Jesus möchte, dass du dich liebst (und die anderen auch!)

Am Wochenende hatte ich im Zug die Gelegenheit endlich mal wieder einige Scobel-Sendungen anzuschauen. Ich bin, seit ich denken kann, großer Scobel-Fan. Meine ganze Uni-Zeit, habe ich damit verbracht Kulturzeit zu schauen und jedes Buch zu kaufen und zu lesen, das Scobel irgendwo im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorgestellt und gelobt hat. Ich war immer ein wenig empört, dass er mit Susanne Fröhlich (damals) und nicht mit mir zusammen war.

Na gut, ich hab auch die erste Staffel Big Brother und alle Talkshows, die damals so liefen, geschaut – aber Scobel, den hab ich wirklich sehr verehrt.

Bei Bärbel Schäfer fiel mal der für mich unvergessene Satz zum Thema Partnerwahl: „Der Mann, der wo mich lieben tut, müsste sauber sein und klug.“ Das trifft auch meinen Männergeschmack sehr. Kluge Männer finde ich überaus sexy. Kluge Männer, die gleichzeitig lustig sind – sexier geht’s quasi kaum.

Jedenfalls, durch die Kinder bin ich kaum noch zum Fernsehen gekommen und wenn ich schaue, dann ganz bestimmt nicht „live“, wenn etwas ausgestrahlt wird und so bin ich dann zu den Streaming-Diensten gekommen – denn aus irgendwelchen Gründen, steuere ich die Mediathek nicht so selbstverständlich an, wie einen Streaming-Dienst.

Zumal die Mediatheken mit ihrem Depublikationszwang und anderen Marotten echt nerven. Die 3. Staffel der Brücke beispielsweise kann man nur nach 22 Uhr anschauen.

Seit ich aber die MediathekView benutze und den Scobel-Newsletter abonniert habe, lade ich mir interessant klingende Sendungen runter und schaue sie tatsächlich an. Sehr zum Wohle meines Gehirns, wie mir scheint.

Die Scobel-Sendungen gehören dazu und da speziell neulich „Die Lust der Frau„. Ich hatte erst versucht die Sendung im Zug zu schauen, aber da es um Sex geht, brauchte es anscheinend softporneske Einspieler und meine Sitznachbarin schaute immer ganz pikiert. Also habe ich das Bild in den Hintergrund verschwinden lassen und die Sendung als Podcast gehört, was man wirklich sehr gut machen kann.

Geladen waren Ann-Marlene Henning (Paar- und Sexualtherapeutin), Susanne Schröter (Ethnologin) und Ulrich Clement (Paar- und Sexualtherapeut), denen ich gerne viel länger als die 60 Sendungsminuten gelauscht hätte.

Jedenfalls beim Hören fiel mir wieder ein seltsamer Umstand auf. Es fiel immer wieder die Bemerkung, dass der beste Lustgarant sei, dass man sich selbst akzeptiert und kennt. Das klingt ziemlich banal, aber es scheint da ein riesiges Problem zu geben – v.a. bei Mädchen und Frauen. Irgendwie ist es sehr unschick sich selbst zu lieben und sich toll zu finden.
Es gibt immerhin eine ganze Industrie, die sich darauf spezialisiert hat, mir zu sagen, was ich kaufen und auf mich schmieren könnte, um schöner zu sein und die mich kontinuierlich darauf hinweist, welche Fehler ich habe, von denen ich womöglich noch nicht mal wusste (FRIZZ! zum Beispiel).

Ein geflügeltes Wort bei mir zuhause war z.B. auch immer „Machst du dich schön, damit wir mal ein Foto machen können?“
Ich habe nie verstanden, warum ich nicht ausreichend schön für ein spontanes Foto bin und warum ich mich für alle möglichen Anlässe erst schön machen musste – was ab einem gewissen Alter tatsächlich hieß: etwas „besonderes“ anziehen, Haare irgendwie stylen, schminken.

