Karrierefalle Vollzeitpartner

Bei Sophie Lüttich im Networking-Mom-Blog, habe ich den Artikel „Teilzeit-Mutter: Auch wenn man alles richtig macht, ist es nicht gut.“ gelesen. In dem Artikel berichtet eine top-ausgebildete Frau, die sich nach dem Studium hart eine Karriere erarbeitet hat, dass sie diese zu den Akten legen konnte, weil sie Kinder bekommen hat und sich deswegen für eine Teilzeittätigkeit entschieden hat.

Sie schreibt: „Als ich aus der Elternzeit zurückkam, sagte ich zu meinen Arbeitgeber: ich komme mit x Stunden, ich arbeite davon y Stunden im Home Office und an den folgenden Tagen wären die Präsenztage ideal. Mein Arbeitgeber hat gesagt: Das ist in Ordnung. Ein Traum! […] Teilzeit muss also die Lösung sein, oder nicht? Für Kinder ja. Für die Arbeit nein. In Teilzeit bleibt Vieles auf der Strecke für die Arbeitskraft: zB die rasche Einarbeitung in ein neues (Denk-)Gebiet, die Teilnahme an allem, was für die Einarbeitung und das Dranbleiben sinnvoll wäre (Vorträge, Symposien, Fortbildungen). Als Teilzeitkraft bin ich weniger gut aufgestellt. Ich bin am Nachmittag kein Ansprechpartner mehr. Ich kann bestimmte Vorgänge, die auch noch am Nachmittag besprochen werden sollten, weil ein Durchlauf wegen Terminierungen sinnvoll ist, nicht bearbeiten und hänge an den weniger wichtigen Dingen, die inhaltlich natürlich auch kaum interessant sind.

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Das E in EDEKA steht für ekelhaft

Quelle: GIPHY

Zum Muttertag produziert Edeka einen Werbespot mit Jung von Matt, der mit dem denkwürdigen Satz: „Danke Mama, dass Du nicht Papa bist.“ endet.

Davor eine Serie absolut entwürdigender Szenen, die nicht nur das übliche Idiot Dad Klischee bedient, sondern Väter in allen Facetten als dumme, tollpatschige, unsensible Vollhonks darstellt. Das Ganze wird mit einer Prise Bodyshaming abgerundet.

Wow. Wow. WOW.

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Mit dem Mai kommt die Freiheit

Ich bin super aufgeregt, denn ab Mai habe ich ein Sabbatical, in dem ich endlich die Zeit haben werde, mein Buch über Kinder und digitale Medien zu schreiben. Ich werde aufbauend auf meiner „Let’s talk„-Serie etwas schreiben, das in erster Linie lebensnah sein soll. Ein Anti-Spitzer-Buch, das Eltern unterstützt und befähigt und nicht ohnmächtig vor Angst macht. Ich freue mich total drauf, wenngleich ich mich ein bisschen verrückt finde, denn der Zeitplan ist ambitioniert.

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Bringt mich nach Friesland

Neulich haben wir einige Tage Urlaub in den Niederlanden gemacht. Genauer gesagt in Friesland. Da war alles schrecklich.

Also schrecklich wenn man wieder nach Berlin muss. Dabei liebe ich Berlin sehr. Es kommt eben nicht aufs Aussehen sondern auf die inneren Werte an und da hat Berlin neben den vollgeschmierten Hauswänden, den Hundekackhaufen, den aggressiven Autofahrern und der Luftverschmutzung doch einiges zu bieten.

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Wie leicht ist es Privilegien abzugeben?

Kennen Sie das? Man denkt so vor sich hin, liest hier und da ein bisschen, redet mit Menschen und plötzlich passen Dinge zusammen…

Feminsmus
Gleichberechtigung ist, wenn es in den Bilddatenbanken auch Frauen gibt, die mensplainen.

Weil mir neulich die Serien mal wieder ausgingen, habe ich angefangen Dokumentationen zu schauen. Das macht bekanntlich schlau und da meine Kinder so gerne Dokumentationen schauen, hatte ich ohnehin Nachholbedarf.

Dabei bin ich auf „explained“ bei Netflix gestoßen. Folge 3 geht der Frage nach, warum Frauen schlechter bezahlt werden. Nicht dass ich noch nie von dem Thema gehört hätte, ich dachte aber, es sei vielleicht hilfreich mein Wissen in der Hinsicht zu vertiefen, denn sobald man irgendwo etwas über Gender-Pay Gap schreibt, kreischt es aus allen Ecken „Ist aber gar nicht so hoch wie ihr Feministinnen immer behauptet!*“ und „Ist ja eine Folge eurer persönlichen Entscheidungen blablablub!“

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Homeoffice – Klischee und Realität

Wer sich für mehr Homeoffice einsetzen möchte, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, könnte mehr als zwei Minuten in eine passende Bildwahl investieren.

Neulich twitterte der Social Media-Account der SPD, dass die SPD für ein Recht für mobiles Arbeiten kämpfe und bebilderte dies wie folgt:

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Declutter your To-do-List

Im Haushalt mithelfen

To-do-Liste
Ich bevorzuge Apps, Hand geht aber auch.

Was Mental Load ist, habe ich an anderer Stelle beschrieben. Dabei habe ich auch Ansätze gezeigt, wie man nach und nach Mental Load und auch die eigentlichen To-dos besser auf die beiden Partner verteilen kann. In einer idealen Welt müsste man darüber gar nicht sprechen, denn es wäre völlig klar, dass man sich als Partner die Aufgaben teilt.

„I do not help my wife clean the house because I live here too and I need to clean it too.
I do not help my wife to cook because I also want to eat and I need to cook too.
I do not help my wife wash the dishes after eating because I also use those dishes.
I do not help my wife with her children because they are also my children and my job is to be a father.
I do not help my wife to wash, spread or fold clothes, because the clothes are also mine and my children.
I am not a help at home, I am part of the house“

Aus „I do not help my wife“ von Ben Tatinger

EIGENTLICH sollten so alle Männer denken und damit stirbt die Formulierung „Mein Mann hilft mir im Haushalt“ vielleicht eines Tages aus.

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