Im Gegensatz zu meinem Körper dürfen meine Worte Gewicht haben

Verwelkt
Verwelkt – wenn man nicht Schneewittchens Stiefmutter ist, muss man irgendwann damit klar kommen. Foto @Free-Photos auf Pixabay

Im Zeit Magazin habe ich vor einigen Wochen den Artikel „Botox – eine glatte Lüge“ gelesen.

Die Autorin Diana Weis beschreibt dort ihre Kapitulation vor dem ausdauernden Druck schön, jung und perfekt sein zu müssen und schildert warum sie sich dafür entschieden hat, sich botoxen zu lassen:

Verstehen Sie mich nicht falsch: Es ist eine Zumutung, als Frau immer schön, jung und elastisch sein zu sollen. Noch perfider ist allerdings die Forderung, diesen Zustand auf ganz natürlich Weise und ohne den Einsatz wirksamer Hilfsmittel herzustellen.

Ihre Lösung ist es deswegen diesen Zustand eben nicht natürlich sondern durch Botox herzustellen.

Botox hilft nicht nur gegen Falten, sondern lässt gestresste Frauen entspannt aussehen und verhindert offenbar auch das Resting Bitchface.

Letzteres scheint v.a. hilfreich für Frauen in Machtpositionen zu sein, bei denen offenbar nicht zählt, was sie leisten, sondern ob sie dabei lieblich aussehen:

Während Männer in Machtpositionen durchaus ernst oder streng dreinblicken dürfen, wird dies Frauen jeglichen Erfolgsgrades nicht zugestanden. Das kann im Alltag sehr anstrengend sein. Botox nimmt ihnen die Verantwortung für den eigenen Gesichtsausdruck ein Stück weit ab.

Der Text hat mich unendlich traurig und zugleich ratlos gemacht.

Einerseits halte ich es wie Frau Vrouwel: Jede Frau soll mit ihrem Äußeren machen, was ihr gefällt. Achselhaare rasieren oder nicht, Fake Lashes, Tatoos, schminken, Glatze, Leo-Stoffe lieben (wir sprachen in der letzten Weisheit darüber), Leggins tragen oder eben gar nichts von all dem – whatever.

Wenn jemand möchte, dann soll er/sie sich botoxen.

Die unendlich schwierige Frage ist eher: Warum möchte das jemand?

In der wahnsinnig tollen BBC Kurzserie Fleabag (z.B. auf Amazon Prime zu sehen), geht eine meiner Lieblingsszenen wie folgt: Fleabag und ihre Schwester sitzen in einem Vortrag einer renommierten Feministin. Es geht um gesellschaftliche Schönheitsideale. Die Rednerin fragt als Warmup ins Publikum: „Wer von Ihnen würde zwei Jahre ihres Lebens für den perfekten Körper opfern?“

Fleabag und Schwester haben die Arme schneller oben als die Kamera auf sie schwenken kann. Alle anderen schauen entsetzt in ihre Richtung und schütteln den Kopf. Darf man als Feministin einem Schönheitsideal nachhecheln?

Ganz ehrlich, ich hätte mich auch gemeldet. So bitter und widersprüchlich das zu meiner inneren Haltung ist.

Deswegen verstehe ich die Zeit Magazin Autorin, die sich für den vermeintlich leichteren Weg gegen das Altern entscheidet.

Dennoch – es ist so viel im Argen. Neulich war ich z.B. mit meinen Kindern auf einer Veranstaltung, bei der wir uns mit Namen und Alter vorstellen sollten. Die Hälfte der anwesenden Frauen druckste um die Altersaussage herum, die andere Hälfte sagte sowas wie „Ü30“ oder lachend „deutlich Ü30“.

Lediglich die 28jährige, sagte: „Ich bin 28“.

Wenigstens das kann ich. Einfach sagen: „Ich bin 42.“ ohne peinlich berührt zu sein.

Ebenfalls im Zeit Magazin las ich neulich den Artikel „No Sports„, der angeteasert wird mit den Worten:

Unsere Art-Direktorin hat keine Lust, ihren Körper zu optimieren. Sie will nicht kämpfen, sondern einfach nur gut leben.

Schon da möchte ich rufen: OH GOTT JA! Ich auch verdammt!