(Tatsächlich schminke ich mich gerne und ich mag auch Nagellack und Kleider – es widerstrebt mir nur, dass ich ohne diesen Schmuck nicht ausreichend [schön] bin)

Besonders exzessiv bin ich in meiner Pubertät nie Modetrends hinterher gehechelt. Ich hatte aber wechselnde Komplexe. Kinn zu spitz, Nase zu groß, Haut doof und natürlich war ich immer zu dick. Immer nur ein bisschen. Es war auch ganz normal, dass meine Mutter Diät gemacht hat. Bis ich 28 war, wog ich sehr konstant um die 57 kg. Ich habe dann irgendwann mal gelesen, mein Idealgewicht läge bei meiner Größe bei 61 kg und mich gegruselt, wie ich dann wohl aussehen würde. 61 kg! Unvorstellbar.
Darüber muss ich jetzt sehr lachen. Denn würde ich 61 kg wiegen, wäre ich wirklich sehr dünn.
Egal, es war jedenfalls total normal nicht mit mir zufrieden zu sein, es war normal Sport zu machen, um meinen Körper zu optimieren und es war normal wochenweise wenig zu essen, um wieder auf ein bestimmtes Gewicht zu kommen. Ich hab nie an mir herunter geschaut und gedacht: Wow, tolle Brüste sondern immer nur nach den Fehlern gesucht.

Dann wurde ich selbst Mutter und irgendwie gab es dann wichtigeres als meinen Körper doof zu finden und als ich mich dann mit diesem Thema mehr befasst habe (Quelle: Internet!) und eine eigene Tochter bekam, wurde mir klar: ich will das so nicht vorleben.

Ich möchte nicht, dass meine Kinder Kalorientagebücher führen, so wie ich es getan habe und sich einen Großteil ihres Lebens damit beschäftigen, ob sie irgendwelchen gerade modernen Schönheitsidealen entsprechen. Was für eine verschwendete Lebenszeit!
Was hätte aus mir werden können, wenn ich mich in der selben Zeit mit Quantenphysik, Programmiersprachen oder Alternativen zu Verbrennungsmotoren beschäftigt hätte?

Jetzt bin ich 40 und ich merke, dass mein Körper wirklich kontinuierlich altert und zwar ganz anders als noch mit 30. Die Haare werden grau, Falten sehe ich auch ohne Brille, wenn ich nach 24 Uhr ins Bett gehe, sehe ich aus als hätte ich 2 Wochen durchgefeiert. Mein Gewicht steigt kontinuierlich und es passiert nicht selten, dass andere Frauen glücklich Fotos von ihrem Bauch posten und darunter schreiben: „SSW 24!“ und ich denke: „Jo, so sieht mein Bauch auch aus – nur ohne Baby.“

Das Erstaunliche: Das alles wird mir zunehmend egaler. Ich schminke mich nicht mehr jeden Tag, ich ziehe keine Schuhe mehr an, die unbequem sind (egal wie schön sie sind), ich ziehe an, was mir gefällt – auch wenn die Sachen nicht „altersgemäß“ (Rock zu kurz?) oder schmeichelnd (man sieht eben den Bauch…) sind.
Was noch erstaunlicher ist: Ich mag mich so wie ich bin. Jedenfalls die allermeiste Zeit. Ich stehe morgens ungekämmt vorm Spiegel und denke: „Ach, du siehst doch eigentlich ganz schön aus.“ und dann freue ich mich, dass ich gesund bin, dass mir in der Regel nichts weh tut und ich mit meinem Körper machen kann, was ich will.

Das klingt vielleicht komisch, aber gerade letzteres habe ich zu schätzen gelernt. 2014 wurde ich bescheiden, da habe ich gelernt, dass es schön sein kann, Treppen steigen zu können oder dass es sich toll anfühlt, kräftig genug zu sein, einen Tisch zu verschieben.

