Als Urlaub noch einfach war

Wer eines der Bücher gewinnen möchte, hinterlässt bis zum 25.08.2013 einen Kommentar und schreibt dazu in welchem Urlaubsstadium sie oder er sich befindet (beginnend von „Geh mir weg mit Urlaub“ bis „unter 7 Sterne Hotel geht gar nichts mehr“) und welches Buch sie/er gerne hätte oder vermerkt „egal“, falls jedes Buch eine Freude bereiten würde. Die Gewinner werden ausgelost.

Als Studentin habe ich mich hauptsächlich von Dosenmais ernährt. Das hat viele Vorteile. Das Einkaufen geht schnell und auf Reisen ist man sehr flexibel was die Sicherstellung der gewohnten Nahrungsquelle angeht.

Für Dosenmais sprachen damals zwei Gründe. Erstens ist Dosenmais billig und zweitens mochte ich fast nichts anderes. Ich weiß nicht, ob es eine Steigerungsform für das Wort „picky“ gibt – jedenfalls sagten mir zu diesem Zeitpunkt fast keine Lebensmittel geschmacklich zu. Obst pauschal nicht, Gemüse eigentlich auch nicht, für Fleisch und Wurst hatte ich kein Geld und eine richtige Küche, um mir Nudeln oder Reis zu kochen, hatte ich nicht.

Blieb also Dosenmais. Jedenfalls – um auf das Reisen zurück zu kommen – Dosenmais gibt es in den meisten Ländern und so machte mich Mais, was das Reisen angeht, sehr flexibel. Ich arbeitete also die erste Hälfte der Semsterferien und die zweite Hälfte kaufte ich mir ein Interrailticket.*

Das Reisegepäck war leicht. Eine Isomatte, einen Schlafsack und ein Paar Klamotten. Das Zelt ließ ich meine Reisebegleiter tragen. (Immerhin trage ich im Alltag meine Handtasche selbst!) Kocher, Geschirr und anderen unnötigen Ballast konnte man sich sparen. Ein Dosenöffner und ein kleiner Löffel genügten.

Ich kann mich nicht erinnern, dass mir auf Reisen jemals etwas gefehlt hat. Ich hab auf der Isomatte gut geschlafen. Es war trocken im Zelt und drei T-Shirts waren ausreichend für eine Woche. Für die Abende hatte ich drei englische Bücher dabei und wenn ich sie ausgelesen hatte, habe ich sie mit anderen Reisenden getauscht.

Das Leben war so einfach. Dann kamen die Kinder und wir waren der Meinung, dass Campen immer noch eine wunderbare Idee ist. Allerdings musste aufgrund der Gepäckmengen ein Auto gekauft werden. Ein großes hässliches, in das drei Kindersitze rein passten. Und obwohl wir die Fußräume bis unter das Kinn ausgenutzt hatten, genügte der Stauraum nie. Ich weiß nicht woher dieser ganze Krempel kommt – aber jedes einzelne Stück ist für das Überleben notwendig. Ein Sonnensegel, ein Tisch, natürlich wollten wir auf richtigen Stühlen sitzen, Kochgeschirr, ein Herd mit zwei Flammen, Sandspielzeug, aufblasbare Isomatten, Taschenlampen, eine Spülschüssel, Handbesen, Kopfkissen… Beim nächsten Urlaub ging es schon ohne Dachkoffer nicht mehr.

Der Urlaub selbst eine Qual. Die Kinder mit dem Sonnenlicht wach – also täglich von 5 bis 22.30 Uhr. Der Rücken schmerzt. Überall und immer Sand und Ameisen.

Die nächste Stufe war dann der Urlaub in Ferienwohnungen. Weniger Gepäck, bessere Betten – aber immer noch Alltag. Einkaufen, kochen, spülen, aufräumen, schlimmstenfalls sogar putzen.

Ich glaube, nächstes Jahr versuche ich es mal mit durchorganisierten Pauschalreisen inkl. 24stündigem Kinderanimationsprogramm und Vollpension. Es ist ein bisschen schockierend, sich das zu wünschen – aber hey, ich bin bald 40 und da wünsche ich mir v.a. eines: RUHE! und bestenfalls ein Paar Tage schlimme Langeweile. Und ich wünsche mir sehr, die Zeit zu finden ein Paar Bücher zu lesen und damit Eure Reisen, verehrte Leserinnen und Leser, nicht buchlos sind, verlose ich fünf meiner Lieblingsbücher.