Die Autorin Jasmin Müller-Stoy schreibt:

Ich treibe keinen Sport, nicht ein bisschen. Aber nicht aus Prinzip – es fehlt mir schlichtweg die Zeit. Beziehungsweise: Es ist einfach nicht meine Priorität. Ich habe zwei Kinder im Kita- und Schulalter, arbeite tagsüber, und wenn ich abends heimkomme, will ich Zeit mit meiner Familie verbringen, ohne Joggen und Sit-ups. Wenn ich dann nicht zu müde bin, schaffe ich es noch, die Folge einer Serie zu schauen oder in einem Buch zu lesen. Oder ich treffe mich mal zum Essen oder gehe ins Kino. Das ist mir alles anstrengend genug. Ins Schwitzen komme ich dabei allerdings nicht.

So geht es mir auch. Zwei Kinder, der Job, der Haushalt und alle sonstigen Verpflichtungen. In meiner Freizeit will ich v.a. eines: meine Ruhe.

Mit meinem Körper habe ich verschiedene Phasen durchlebt. Bis ich 28 war, war ich superschlank und fit und konnte wirklich den letzten Schrott essen ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen.

Manchmal stand ich auf der Waage und stellte mir vor, wie unfassbar DICK ich sein würde, wenn ich mit 1,68 m wirklich mein Idealgewicht von 62 kg hätte und sorgte mich, ob ich dann noch einen Typen abbekommen würde.

Ich hörte auf zu rauchen, nahm gut 10 kg zu, bekam ein Kind, hungerte mir die überschüssigen Kilos nach der Geburt wieder ab,  bekam noch ein Kind, machte wieder Diät und machte regelmäßig Sport.

Dann bekam ich meine Herzmuskelentzündung und seitdem habe ich Scheu Sport zu machen (so richtig Spaß hat es mir körperlich nie gemacht, ich mochte lediglich das drumherum wie z.B. die Zombie Run App) und ganz offen gesagt: ich hab auch einfach gar keine Lust.

Ich habe immer wieder Phasen in denen ich nach der Arbeit innerhalb von 3 min auf dem Sofa einschlafe und dann um 21 Uhr nachdem die Kinder im Bett liegen und die Küche halbwegs aufgeräumt ist, wieder.

Alle zwei Wochen sind die Kinder beim Vater und da schaffe ich es dann sowas wie meinen Hobbys nachzugehen und nicht schon immer am frühen Abend einzuschlafen. Sport hat da keinen Platz.

Bevor ich 40 wurde, habe ich mich übrigens scheiden lassen und hatte eigentlich gar keine Lust jemals wieder eine langfristige Beziehung zu führen.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch aufgehört regelmäßig zu diäten. Ich hab alle meine Klamotten Größe 38 und kleiner an eine Freundin weitergegeben und mir einfach neue Klamotten in L und XL gekauft.

Irgendwie war ich es so satt. Die anschließende Erleichterung war phänomenal. Keine Relikte mehr im Schrank, die bei jedem Öffnen rufen: Hier kannst du dich vielleicht nochmal reinhungern! Was sind schon 5 kg?

Ich habe es mir auch so erklärt: So lange man noch nah am Jugend-, Schönheits- und Schlankheitsideal ist, sind Abweichungen schmerzhaft. Mit einigen Tricks, ein bisschen Diät und Schminke robbt man sich dann weiter an den Idealzustand.
Dann wird man 40 und älter und irgendwann sind es nicht fünf graue Haare sondern so viele, dass man sie nicht zählen kann und so viele Falten, dass man sie nicht wegschminken kann.
Dieser Übergang tut kurz weh und dann ist man zu weit weg von diesen Magazin-Schönheitsansprüchen und dann ist es einem (weitgehend) herzlich egal.

Ich habe immer wieder Rückfälle – zu dick, zu faltig, zu viele weiße Haare etc. pp – die Sozialisation wirft man eben nicht einfach über Bord.

Grundsätzlich habe ich aber für mich beschlossen, dass ich nicht durch mein Äußeres sichtbar sein muss.

