Tag 4 – das Ende (mit Lesungsverlosung am Ende)

Digital Detox (das weiße Ding ist ein Ebook!)

Hatte ich schon erwähnt, dass ich wach bin? Vielleicht eine Sonderleistung des Hotels? Sie mischen ein wenig Ecstasy ins Essen, so dass man nicht schlafen muss und dafür all die Annehmlichkeiten des Lebens einer russischen Oligarchin in vollen Zügen genießen kann.

Nachts schaue ich Deadpool II und finde den Film großartig unterhaltsam. Ich möchte ab jetzt Domino bei den X-Force sein. Um vier Uhr schlafe ich kurz ein, um sechs Uhr bin ich wieder wach und frisch wie der Frühling. Dieses Wachsein ist der Hammer. Ich ziehe mich an und helfe den Bauarbeitern ein bisschen beim Renovieren. Heute werden die Oberlichter über den Zimmerbrunnen erneuert.

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Tag 3 – was bestellt ist, wird auch genommen

Symbolbild Energie unterwöchig

Ich bin immer noch wach. In der Zwischenzeit habe ich allerdings noch „QualityLand“ gelesen. Da steht, dass Roboter alles können, nur nicht Kaffeetassen von A nach B transportieren ohne alles zu verschlabbern. Der ultimative „Ich bin kein Roboter“-Test in der analogen Welt. Auf Websites tut es mir immer ein bisschen weh, wenn ich die Checkbox bei „Ich bin kein Roboter“ anklicken soll, um z.B. etwas runterzuladen. In der Fleischwelt laufe ich jetzt permanent mit einer randvollen Kaffeetasse herum und verkleckere Kaffee.

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Tag 2 – Bagger und Presslufthammer

Symbolbild Sonnenaufgang. Um 4 Uhr habe ich immer die allerbeste Laune.

Ich kann einfach nicht ausschlafen. Ich weiß nicht wie man das macht. Mein ganzes Leben schon. Ich hab eigentlich nur Kinder bekommen, damit ich einen Grund habe, zu unchristlichen Zeiten aufstehen zu können. Beliebt macht man sich mit diesem Biorhythmus nicht. Ich habe also immer gut zugehört, wenn andere über das frühe Aufstehen klagen und habe mir beigebracht es perfekt zu reproduzieren: „Oh. Sechs Uhr erst. [Ich bin schon seit 5 Uhr wach] Ich bin ja noch so müüüüde [Um 17 Uhr bin ich müde, aber um 6 Uhr bin ich pumpelfit]. Ach könnte ich bloß noch ein Stündchen schlafen! [Schrecklich wäre das!]“.

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Tag 1 – die Ankunft

Symbolbild: Die Autorin verreist und setzt sich auf den Rollkoffer, damit er nicht geklaut werden kann.

Der Zug fährt in den Bahnhof ein. Mein Rollköfferchen ist sehr schwer. Ich habe vorsichtshalber meinen kompletten Kleiderschrank mitgenommen, der – logischerweise auch alle meine Lieblingskleider umfasst. Eigentlich verreise ich nie mit meinen Lieblingssachen. Meine Lieblingssachen lasse ich immer im Schrank. Ich ziehe sie eigentlich auch nie an. Könnte ja was dran kommen. Wenn ich also verreise, nehme ich sie normalerweise nicht mit, denn sie könnten ja geklaut werden.

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Ausflug in den Baumarkt

Baumarkt

Baumärkte sind ein bisschen wie Elektrofachmärkte. Wenn man eine bestimmte Sache sucht, braucht man ca. zwei Stunden, um sie entweder zu finden oder jemanden zu finden, der einem zeigt, wo der gesuchte Gegenstand ist. Meistens sagt diese Person dann sowas wie „Gang 3, rechte Seite, ganz hinten“ und während man in die Richtung blickt, in die der Baumarktmitarbeiter gezeigt hat, löst sich selbiger auf und man stellt fest: „Hmmm, die Gänge sind gar nicht nummeriert. Meint er jetzt von vorne oder von hinten und haben die rechts und links die gleichen Numm… oh.“

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Die Wut filmisch weitergedacht

Die letzten Tage und Wochen sind manche Nachrichten schwer zu verdauen. Erst die Farce um Kavanaugh und dann das Urteil im Fall Sigi Maurer.

Kavanaugh wird Richter im Supreme Court und Trump entschuldigt sich persönlich für was Kavanaugh angeblich durchmachen musste. Christine Blasey Ford auf der anderen Seite kann wegen der nicht enden wollenden Todesdrohungen nicht mehr in ihr Haus zurückkehren.

Sigi Maurer, die sich gegen die ekelhaften Nachrichten eines kranken Typen wehrt, indem sie diese veröffentlicht, muss, sofern das Urteil rechtskräftig wird, eben jenem Schmerzensgeld wegen übler Nachrede zahlen.

Natürlich kein Einzelfall, was die Art dieser Nachrichten angeht. Meine Timeline ist voll davon. Offenbar ist es verhältnismäßig normal, dass Frauen des öffentlichen Lebens solche Nachrichten bekommen:

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Haustausch

Norwegische 0815 Häuser (mit schwedischen Flaggen)

2019 möchte ich am liebsten die gesamten Berliner Sommerferien irgendwo anders verbringen. Tatsächlich habe ich sogar schon Tauschangebote bekommen, aber die Kinder sind wie des Fischers Frau und haben mir aufgetragen, eine Unterkunft in Laufnähe zum Meer zu finden oder wenigstens einen kleinen Bauernhof mit flauschigen Kaninchen und zahmen Eichhörnchen.

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