Herzleiden

In Vorstellungsrunden sage ich gerne, dass mein Blog mein Verdauungsorgan ist. Das finden alle ekelig und der Raum raunt gerne leise üüüüääähhh – aber ich finde diese Analogie sehr treffend. Leider ist sie nicht von mir, sondern von Felix Schwenzel, das sage ich dann auch ab und zu dazu – aber jetzt ist es googelbar. „Mein Blog ist mein Verdauungsorgan“ ist ein Zitat von Felix Schwenzel und es ist wahr.

An dieser Stelle möchte ich meinen Krankenhausaufenthalt im Sommer verdauen.

Erzähle ich die Geschichte von Anfang an und beginne mit: „Alles fing mit Rückenschmerzen an.“ verursache ich bei meinem Gegenüber immer ein besonders gutes Gefühl. Rückenschmerzen habe ich sehr oft. Seit ich Kinder habe eigentlich andauernd und wenn ich mich belastet fühle, dann merke ich das an meinen Rücken am besten. Ich war also im Urlaub, alleine mit den Kindern im tiefsten Bayern an einem See und hatte unglaubliche Rückenschmerzen, die mich nachts wach hielten und mir tagsüber wirklich schlechte Laune machten. Ich war stinksauer. Ich hatte Urlaub! Ich wollte mich wohl fühlen und entspannen. Abends hatte ich ein bisschen Fieber und ganz ehrlich, normalerweise wäre ich nicht zum Arzt gegangen, aber weil ich meinen Urlaub genießen wollte, hoffte ich, der Arzt könne mir irgendein Knallermedikament verschreiben, das ich nehme – eine Chemiekeule die innerhalb von 24 Stunden wirkt.

Ich ging also zu einem Arzt, der zufällig Internist war, schilderte meine Beschwerden und der kräuselte die Stirn. Ein EKG und ein Bluttest später wollte der Arzt gerne, dass ich sofort ins Krankenhaus gehe.

Meine Kinder konnte ich bei einem lieben Freund abgeben und dann fuhr ich ins Krankenhaus. Zehn Minuten nach der ersten Untersuchung wurde ich an alle möglichen Geräte angeschlossen und durfte mich nicht mehr eigenständig bewegen. Mein Herz schlug im Ruhezustand 130 Mal pro Minute. 70 bis 80 Schläge sind normal, ich war also tachykard. Die Blutwerte legten nahe, dass ich einen Herzinfarkt gehabt haben könnte. Ich war völlig schockiert. Ich bin 39 und gehöre in keine der bekannten Risikogruppen. Ich habe keine Vorbelastungen, kein Übergewicht, kein Cholesterin, ich rauche nicht, ich nehme nicht die Pille. Temperamentmäßig gleiche ich eher einer geschlossenen Eisdecke als einem Vulkan.

Es folgte eine Herzkatheteruntersuchung. Ich war sehr beunruhigt. Man muss da so ein Zettelchen unterschreiben was alles passieren könnte und ich sage mal so: Man will nicht dass etwas passiert. Die Ärzte beruhigten mich: „Alles sehr unwahrscheinlich, nichts davon wird bei ihnen eintreffen.“ Ich glaube ab da habe ich durchgeweint. Der Satz „alles sehr unwahrscheinlich“ hatte für mich keine Bedeutung mehr seit eine liebe Freundin eine Woche zuvor von einem LKW überrollt worden war.

Man bot mir freundlicherweise Scheissegaltropfen für die Untersuchung an und ich kann sie sehr empfehlen. Für den Herzkatheter sucht der Arzt sich am rechten Arm eine Stelle am Handgelenk und schiebt dann den Schlauch bis zum Herzen um sich dann mit Hilfe von Kontrastmittel die Koronararterien anzuschauen. Der Kardiologe sagte: „Das Suchen und Schneiden ist ein wenig unangenehm, aber das wird ihnen egal sein.“ Er hatte recht. Es war mir völlig egal. Im Vergleich zu einer Magenspiegelung ist eine Herzkatheteruntersuchung ein Wellnesstreatment. Ich kanns sehr empfehlen.