Journelle hat zu diesem Thema (ebenfalls aufsetzend auf den Botox-Artikel) einen tollen Artikel geschrieben: Sichtbarkeit einfodern

Sie fragt:

Was für ein Ausmaß an Unterwerfung und Resignation offenbare ich, wenn ich mit einer Nadel voller Nervengift in der Stirn sage: „Es geht leider nicht anders. Wenn Du in unserer Welt wahrgenommen werden willst, musst Du den Männern gefallen.“

Weiter schreibt sie:

Sollten wir hieran etwas ändern wollen, kann die Antwort jedenfalls nicht lauten, Botox zu spritzen. Vielmehr geht es darum, Sichtbarkeit einzufordern, aber auch die vorhandene wirtschaftliche Macht zu nutzen. Ich habe einfach keine Lust Geld für Filme auszugeben, bei denen Männern ihre Wall-Street-Gott-Fantasien ausleben, ich lese keine Bücher von ehemaligen linken alten Männern, die nun verbittert Anerkennung fordern, ich zähle Frauen auf Podien und gehe Leuten auf den Sack, die dumme Sachen sagen. Ich fordere eine Quote, nicht obwohl, sondern weil ich mir wünsche, dass Posten nach Qualifikation und nicht Geschlecht vergeben werden. Mir ist es egal als dick, unfickbar, alt oder was auch immer zu gelten. Meine Existenz ist nicht an meine Attraktivität oder einen Prinzen gekoppelt. Ich führe eine Partnerschaft, keine Herrchen-Hund-Gemeinschaft.

Und da kann ich mich nur anschließen.

Deswegen glaube ich übrigens auch, dass es hilfreich ist selbst berufstätig zu sein und ein solides eigenes Einkommen zu generieren. Dann muss man z.B. nicht in Beziehungen ausharren, weil ja eigentlich der Mann das Haupteinkommen generiert (gräßlicher Text -> Die Ehe lebt vom Aushalten: „Ein Gehalt fällt weg, die Wohnung ist riesig, die Lage perfekt. Für eine freie Autorin ist das untragbar. Ihr Fast-Ex-Mann arbeitet in einer großen Werbeagentur.“) und kann gleichwertig Entscheidungen in der Beziehung treffen (vgl. „Studien deuten […] darauf hin […], als wirkten beim Ausgabeverhalten familieninterne Entscheidungsstrukturen und ökonomische Verhandlungspositionen“ – sprich – wer das Geld hat, entscheidet).

Es verleiht schon ein anderes Selbstbewusstsein, wenn man nicht Bittstellerin ist, wenn es um Ausgaben und Freizeitgestaltung geht.

Es macht vermutlich auch selbstbewusst zu wissen, was man kann, außer hübsch auszusehen.

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

201 Gedanken zu „Im Gegensatz zu meinem Körper dürfen meine Worte Gewicht haben“

  1. Etwas verspätet mein Senf (war im Urlaub):

    Wie kommen Frauen eigentlich darauf, dass sie mit Ü 40 unsichtbar sind? Zugegebenermaßen schaue ich auch bei jungen Frauen gerne mal unauffällig hin, aber wirklich interessant und attraktiv finde ich nur Frauen im „passenden“ Alter, also mindestens Ü 40. Ihr seht doch toll aus! Meine Frau sieht auch toll aus, und die ist schon nahe an Version 5.0

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  2. Wie? Botox würde mein prächtig entwickeltes resting bitchface zerstören?
    Das geht nicht, dann muss ich meine Falten wohl behalten. :-)

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  3. Leidiges Thema. Aber es wird anscheinend nicht besser. Warum eigentlich?
    Meine Frau und ich sind fast gleich alt, seit über 30 Jahren verheiratet. Sie geht in wenigen Tagen in Rente. Und sie ist für mich immer noch die schönste Frau der Welt. Ob sie für Andere ebenso schön ist, oder nicht, ist doch völlig irrelevant.

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  4. Jaaa!

    Ich finde es unfassbar, wie du es schaffst, mir immer wieder aus der Seele zu schreiben.

    Selbstbewusstsein und ein gesundes Körpergefühl sind so viel wichtiger als die Kilos (und die glatte Stirn).

