Weihnachten – das Fest der arbeitenden Mütter

So sehe ich Weihnachten aus (gemalt von Kind 3.0). Zufrieden und komplett stressfrei, weil alle mithelfen.

Ich habe seit einigen Jahren sehr gemütliche Weihnachten. Mit Caspar Clemens Mierau rede ich in unserem „Mit Kindern Leben“-Podcast in der Folge Weihnachten darüber. Wir haben alle Zwänge abgeworfen und machen das, was uns gefällt. Ich komme aus einer Familie, in der es so zuging, wie Mareice es auf z.ett beschreibt:

„Am Heiligen Abend, wenn die Kinderaugen leuchten, plumpsen die Mütter erschöpft aufs Sofa – natürlich erst, nachdem der Tisch abgedeckt ist und die volle Spülmaschine läuft.“

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Nachtrag Mental Load – Verantwortung abgeben

Zu meinem Vortrag zum Mental Load, habe ich sehr viele persönliche Rückmeldungen bekommen, die mir sehr nahe gegangen sind. Ein Großteil ging in die Richtung „Mein Mann verdient aber viel mehr als ich und deswegen ist er nicht bereit irgendwas in Sachen Kinder/Haushalt zu teilen“. Zu dieser Sache muss ich meine Gedanken noch ordnen und schreibe ein anderes Mal was dazu. Genauso wie zum Thema, ob Hausarbeit und Aufgaben rund um die Kinder in einen Topf fallen sollten.

Wer Dinge öfter macht, kann sie besser

Eine andere, häufig gestellte Frage lautete: „Wie leicht ist es dir gefallen Verantwortung abzugeben?“

Die ehrliche Antwort ist: Am Anfang ist es mir schwer gefallen, manchmal tut es das noch, aber es geht immer leichter.

Stellt sich allerdings die Frage: Warum ist es überhaupt schwer Verantwortung abzugeben?

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Aufgaben wirklich gleichberechtigt teilen

Das ist die Zusammenfassung meines Vortrags „Warum endet die Gleichberechtigung so oft mit der Geburt des ersten Kindes? Was „Mental Load“ damit zu tun hat“ auf dem Female Future Force Day

Im Mai 2017 habe ich das erste Mal den Begriff „Mental Load“ gehört. Begegnet ist er mir im Comic „You should’ve asked„.

Im Grunde sagt der Begriff nichts anderes als dass es neben den sichtbaren Aufgaben im Alltagsleben sehr, sehr viele unsichtbare Aufgaben gibt, die nie explizit genannt werden, dennoch alle so nebenher identifiziert, bedacht, geplant und dann erledigt werden.

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Wortwürmer

Gelegentlich begleiten mich Wortwürmer. Das sind sowas wie Ohrwürmer, nur dass sie aus einem Wort oder einer einzigen Formulierung bestehen. Wie sie in meinen Kopf kommen? Keine Ahnung. Wie sie wieder weg gehen? Keinen Schimmer.

Fakt ist: Sie erscheinen einfach und dann muss ich über sie nachdenken.

So z.B. heute Morgen die Formulierung „schlecht gebumste Feministin“.

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Vortrag zum Thema „Mental Load“ beim Female Future Force Day

Am Samstag, den 25. August, ist Female Future Force Day und upsi, mein Vortrag ist noch nicht fertig. Ich hab schnell nachgelesen über was ich sprechen werde und freue mich schon darauf, klingt nämlich sehr interessant:

Warum endet die Gleichberechtigung so oft mit der Geburt des ersten Kindes? Was die „Mental Load“ damit zu tun hat

Wie kommt es, dass wir manchmal an unseren alltäglichen Familienaufgaben, die unsichtbar nebenherlaufen, kaputt gehen können – obwohl wir doch unterstützungsbereite Partner haben, die durchaus mithelfen würden, wenn wir sie nur darum bitten würde? Um das zu klären, wird Patricia den Begriff „Mental Load“ beleuchten und erläutern, warum Sie es für unbedingt notwendig hält, diese Last zu teilen und zwar zusätzlich zum tatsächlichen Tun.“

Spoiler: 12 Jahre Tätigkeit als Projektleiterin und eine kleine Vorliebe für Excel-Listen helfen… aber lasst euch überraschen!

Mein Slot ist um 11.45 bis 12.00 Uhr auf der Family Stage

Wie ich zufällig erfahren habe, als ich meine Ansprechpartnerin des FFF darüber informieren wollte, dass ich es nicht schaffe meine Präsentation pünktlich zur Deadline einzureichen, werde ich OHNE Präsentation sprechen. Ganz frei. Hui! 15 min ohne irgendwas. So ganz TED-Talklike. Zum Glück hatte ich gerade eine Fortbildung zum Thema Story Telling.

