Ich möchte sowieso keine Karriere machen

„Ich möchte sowieso keine Karriere machen!“ So ziemlich jede Frau, die ich kenne – mich eingeschlossen – hat diesen Satz in Bezug auf ihre berufliche Entwicklung schon oft gesagt. Wobei „Karriere“ natürlich ein schwammiger Begriff ist, der im altmodischen Sinne dafür steht, dass man u.a. durch 50-60 Wochenstunden Anwesenheit glänzt. Weiter gefasst bedeutet Karriere Führungsverantwortung zu übernehmen[1] und in einer Hierarchie irgendwie nach oben zu kommen. Auch das wollen viele Frauen nicht. Sie entscheiden sich freiwillig dagegen.

Jedenfalls war das meine Auffassung. Ich habe mich freiwillig dagegen entschieden. Finanzielle Unabhängigkeit war und ist mir wichtig. Familie inkl. Kinder wollte ich irgendwann auch. Karriere und Kinder sind aber unvereinbar. Also priorisiert man.

Seit ich mich mit dem Thema Mental Load befasse, wird mir immer mehr klar, dass Mental Load und die Gewissheit, dass ein Großteil der Sorgearbeit von Frauen getragen wird (weitgehend unabhängig von dem Stundenumfang ihrer eigenen Erwerbstätigkeit) ein wesentlicher Faktor ist, der Frauen dazu bringt sich freiwillig gegen Karrieren zu entscheiden. Denn Energie ist endlich. Wenn einem klar ist, dass man spätestens mit Kindern die Verantwortungslast und die To-Dos rund um den Haushalt und die Kinder in großen Teilen alleine trägt (Stichwort Gender Care Gap), dann wäre man nahezu leichtsinnig sich auch noch einen beanspruchenden Job aufzuhalsen. Also haushaltet man so gut es geht mit seinen Kräften. Es reicht völlig im Anschluss an die Teilzeiterwerbstätigkeit die, wie es im Englischen so schön heißt, „second shift“ zu übernehmen. Ich verstehe auch jede Frau, die sich deswegen komplett gegen eine Erwerbstätgkeit entscheidet (vgl „Aber ich arbeite Vollzeit und meine Frau nicht„).

Dass Frauen sich nicht folgenlos für oder gegen berufliche Karrieren entscheiden können, hängt auch mit gesellschaftlichen Vorstellungen zusammen, wer für die Kinder zuständig ist. Man kann sich ja mal die Frage stellen wie oft Männer vorgeworfen bekommen: „Warum hast du eigentlich Kinder bekommen, wenn du sie doch nur wegrationalisierst? Du Rabenvater!“

Es gibt also noch sehr viele Baustellen in Sachen Karriere.

Zum einen sollte viel selbstverständlicher sein, dass Paare aushandeln wie Vereinbarkeit aussehen kann. Leider wird das aber eben nicht mal in Erwägung gezogen, weil eben die meisten Frauen (mich eingeschlossen) mit Blick auf eine mögliche Zukunft als Mutter schon als Teenager entscheiden, dass sie lieber einen Job haben, der gut mit Kinderauszeiten und Kinderbetreuungszeiten vereinbar ist.

Dringend müsste sich auch das Verständnis von Karriere ändern. So lange Karriere nur zu machen ist, wenn man 50 Stunden plus arbeitet, schließt das tatsächlich das Familiehaben und -leben aus[2]. Es gibt einige wenige Branchen, in denen aufgrund des Fachkräftemangels ein Umdenken stattfindet. Hier hat man erkannt, dass man, sofern man die freien Stellen nicht mit Männern besetzen kann, vielleicht mal prüft, ob man sie mit Frauen besetzen kann – um sich dann im nächsten Schritt Gedanken zu machen, wie man Erwerbstätigkeit und gar Führungspositionen für Frauen attraktiv machen könnte und zu allerletzt buhlt man um hochqualifizierte Männer, die auch die Nase voll vom Totarbeiten haben und zusätzlich gerne in ihren Familien als Väter anwesend sein wollen.

Doch auch wenn in den Familien gerechte Arbeits- und Verantwortungsteilung verhandelt werden, wenn es neue Karrieremodelle gibt, müssen immer noch die patriarchalen Strukturen aufgebrochen werden, die junge Frauen lieber auf Unternehmensbroschüren als in Führungspositionen sehen.