    Ich habe heute Nachmittag einen gruseligen Termin, der eigentlich nur die Verabredung mit der besten Freundin meiner sechsjährigen Tochter ist. Leider sagt diese beste Freundin ständig zu meiner sehr sportlichen Tochter, die sich erstaunlich gesund ernährt („Kannst du nicht die dunklen Nudeln kochen?“, „Sind die Kartoffeln mit Haut? Oh Danke!“, „Kochst du mir Amaranth?“, „Ich mache mir einen Gurken-Möhren-Salat zum Nachtisch“) diesen einen bescheuerten Satz: „Du bist dicker als ich“.

    Vorher war Gewicht bei uns in der Familie kein Thema. Es gab nicht mal die Idee davon, dass dick oder dünn sein gut oder schlecht ist. Jetzt macht sich meine Tochter Gedanken, die komplett unnötig sind. Und auch wenn ich versuche, ihr zu sagen, dass sie wunderschön ist und gut so wie sie ist und das Gewicht nicht wichtig, es macht was mit ihr. (Ich habe dazu schonmal einen Text geschrieben: https://meinglueck.wordpress.com/2017/06/06/warum-ich-mit-homophoben-afd-waehlern-im-magerwahn-befreundet-mit/

    Mein Fazit in dem Text war: „Mein nächstes Thema wird das Thema Körpergefühl sein.“ Dieses Thema ist jetzt dran. Und deshalb habe ich mir vorgenommen, heute mit der Mutter zu reden. Jener Mutter, die ihren Töchtern immer sagt „Iss nicht soviel, sonst wirst du zu dick“. Die Mutter, die selbst extrem auf ihr Gewicht achtet, weil sie als Kind zu dick war.

    Seit Tagen gehe ich dieses Gespräch im Kopf durch und finde keinen Anfang. Also wenn irgendjemand einen Tipp hat… Ich wäre dankbar! (Dieser Text hilft mir schon ein bisschen… Danke!)

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    1. Ich habe das Gespräch geführt und diplomatisch darauf hingewiesen, dass ich denke, dass die Gewichtsvergleiche für meine Tochter schädlich ist.

      Sie hat daraufhin das Handy gezückt und etwas in Richtung „ist es normal, dass Kinder sich vergleichen“ gegoogelt.

      Googles Antwort war: Völlig normal.

      Ich find ja gut, dass alles normal und OK ist.

      Aber jetzt weiß ich auch nicht…

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      1. Das ist echt eine traurige Reaktion der Mutter – das eigentliche Problem möchte sie wohl gar nicht sehen. Meine Tochter ist noch ganz klein, aber auch jetzt gibt es schon Kommentare zu ihren „dicken“ Beinen (sie ist ein Baby!) usw., die ihr Bruder nicht erntet. Mir wird ganz anders, wenn ich mir vorstelle, wie solche Kommentare auf sie wirken, sobald sie sie verstehen kann.

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  5. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Genau!
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  6. Schade, dass ein perfekter Körper mit einem schönen Körper gleichgesetzt wird. Tauscht man „Schönheit“ gegen „Gesundheit“ aus, würde es für mich wieder passen. Ein perfekter Körper wäre für mich ein Körper, der niemals krank wird, sondern einfach nur altert.

    Und dafür würde ich auch die Hand heben.

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  7. Pingback: Kaiserin
  8. Ich bin absolut bei dir. Die gesellschaftliche Komponente ist richtig wichtig, und das Sharing hört ja nicht auf, wenn man sich in der Filterblase angemessen verhält. :)
    Und Danke natürlich, für deine Zustimmung.

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  9. Eine kleine Ergänzung: die Mehrzahl an negativen Äußerungen über weibliches Äusseres nehme ich von Frauen über Frauen wahr. Vielleicht nur meine Filterblase, wie sieht das bei euch aus?

    PS noch einen OT Kommentar als Anreiz zu einem neuen Blobeintrag: „alle 14 Tage die Kinder“ hat in meinen Augen mit Partnerschaft nix zu tun, sondern mit Minimalkonsens.