Die Untersuchung zeigte, dass ich keinen Herzinfarkt gehabt hatte, sondern lediglich eine Herzmuskelentzündung. Auch nichts was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Um mir zu verdeutlichen wie ernst es ist, teilte man mir meinen Troponinwert mit. Troponin ist ein Protein, welches (laienhaft gesagt) das Herz bei einer Muskelschädigung ins Blut freisetzt. Wenn ich mich recht erinnere, sollte der bei höchstens 14 (unter 20 auf jeden Fall) liegen. Mein Wert war bei 1800. Das fand ich, ohne den blassesten Schimmer von irgendwas zu haben, beeindruckend.

Ich kam auf die Überwachungsstation und musste da beinahe zehn Tage bleiben, bis die Werte wieder im grünen Bereich waren. Die Infektion ist viral. Deswegen kann man medikamentös nichts tun. Man wartet einfach ab und beobachtet.

Ohne Ablenkung, an piepsende Geräte angeschlossen, hatte ich viel Zeit über den Tod und das Leben nachzudenken. Aufmunternde Bemerkungen der pragmatisch veranlagten Ärzte: „Keine Sorge! Schlimmstenfalls hilft immer noch eine Herztransplantation!“, gaben mir weiteren Anlass nachdenklich zu sein.

Unvergessen bleibt eine Visite. Die Ärzteschar, alles Männer in ungefähr meinem Alter, stellten sich wie die Sternsinger vor mir auf und zählten auf, was ich die nächsten Wochen und Monate nicht mehr tun dürfte. „Sport auf keinen Fall!“, „Keine Treppen steigen!“, „Einkaufen besser nicht!“, „Meiden sie Hausarbeiten!“. Dann gab es eine Pause und die Ärzte schauten sich gegenseitig an. Einer sagte: „Normalweise müssen wir das nicht thematisieren, weil die Standardpatientin eher um die 80 ist…“ Räuspern „Aber… in ihrem Fall…“ Ich wartete gespannt. Der Assistenzarzt wurde ein Stück nach vorne geschubst. In übertrieben beiläufigem Tonfall sagte er: „In ihrem Fall: Sie dürfen sechs Wochen keinen Sex haben.“ Schweigen. Der zweite Arzt dann: „Und danach nur normalen.“ Alle stehen unschlüssig rum und ich frage mich, ob ich nochmal nachfrage, was genau normaler Sex ist und was dann gegebenenfalls unnormaler Sex wäre, den ich ja nicht haben dürfte.

„Immerhin ist das Wetter schön…“ überbrückt einer der Ärzte die Gesprächspause. „Mit etwas Glück werden sie noch rechtzeitig entlassen, so dass sie auch etwas davon haben.“

Seitdem denke ich über normalen Sex nach und wie ich die Ansage hätte auslegen sollen. Vielleicht war das ja gar kein Verbot Sex zu haben sondern eine Option für einen schönen Tod? Ich habe wirklich viel über den Tod nachgedacht. Eher gesagt, über die Art zu sterben. Das tut man automatisch, wenn Freunde sterben, man selber fast stirbt und man das Zimmer mit Menschen teilt, die Herzinfarkte oder Aneurysmen haben. Das Alter und all seine Gebrechen, das ist keine verlockende Perspektive. Leider sind die sechs Wochen vorbei und damit die Chance auf einen schönen Tod erstmal verstrichen. Man soll halt immer zuhören und nachdenken, wenn Ärzte was sagen. Ansonsten YOLO.

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

66 Gedanken zu „Herzleiden“

  1. Liebe Patricia!
    Schön, daß es Dir besser geht! Auf daß es so bleibt!
    Ich selbst hatte vor einigen Monaten Rückenschmerzen, war schneller ausser Atem und weniger belastbar. Ich dachte, das sei eben manchmal so, kurz nach einer Geburt und so. Bis ich mit dem Notarzt ins Krankenhaus kam, weil ich nicht mehr richtig atmen konnte und wirklich kaum Luft bekam (Ich dachte erst an Streß und Panikattacken…), und sich dann herausstellte, daß ich eine Rippenfellentzündung und eine (zum Glück nur leichte) Lungenembolie hatte. Ich kann Dich gut verstehen.
    Ich danke Dir für Deine wunderbaren Texte. Ich liebe Deinen Blog.
    Ganz liebe Grüße,
    Steffi