Ich frage mich, ob das vielleicht auch alles kommt, weil ich mit 40 ohnehin an kein Schönheitsideal mehr ranreichen werde – egal wie ich mich bemühe. Hopfen und Malz ist verloren, das Kind ist in den Brunnen gefallen! Wie 20 werde ich nie mehr aussehen. Bestenfalls von hinten, wenn man ohne Brille auf mich schaut, wenn ich 15 kg abnehme und 4 mal die Woche Sport mache.

Ich meine auch, dass tatsächlich die Freundinnen in meinem Freundeskreis, die schon sehr nah an den gängigen Schönheitsidealen dran waren, immer viel mehr mit ihrem Äußeren gerungen haben, als diejenigen, die davon weiter entfernt waren. Die haben irgendwann einen Cut gemacht und sich gesagt: „So bin ich eben und damit werde ich jetzt leben.“ Und ich meine, diese Freundinnen sind tatsächlich dauerhaft zufriedener mit sich und ihrem Leben.

Um auf die ganz oben genannte Scobel-Sendung zurück zu kommen. Scobel fragt irgendwann, was frau denn tun kann, um guten Sex zu haben und die Sexualtherapeutin lacht und sagt sinngemäß: Sie muss sich kennen und mögen und leider, leider ist das bei den meisten Frauen nicht so.

Und das ist doch sehr traurig, oder?
Ich mag mich, ich lobe mich sogar gelegentlich und ich bin nicht sauer, wenn die Kinder Witze über meinen Bauch machen. Sie sollen lernen, dass man sagen kann: Du hast einen dicken Bauch ohne dass das wertend ist. Es ist ja die Wertung dahinter, die macht, dass sich manche von so einer Aussage angegriffen fühlen. Es ist ja so – v.a. im Vergleich mit dem Bauch der Kinder habe ich einen dicken Bauch. Aber dick ist kein Schimpfwort sondern einfach eine Beschreibung. Ich hoffe, sie lernen das und fühlen das dann auch so.

(Deswegen habe ich auch meinen Humor in Sachen Tweets verloren, die nach dem Prinzip funktionieren: Mama, du hast einen dicken Po/Falten/du bist alt – Schade, jetzt muss das Kind schon so früh ausziehen…
Solche Tweets bzw. Sprüche reproduzieren ja nur diese mangelnde Selbstliebe)

Es gibt also mehrere Dinge zu tun. Zum Beispiel kann man damit anfangen, sich selbst gut zu finden. Den Fokus von den vermeintlichen Makeln wegnehmen und sich einfach erlauben, sich gut zu finden und gut zu fühlen.
Und dann kann man das auch anderen erlauben: Menschen, die sagen, dass sie sich mögen oder Dinge gut können, einfach nicht mehr unbescheiden, arrogant oder eingebildet finden – sondern sich freuen, dass es jemanden trotz aller gesellschaftlichen Widrigkeiten gelungen ist, sich zu mögen. Und zu allerletzt: Die Mitmenschen einfach mögen und akzeptieren wie sie sind. Egal, ob groß, klein, dick, dünn, mit Beinhaaren, Bärten, Brillen, langen Haare, ohne Haare, mit grauen Haaren, engen Hosen, ohne Hosen oder in Kleidern. Das habe ich auch erst lernen müssen.

Mindestens Jesus würde sich freuen!

P.S. Mein Geheimtipp für mehr Selbstliebe: Keine Frauenzeitschriften lesen (on- und offline), kein Privatfernsehen anschauen, sich von Drogerien und Werbung fernhalten – andere für sich einkaufen lassen. Dann bekommt man ein Shampoo für 1,29 Euro, das die Haare reinigt und steht nicht vor einem Regal, das einen fragt: Sind deine Haare dünn? Glanzlos? Fallen sie aus? Haben sie zu wenig Volumen? Sind sie zu dick? Die Locken zu stark? Zu platt? Geschädigt? Hast du Frizz???

Ach ja und sich unbedingt zeitintensive Hobbys oder Kinder zulegen.