  • Was ich liebte von Siri Hustvedt
  • Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon
  • Middlesex von Jeffrey Eugenides
  • Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich von David Foster Wallace
  • Alles ist erleuchtet von Jonathan Safran Foer

Die Bücher sind freundlicherweise von Holidaycheck zur Verfügung gestellt. Wer eines gewinnen möchte, hinterlässt bis zum 25.08.2013 einen Kommentar und schreibt dazu in welchem Urlaubsstadium sie oder er sich befindet (beginnend von „Geh mir weg mit Urlaub“ bis „unter 7 Sterne Hotel geht gar nichts mehr“) und welches Buch sie/er gerne hätte oder vermerkt „egal“, falls jedes Buch eine Freude bereiten würde. Die Gewinner werden ausgelost.
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*Früher liebe Kinder, konnte man mit einem einzigen Ticket drei Monate durch ganz Europa reisen.

 

61 Gedanken zu „Als Urlaub noch einfach war“

  1. Ich bin 37 und bin in den folgenden Urlaubsstadien angekommen:
    – Städtereisen im 4-Sterne-Hotel
    – Ferienwohnung, bevorzugt mit Pool und abendlichen Restaurantbesuchen
    – Wiederkehrende Kurztrips u.a. Wave-Gotik-Treffen (Ferienwohnung), FedCon (4-Sterne-Hotel)

    AI-Pauschalreisen und Camping verabscheue ich.

    Neueste Entwicklungen:
    – Die Ferienwohnungen liegen immer abgeschiedener. Ich freue mich schon sehr auf unsere diesjährige Ferienwohnung in der Toskana im Hinterland. Dort geht nichtmal mehr eine befestigte Straße hin.
    – Die Städtetrips gehen meist über 10 Tage, da mein Mann Rücken- und Fußprobleme hat (das Alter ;-) und wir so genug Ruhephasen für ihn einplanen können. Frühere Städtetrips ähnelten eher einem Besichtigungsmarathon.
    – Ich kann auch einfach mal nur einen Tag am Strand/Pool verbringen, ohne irgendeine Kirche/Schloss/Museum anschauen zu wollen. Früher war das für mich ein verlorener Urlaubstag.

    Buch: Egal

    Liebe Grüße,
    Jessica

  2. Auch Ferienwohnungen müssen geputzt werden, das All-Inclusiv Buffet drei bis fünf Mal täglich muss selber (also von Mama) zubereitet werden und für das Kinder-Animationsprogramm muss man ebenfalls selber sorgen, mal abgesehen von den nicht inkludierten Cocktails, Pools und der mediteranen Urlaubsstimmung….also…
    nächstes Jahr: Griechenland, all-in, direkt am Strand!! :)

    („Schrecklich amüsant, aber“… das hätte ich gern!)

  3. Hallo,

    Tatsächlich bin ich aus Gewohnheit kein großer Reiser. Ich verbringe meine Urlaub gerne zu Hause, und besuche sonst meine Oma in Oberfranken, da komme ich übrigens grade von zurück. So hab ich das in meiner Kindheit kennen gelernt (wir hatten nicht viel Geld) und so hat sich das fortgesetzt. Naja, dass ich das nächste Semester meines Studiums in Indien verbringen werde, fällt da wohl ein bisschen aus der Reihe, und ich zähle das mal mit zu „Urlaub“. Ich wünsche dir viel Spaß auf deiner nächsten All-inclusive Reise ;-)

    Falls Middlesex auf Englisch ist, würde ich wohl das bevorzugen, ansonsten gerne Alles ist erleuchtet.

  4. Hi!
    Wir verbinden gerne Sightseeing mit Erholungsurlaub. Unbedingt was vom fremden Land sehen, aber auch genügen Zeit für Erholung und Entspannung einrechnen.
    Diese Jahr steht Thailand an: Drei Tage Bangkok, danach mit Nachtzug und Fähre auf Ko Phangan.
    Zuvor haben wir aber noch ein eigenes Gewinnspiel auf unserer Seite, das noch genügend Aufmerksamkeit und Energie kostet.

    Als Buch (sollten wir das Losglück haben): „Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon“

    Viele Grüße
    Team NOSVOX

  5. Urlaubstadium: 4-Sterne-Hotels in schönen Altstädten, viel zu sehen rund herum, nur Frühstück, kein organisierter Touristen-Schubs, keine Gruppenreisen, viel frische Luft und immer dahin laufen,wo man etwas interessantes sieht.

    Buch: Egal, ich Gewinne eh nichts.