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  2. wie supergut, dass du das heil überstanden hast! (hatte ich auch mit damals mitte 20 und fand erstaunlich, dass ich noch nie irgendwas von herzmuskelentzündungen gehört hatte, geschweige denn, dass man das von verschleppten erkältungen bekommt, und noch geschweigter, dass der gesamte freundeskreis es kannte und sofort mit horrorstories aufwarten konnte a la „häufigste todesursache der unter 40jährigen“ und „da ist doch gerade die eine von gute zeiten, schlechte zeiten dran gestorben“)

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  3. Oh man, das ist ja voll ätzend. Was für eine Angst Du ausgestanden haben musst! Auf Twitter klang das irgendwie nicht so schlimm oder ich hab’s überlesen. Ich bin jedenfalls froh, geht es wieder gut. <3333
    Das macht einen wirklich nachdenklich….

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  4. Uff! Du machst ja Sachen! Das hörte sich auf Twitter seinerzeit unlustig an aber sooooo unlustig?

    Ansonsten aber prima Beispiel für „bei Schmerzen nicht Schmerzmittel auf Verdacht nehmen sondern doch mal erst zum Arzt gehen.” Irgendwie.

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  5. Ich bin auch für ein ‚ach du sxheiße!‘ Aber … Wie du das verdauen kannst – bei dir duftet es sozusagen noch hinterher. Du schreibst wahnsinnig toll.
    Ich wünsch dir, dass du nun gesund bleibst! Und für alle Fälle auch die Erlaubnis für jedweden Sex ;)

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  6. Mein Cousin ist mit 40 an Krebs gestorben. Sehr schnell – aber das machts in Sachen Krebs nicht leichter. Da ist mir wieder bewusst geworden, dass wir alles sterben werden. Er wusste nur schon genau, wann. Seitdem rege ich mich über nichts mehr auf – die Zeit ist viel zu kurz.

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  7. Es geht bei der Sex-Einstufung um die damit einhergehende körperliche Belastung, eben genauso wie beim Einkaufen, Treppen steigen usw. Ich nehme an, die Kollegen meinten, du sollst es dann nicht übertreiben- wenn du es wieder treibst… :P

    Und was den schönen Tod betrifft: man muss auch mal an den betroffenen Partner denken…

    In jedem Falle: Gute Besserung!

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  8. Puuuuh! Und ich dachte an Blindarm oder sowas als ich die Krankenhausessenfotos sah. Alles Gute! Und dass es mit den sechs Wochen nicht Treppensteigen vorbei ist. Ich fühl mich gleich schon viel gesünder – wo ich doch nie Treppen steige. ;-)

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  9. „…gehöre in keine der bekannten Risikogruppen. Ich habe … kein Cholesterin…“
    Da würde ich mich nicht wundern, wenn es gesundheitliche Probleme gibt, wenn jemand kein Cholesterin hat…

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  10. Ach kacke! Gut, dass es Dir wieder gut geht. Aber so einen Schreck braucht kein Mensch. Und es tut mir sehr sehr leid um Deine verstorbene Freundin.

    Und dieser Kliniksprech…ich lag nach einem Autounfall auch mal auf der Überwachungsstation. Stündlich kam jemand rein und leuchtete mir mit einem Lämpchen in die Pupille. Auf meine Nachfrage, warum das denn nötig sei, sagte der Pfleger: „Wir prüfen die Pupillenreflexe. Wenn sich da nix mehr tut, haben Sie vermutlich eine Hirnblutung.“ Ich: „Und was machen wir dann?“ Er: „Nicht mehr so viel.“

    Fragt sich, warum er dann überhaupt stündlich prüfte.

    Alles Liebe und Gute für Dich!

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  11. Was mir bei der Verbotsliste (Treppen, Hausarbeit, Einkaufen) aus der Visite auffällt: Diese Typen wussten, dass sie mit einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern reden?