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

222 Gedanken zu „Jesus möchte, dass du dich liebst (und die anderen auch!)“

  1. Interessant, dass Du hier das zweite Gebot als Aufhänger nimmst. Kommt zwar im Text nur ein Mal vor, aber trotzdem sehr interessant. Und es stimmt. „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst“ wäre eine Aufforderung zum Genozid, wenn wir uns nicht selber lieben könnten. Vielleicht als Ergänzung noch folgendes aus dem AT, vom Ende der Schöpfungsgeschichte: „Und Gott sah an Alles, was er erschaffen hatte, und siehe, es war sehr gut“. Dieses „sehr gut“ ist auch für Dich gemeint.

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  2. Jep! Toller Text zu einem superwichtigen Thema! Kann diese Abwertung besonders unter (jüngeren) Frauen auch kaum ertragen und ernte oft irtitierte Blicke wenn ich mal was dagegen halte. Die Absurdität prima auf den Punkt (und wie immer äußeres lustig bringt) es auch Amy Schumer mit diesem clip rüber : https://m.youtube.com/watch?v=hzlvDV3mpZw

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  3. Ich lese gerade ein bisschen Ray Kurzweil und musste hier schmunzeln:
    „Was für eine verschwendete Lebenszeit!
    Was hätte aus mir werden können, wenn ich mich in der selben Zeit mit Quantenphysik, Programmiersprachen oder Alternativen zu Verbrennungsmotoren beschäftigt hätte?“
    Was wohl ein computer-aided Brain später macht? Können sich Heranwachsende nach der Singularität noch intensiver mit Ihrem Körper und dem Zubehör beschäftigen?
    Ufff. :D

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  4. Ja, wunderbar. :-)
    Und was mache ich, wenn der Tag suboptimal, die Stimmung nicht gehoben und dann noch die missbilligenden Blicke der anderen sind, die ich dann besonders wahrnehme. Oder wenn die Ärztin sagt: Sie müssten aber ein wenig weniger werden…
    Wir sind vom Blick der anderen geprägt und abhängig. Solange ich alleine mit mir bin, mag ich mich sehr. :-)

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  5. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich mich als Kind sehr fremdgeschämt habe bei dem Rolf Zuckowski-Lied „….und ganz doll mich“. Ich hab immer gedacht: „die können doch nicht einfach singen, dass sie sich selbst ganz doll mögen, das macht man doch nicht!“ Meine Tochter (4) dagegen sagte letztens: „Weißt du wen ich am allermeisten mag? Mich selber.“ Es gibt also noch Hoffnung, vielleicht kann ich von ihr lernen. Danke für den Text und fürs dran erinnern!!

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  6. „Was für eine verschwendete Lebenszeit!
    Was hätte aus mir werden können, wenn ich mich in der selben Zeit mit Quantenphysik, Programmiersprachen oder Alternativen zu Verbrennungsmotoren beschäftigt hätte?“

    Genau! Ich hab mal ausgerechnet: Nur eine einzige Stunde „Selbstverschönerung“ (Haare, Schminken, Hautpflege allgemein, Hände/Nägel…) summiert sich über 40 Jahre Frauenleben mit dieser Praxis auf 608 ganze Tage bzw. 1,66 Lebensjahre!!!

    Als gäbe es nichts Besseres, Interessanteres, Spannenderes, Erfüllenderes zu tun…

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    1. Dann scheint die Selbstverschönerung nur aus gesellschaftlichem Drang zu geschehen. Ich finde die einzige Zeit als Verschwendung die man darüber grübelt dass es Zeitverschwendung ist oder sein könnte.
      Ich will Freude an meinem Leben haben. Heute lackier ich mir die Finger. Und weil ich mir Zeit dabei lasse und geübt binhält das auch ne Woche. Dann kann ich morgen lesen. Oder Videospiele spielen. Oder Unkraut jäten. Oder Musik machen. Oder einfach mal ne Runde schlafen.
      Ich hab aufgehört mich zu Fragen ob ich die Zeit nicht sinnvoller hätte nutzen können.

