sich immer noch gut. Viele haben mir gesagt, das ist weil es ein super Klobuch sei. Ein Klobuch ist ein Buch, das man gemütlich und zwischendurch immer mal wieder ein paar Seiten auf dem Klo* lesen kann. Für die Zielgruppe Eltern ist das genau das richtige – denn, v.a. wenn man kleine Kinder hat, man hat nie ausreichend Zeit. Wenn man dann in 5 bis 10 Minuten zwischen Tür und Angel mal eine Geschichte lesen kann, die einen wohlmöglich noch zum Lachen bringt, dann ist das genau das, was Eltern brauchen.

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Zwei Seiten des Todes

Eine Midlifecrisis setzt voraus, dass man irgendwann in ein Alter kommt, in dem es zukünftig noch genauso viele Lebenstage gibt, wie man in der Vergangenheit schon gelebt hat. Ein höchst hypothetisches Konstrukt, denn niemand von uns weiß, wann dieses Alter erreicht ist.

In den letzten Jahren sind Menschen aus meinem Umfeld einfach gestorben. An Unfällen, an unerklärlichen Ursachen, an schweren Krankheiten, an Altersschwäche. Manche konnte ich begleiten, manche nicht. Auf manchen Tod konnte man sich einstellen, auf anderen nicht. Ich habe viel über das Trauern gelernt und wünsche mir, dass viel mehr über den Tod und das Sterben gesprochen wird. Doch der Tod ist ein seltsames, schwarzes Loch. Obwohl sich doch jeder Mensch mit ihm auseinandersetzen muss. Sei es rein organisatorisch, sei es emotional. Doch statt Erfahrungen und Gefühle zu teilen, befällt uns eine seltsame Scham und im Strudel des akuten Erlebens funktionieren wir vor uns hin und ist erstmal alles überstanden, erfreut man sich des Lebens und schiebt das Ende wieder weg.

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Weihnachten – das Fest der arbeitenden Mütter

So sehe ich Weihnachten aus (gemalt von Kind 3.0). Zufrieden und komplett stressfrei, weil alle mithelfen.

Ich habe seit einigen Jahren sehr gemütliche Weihnachten. Mit Caspar Clemens Mierau rede ich in unserem „Mit Kindern Leben“-Podcast in der Folge Weihnachten darüber. Wir haben alle Zwänge abgeworfen und machen das, was uns gefällt. Ich komme aus einer Familie, in der es so zuging, wie Mareice es auf z.ett beschreibt:

„Am Heiligen Abend, wenn die Kinderaugen leuchten, plumpsen die Mütter erschöpft aufs Sofa – natürlich erst, nachdem der Tisch abgedeckt ist und die volle Spülmaschine läuft.“

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TikTok – was ist das denn jetzt schon wieder?

Das gewünschteste Wunschkund - der Podcast
Klick aufs Bild führt zum Podcast

Gestern war ich im Podcast des gewünschtesten Wunschkind zu Gast und wir haben über verschiedene Medienerziehungsthemen gesprochen [1]. U.a. über TikTok (formerly known as musical.ly).

TikTok war bei uns Zuhause nie wirklich ein Thema. Ich habe das Existieren der Plattform mal wahrgenommen weil an einem Kindergeburtstag die geladenen Kinder seltsam durch die Wohnung tanzten und dazu so taten als würden sie singen. Weil sie sich dabei gefilmt haben, habe ich eines der Kinder gefragt, was sie da machen und ob sie gedenken mein Wohnzimmer irgendwo im Internet hochzuladen, was mir nicht so recht wäre. Das Kind war ganz verschreckt und verneinte, hat mir dann aber erklärt, was es da macht.

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Hä?

Annetts Eltern hießen nicht wie die anderen Eltern Frau und Herr Behrendt sondern Klaus und Gerti. Das fand ich als Kind sehr verwirrend. Die Familie Behrendt war ohnehin sehr verwirrend. Sie packten ihrem Kind Möhrensticks und Selleriestangen in die Brotbox, während alle anderen Kinder ordnungsgemäß Graubrot mit Marmelade hatten. Eines nachmittags fragte mich Annett, ob ich mit zu ihr spielen kommen möchte und da lernte ich ihre Eltern kennen, die ich brav siezte. Die Mutter lachte und sagte: „Du kannst gerne Gerti sagen und das da ist der Klaus, Annetts Stiefvater.“

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