  6. Ferienhaus in Dänemark, nur mit Fahrrädern. Das ist entspannter, weil man die Fähre nicht ewig vorbuchen muss. Und drüben braucht man kein Auto. Strandnähe ist wichtig, weil wir wie die Dänen tun und nicht den ganzen Tag am Strand verbringen, sondern nur zum Baden runtergehen. Betten kann ich selber machen, die „elendige Essenszubereitung“ ist im Urlaub Entspannung pur (wir nehmen aber auch eher nur zwei Mahlzeiten ein – ein üppiges Frühstück und nachmittags dann so eine Art Abendbrot, meist vom Grill, begleitet von Salat), das Abspülen macht die Spülmaschine. Ernsthafter Vorteil ggü. AI/Pauschalurlaub: Man muss sich an keine Zeiten halten. Und die Dänen sind so tiefenentspannt, ernsthaft, ich bin der Meinung, dass sich 50% des Erholungseffektes bereits in dem Moment einstellen, in dem man von der Fähre runterfährt. Absolut empfehlenswert. Leider nicht ganz billig.

    Einmal haben wir 7 Tage AI gemacht, aber da waren wir vorher so mit uns selbst beschäftigt, dass externe Reize/Beanspruchungen nicht erwünscht waren. Passte in der Situation also. Seit sich das Leben wieder eingeschaukelt hat, ist uns die Selbstverantwortlichkeit deutlich lieber.

    P.S. Kein Buch.

  7. Ich befinde mich gerade im Stadium des Nicht-im-Urlaub-wegfahrens, da Tochter Nr. 2 in Konstanz studiert und dies ein kleines, nein mittleres Vermögen kostet. Wir verbringen den Tag daheim, gehen wandern, lesen, haben Langeweile, treiben Sport, kurz: eigentlich nicht schlimm, nicht weg zu fahren. Jedenfalls entspannter als die Urlaube zu fünft mit haufenweise Gepäck, Planung, Streit und letztendlich voller Vorfreude auf daheim.

    Was ich liebte und Schrecklich amüsant kenne ich schon, den Rest würde ich gerne lesen (natürlich nur eins davon, ist ja klar :-))

  8. Mein Urlaubsstadium: Überallhin und nirgendwo, Hauptsache allein. Klingt traurig, ist aber sehr befreiend.

    Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon würde ich da durchaus gerne lesen ;)

  9. Oh man. Jetzt habe ich Lust bekommen, einfach meine Sachen zu packen.
    Nur hab ich weder Zeit (Hausarbeiten) noch Geld. Nach meinen Hausarbeiten hab ich zwar 2 Wochen Zeit, aber immernoch kein Geld. Och menno!

    Aber hey, wofür gibts das Internet? Schau ich mir halt bei sämtlichen Bloggern Urlaubsfotos an. Hm.

  10. Ich schreibe eigentlich nur einen Kommentar, weil ich es lustig finde, dass ich bis auf eines der Bücher schon alle gelesen habe und ebenfalls gut fand :-)
    Deshalb verzichte ich auf einen möglichen Gewinn und merke mir einfach mal das 5. Buch, das ich noch nicht kenne, für meinen nächsten Bucheinkauf vor!

  11. ich bin so urlaubsreif, ich fände momentan so ziemlich alles gut. pure minimalistische naturverbundenheit bis hin zu hotelluxus. egal wie wo was, reisen bildet (wie meine mutter immer zu sagen pflegt) und macht man meist viel zu wenig.
    über einen buchgewinn freue ich mich. egal welches, kenne bisher keins davon.

  12. Interrail gibts übrigens immer noch (http://www.interrail.eu/), allerdings nur noch für maximal einen Monat und zu unverschämten Preisen.

    Prinzipiell kann ich auch in Nachtzügen schlafen (was in meiner Vorstellung noch eine Stufe unter Camping angesiedelt ist), vor Ort darfs dann aber auch gerne was mit Wänden und Dach sein. In der Beziehung hab ich mich von Dreisternehotels zurückentwickelt und probiere dieses Jahr Hostels aus (und das mit 27 – darf man gar keinem erzählen, sowas). Ohne einen mittelgroßen Rollkoffer geht aber nichts, schon um die Urlaubslektüre zu transportieren. Ansonsten haben mich diverse Familienurlaube mit meinen Eltern und Brüdern so geschädigt, dass ich prinzipiell nur noch alleine urlaube. Man muss keine Kompromisse bei der Tagesgestaltung eingehen und für die soziale Komponente findet sich ohnehin immer irgendjemand vor Ort.

    Buch egal. Da es mich vor Mittwoch nicht erreichen wird, kann ich es ohnehin nicht mit nach Südfrankreich nehmen.

