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Besorgniserregend ist es, immerzu von Bloggern zu träumen, die man gar nicht kennt.

Heute habe ich im Traum ein blondes Kind im Einkaufswagen eine stufenlose Wendeltreppe im Zentrum einer Burg hochgeschoben. Oben stellte ich fest, dass die Burg bis auf das Treppenhaus aus massivem Stein besteht und keine Hohlräume hat.

Parka Lewis von Gesprächsfetzen stand unten im Treppenhaus und las aus Bajki robotów des kürzlich verstorbenen Stanis?aw Lem vor.

Der Autor von 500Beine stand oben auf einer Zinke des Burgenturms und rief: Neinneinnein! Roboter träumen gar nicht! und wedelte mit einer rosa-orange karierten Fahne.

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Aufgrund einer völlig berechtigten Kritik meines langjährigen Lesers Korrekturlik™, gestehe ich öffentlich einen für Bayern typischen Grammatikfehler in einer meiner kürzlich gebloggten Geschichten begangen zu haben. Darüber hinaus entschuldige ich mich für das überzählige Freizeichen in dem Posting und das unnötige Setzen mehrerer Ausrufezeichen. Ich entschuldige mich ausdrücklich nicht für die Tränen, die ich vergoss, wie Bambi tot gefahren wurde.

P.S. Herr Ex-Nachbar, gestern im Kino den Trailer für Bambi 2 gesehen. Nach einer Geschichte von Stephen King. The ghastly return of zombifawn.

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Liebe Frau Nuf.

Gerade von intensiven Feldstudien aus Bayern zurückgekehrt muss ich in Ihrem Blog dieselbe niederschmetternde Feststellung machen, wie schon »drunten«: noch so viel humanistischer Bildungsstaat konnte nicht bewirken, was Franz-Josef-Strauß-Gott-hab-ihn-selig (und seine Vorgänger, die andern Kaiserln) vergeigt ham:

Oimol a Bayer, oizeit a Bayer.

Da können die Lederhoslna noch so viel studierrr’n wie’s wolln und ummanandergschaftln, ös bringat doch ois a nix.

Schreiben Sie doch höchstselbst:

»Was haben wir damals als Kind geweint, wie Bambi tot gefahren wurde!!! )«

Vier Verfehlungen in einem Satz. Davon 3 typisch bayrische! Und es handelt sich nicht um Tippfehler, die jedem Saupreißn auch widerfahren hättna sein kunna, — nein.

1. ALS Bambi totgefahren wurde. NICHT WIE. Wirklich, ganz bestimmt nicht WIE.

2. Mehr Ausrufezeichen unterstreichen nicht den Sinngehalt oder die Dringlichkeit eines Satzinhaltes, sondern erhöhen lediglich den Level der AUFdringlichkeit des Autors. Tze.

3. Haben Sie es wieder getan? Nein, jetzt gucken Sie nicht so! FREIZEICHEN VOR EINER SCHLIESSENDEN KLAMMER? *böser böser Blick*

4. Das Allerschlimmste: »Weinerliches Bayernkindl«. Is dem Drecksbambischeisserl halt des Mudda verreckt, dös is a Naturrr, des mus des abkinna sonst is dem nedda a korrräktäs Reh nicht. Und wenn’s a e Jager gmocht het, dös is halt a Darrrwin, des ghört so, des hat oa d’Franzl gsogt und oa unser DokterFranzJosfStraußGotthabihnselig und oa der Ede is ja a Jäger. Anders kumma nit an a guads Schnitzl net und des is Bayern und darauf simma stolz und des essma mit Knödln und a feine Soß und nix anders wie des wollma net! Prost!

Sakrakruzitürken! vom lik™

P.S: Bitte langweilen Sie mich nicht mit fluchtartig anmutenden Hinweisen auf Franken. Es ist nicht unabhängig und es WIRD NIE unabhängig werden. Basta.

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SPON ist zu früh mit dem Aprilscherz.

In einem Artikel wird darüber berichtet, dass man soeben herausgefunden hat, dass Vögel mit Hilfe ihrer Stimmbänder zwitschern und die Töne nicht durch das Pressen von Luft durch Öffnungen im Schnabel erzeugen.
Wow! Ich würde den Herren Forschern gerne persönlich die Hand schütteln.
Hat man denn ausführlich geprüft, ob der liebliche Gesang der Nachtigall wirklich nichts mit Pressluft in ihrer Kloake zu tun hat?

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War das eigentlich der längste und kälteste Winter meines Lebens?

Als gestern die Sonne schien, entschloss ich mich, meine Überstunden zu nutzen und das Kind früher aus dem Kindergarten abzuholen. Als ich ihm sagte, es müsse seine Presswurstjacke nicht anziehen, erstrahlte das Gesicht und es fragte: Ist jetzt Frühling?

Ja, jetzt ist Frühling. Wir liefen den Weg nach Hause und sangen Abwandlungen bestimmter Volkslieder. Ganz so wie Axels Hackes Der weiße Neger Wumbaba

# Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich auf einen Schooooß,

hat nen Zeppel im Schnapel von Dimutti nen Gruuuuuß!

Am Spielplatz fühlte ich mich dann wie die Fleisch gewordene Verantwortungslosigkeit, denn die anderen Frauen hatten entschieden, die Kinder weiterhin in einer sich an einen Ball angleichende Form in Winterjacken mit Mützen und Schals umherlaufen zu lassen. Außerdem sprangen sie alle zehn Minuten panisch auf und betasteten die Köpfe und Hände der Kinder, um sicher zu gehen, dass sie nicht vielleicht doch fürchterlich froren.

Die Kinder schubsten sich gegenseitig um und panierten sich im noch feuchten Sand, worauf die aufgescheuchten Mütter wieder los rannten und einer Unterkühlung durch Rubbeln der Kinderkleidungsbälle entegegenwirken wollten.

Ich setzte mich derweil in das Kinderspielplatzsegelboot und ließ mich vom Kind um die Welt segeln. Die Sonne schien auf meine Nase und der Wellengang machte mich angenehm schläfrig.
Das war alles wunderbar. Bis das Kind mich mit Fragen löcherte, die ich nicht beantworten konnte.

– Warum verhalten sich Salz und Pfeffer unterschiedlich, wenn man einen statisch aufgeladenen Plexiglasstab (O-Ton „ein gerubbeltes Röhrchen“) in ein Gemisch der beiden Gewürze hält?

oder

– Wie baut man nochmal ein Periskop?

Stirnrunzelnd starre ich in die milde Frühlingssonne. Da gab es eine Aufgabe, die hat mir und meinem damaligen Freund mal ein Gast auf einer Party gestellt. Wir haben die ganze Nacht daran gerätselt, keine Lösung gefunden, gerieten in Streit, redeten die ganze Fahrt von Köln nach Bamberg nicht miteinander und trennten uns schließlich. Ich war der Meinung, dass es im n-dimensionalen Raum eine Lösung gäbe und er nicht.

Ich fand, wenn das Kind mir den Tag mit Fragen verdirbt, dann sollte es sich ebenfalls ein Paar Gedanken machen:

„Zeichne in die obere Hälfte eines Blattes drei freistehende Quadrate. Zeichne dann darunter drei weitere Quadrate. Die oberen Quadrate bezeichnest du mit „E“, „W“ und „G“ (E-Werk, Wasserwerk und Gaswerk). Die unteren Quadrate sind drei Häuser. Nun braucht jedes Haus eine direkte Leitung von jedem Versorgungsunternehmen. Wichtig ist nur eines: Keine der Leitungen darf sich irgendwo überschneiden.“

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