ix, die unschön „komprimierte“ persönlichkeit

ix bin schwer beleidigt. nicht weil mich eine vollpföstin als arrogant, angehöriger der weblogbeudeutungsmafia, „a-blogger“, blog-hasser, „zum kotzen“ oder als „komprimierte“ persönlichkeit bezeichnete. nein ich bin deshalb beleidigt weil sie inbrünstig glaubt ich hätte diesen text ernst gemeint. noch schlimmer, sie unterstellt mir, ich hätte den text anfangs ernst gemeint und wäre nach ihrer „prügel“ (bei mir in den kommentaren) eingeknickt und hätte den text nachträglich, quasi defensiv, als „ironie“ bezeichnet. in der tat, mich als „ungefickten apple-user“, als reif für den psychiater, blödes, hässliches arschloch oder wixer zu bezeichenn erfreut mich, aber zu glauben ich würde einen redentext von edmund „spacko“ stoiber für etwas ernstgemeintes benutzen, beleidigt mich ganz tief in meinem egozentrum. wen selbstrefentielles geblubber und peinliche, mit smileys gewürzte protokolle grenzenloser blödheit nicht langweilen, der lese hier weiter (mamasatworklog.twoday.net).

[das erschütternde und peinliche ist ja, dass merkbefreite ihre ironie stets ankündigen müssen („DAS ist Ironie“), die ganze seite auf der sie sich betätigen als „ganz normalen wahnsinn“, „voll schräg“ oder „fun, fun, fun“ bezeichnen oder hinter jeden satz einen smiley setzen müssen — sobald woanders ein solcher ironie-zaunpfosten fehlt, verlieren die armen schäfchen die orientierung. oder — ein schlimmer gedanke durchzuckt mich: sollte sich die mir zugetragene journalisten-weisheit „niemand versteht ironie. niemand!“ doch bewahrheiten? oder am allerallerschlimmsten: meint das „webcat72“ das alles gar nicht ernst und verarscht mich? steckt am ende don alphonso dahinter? ach nee, der ist ja wieder in ingolstadt und nicht in münchen.]

sachen gibts (nicht)

dinge die es leider noch nicht gibt

  • mohnschau
  • traumsaft
  • stundenlob

dinge die es leider schon gibt:

  • bumsbär
  • froschfotze

[die beiden oberen dinge stammen von timor, von wem die beiden unteren sind ist mir entfallen. bitte am empfag melden.]

wade hadde du?

waden sind so ein ding. menschen zeigen sie unglaublich gerne anderen menschen. meistens sind sie unten ganz dünn, in der mitte etwas dicker und verschlanken sich danch hin zum knie. waden sind fast nie fett, manchmal aber sehr dick. manche waden sind unglaublich dünn, manche unglaublich dick. bei afro-afrikanern kann man manchmal eine waden-variante beobachten die von unten, vom fuss, bis zum knie, fast gleichdick ist und am oberen ende mit einem angeklebten muskelklösschen dekoriert, wie ein besenstiel mit einem häufchen knete. diese waden, die für europäische augen fehlkonstruiert und muskellos wirken, sind aber, wie auf diversen leichtathletik-veranstaltungen bewiesen, unglaublich effektiv.

frauen rasieren und polieren ihre waden (und schienenbeine) meist. diesen eindruck machen waden (und schienenbeine) zumindest im sommer. männer lassen die haare dran und dekorieren die waden gerne mit socken. manche männer, vor allem solche die fahrad fahren, schwimmen oder sich gegenseitig in den popo ficken, rasieren und polieren sie sich auch, wie die frauen.

ich dekoriere meine rechte wade (und den oberschenkel) auch gerade auf empfehlung meiner phlebologin mit einem engen, hautfarbenen socken. das führt manchmal, wenn mein rechtes hosenbein hochrutscht, zu erstaunten gesichtern meiner gegenüber. wenn sie ganz komisch gucken, erzähle ich ihnen, ich hätte ein holzbein. wenn ich es dann 10-20 minuten nicht bewege, glauben sie mir meist. ansonsten ist dieser „kompressionsstrumpf“ äusserst praktisch: er macht ein schlankes bein.

wo war ich nochmal?

nulpenbloggen

mir ist das ja ehrlichgesagt ein rätsel wie eine nulpe wie ich es in irgendwelche top 10 listen schafft und mehr als 30 leser interessiert. nichtsdestotrotz erfüllt es mich mit stolz wenn es doch, wie im laufe der letzten jahre passiert. ich laufe zwar nicht mit stolz geschwellter brust umher, lediglich mit einem stolz geschwellten bauch und freue mich wie ein hänsel in gretel. in einem brief an meine damligen amerikanischen schüleraustauschs-eltern, schrieb ich kürzlich, möglichst beiläufig, ich sei, „by the way“, einer der top ten der deutschen blogger. eine milde übertreibung die mir beim schreiben die angeberröte ins gesicht schiessen lies, wie auch jetzt, bei der wiederholung dieser gewagten these. ein bisschen rot werde ich auch, weil ich mein versprechen aus dem vorherigen beitrag nun schon wieder gebrochen habe.