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  7. Sehr sehr schöner Text!
    Ich habe auch gelernt, mich zu mögen, wie ich bin. Natürlich freue ich mich, wenn ich im Rahmen meiner Ernährungsumstellung auch ein paar Kilos verliere, aber mein Denken kreist nicht darum.
    Der Tipp mit dem zeitintensiven Hobby ist ein sehr guter, aber es muss ein Hobby sein, in dem man Leute kennenlernt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Anerkennung und die Freundschaft anderer Leute das Selbstbewusstsein enorm puscht nach dem Motto – der mag mich, egal wieviele Kilos die Waage anzeigt.

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    via facebook.com

  8. Die Scobel Verehrung kann ich nicht nachvollziehen. Widerlicher Typ, schleimig und schmierig, noch schlimmer als Willemsen. Der Text grandios wie immer, trotzdem man muss sich nicht gesellschaftlichen „Zwängen“ unterwerfen. Ein bisschen liegt es schon auch an einem selbst. Übrigens habe ich neulich gelesen, dass die meisten Teenager GNTM durchaus als das begreifen was es ist, nämlich seichte Unterhaltung, fernab der Realität.

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  9. Danke für den Text!
    Diesen Zustand hab ich glücklicherweise schon mit etwa 25 erreicht und ich hoffe sehr, dass ich meiner Tochter ein entspanntes Verhältnis zum Körper vorleben kann und werde.
    Das Leben ist dadurch doch sehr viel einfacher und schöner. ;-)

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  10. Viel dreht sich ja auch um die Außendarstellung und hier fand ich folgenden „Long Read“ geradezu augenöffnend:
    http://waitbutwhy.com/2014/06/taming-mammoth-let-peoples-opinions-run-life.html

    Wenn man keine Lust auf den ganzen Artikel hat einfach mal zu „Step 2“ scrollen und die zwei Bilder zum Thema „Everyone is talking about me and my life“ ansehen. „Smombies“ wie wir alle sind, merkt im Zweifelsfall kein Mensch auf der Straße ob die Schuhe auch zum Kleid passen oder man sich die Beine rasiert hat.

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  11. Danke, ich habe mir das mit der MediathekView gleich angesehen und die Scobelsendung auch. – Ich war noch längere Zeit „uneinsichtig“ gegenüber meinem Körper und meinem Gewicht. Bis 60 gestattete ich mir bei 170 cm Länge nicht mehr als 58 kg. Doch dann hörte ich auf zu rauchen und wurde nachgiebiger. Jetzt steht vorn eine 7 und ich fühle mich trotzdem wohl.
    Danke für diesen Artikel!

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      1. Dabei ist es meiner Erfahrung nach eher so, dass Menschen, die sich selbst mögen, im Umgang oft unkomplizierter sind. Weil sie sich nicht schnell angegriffen fühlen oder auch „nur“ in Frage gestellt, und weil sie daraus resultierend offener sagen, was sie denken und fühlen.

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  12. ach, ich wünschte diese erkenntnisse könnten als natürliche anlage in den genpool geschmuggelt werden und alle würden sich von beginn an so fühlen! es wäre eine bessere welt …

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  13. Sehr toller Text!
    Mir geht es genau so und ich wünschte einige dieser Erkenntnisse einfach etwas früher gehabt zu haben (so mit 16 oder so). Wahrscheinlich ist es aber so, dass erst bestimmte Ereignisse, wie Krankheiten (bei einem selbst oder im Umfeld) oder Sterbefälle oder einfach maßgebliche Veränderungen im Leben, den Perspektivwechsel bringen. Dann merkt man plötzlich auch, wie unwichtig so was wie Schönheit ist.
    Oder wenn man sich mal anschaut, wen man selbst gerne mag: Das sind ja auch nicht alles Schönheiten im momentan anerkannten Sinne und wenn deren Haare mal nicht sitzen, könnte es mir egaler nicht sein.

