Mein Lager ist die Straße

Der Vorgarten

Mein Lager ist die Straße – jedenfalls in Berlin. Ich habe einen Grundvorrat an Lebensmitteln in der Wohnung, das schon, aber wenn etwas fehlt, dann gehe ich eben was einkaufen. Der REWE um die Ecke hat von Montag bis Samstag nur eine Stunde geschlossen. Am Sonntag komme ich klar. Oder ich gehe essen. In eines der kleinen Restaurants oder in einen der Imbisse in meiner Straße. Rund 50 gibt es im Laufnähe. Ach was. 200 eher. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schaue ich wahrscheinlich auf eine Auswahl von rund 100.000.

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Für Likes tun wir alles, ihr Freund und Helfer

Ich weiß, ich weiß. Man soll sich nicht immer aufregen, ABER…

gestern twitterte die Polizei Brandenburg ein Foto eines komplett nackten Mannes auf einem Roller. Es war 36 Grad. Offenbar denken manche Menschen, wenn man dann gar nichts anzieht, lässt sich das besser aushalten.

 

Quelle: https://twitter.com/PolizeiBB/status/1143759621380890625, Foto von Autorin entfernt

Über 11.000 Likes gab es für diesen Tweet.

Nur die kleine Spaßbremse Patricia findet den Tweet unmöglich. Ja, der Kopf ist nicht zu sehen, weil der Mann einen Helm trägt, das Nummernschild und auch die Poritze sind pietätvoll verpixelt.

Hat der Mann deswegen keine Persönlichkeitsrechte mehr? Darf er ungefragt fotografiert werden? Darf dieses Fotos im Netz verbreitet werden? Darf es von der Polizei verbreitet werden?

Ich halte das für mindestens moralisch fragwürdig und auch rechtlich für diskutierbar. „Für Likes tun wir alles, ihr Freund und Helfer“ weiterlesen

[Werbung] Konzentrieren kann man üben

Am 5.6. ist es mir nach einer kleinen Odyssee am Ende doch gelungen in Bochum anzukommen und am Studienkreis-Talk zum Thema „Konzentrier‘ Dich doch mal“ teilzunehmen. Ich habe mich mit dem pädagogischen Leiter Max Kade unterhalten und dabei auch ein paar spannende Sachen gelernt. So war ich z.B. überrascht, dass die Konzentrationsspannen je nach Alter naturgemäß doch relativ kurz sind. Die Spanne in Minuten berechnet sich grob indem man das Alter mal zwei nimmt.

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Karrierefalle Vollzeitpartner

Bei Sophie Lüttich im Networking-Mom-Blog, habe ich den Artikel „Teilzeit-Mutter: Auch wenn man alles richtig macht, ist es nicht gut.“ gelesen. In dem Artikel berichtet eine top-ausgebildete Frau, die sich nach dem Studium hart eine Karriere erarbeitet hat, dass sie diese zu den Akten legen konnte, weil sie Kinder bekommen hat und sich deswegen für eine Teilzeittätigkeit entschieden hat.

Sie schreibt: „Als ich aus der Elternzeit zurückkam, sagte ich zu meinen Arbeitgeber: ich komme mit x Stunden, ich arbeite davon y Stunden im Home Office und an den folgenden Tagen wären die Präsenztage ideal. Mein Arbeitgeber hat gesagt: Das ist in Ordnung. Ein Traum! […] Teilzeit muss also die Lösung sein, oder nicht? Für Kinder ja. Für die Arbeit nein. In Teilzeit bleibt Vieles auf der Strecke für die Arbeitskraft: zB die rasche Einarbeitung in ein neues (Denk-)Gebiet, die Teilnahme an allem, was für die Einarbeitung und das Dranbleiben sinnvoll wäre (Vorträge, Symposien, Fortbildungen). Als Teilzeitkraft bin ich weniger gut aufgestellt. Ich bin am Nachmittag kein Ansprechpartner mehr. Ich kann bestimmte Vorgänge, die auch noch am Nachmittag besprochen werden sollten, weil ein Durchlauf wegen Terminierungen sinnvoll ist, nicht bearbeiten und hänge an den weniger wichtigen Dingen, die inhaltlich natürlich auch kaum interessant sind.

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Das E in EDEKA steht für ekelhaft

Quelle: GIPHY

Zum Muttertag produziert Edeka einen Werbespot mit Jung von Matt, der mit dem denkwürdigen Satz: „Danke Mama, dass Du nicht Papa bist.“ endet.

Davor eine Serie absolut entwürdigender Szenen, die nicht nur das übliche Idiot Dad Klischee bedient, sondern Väter in allen Facetten als dumme, tollpatschige, unsensible Vollhonks darstellt. Das Ganze wird mit einer Prise Bodyshaming abgerundet.

Wow. Wow. WOW.

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Mit dem Mai kommt die Freiheit

Ich bin super aufgeregt, denn ab Mai habe ich ein Sabbatical, in dem ich endlich die Zeit haben werde, mein Buch über Kinder und digitale Medien zu schreiben. Ich werde aufbauend auf meiner „Let’s talk„-Serie etwas schreiben, das in erster Linie lebensnah sein soll. Ein Anti-Spitzer-Buch, das Eltern unterstützt und befähigt und nicht ohnmächtig vor Angst macht. Ich freue mich total drauf, wenngleich ich mich ein bisschen verrückt finde, denn der Zeitplan ist ambitioniert.

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