Bringt mich nach Friesland

Neulich haben wir einige Tage Urlaub in den Niederlanden gemacht. Genauer gesagt in Friesland. Da war alles schrecklich.

Also schrecklich wenn man wieder nach Berlin muss. Dabei liebe ich Berlin sehr. Es kommt eben nicht aufs Aussehen sondern auf die inneren Werte an und da hat Berlin neben den vollgeschmierten Hauswänden, den Hundekackhaufen, den aggressiven Autofahrern und der Luftverschmutzung doch einiges zu bieten.

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Wie leicht ist es Privilegien abzugeben?

Kennen Sie das? Man denkt so vor sich hin, liest hier und da ein bisschen, redet mit Menschen und plötzlich passen Dinge zusammen…

Feminsmus
Gleichberechtigung ist, wenn es in den Bilddatenbanken auch Frauen gibt, die mensplainen.

Weil mir neulich die Serien mal wieder ausgingen, habe ich angefangen Dokumentationen zu schauen. Das macht bekanntlich schlau und da meine Kinder so gerne Dokumentationen schauen, hatte ich ohnehin Nachholbedarf.

Dabei bin ich auf „explained“ bei Netflix gestoßen. Folge 3 geht der Frage nach, warum Frauen schlechter bezahlt werden. Nicht dass ich noch nie von dem Thema gehört hätte, ich dachte aber, es sei vielleicht hilfreich mein Wissen in der Hinsicht zu vertiefen, denn sobald man irgendwo etwas über Gender-Pay Gap schreibt, kreischt es aus allen Ecken „Ist aber gar nicht so hoch wie ihr Feministinnen immer behauptet!*“ und „Ist ja eine Folge eurer persönlichen Entscheidungen blablablub!“

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Homeoffice – Klischee und Realität

Wer sich für mehr Homeoffice einsetzen möchte, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, könnte mehr als zwei Minuten in eine passende Bildwahl investieren.

Neulich twitterte der Social Media-Account der SPD, dass die SPD für ein Recht für mobiles Arbeiten kämpfe und bebilderte dies wie folgt:

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Declutter your To-do-List

Im Haushalt mithelfen

To-do-Liste
Ich bevorzuge Apps, Hand geht aber auch.

Was Mental Load ist, habe ich an anderer Stelle beschrieben. Dabei habe ich auch Ansätze gezeigt, wie man nach und nach Mental Load und auch die eigentlichen To-dos besser auf die beiden Partner verteilen kann. In einer idealen Welt müsste man darüber gar nicht sprechen, denn es wäre völlig klar, dass man sich als Partner die Aufgaben teilt.

„I do not help my wife clean the house because I live here too and I need to clean it too.
I do not help my wife to cook because I also want to eat and I need to cook too.
I do not help my wife wash the dishes after eating because I also use those dishes.
I do not help my wife with her children because they are also my children and my job is to be a father.
I do not help my wife to wash, spread or fold clothes, because the clothes are also mine and my children.
I am not a help at home, I am part of the house“

Aus „I do not help my wife“ von Ben Tatinger

EIGENTLICH sollten so alle Männer denken und damit stirbt die Formulierung „Mein Mann hilft mir im Haushalt“ vielleicht eines Tages aus.

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Faule Eltern, faule Ehefrauen, faule Menschen

Auf Twitter kann man sich unter dem Hashtag #fauleEltern ein paar Inspirationen holen, wie man sich das Leben als Eltern leichter machen kann. Persönlich gehöre ich auch zu den faulen Eltern, denn faule Eltern sind entspanntere Eltern und das ist gut für Kind und Elter. Ich habe dazu unter dem Stichwort „Gesignation“ schon mal geschrieben. Nach mehr als einem Jahrzehnt Kinder bin ich irgendwo zwischen Gelassenheit und Resignation stecken geblieben.

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Aufrechnen ist sehr romantisch

Sicherlich haben viele Frauen dieses Problem: Der Wecker klingelt morgens, man dreht sich nochmal kurz um – nur fünf Minuten – und dann kommt man in die Küche und der Mann hat schon den Frühstückstisch gedeckt. „Mist“, denke ich dann und gehe kurz ins Bad „Wenigstens die Schulbrote kann ich dann machen.“ Aber als ich vom Bad wieder komme, sind die auch schon gemacht. „Lass mir doch bitte auch was übrig!“, rufe ich auf dem Weg zum Kinderzimmer, die Kinder müssen geweckt werden.

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Hä?

Annetts Eltern hießen nicht wie die anderen Eltern Frau und Herr Behrendt sondern Klaus und Gerti. Das fand ich als Kind sehr verwirrend. Die Familie Behrendt war ohnehin sehr verwirrend. Sie packten ihrem Kind Möhrensticks und Selleriestangen in die Brotbox, während alle anderen Kinder ordnungsgemäß Graubrot mit Marmelade hatten. Eines nachmittags fragte mich Annett, ob ich mit zu ihr spielen kommen möchte und da lernte ich ihre Eltern kennen, die ich brav siezte. Die Mutter lachte und sagte: „Du kannst gerne Gerti sagen und das da ist der Klaus, Annetts Stiefvater.“

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Tag 4 – das Ende (mit Lesungsverlosung am Ende)

Digital Detox (das weiße Ding ist ein Ebook!)

Hatte ich schon erwähnt, dass ich wach bin? Vielleicht eine Sonderleistung des Hotels? Sie mischen ein wenig Ecstasy ins Essen, so dass man nicht schlafen muss und dafür all die Annehmlichkeiten des Lebens einer russischen Oligarchin in vollen Zügen genießen kann.

Nachts schaue ich Deadpool II und finde den Film großartig unterhaltsam. Ich möchte ab jetzt Domino bei den X-Force sein. Um vier Uhr schlafe ich kurz ein, um sechs Uhr bin ich wieder wach und frisch wie der Frühling. Dieses Wachsein ist der Hammer. Ich ziehe mich an und helfe den Bauarbeitern ein bisschen beim Renovieren. Heute werden die Oberlichter über den Zimmerbrunnen erneuert.

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