Nabelschnurblut spenden

Mit Ausnahme eines Artikels ist die Nido für mich wirklich DAS Elternmagazin und gerade heute habe ich darin wieder etwas gelesen, das mich wirklich betroffen macht. Betroffen weil ich es vorher nicht wusste und weil ich dementsprechend nicht gehandelt habe. Es geht um Nabelschnurblut.
Ich ging bislang davon aus, dass man Nabelschnurblut nur für das eigene Kind sichern kann und da die kommerziellen Firmen, die Nabelschnurblut einlagern mit fraglichen Zukunftsvisionen (in einem Stern-Artikel wird treffend von Dienstleistung ohne realen Nutzen gesprochen) werben und es ohnehin sehr unwahrscheinlich ist, dass eine Eigenspende infrage kommt (die NIDO spricht bei autologen Spenden von 1 auf 200.000 Fällen) und das ganze auch noch recht kostspielig ist, war das für mich nie ein Thema.
Jetzt lese ich allerdings, dass man das Blut auch hätte spenden können und da es ja durchaus anerkannte Einsatzgebiete gibt (Behandlungen bei Erkrankungen des blutbildenden Systems und bei Hauttransplantationen), macht es mich irgendwie betroffen, dass ich aus Unwissen kein einziges Mal spenden konnte und so vielleicht einem anderen, kranken Menschen hätte helfen können.
Es ist ja selten so, dass ich etwas ernstes schreibe, aber, liebe LeserInnen, wenn ihr gerade schwanger seid, informiert Euch bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH (DKMS) und spendet und wenn ihr nicht schwanger seid, dann geht doch einfach mal wieder Blut spenden. Das hilft anderen Menschen auch.

Hier eine Liste der Städte bzw. Krankenhäuser bei denen man spenden kann.

Vielleicht fordert ihr auch Informaterial an und reicht das an Eure ehemaligen (Beleg-)Hebammen weiter. Die haben ja gelegentlich mit Nabelschnüren zu tun.

4 Gedanken zu „Nabelschnurblut spenden“

  1. gut zu wissen, bin in der 6ten Woche und meine Mutter hat mich gerade noch angesprochen, dass sie mir die 50 € geben möchte, damit ich mich in die Datenbank für Knochenmarksspende aufnehmen lasse… das aber gerade wegen SS gar nicht möglich ist….

  2. Ich persönlich nehm‘ ja gerne die Nido zur Hand, wenn mir der Blutdruck abzusinken droht. Aber hier, zugegeben: gutes Thema. Nur wo ist der Haken? Ein Blick auf die Krankenhausliste zeigt: auch zwei Jahre nach meiner Bedarfsanzeige macht das noch keine Klinik (! Ich rede hier nicht von Heiapopeia-Geburtshäusern!) in der Halbmillionenstadt meiner Wahl. Ist da wirklich zu wenig Nachfrage (nur meine?) oder steckt da wieder irgendeine Lobby dahinter?

  3. Hm. Wir haben uns das auch lange überlegt, so lange, bis ich hörte, dass die Nabelschnur nach der Geburt vollkommen selbständig auspulsiert und das Blut dem Kind zugute kommt, dass dann höhere Eisenreserven hat etc. Für mich stellte sich dann die Frage, warum ich einen von der Natur ausgeklügelten Vorgang durch Klemmen und zurückhalten und allerlei unnatürliches verhindern will und habe mich fürs auspulsieren lassen entschieden. Wenn man das macht, wird nämlich nichts wertvolles „weggeworfen“, wie man ansonsten denken könnte…

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