Mit Kindern leben – Fails

Was wäre das Elternsein ohne (kleine) Totalausfälle? Caspar und ich haben uns in den Jahren als Eltern auch schon den ein oder anderen Aussetzer geleistet. Ihr auch? Dann lasst uns die gerne wissen.

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Erst die Digitalisierung, dann die Moral

Quelle: geralt@pixabay/So ein bisschen Kapitalismus hat noch keinem geschadet!

Mit Marcus Richter habe ich mich in Folge 1 des Podcasts „Nur 30 Minuten, dann ist aber Schluss„, die am 27.12. ausgestrahlt wird, über den Begriff Digital Natives unterhalten. Grundsätzlich ist erstmal eine Generation gemeint, die von Kindheit an mit Informationstechnologien und dem Internet aufgewachsen ist und eine Welt ohne digitale Medien nicht kennt. Der Gegensatz dazu ist der Digital Immigrant. (Gabler Wirtschaftslexikon).

Allerdings verschiebt sich diese Generation ständig nach vorne. Als 2007 die erste re:publica stattfand, wurden hier auch die Digital Natives begrüßt. Gemeint waren Menschen, die Anfang der 1970er geboren wurden. Pioniere insofern als dass sie schon seit Mitte der 1990er das Internet zu ihrem Zweitlebensraum gemacht hatten. Damals war das mit Kosten und Mühen verbunden. Ich erinnere mich gut an die Zeiten, in denen ich erst ab 22 Uhr mit meinem 56k-Modem online ging. Unvergessen der Sound:

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Elternzeit für Männer – unfinanzierbar

Weil ich mich gerade sehr intensiv mit der fairen Verteilung von Care-Arbeit beschäftige und u.a. der Frage nachgehe, woher die Schieflage in der Verteilung nach Geschlechtern geht, habe ich gestern etwas getwittert, das viele anmaßend, arrogant und überheblich fanden:

Und ja, da war ich sehr unpräzise. Ich versuche es mal einzuschränken [0]. Ich spreche von Paaren, bei denen beide angestellt arbeiten und einer von beiden mindestens so viel verdient hat, dass er/sie die Höchstgrenze des Elterngeldes, die bei 1.800 Euro netto liegt, erreicht.

Oder nein, ich rechne mal anders:

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Der Schulhof als Nukleus für neue Trends

Quelle: gfycat.com

Auf dem Gamescom Congress 2019 am 21.08.2019 habe ich einen Vortrag gehalten, in dem ich erkläre wie Fortnite: Battle Royale sich vor allem über die  stoffliche Welt verbreiten konnte: „Games erklärt: Der Schulhof als Nukleus für neue Trends am Beispiel der Fortnite-Tänze“ 

Eine Zusammenfassung könnt ihr bei Spiegel ONLINE lesen.

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Fein essen gehen

Den Gang habe ich im Text vergessen. Hummer mit Gummimöhren.

Aus der Ferne mag ich leicht neurotisch wirken. Das ist auch von nahem wahr. Ich habe kleine Spleens. Zum Beispiel mag ich Ordnung. Das erleichtert vieles. Wenn man für alles einen festen Platz hat, dann findet man es a) schnell wieder und b) (das weiß auch Marie Kondo) kann man schneller aufräumen, weil man ja weiß, wo der Gegenstand hingehört. Gerne würde ich mein Leben in Excel-Tabellen eintragen und alles per Ticketsystem organisieren. Einen anderen klitzekleinen Knall habe ich mit Nahrungsmitteln. Generell gilt: „Was die Bäuerin nicht kennt, isst sie nicht!“ (evolutionstechnisch sehr sinnvoll) und die schlaue Bäuerin probiert natürlich erst gar nicht. Das wäre ja auch komplett unlogisch, weil einmal von einer Tollkirsche probiert, ist man mausetot. Ich esse also eine sehr eingeschränkte Auswahl an Lebensmitteln und koste nie neue.

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Ring of Kerry – du kannst es schaffen (also du, nicht ich)

Quelle: ando81kc @pixabay

Irgendwie hat es uns in die Berge verschlagen. Ich sitze in einer Raststätte, von dessen Qualitätsniveau 80% der Berliner Restaurants nur träumen können. Vor mir indisches Curry mit Reis und Rote-Bete-Salat. Ich schaue aus dem Fenster in die grüne Landschaft. Mehrere Male habe ich in meiner Zeit in Irland jetzt schon gedacht, ich hätte genug Natur gesehen. Genug Hügel, genug Berge, genug Schäfchen, genug Seen, genug Farn oder Bäume, die über und über mit Efeu bewachsen sind. Doch dann gibt es doch noch ein anderes Grün, eine weitere Schattierung, die Sonne, die golden durch die Wolkendecke scheint, eine Wolke, die über den Bergspitzen hängt, gelbe Blumen, Fuchsienbäume (!) und orangefarbene Lilien. Selbst die Felsen sehen in ihrem grau irgendwie sanft aus. Jetzt weiß ich wie Menschen auf die Idee kommen die Farbe „sanftgrau“ ins Baumarktsortiment aufzunehmen. Vielleicht waren sie auch in Irland. Gar nicht so unwahrscheinlich, denn Robert Murjahn erfand Alpina Weiß  im Luzern-Urlaub während er auf weiße, schneebedeckte Berge blickte.

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Mein Lager ist die Straße

Der Vorgarten

Mein Lager ist die Straße – jedenfalls in Berlin. Ich habe einen Grundvorrat an Lebensmitteln in der Wohnung, das schon, aber wenn etwas fehlt, dann gehe ich eben was einkaufen. Der REWE um die Ecke hat von Montag bis Samstag nur eine Stunde geschlossen. Am Sonntag komme ich klar. Oder ich gehe essen. In eines der kleinen Restaurants oder in einen der Imbisse in meiner Straße. Rund 50 gibt es im Laufnähe. Ach was. 200 eher. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schaue ich wahrscheinlich auf eine Auswahl von rund 100.000.

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