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    1. Ich bin nicht alleinerziehend, ich bin getrennterziehend. Der Kindesvater hat in dieser Zeit unterstützt und der Rest wurde entweder nicht gemacht oder outgesourct… außerdem hatte ich noch einige Freundinnen, die mich liebevoll umsorgt haben.
      Tatsächlich kann man manche Sachen aber nicht einhalten. Nicht Treppen steigen zum Beispiel…

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  12. Eigentlich ist es unmöglich, Patricia nicht auf irgendeine Weise lieb zu haben. Obwohl man sie gar nicht kennt. Obwohl das alles auch ein bisschen Fake ist, weil es sich in jenen Minuten ganz anders anfühlt. Obwohl (da bin ich mir recht sicher) die echte Patricia eine andere ist. Aber diese Worte hier, die kommen nicht nur aus einem Herzen heraus, sondern sie dringen auch in andere Herzen ein. Kann man nichts dagegen machen, ist voll schön.

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  13. Ups. Das ist also die Story hinter den Wurstscheiben. Das ist ja noch viel trauriger als die Wurst. Ich hoffe, es geht Dir wieder gut. Mit oder ohne unnormalen Sex.

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  14. Oh man, was für ein Jahr! Da kommt ja alles auf einmal, ich hoffe doch mal dass jetzt eine Glücklichere Zeit kommt.

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  15. Jessas! Braucht kein Mensch.
    (Und da ist ganz sicher kein Sicherheitscheck vor fränkischem Ort eingeplant, um noch herauszukriegen, was normaler Sex für Herzpatientinnen ist und was unnormaler? Darüber grüble ich sonst noch in Jahren!)

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  16. Oh man. Krasser Scheiß. Eleganter kann ich das gerade nicht formulieren.

    Und dieses „sehr unwahrscheinlich“ ist etwas, das mich extrem ankotzt, wenn es ein Arzt sagt.
    Gallensteine sind unter 70 sehr unwahrscheinlich? Mit 20 schon gehabt.

    Eine bestimmte Krankheit ist so unwahrscheinlich, dass es nicht einmal einen Prozentsatz dazu gibt? Schwiegermutti hat’s.

    Abstoßen eines transplantierten Herzens mit Todesfolge bei 18jährigen sehr unwahrscheinlich? Meiner Freundin passierte es.

    Im Leben ist so viel sehr unwahrscheinlich und trotzdem passirt es. Ständig.
    Tick, tack, tick, tack…

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  17. Jetzt, wo alles wieder einigermaßen im grünen Bereich ist, wünsche ich, dass wieder ein wenig Vulkan unter der Eisdecke hervorkommt und über die Definition „normaler/nicht normaler Sex“ nicht mehr so lange gegrübelt werden muss.
    Ich sage immer: Die die rauchen und saufen – sterben, die es aber nicht machen, sterben auch. Aber hoffentlich nicht zu früh – aber auch nicht zu spät, denn das macht auch keine Freude mehr.

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  18. Mal wieder ein toller Text, danke dafür.
    Ich sage immer, dass Bloggen für mich ein Ausscheidungsprozess ist, das läuft wohl auf das Gleiche hinaus.
    „Unnormaler“ Sex als Todesursache klingt nach einer verlockenden Option, aber vielleicht solltest du doch lieber etwas besser auf dein Herz aufpassen?
    Ich wünsche dir alles Gute – von Herzen!

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  19. Oh Schreck! Hätte unter dem Titel „Herzleiden“ ganz was Anderes erwartet.
    Die Stimmung beim Lesen könnte dann unter: „schockiert lachend“ zusammengefasst werden.
    Halt die Ohren steif!

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  20. Vor 13 Jahren starb ich fast an einem anaphylaktischen Schock, vor zwei Jahren starb mein Mann fast an einem Herzinfarkt, dazwischen hatte mein Sohn mehrfach Erstickungsanfälle. Selber Sterben ist schon ok, da war ich sogar mitten drin gelassen – Zurückbleiben ist die Hölle, als es bei meinen Lieben zur Sache ging, habe ich gelitten wie niemals zuvor.