Aus meinen anfänglichen Berufsjahren weiß ich ganz gut, wie es ist Folien erstellen und bearbeiten zu dürfen, jedoch nie die Möglichkeit zu bekommen, sie selbst zu präsentieren. Ja nicht mal die Gelegenheit zu bekommen in bestimmten Kreisen physisch anwesend zu sein und die richtigen Leute kennenzulernen.

Ich weiß wie es ist in Potenzialeinstufungsverfahren Bestnoten zu bekommen und dann nie gefördert zu werden. Ich weiß wie es ist komplette Veröffentlichungen zu schreiben, aber nicht mit dem eigenen Namen auf dem Papier zu stehen, weil dort eben der repräsentative Herr XY steht. Ich fand das sogar alles normal. Ich war eben nicht so weit und wie toll, dass ich wenigstens im Hintergrund Verantwortung übernehmen durfte.

Gab es irgendwo eine Teamleiter-Position zu besetzen, bekam die ein Mann. Nur im HR-Bereich gab es manchmal eine weibliche Besetzung. Normal!

Irgendwann wird man kleiner und kleiner und traut sich in der Tat nichts mehr. Man sitzt schweigend in Sitzungen und denkt sich seinen Teil. Man hat da schon lange verstanden, dass Führungspositionen nicht nach Kompetenz vergeben werden. Der Zug ist dann aber in der Tat schon abgefahren. Man befindet sich in einer Phase im Leben in der man von „Ich möchte eh keine Karriere machen“ in „Zum Glück hab ich nach der Elternzeit wieder meinen Job zurück bekommen/Zum Glück stellen die überhaupt Mütter ein!“ fällt und bis man wieder aus der Kleinkindphase raus ist und man nicht mehr dauermüde ist, fehlen einem plötzlich wirklich Jahre in denen man einfach Führungskompetenz aufbauen hätte können. Schließlich ist man zu alt.

~The End~

[1] Konzepte für echte Fachkarrieren gibt es kaum und wenn es sie in größeren Unternehmen tatsächlich gibt, dann eher auf dem Papier.

[2] auch Angehörigen pflegen, zeitintensive Hobbys, die mit Sorgetragen zu tun haben (Hund, Katze, Pferd) und auch dauerhafte (psychische) Gesundheit…

P.S. Mir ist total klar, dass „Karriere machen“ oft nichts mit sich selbst verwirklichen zu tun hat. Ein entscheidender Unterschied zur Sorgearbeit ist aber das gesellschaftliche Prestige. Den Sätzen „Ich bin Hausfrau“ und „Ich bin Abteilungsleiter“ wird einfach eine ganz andere Wertschätzung entgegen gebracht (von der Bezahlung mal abgesehen…).

Neu: Micropaying-Dienste sind tot. Aber Du kannst mir zwei Kugeln Eis in einem Hipster-Eisladen spenden. Schließlich ist Sommer oder Du kaufst eines meiner (Hör)Bücher, z.B. "Raus aus der Mental Load Falle"