ich bin auf dieses thema gekommen, weil ich ja nun, nachdem frau nuf bereits einen blogger-preis verliehen bekommen hat, ihr auch mein blog geliehen habe und sie mich nach einer kleinen liste der themen über die ich schreibe gefragt hat. eine solche frage führt ja zwangsläufig zu einer art introspektion (musste ix nicht googlen, das fremdwort, kannte ix schon). da sass ich nun, nach vielen jahren konzeptlosen schreibens was mir so in den sinn kam und sollte darüber nachdenken was ich da eigentlich exakt tue. auch nach längerem nachdenken (2 wochen) kam ich nicht darauf, was ich eigentlich auf wirres tue und beliess es bei einer erbärmlichen, kurzen liste:

  • rss, übers blogdings nachdenken und andere mit links anschleimen und auf sich aufmerksam machen, ausserdem selbstreflektionen anstossen, das lieben blogger
  • aus harmlosen äusserungen fäkalwitze machen
  • doofe wörter ausdenken, aka „sprachspiele“ mit innovativer rechtschreibung
  • aufschreiben wie toll man ist und das alles dann hinter witzen tarnen
  • mit dem finger auf andere zeigen
  • fremdwörter googlen und intellekt vorgaukeln
  • offensichtlich nutzlose, fehlkonstruierte oder doofe produkte kaufen, ausprobieren, wie vorhergeshen enttäuscht sein und darüber lamentieren. das lamento an den hersteller des produkts schicken, in der hoffnung aufmerksamkeit und weitere produktproben zu erhalten.
  • oden an frauen verfassen
  • ab und an die leser in den kommentaren beschimpfen

ix introspiziere jetzt noch ein bisschen und dann ist schluss mit selbstbetrachtung.

ix bin ix

so. jetzt führe ich hier das regiment für eine woche. frau nuf bei mir. quasi. erstmal hab ich hier nen ordentlichen rss-feed eingerichtet und das header bild ausgetauscht. den schwanzvergleich hat die frau nuf schon selbst installiert.

überhaupt, die frau nuf. faszinierend wie sie mein behindertes, kompliziertes und eigentlich undurchschubares blogsystem geblickt hat und beinahe ganz alleine dort ihren ersten beitrag, mit fotos, veröffentlicht hat. ix knie nieder!

ich werde hier mal versuchen lustig zu sein. nicht immer so doofes technik zeugs und selbstreflektive, redundante blogselbstbetrachtungs-scheisse und langweiliges spon und masssenmedien bashing abzusenfen. das wird schwer, frau nuf hat die erwartungen der leser hier ja über die jahre ziemlich hoch geschraubt. ich werde versuchen ein bisschen von ihrem ruhm abzubekommen, der ja bekanntlich bis in die heiligen räume des mutterschiffs des qualitätsjournalismus, der zeit, gedrungen ist.

einen kitzekleinen vorteil habe ich bereits um mithalten zu können, ich trage auch strumpfhosen. na gut nur eine und die nennt sich auch eher kompressionsstrumpf. ja das alter! demnächst werde ich ein wenig über mich und meinen strumpf berichten, wie ich ihn liebevoll mit der hand wasche und morgens mit anziehhilfe anziehe. vorher, morgen vielleicht werde ich darüber berichten wie ich von diesen arte leuten für eine sendung am 22. september gefilmt worden bin. aber gemach. ich muss mich ja erstmal ein bisschen hier einleben.

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Der Papst geht mir auf die Nerven. Außerdem frage ich mich was aus unserer Jugend geworden ist.
Früher da gab es noch Punks, Popper, Hippies und was weiß ich für Gruppierungen. Jetzt muss ich in einem Bericht lesen, dass es keine Jugendbewegungen mehr gibt. Statt mal richtig zu rebellieren, verehren die Kids Paris Hilton und den Papst.
Das hätte es früher nicht gegeben!
Ordentlich verhauen sollte man die Balgen mal!
Darüberhinaus erschrecke ich mich jedes Mal, wenn ich den neuen Papst sehe, da sich bei mir noch kein neues Gesichtsschema gebildet hat.
Ich denke: Mein Gott! Sieht der schlecht aus. Ist der krank?
Dann fällt mir ein, dass Johannes Paul tot ist und es sich um eine andere Person handelt.

Mein Beileid heute an alle Kölner, die sich nicht rechtzeitig gegen den Papst rüsten konnten.