Gerade bin ich Besitzerin eines wunderbaren Wortes geworden: Hinterhältigtum™, das.
Kategorie: Ex-nuf
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Ok. Also ich suche jetzt einen Mann, der 10.000 Euro netto (min) verdient (um Gottes Willen NICHT freiberuflich, seriöser Arbeitgeber, der Sicherheit verheißt, ist hier gefragt, Staatsdiener bevorzugt) und zufällig den gleichen Nachnamen wie ich trägt. Das polizeiliche Führungszeugnis und die Schufa-Auskunft sollten einwandfrei sein. Angenehmes Erscheinungsbild und möglichst wenig Körpergeruch wäre wünschenswert. Der Gesuchte sollte bitte nicht älter als 45 sein und bereit sein, sich als mein treu sorgender Ehemann auszugeben. Ein wenig schauspielerisches Talent kann ebenfalls nicht schaden. Bitte mit Handynummer bei mir melden.
Ich brauche Dich als Fakeehemann zur Unterzeichnung meines zukünftigen Mietvertrags.
Alternativ ist das weibliche Dependant zu der obigen Beschreibung als Anhängsel für meinen Freund gerne willkommen.
Denn offensichtlich gibt es immer einen verf****** Grund uns abzulehnen.
Irgendein Makel wird garantiert festgestellt. Zu arm? Zu Kind? Zu unverheiratet? Zu berufstätig? Arbeitgeber unattraktiv? Zu jung? Zu alt? Passt nicht in die Mieterstruktur?
Himmelherrgott!
Das nervt. Das nervt sowas von.
Warum nicht gleich Accessmentcenter für Mieter? Neben Gehaltsnachweisen, Schufa-Auskunft und Erklärung über Mietschuldenfreiheit, wäre es doch höchst angemessen, wenn ich meine Sexualkontakte der letzten 10 Jahre offen lege, meine Hobbys aufliste, meinen Familienstammbaum bis in die siebzehnte Generation aufmale und mich zu lebenslangem Frondienst verpflichte.
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Konversationen, die ich mir zeigen, wie alt ich wirklich bin. Gerade hole ich eine analoge Kamera aus der Tasche, um ein Bild zu machen.
Kind: Kann ich das Foto mal sehen?
Ich: Ähm, nein. Das ist eine analoge Kamera. Man muss die Bilder erst entwickeln lassen.
Kind: Entwickeln?
Ich: In der Kamera ist eine Filmrolle. Auf der Filmrolle in der Kamera befindet sich eine lichtempfindliche Schicht. Fällt Licht durch die Blende auf den Film, verändert sich die Schicht, so dass das Bild was ich sehe auf die Filmrolle gebrannt wird.
Kind: ?
Kind: Kann ich auch mal Bilder damit machen?
Ich: Nein, ich habe nur noch 2 und man muss im Gegensatz zu den digitalen Kameras Geld für die Entwicklung zahlen.
Kind: Geld? Warum hast Du sowas denn?
Ich: -ähm-
Ich: -ichmussweg-
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Die Reise nach Legoland war, nicht ganz so grauenerregend, wie befürchtet. Lediglich Beginn und Ende gestalteten sich nervenaufreibend. Die Veranstalter hatten die tolle Idee, die Reise um 23.30 Uhr beginnen zu lassen. Für ca. 40 Familien mit Kindern hieß das um 20 Uhr Kind ins Bett stecken und versprechen, es dann zum Reisebeginn zu wecken. Bei uns sah das so aus.
– So, gute Nacht, wir wecken Dich dann, wenn es los geht.
– Gute Nacht.
Dreißig Sekunden später im Wohnzimmer:
– Ich habe genug geschlafen, wir können jetzt starten.
– Du hast gar nicht geschlafen, ab ins Bett.
– Doch hab ich wohl (rähhbääääh, räbähhhh etc.)
[Loop 60 Minuten]
Als es dann so weit war, befand sich das Kind in Tiefschlafphase und ich konnte aus meinem gesamten Erfahrungsrepertoire der 789 grausame Methoden des Aufgewecktwerdens schöpfen und all das anwenden, was Kinder am Wochenende gegen 06.30 Uhr aus ihrem Schatzkästchen ziehen, wenn sie die Eltern wecken wollen.
Ich begann mit freundlichen Techniken, wie Fahrrad- und Bobbycarhupkonzert. Steigerte über Geräuschebücher (Der lustige Bauernhof, Die Baustelle) bis hin zur härtesten aller Erwachsenenfoltermethoden: Xylophonspielen auf Kopfhöhe im Bett.