54 Gedanken zu „Ich möchte sowieso keine Karriere machen“

  1. Mir ist die These, wie so viele von Dasnuf, einfach zu einseitig. 1) das böse Patriarchat ist schuld 2) die armen Frauen können nichts dafür, es ist die Kultur/die Sozialisation/böses Mental Load. Die oarmen Mädels.
    Was wurde aus „Believe women?“ – diverse Frauen sagen, sie möchten keine Karriere machen.Im Universum von dasnuf meinen sie das aber tief drinnen selbstverständlich nicht wirklich, wirklich so. Sie glauben nur, dass sie das glauben. Sie würden natürlich „Karriere“ machen wollen, wenn nicht mental load etc…. „Believe women?“ Fehlanzeige.“Interpret what women say until it fits your agenda“ eher.
    Ich habe persönlich alle Versuche meiner Vorgesetzten, mich in Richtung Karriere zu schubsen, über Jahre abgelehnt, nicht wegen dem bösen Mental load, sondern weil mich die Aussicht nicht gereizt hat, mehr Verwaltungsarbeit zu machen, sich mit mehr nervigen Themen herumzuschlagen, immer weiter weg von dem zu kommen, wofür ich den Beruf eigentlich ausgewählt habe. Ich bin doch nicht blöd – das zusätzliche Gehalt wiegt für mich den Verlust an Zeit und Praxisnähe nicht auf, zumal nicht mehr, sondern eher weniger Gestaltungsspielraum vorhanden ist als auf meiner Ebene. Ich sehe, wie meine Vorgesetzten (m/w) für überschaubaren Outcome rödeln, völlig fremdbestimmt, und das hat genau NULL Attraktivität. Kann man mir das bitte glauben und mir nicht tiefenpsychologisch eine Kapitulation vor dem bösen Mental Load, zu wenig Selbstvertrauen oder was auch immer unterstellen? Herzlichen Dank.
    Ich habe im Übrigen eine unbezahlte, ehrenamtliche Vorstandsrolle mit Personalverantwortung in einer Elterninitiative, die an mich herangetragen wurde. Auch hier – irgendjemand muss den Job machen, ich mache ihn sicher gut und engagiert, aber in erster Linie ist er zeitraubend und von Sachzwängen geprägt, die den Gestaltungsspielraum sehr minimieren. Es ist wichtig, dass der Laden läuft, aber, ganz ernsthaft, diese meine Lebenszeit könnte ich anderswo gewinnbringender investieren.
    Den Freiraum, eine „Karriere“ einfach ablehnen zu können, ist etwas, das Frauen tatsächlich eher haben (oder sich nehmen) als Männer. Ich sehe das sehr deutlich an meinem Mann, der seine „Karriere“ auch nicht wirklich angestrebt hat, aber von dem man unausgesprochen erwartete, die Karriereschritte nach „oben“ zu vollziehen (und was auch für ihn bedeutet: kaum mehr Freizeit haben, jeder Menge Sachzwängen ausgesetzt sein, dafür eine Steuerlast von fast 50% für wahnwitzige Projekte, die wir niemals freiwillig finanzieren würden; Steuersenkungen in Italien, anyone?). Und weil die Erwartungshaltung da war, hat er die „Karriereschritte“ eben vollzogen – mit den Vorteilen (mehr neue Erfahrungen, damit mehr neue Kompetenzen, mehr Wissen um eigene Problemlösungskompetenzen, mehr „growth“ im Idealfall, mehr Geld) und Nachteilen (s. oben).
    Ich hingegen haben auf eine Karriere „verzichtet“, mit allen Vorteilen (mehr Zeit, weniger Ärger, weniger Fremdbestimmung) und Nachteilen (weniger Geld, weniger „Neues“, weniger Challenges).
    Man tauscht, wenn man sich für oder gegen „Karriere“ entscheidet, nur ein Set von Vor- und Nachteilen gegen ein anderes; das Wichtige ist, dass man sich bewußt entscheidet und sich nicht in eine Richtung schubsen lässt, weil Frau bwz. weil Mann bzw. weil….

    Ich stimme Dasnuf voll zu, wenn es um die Gestaltung der Arbeitswelt geht – es ist Wahnwitz, sich halb tot zu arbeiten, ob Mann oder Frau. Nachdem wir aber in einer globalisierten Welt leben, ist die Vorstellung, mit einer 30-Stunden-Woche global reüssieren zu können, für mich nicht besonderes realistisch. Wir konkurrieren hier mit Leuten, die von Kindesbeinen an deutlich mehr Zeit in ihren beruflichen Aufstieg opfern, als viele von uns das freiwillig tun (ich in meiner privilegierten Lage darunter) – weil beruflicher Aufstieg materiellen und gesellschaftlichen Aufstieg bedeutet, und da wollen sie hin. Fun fact: meine indischen Freund/innen (Mittelschicht) verlassen überwiegend fluchtartig Deutschland, bevor die Kinder fünf werden, weil sie meinen, dass die Kinder den Wissensrückstand nicht mehr aufholen, der ihnen durch das deutsche Bildungssystem ins Haus steht (nicht, weil sie davon ausgehen, dass ihre Kinder benachteiligt würden, sondern weil sie das deutsche System für nicht leistungsorientiert genug halten). Die chinesischen Freund/innen (ebenfalls Mittelschicht), die hier bleiben, schicken die Kinder am Samstag oder an zwei bis drei Nachmittagen in den chinesischen Unterricht. Niemand, aber auch wirklich niemand, geht davon aus, dass weniger zeitliches Investment in Bildung und Beruf sinnvoll oder möglich sind. Mit diesen Leuten konkurrieren wir hier. Und wir können uns gerne überlegen, wie wir das „gute Leben“ mit weniger Arbeitsstunden pro Woche erreichen, die Frage ist, ob sich das als globalisiertes Land realisieren lässt, ohne weitreichende negative Konsequenzen.