    Aber dann kommt so ne Kröte wie Kate Moss und sagt sowas wie: „Nothing tastes as good as skinny feels.“ und so’n Schrott bleibt im Kopf hängen. Und alle GNTMs klimpern mit den Wimpern dazu, während eine Jury befindet, sie seien ja doch noch etwas moppelig. Und die Dickeren sind weiterhin eher die Ulknudeln, über die man lacht, oder die besten Freundinnen, in die sich niemand verliebt, es sei denn sie nehmen ab.
    Und „Zack“ sind unsere Töchter wieder in der Schönheits-Falle.
    Das ist noch ein weiter Weg.
    Drum freu mich über deinen Post. Sehr.

    Übrigens: Was ich auch nicht mehr lesen möchte: Tweets die auf: „sie ist hübsch, sie wird durchkommen“ enden. #schönaberblöd #gehtgarnicht

    Liebste Grüße

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  14. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  15. toller text! grossen dank dafür <3

    (und ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich frauenbiographien in themen und entwicklungen ähneln…..)

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  16. Das ist ein sehr schöner und wahrer Text und ich finde mich in allem wieder, inklusive der Scobel-Verehrung. Diese Sexualstunde bei ihm fand ich aber sehr banal. Es wurde doch ständig die weibliche Sexualität mit der männlichen abgeglichen oder nicht? Hab später eingeschaltet, war aber das erste, was mir auffiel.
    Den Rest über Selbstliebe unterschreibe ich sofort, bin aber nicht da angekommen, wo Du bist. Das schaffe ich nur mit meinen Kindern, nicht mit Erwachsenen. Sohn letztens: „Mama, Du hast so einen dicken, fetten Bauch“. Und ich war nicht beleidigt (wirklich) und sagte „Ja, ich habe einen dicken Bauch!“ Hey!

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  17. Super geschrieben! Nach meinem letzten Almased-Versuch ist mir endlich aufgegangen, dass ich meinen Körper, der mich jetzt 40 Jahre durchs Leben trägt, mir zwei gesunde Kinder geschenkt hat und auch sonst nie irgendwelche Probleme gemacht, NICHT hasse und ihm solche Torturen in Zukunft ersparen werden. Ich bin vollkommen o.k.! (ein Besuch im Schwimmbad ist übrigens auch heilsam – sofern man sich dann nicht die Teenies, sondern die nahezu altersgleichen Muttis anschaut ;) )

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  18. Ich wünschte, diese Botschaft könnte man den jungen Mädchen irgendwie vermitteln. Aber wahrscheinlich müssen sie selbst erst 40 werden :-( Ich drucke es trotzdem aus!

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    1. Ja, das wünschte ich auch. V.a. wenn ich diese Internet-Trends sehe wie #A4Waist oder das die Knie hinter ein iPhone passen sollen oder dass Brüste jetzt unerwünscht sind (etc.) Grauenhaft ist das.

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  19. Darf ich eine Idee haben? Sich selbst täglich zu fotografieren kann meiner Erfahrung nach auch sehr helfen. Man gewöhnt sich – im besten Sinne – an sich selbst. Ich meine: Wie soll man sich selbst gut finden, wenn man täglich x Fotos von Models sieht und dann vielleicht ein oder zweimal beim Am-Spiegel-Vorbeigehen sich selbst? Kann doch nur schiefgehen.
    (In anderen Worten: Sich selbst mal ansehen, sich wohlwollend ansehen ist vieleicht kein schlechter Trick und zB ein tägliches 609060-Selfie ein guter Anlass.)

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    1. Das stimmt tatsächlich. Ging mir auch so. Guter Tipp. Man braucht dafür dann nur das richtige ermutigende Umfeld. Andernfalls kommen dann so Kommentare wie: Patricia, du hast so ein schönes Gesicht, mach doch mal bitte Sport!

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  20. Genau so!

    Mir wird für immer im Gedächtnis bleiben, wie meine Freundin ZWEI Wochen nach der Geburt ihres Kindes über ihren Körper jammerte. „Na da in der Zeitung, dieses Model da sieht auch schon wieder top aus!“ und zeigt auf das Frauenhochglanzmagazin.

    Ich habe die Zeitschrift in den Müll befördert.

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