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Was will mir meine Umwelt sagen?

Letzte Woche bei Balzac. Ich bestelle mir abends einen kleinen Latte Macchiato mit fettarmer Milch. Das „fettarme Milch“ sage ich ganz leise, weil es mir peinlich ist. Ich beuge mich verschwörerisch über den Tresen und flüstere meine Bestellung. Der junge Mann an der Kasse versteht mich nicht. Ich wiederhole meine Bestellung. Er brüllt sie dem Typen an der Espressomaschine zu. Die gurgelt und zwischt so laut, dass auch der nichts versteht. „Waaaaas?“ „Einen kleinen Latte mit fettarmer Milch (dabei verzieht er das Gesicht) to goooohooo“. „Fettarme Milch?“ Auch der Kerl am Kaffeebereitungstresen verdreht die Augen.
Das Weibchen hinter mir bestellt einen großen Caramel Macchiato mit Sahne.
Ziemlich zeitgleich werden die beiden Getränke fertig. Der Typ am Tresen wedelt mit meinem fettarmen Latte: „Der ist für Sie, wa?“ Dann reicht er der Dame hinter mir den gigantischen, vor Karamel und Sahne klebenden Kaffee „Na und der is für Sie, das können se sich ja bei ihrer Figur jut leisten, nich? War ja klar dass SIE nich den fettarmen nehmen.“

Gestern in einem anderen Kaffeeladen.
„Ich hätte gerne einen kleinen Latte Macchiato“
„Wollen Sie (Pause, er schaut an mir runter) vielleicht lieber fettarme Milch?“
Naaaa aaaaaarrrrrggghhhhhhhhhh!
Zu allem Überfluss bemerkt mein Begleiter: „Mir hat er eben keine fettarme Milch angeboten. Komisch.“

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