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  21. Rückenschmerzen (oder auch: furchtbare Rückenschmerzen….über das normale Maß hinaus): Leute, geht zum Arzt. Auch wenns albern klingt.
    Bei mir wurde auch Herzinfarkt vermutet, ab gings mit Blaulicht. Final stellte es sich als akute Gallenkolik heraus, also nicht lebensbedrohlich, nur „schlimmste Schmerzen ever“.
    Bei uns Frauen verstecken sich die heftigsten Erkrankungen gern hinter „furchtbaren Rückenschmerzen“, gern ein Infarkt oder wie hier eine Herzmuskelentzündung oder eben nur eine massive Gallenkolik.Wartet nicht auf das klassische „Ziehen im Arm“ oder „Schmerzen im Bauch“.

    @Nuf: Zumindest kenne ich auch die Phase des Nachdenkens über den Tod. Etwas, was man nie vergisst, und was manche Dinge des Lebens in eine andere Perspektive rutschen lässt. Dir gute Besserung, weiterhin.

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  22. Puh, heftig. Und mehr Angst vermutlich, als man brauchen kann.

    Hoffe, Du kriegst das restlos weg und musst Dir irgendwann über die Intensität von Sport, Treppen, Sex, Einkaufen, Leben keine Gedanken mehr machen.

    Alles Gute!!

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  23. Ärzte bzw.angehende Ärzte lernen viel,sehr viel in Ihrem Studium. (Sensible) Gesprächsführung gehört wohl eher nicht dazu.

    Ich hätte nicht gewusst,ob lachen oder weinen in diesem Moment. Schön,dass jetzt das Lachen wohl wieder überwiegt .
    Von Herzen (!!) alles Gute !

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    1. Sensible Gesprächsführung: Klar könnten das die angehenden Ärzte lernen in ihrem Studium. Sie haben aber *pauschalisier* in aller Regel keinen Bock drauf. Die beiden Fächer medizinische Psychologie und medizinische Soziologie genießen den Status sogenannter Laberfächer, egal wie gut und praxisnah die Lehre ist. Medizinstudenten wollen Zugänge legen, Blut abnehmen, Wirbelsäulen abklopfen und was weiß ich noch alles machen, aber ein Rollenspiel zum Thema Krebsdiagnose verkünden? Nein danke. Traurig, aber wahr. Und wenn sie dann Arzt geworden sind, dann jammern sie herum, dass das Studium so theoretisch war und so gar nicht auf den Beruf vorbereitet hat.
      @dasnuf: Alles Gute!

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  24. Passt ganz gut zum Thema — weiß gar nicht, wo und wie ich darüber gestolpert bin:

    Why I hope to die at 75

    +1 für die arbeitende Mama, die sich fragt: „Wie andere Menschen (den Tod) so komplett verdrängen können, als ginge sie das nichts an, ist mir immer ein Rätsel gewesen.“ Vielleicht hängen diese Menschen einfach nur nicht so sehr an ihrem Leben. Traurige Vorstellung. Daher: Carpe diem (aka YOLO).

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  25. Zum Glück hast du keinen Herzinfarkt gehabt und hast die Herzmuskelentzündung gut überstanden. Das du dir während der Geschichte Gedanken über den Tod und das Sterben gemacht hast, ist glaube ich ganz normal.
    Ich freue mich, daß es dir wieder besser geht und hoffe, daß das auch so bleibt.
    Liebe Grüsse vom Bodensee,
    Michaela

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  26. Ich beantrage, frei nach Kitty Koma, die Aufnahme von „Ach du Scheiße“ in den Kommentaromaten.

    Weil ich dich auf twitter lese und wir ja auch schrieben, ist mir nicht alles davon neu, aber die vom Lastwagen überfahrene Freundin macht es noch etwas schlimmer, als es in meiner Vorstellung schon war.

    Ich verstehe glaube ich, was du meinst mit dem angenehmen Tod. Einst hatte ich einen Autounfall, von dem ich nix mehr weiß. Das wäre eine tolle Gelegenheit gewesen, schmerzlos und angstfrei aus dem Leben zu scheiden. Halt zu früh, und ich bin froh, dass das nicht passierte (zufällig war ich fast 27, Sachen gibt’s…). Aber über den Tod habe ich nicht nur seitdem, auch schon vorher, viel nachgedacht. Er ist mir genauso gegenwärtig wie das Leben. Wie andere Menschen ihn so komplett verdrängen können, als ginge sie das nichts an, ist mir immer ein Rätsel gewesen.