Außerdem habe ich bei „Mit Kindern Leben“ in der Folge „Arbeitsteilung in der Familie“ schon mal über das Thema gesprochen. Also habe ich Ahnung!

Wer mich oder eine der anderen Speakerinnen* hören möchte und noch kein Ticket hat: Hier ein Weg etwas günstiger an ein Ticket zu kommen. Für eine Leserin, die sich das Ticket gar nicht leisten kann, habe ich noch ein Freundinnenticket. Gerne per Mail melden.**


*Aus Gründen der Leserlichkeit verwende ich das generische Femininum. Männer sind natürlich mitgemeint.

**Das Ticket ist weg.

Is mir egal – über Body-Egalness

Body-Egalness
Schönstes Zitat im Film: Selbst die Models sind nicht so perfekt wie die Models

Gestern Abend habe ich den Film „Embrace“ gesehen, der noch bis 17.04. in der ARTE Mediathek verfügbar ist.

„In ihrem Dokumentarfilm „Embrace – Du bist schön“ begibt sich die australische Fotografin Taryn Brumfitt auf eine Reise um den Globus, um herauszufinden, warum so viele Frauen ihren Körper nicht so mögen, wie er ist. Sie trifft auf Frauen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Bodyshaming und Körperwahrnehmung haben. […] Taryns Botschaft lautet: Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den Du hast!“

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Allein, allein

Alleine Urlaub machen
Optimistisch stimmende Natur

Früher war es sehr einfach alleine zu sein

Ich kann sehr super alleine sein. Seit rund 15 Jahren bin ich es aber nicht mehr. Meistens nicht mal am Klo. Ich glaube, das nennt sich Familie.

Meine Kindheit habe ich mit einem sehr verständnisvollen Hund und sehr vielen Kaulquappen verbracht. Meine Jugend halb schlafend, halb lesend und wenn ich zwischendrin mal wach war, hab ich mich kurz verliebt. Dann kam das Studium und es wurde aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen schwieriger alleine zu sein. Ich wollte Wissenschaftlerin werden, am liebsten eine mit weißem Kittel und dicker Brille, weil der dauerhafte Blick durchs Mikroskop die Augen so belastet. Eines Tages hätte ich dann einen anderen Wissenschaftler mit einem Nachnamen, der mindestens 17 Buchstaben hat (Peter Kunkeladelwandsteiner z.B.), kennengelernt und wir hätten geheiratet und der Nachwelt in den Lehrbüchern unsere wichtigen Hypothesen unter dem Namen Cammarata-Kunkeladelwandsteiner-Hypothese zum performativen Kronkanzteleportionszyklus hinterlassen. Statt Kinder eben.

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Gendern ist schon auch sehr anstrengend…

Genderwahn Symbolfoto – Foto https://twitter.com/hauptstadtfoto

Ich stehe mit fünf anderen Frauen in einer Bäckerei an und warte, dass ich dran bin. Zwei Verkäuferinnen bedienen und die eine von ihnen ruft: „Der Nächste bitte!“. Für den Bruchteil einer Sekunde bin ich verwirrt. Es stehen doch nur Frauen hier, wer ist der Nächste? Achso, jaja, ich bin gemeint. Ich bin der Nächste. So weit ist es mit mir gekommen. Wenn weit und breit nur Frauen zu sehen sind, fühle ich mich mit der männlichen Ansprache tatsächlich nicht mehr mitgemeint. Sprachlich völlig verdorben – zumindest seit ich mich mit dem Thema der gendergerechten Sprache auseinandersetze.

Ich erinnere mich gut, dass ich vor vielleicht zwanzig Jahren eine ähnliche Szene erlebt habe. Ich stehe mit einer Frau an der Wursttheke an und die Verkäuferin sagt: „Der Nächste bitte!“ Die Frau vor mir korrigiert: „Die Nächste.“ und bestellt Aufschnitt. Ich habe damals die Augen verdreht und gedacht: „Meine Güte, was ist das denn für eine, die weiß doch, was gemeint ist, soll sich mal nicht extra blöd stellen.“ Stolz habe ich damals für mich beschlossen, dass ich nie so anstrengend sein werde und auf sowas so sinnloses wie die explizit weibliche Form bestehen werde – schließlich bin ich selbstbewußt genug.

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