    1. Also „Believe women“ bezieht sich v.a. darauf wenn Frauen von Missbrauch berichten. Das jetzt aus dem Kontext zu reißen, kann man machen, ist aber nicht besonders hilfreich.
      Zumal ich im Text in erster Linie von einer Selbsterkenntnis schreibe und im Text auch steht, dass ich der festen Überzeugung war, dass ich das will und erst über die Jahre verstanden habe, dass ich nicht wirklich eine freie Wahl hatte. An keiner Stelle steht, dass Frauen gezwungen werden keine Karriere machen zu wollen.
      Deutliche Hinweise dafür, dass es um ein Problem geht, dass nicht individuell ist, sondern durch einen bestimmten Rahmen hervorgebracht wird, ist übrigens immer, wenn man die selbe Aussage dem anderen Geschlecht in den Mund legt und es sich seltsam fremd anhört.
      Denn auch wenn es einzelne Männer gibt, die sagen „Ich will keine Karriere machen“, sind es eben v.a. Frauen, die das sagen. Das mal am Rande.
      Dass Karriere machen nicht mit Selbstverwirklichung gleichzusetzen ist, steht auch im Text. Aber gut, man kann natürlich nochmal ausführlich in einem Kommentar darauf eingehen und es so darstellen, als hätte ich Karriere machen als eine unproblematische, grundsätzlich erstrebenswerte Sache dargstellt.

  2. Ich höre den Satz „ich will eh keine Karriere machen“ eigentlich nur von anderen Müttern. Ich dachte so nie, denn ich selbst hatte Karriere gemacht! Vor meinem 30. Geburtstag hatte ich mein Karriereziel erreicht. Und dann lernte ich meinen Traummann kennen und dachte mir: Warum nicht beides, Kind UND Karriere?“ Mit der Geburt meines 1. Kindes wurde meine Stelle an einen anderen Standort verlagert und ich kehrte nach 18 Monaten Elternzeit in Teilzeit in ein neues Projekt zurück. Dann kam Kind 2 (und ich war vor Mental Load so fertig dass ich dann „freiwillig“ 24 Monate zuhause blieb). Ich bin dann trotz Mental Load wieder zurück in den Job, denn ich hasste das Mutter&Hausfrauen-Dasein wie die Pest. Und ich hatte das Gefühl, dass„frau“ ein Kind nur wenn sie erwerbstätig ist in die Krippe geben darf. Aber doch nicht zur Erholung! Zur Erholung stieg ich also mit 15 Stunden in der Woche wieder ein und verdiente so viel Geld, dafür müssen andere Vollzeit arbeiten. Allerdings pendelte ich jetzt einfach 75 Minuten von Haustür bis Büro, denn wir hatten ein Haus auf dem Lande gebaut. Nach einem Jahr Teilzeit-Arbeiten kam die Große in die Schule und meine ganze Familienorganisation fiel wie ein Kartenhaus zusammen, denn in Baden-Württemberg gibt es auf dem Lande nur Grundschulen bis 14 Uhr. Also begann ich um 5 Uhr aufzustehen, damit ich um 7 Uhr am Schreibtisch saß. Mein Ehemann übernahm morgens die Kinder, außer er hatte Termine. Aber irgendwann erkannte ich, dass mit 15 bis 20 Stunden in der Woche plus 9 bis 10 Stunden Pendeln ich mich anstrengen konnte wie ich wollte (ich/wir war(en) die effizienteste Person/Familie die ich kannte), ich wurde niemandem mehr gerecht. Meinem Job nicht, meinen Kindern nicht und mir selbst nicht. Ich gab erschöpft auf. Jetzt arbeite ich wohnortnah, verdiene 10.000 € im Jahr weniger und arbeite dafür 4,5 Stunden pro Woche mehr und sage: Karrieretechnisch bereue ich, dass ich Kinder bekommen habe, ansonsten bereue ich nichts.