    Mein Blog ist auch mein Verdauungsorgan. Definitiv. Aber was war nochmal Sex?

    Viele Grüße,
    Christine

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  27. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Made my day
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  28. Danke, dass Du gemeinsam mit uns und mit mir verdaust, was Dir da passiert ist.
    Die Idee des „es ist ja höchst unwahrscheinlich, dass …“ ist so eine vage Sache.
    Hat man, wie Du, eine Freundin mit so einem schlimmen Unfall oder die Herzgeschichte oder wie ich einen Mann, der vor Jahren an einer sehr seltenen Krankheit erkrankte, dann merkt man schnell, das jeder Opfer der „wenigen und unwahrscheinlichen Prozent“ werden kann.
    Und das macht unsicher. Nicht nur in der Situation selber, sondern auch danach. Die Idee vom Vollkasko-Leben, in dem manchen wenigen Unwahrscheinlichkeiten passieren, ist dann vorbei. Und zwar für immer.
    Man bleibt mit einer gewissen Unsicherheit zurück. Aber auch mit der Chance, das Leben anders zu sehen und nicht als selbstverständlich anzusehen. Man wird dankbarer, ruhiger und (noch) reflektierter – so war meine persönliche Erfahrung.

    Dir wünsche ich alles Gute und hoffe, Du kannst Deine schockierenden Erlebnisse gut verdauen – vielleicht hilft Dein Verdauungsorgan Blog Dir dabei!

    Alles Liebe für Dich!

    Saskia

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  29. Eingebettet in das ganze Drumherum, das sporadisch zu lesen ist, zwar eine genial geschriebene Geschichte, aber ACH DU SCHEISSE!
    (Und vom fröhlich wegsomatisieren halt ich mal die Klappe und selbst für diesen Klammersatz dürfen Sie mich hauen. Aber ich hab da Erfahrung drin. Passen Sie bitte auf sich auf, das macht irgendwann keinen Spaß mehr.)

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  30. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

    Danke für die zweideutige Überschrift.
    Alles Gute und weiterhin beste Genesung!

    Vielleicht sollten Sie nun, da Sie wieder dürfen, nochmal in der Klinik nachfragen, was genau Sie jetzt wie wieder dürfen. Nur wegen der Sicherheit.

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  31. Puh.
    Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben ist ein (schlechtes) Glückspiel. Ich hatte noch nie so etwas Schlimmes und das trotz diverser erhöhter Risikofaktoren (Rauchen etc.).
    Alles Gute!

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  32. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  33. Ob du jemals wieder nach Bayern fahren kannst ohne an „scheissegaltropfen“ zu denken?

    Aber jetzt noch mehr das Leben genießen und den „normalen“ Sex.

    Pass auf dich auf! Ohne Dich wäre es sehr grau hier!

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  34. Herzmuskelentzündung? Iiiek, wie hast Du Dir die denn geholt? Das möchte ich ja lieber nicht nachmachen.

    Gute Erholung und vollständige Genesung! Schließlich willst Du ja sicher wieder Treppen steigen können. Und so…

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  35. Das steckte also hinter den vielen komisch-surrealen Bildern von Krankenhauswurstscheiben.
    Hört sich alles andere als schön an. Ich hoffe, es geht dir bald wieder richtig gut und die Zeit im Krankenhaus ist bald vergessen.

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  36. Du bist der Knaller, wie kann man bitte ein solches Thema so lustig verpacken? Ja, manchmal ist die Quintessenz von solchen Erfahrungen sehr kurz und sehr wahr: YOLO.
    Und alles Gute Dir. <3

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  37. Nach einem Spontanaufenthalt in der neurologischen Stroke Unit des örtlichen Krankenhauses und dem Genuss aller bildgebenden Verfahren, die das Etablissment zu bieten hatte, wurde in diesem Jahr bei mir ein kortikaler Infarkt – vulgo Schlaganfall – diagnostiziert. Deshalb sind das hier Gedanken mit hohem Wiedererkennungswert. Danke für das Auf-den-Punkt-bringen!.

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  38. Wie schnell es mit einem zu Ende gehen kann ist erschreckend. Besser nicht darüber denken, sonst vergeudet man seine *gesunde* Lebenszeit mit Unwohlsein.

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