Das hat Riesenspaß gemacht und so startete zumindest ICH gut gelaunt zur nächtlichen Busfahrt.
Die war durch die Organisatoren des Jugendpasses ebenfalls toll organisiert. Bustüren auf und dann frei nach Darwin: der Stärkere überlebt. Alle Familien mit Kindern unter fünf Jahren hatten Pech was die Platzwahl angeht. Dann fuhr man mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Pause durch die Nacht um pünktlich um 8.00 Uhr vor den Toren Legolands in den Nieselregen entlassen zu werden. Legoland öffnet um 10.00 Uhr, was die Veranstalter auch wussten, aber man hatte entschieden, es sei unzumutbar erst um 01.30 loszufahren und viel angenehmer noch zwei Stunden im Niemandsland zu warten.
Statt der nervtötenden Legolandbegrüßungsmelodie hätten die Lautsprecher verkünden sollen: „NEINDIEZWEISTUNDENSINDNOCHNICHTUMDASDAUERTJETZTNOCH120MINUTENMINUSX“
Als es dann endlich los ging, öffneten sich die Himmeltore und es regnete bis 14.00 Uhr durch. Bis 17.00 Uhr hatten wir 30 Fahrgeschäfte probiert und ich wusste Die Raupe würde ich kein zweites Mal ertragen. Die Raupe ist eine Hochgeschwindigkeitskreiselbahn, die sich zudem auf und ab bewegt. Die Kinder muss man im Inneren der Raupe platzieren und dann werden sie durch die Zentrifugalkraft mit ca. 600 Kilo gegen die Eltern gedrückt. Man fährt also eingequetscht im Kreis und wird dabei zusätzlich geschüttelt. Die Gesichter verzerren sich und wenn das Karussell endlich anhält, möchte man nur eines: Erbrechen.
Da sagten mir die langsamen Boots- und Zugfahrten durch das Piraten- bzw. Cowboyland doch eher zu. Da konnte ich entspannt und grinsend im Gefährt sitzen, während die Kinder durch Angestellte Legolands ausreichend animiert wurden.
Nach acht Stunden Karussellfahren ging es dann zurück. Der lustige Busfahrer zitierte noch einiges an Sprüchen aus dem Buch: 137 lustige Sprüche für Busfahrer („Setzen Sie sich bitte, ich habe es auch eilig, denn ich habe die Familienhose an und mein Bruder will heute Abend noch ins Kino“) und entlies uns dann ins nächtliche Berlin, auf dass wir 24 Stunden fehlenden Schlaf nachholen konnten.
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Original und Fälschung (Von Deutsch nach Französisch, nach Englisch und zurück nach Deutsch)
Am Wochenende konnte ich als Zeuge an einem merkwürdigen Fall teilnehmen. Ich war Gast auf einer Verbindung. Mit mir gab es mindestens zwanzig andere Frauen von einzelnem. Als man zu den spektakulären Traditionen „WirfWirf-den-Brautstrauss-Brautstrauss“ kommt, gruppierten Erfassungsinteressierte alle in einigen Reihen im Platz, der für die Aktion geplant wurde. Die Braut strahlt aus, die Ladung fliegt. Wir werden nervös. Der Winkel des Strahles tritt das Drehen, alles wird flatterig. Die Blumen schleiern in meine Richtung und pfffft die ganzen Mesdames bilden gleichzeitig ein Stadium und springen beherzt rückwärts. Der Blumenstrauß berührt den Boden. Die Damen betrachten aufschiebend die Blumen. Ich schaue auf die kalt Vermählte und fungiere in einer Entlastungsweise, entferne mir ein Herz und kicke die Sache.
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Gespräche am Mittagstisch, so wie ich sie mag:
P1: Also ich bin leider zu leicht, um Blut zu spenden
P2: Ich auch
Ikke: *grmpf* Wie schwer muss man denn sein?
P1 + P2 im Kanon: 50 Kilo
P1: Dabei würde ich wirklich gerne
Ikke: Zieh Dir doch was schweres an.
P2: Das müsste dann doch sehr, sehr schwer sein!
Ikke: Dann trag einfach ein schwarzes Loch.
Krankenschwester beim Wiegen: WAAAAAAAASS? Sie wiegen 700.000 Tonnen?
P1: Sieht man mir gar nicht an, oder?
P2: Was macht man denn nach dem Blutspenden mit dem schwarzen Loch?
Ikke: Einfach in die Wohnung hängen?
P1: Geht nicht, es würde andauernd alles verschlingen.
P2: Stimmt, das ist ein Problem
Drei Frauen schauen sich ratlos an.