  3. Ich würde noch gerne die Karriereberatung von Heiko Mell auf Ingenieur.de empfehlen. Ich denke da gibt es viele Anstöße, das System Unternehmen/Arbeitgebende/Vorgesetze zu verstehen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

  4. Wie immer sehr kluge und wichtige Gedanken zu dem Thema.
    Ich finde allerdings, man sollte sich trotzdem Gadanken darüber machen, ob „Karriere“ wirklich das Non-Plus-Ultra-Ziel aller Menschen ist bzw. sein sollte… Frau Nessy greift das auf ihrem Blog auch ganz gut auf. Eigentlich sollte es doch um die persönliche (Weiter-)Entwicklung gehen bzw. sollte jede*r einen Job haben, der ihr*ihm Spaß macht, die Brötchen und Altersvorsorge sichert und sich mit der persönlichen Care-Arbeit vereinbaren lässt. Für mich heißt das z.B., dass ich weder Abteilungsleiterin werden will noch sonst wie „höher gestellte“ Arbeiten erledigen möchte. Ich mag meine Arbeit als „schnöde“ Entwicklungsingenieurin wirklich gern.
    Und ich finde es auch ziemlich furchtbar, dass oftmals Personen mit Führungsaufgaben betraut werden, die das zwar nicht können, aber das macht man halt so, wenn man xyz Jahre in der Firma gearbeitet hat… Ich bin der Meinung, wir sollte alle wegkommen von diesem Gedanken, dass man in seinem Leben irgendeine wie auch immer geartete „Karriereleiter“ erklimmen sollte, damit man was erreicht hat im Leben. Wir sollten viel mehr den Fokus darauf setzen, was jede*r persönlich braucht, damit es ihr*ihm jetzt und später gut geht und wie das erreicht werden kann.

    1. Ich habe den Artikel von Frau Nessy auch gelesen und stimme Dir zu.
      Karriere ist oft sehr einseitig gedacht. Es geht ums Verantwortung übernehmen, Weiterentwickeln und Wachsen. Aber genau da zögern viele, wenn die Verantwortungslast im Privaten dauerhaft hoch ist.
      Und wie Du sagst: den Pfad nach oben nehmen dann nicht die, die es am besten können, sondern die, die den meisten Zeitinvest einbringen können. Das ist am Ende auch für die Unternehmen nicht sinnvoll.

    2. Auch wenn der Artikel und der Kommentar schon ein bisschen älter ist, möchte ich das unterschreiben.
      Ich habe in meinem Bereich auch null Interesse an „Karriere“ und Aufstieg, weil ich dafür die tatsächliche Forschung aufgeben müsste und stattdessen überwiegend Verwaltungs- und Personalführungsaufgaben übernehmen würde. Das weckt kein Interesse bei mir und ich knie mich lieber in die fachlichen Fragestellungen.

  5. Führungsverantwortung bekommt man in der Regel unter 30. Also bevor die meisten Menschen Eltern werden. Daher denke ich das Kinder nicht so sehr ein Faktor sind. Überhaupt in Betracht gezogen zu werden von Vorgesetzten, ist glaube ich eher das Problem.

    1. Durchschnittliches Alter beim 1. Kind ist in Deutschland 31,2 Jahre.
      Wie so oft wird es keine monokausalen Zusammenhänge geben und es ist ein „und“ nicht ein „entweder/oder“.

      1. Das der Alterszeitpunkt zusammen fällte könnte ja auch meine These stützen. Trotzdem glaube ich auch das es viele Zusammenhänge gibt, sehr den Schwerpunkt halt eher am „Wer fällt dem Chef als erstes ein wenn er einen Posten besetzten muss“

    2. Da würde mich jetzt etwas Hintergrund interessieren. Von welcher Branche reden Sie? Im öffentlichen Dienst ist es definitiv nicht so, aber da ist vielleicht die Altersstruktur etwas, nun, älter.

      1. Am besten kenne ich technische Branchen. Im öffentlichen Dienst würde Stationsleitung im KKH oder Gruppenleitung im Kindergarten einfallen. Die da wird man auch recht jung herausgefordert oder man wagt den Schritt bis zur Rente nicht.

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