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  10. Pingback: Enno
    1. Ja, ich verbuche pro Tag 5 km gehen, im Schnitt 28 Etagen Treppensteigen, Einkäufe schleppen unter Fitness, Fahrradfahren etc.
      (Verstehe aber was du meinst)

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  11. Mein altes Mantra mal wieder: Frauen sollen sich verdammt noch mal doch nicht immer so abhängig vom Urteil anderer (egal, ob Männlein oder Weiblein) machen.
    Wer Botoxen will, soll das tun. Wer sich schlank hungern willl, soll das gerne machen. Wer Leggins schick findet, immer nur hinein mit den Beinen!
    Aber bitte: weil es einem ein ureigenes persönliches Anliegen ist, nicht weil die Conni oder der Mark oder der Chef oder die Dame in der Frauenzeitschrift das propagieren und man viiiiiel meeeehr geliebt wird, wenn frau es tut.
    Für die Welt außerhalb des eigenen engsten Kreises ist man weitestgehend entbehrlich und bei Weitem nicht so wichtig, wie man selbst oft glaubt. Die blickt einen auch viel weniger genau und kritisch an, als man zu glauben pflegt.

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  12. Prinzipiell kann ich dir zustimmen-aber ich geb’s zu.bin 39 und habe mir die Wutfalte wegbotoxen lassen. Ich hatte auch keine Lust mehr, ständig darauf angesprochen zu werden, ob etwas nicht stimmt …“guckst ja so kritisch „….ich bin aber weiterhin kritisch in Wort und Schrift ;)

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  13. Hm, den Botox-Text hätte ich ja eher für Satire gehalten. Das kann man doch nicht wirklich meinen?!

    Die Sportsache kann ich einerseits verstehen, andererseits denke ich mir, macht man das ja nicht nur, um abzunehmen. Es hat ja auch ganz viel mit positivem Lebensgefühl zu tun, und diese fürchterliche Müdigkeit nach der Arbeit lässt mit regelmäßigem Sport, der vor allem aber auch Spaß bringt
    (Da muss es doch was geben?), sehr nach. Ich bin dadurch deutlich aktiver im Kopf geworden und zugleich auch in mir selbst ruhender als zuvor. Vom gesundheitlichen Aspekt (ich habe erblich bedingt Probleme mit zu hohem Cholesterin) ganz zu schweigen. Und man muss ja nicht stundenlang powern. 20 bis 30 Minuten gehen alle paar Tage doch schon mal, oder? Naja, lange Rede, kurzer Sinn, es gibt da halt immer zwei Seiten. Sport ist nicht grundsätzlich ein Ausdruck falscher Körperlichkeit, das wollte ich nur ergänzen, weil’s hier ein bisschen verteufelnd ausgedrückt klingt. Ansonsten stimme ich voll und ganz zu. :)

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    1. Du hast natürlich recht. Es ist grundsätzlich ein seltsamer Gedanke Sport ausschließlich zu machen, um abzunehmen. Ich fahre z.B. gerne Fahrrad um Stress abzubauen (theoretisch – leider wird entspanntes Fahrradfahren in Berlin ja immer schwieriger…) und habe, was die Müdigkeit angeht, ähnliche Erfahrungen gemacht. Man braucht allerdings ein wenig Restenergie um sich zu überwinden und die hab ich leider meist nicht.

      Außerdem ist es wirklich ein Zeitproblem. Ich bin meist erst zwischen 17 und 18 Uhr zuhause und dann hab ich nur noch 2 Stunden um mit meinen Kindern zu sein, bevor die (zumindest zur Schulzeit) ins Bett gehen… da will nicht noch mehr abzwacken…

      Tatsächlich sind meine Kinder ja total sportlich und manchmal gehen wir zusammen joggen etc.
      Ich wollte Sport auch gar nicht verteufeln. Mir gehts nur um den Optimierungswahn – dafür habe ich weder Zeit noch Nerven.

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      1. Ich mache 2 oder 3 mal pro Woche ein paar gezielte Übungen, so ne knappe halbe Stunde. Ich merke, dass das meinem Körper total gut tut, vor allem meinem Rücken.
        Das mache ich immer morgens, wenn die Kinder in der Schule sind, kurz bevor ich arbeiten gehe. Dann hab ich’s weg!
        Nachmittags oder abends hätte ich da auch überhaupt keine Lust drauf!
        Und am Wochenende bin ich natürlich faul und erhole mich einfach nur!

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