  13. Hallo Patricia

    ein sehr schöner Artikel.
    Bei unseren legobegeisterten Jungs kommt derzeit nur Ferienhaus in Betracht. Natürich hätte ich es auch gerne, wenn mir jemand das Bett macht und ich nicht selbst Brötchen holen muss – aber auch das finde ich im Urlaub spannend. Vor allem in Ländern, wo man die Sprache nicht gut kann. So habe ich im Frankreichurlaub immer erstaunt in die Tüte geschaut, was außer dem Baguette noch enthalten war. Man lernt das Land anders kennen ;-)
    Nicht nur wegen der Legosteine brauchen wir Platz. Platz. Platz. Die Jungs wollen auch nach dem Frühstück mit dem Fußball spielen oder einfach nur herumrennen. Das geht in Hotelanlagen nur bedingt.
    Vielleicht bekommt man bei All-Inclusive mit Kinderbetreuung mal Ruhe, aber manches Mal ist die Beschallung doch so hoch, dass sich die Ruhe nicht einstellt. Aber da haben wir vielleicht auch immer die falschen Bekannten gefragt.
    Möchtest du absolute Ruhe, fahre ohne Kinder in ein „black hole“ Hotel. Die haben weder WiFi noch sonstwas lautes. Oder mach es so wie ich und habe einen Vertrag bei 02, da habe ich selbst am Alex keinen Empfang und meine Ruhe.

    Für uns bleibt es daher wohl erst einmal beim Ferienhaus… Man wird ald ;-)

    Grüße

    Sven

  14. Irgendwie scheinen alle nach Frankreich zu fahren. Das fällt bei uns wegen der langen Autofahrt aus (Frau Schnuppi protestiert lautstark und ausdauernd gegen alles was weiter als zwei Autostunden entfernt ist – und an den zwei Stunden haben wir hart gearbeitet, es ging mal bei „Oh Gott, ich werde angeschnallt“ los). Also Urlaub auf dem Bauernhof. Im Herbst. Die Kinder sind immer draußen und beschäftigt, das Muttertier sitzt drinnen vor dem Kamin und liest ein Buch, oder zwei, oder drei. Letztes Jahr übrigens „Alles ist erleuchtet“ – seeehr zu empfehlen. Und wenn sie dann reinkommen, die lieben Kleinen, sind sie hungrig und müde, so dass sie nach dem Essen komatös ins Bett fallen. Ich kann den Bauernhof leider nicht nennen, da man über ein Jahr vorher reservieren muss und wir da unbedingt noch mal hin wollen.

    Bücher also alle aus „Johnfan“ Foer

  15. Ha! Nur noch gut 24 Stunden, dann werden die Kinder (hoffentlich noch schlafend) ins Auto gepackt und es geht in die Toscana.
    Zelten so mit Isomatte habe ich nie so wirklich gemocht, ich habe nie wirklich gut auf den Dingern geschlafen, und inzwischen darf ein gewisser Komfort ruhig sein. Da Hotel mit drei Kindern ja nicht wirklich vorgesehen ist, haben wir in den letzten Jahren immer Mobile-Homes in Frankreich und auf Korsika gemietet. Diesmal sind wir auf einem ehemaligen Landgut, 3 alte Häuser, 7 Ferienwohnungen, kleiner Pool (letzteres ein MUSS für die Kinder, sonst hätten sie sich neue Eltern gesucht).
    Mal sehen, wieviel Kultur der Familienrat beschliesst. Definitiv aber einige Tage mit Faulenzen, Bücher lesen und vorlesen.
    Achso, Buch egal, kenne noch keines. Für den Urlaub reichts eh nicht mehr, aber die örtliche Leihbücherei ist bereits von uns geplündert.

  16. Luxus? Einfacher Urlaub? Das ist ein Aufenthalt in einem Hotel mit einem Eltern-Kind-Appartment. 2 oder mehr Zimmer bei Halbpension. Hoteleigener Strand und Kinderbespaßung. Spießig as can be.

    In unserem Fall Mecklenburg-Vorpommern.

    Am See sitzen, auf den kinderfreundlichen Badestrand gucken und langsam viel Bier trinken. Geil

  17. Urlaubsstatus: Bauernhof (also Ferienwohnung). Das haben wir in allen Urlauben gemacht, die wir bis jetzt hatten (also zwei).
    Buch: egal

  18. Urlaub … Urlaub ist, wenn Papa mit seinen Eltern und seinen Kindern an die Ostsee fährt und Mutti mal die ganze Wohnung für sich hat. Die Küche ist vollgestopft mit meinen Lieblingsfertiggerichten — ich kann ja nicht mal Eier kochen und der Mann hat Angst, dass ich bis zur Rückkehr verhungert sein könnte — und eigentlich niemand, dass ich hier jetzt eine Woche lang vor mich hingammle. Draußen war ich seit 3 Tagen nicht, wozu auch. Das ist Urlaub!

  19. Liebes Nuf,

    Kann ich gut nachfühlen, auch nach nur zwei Tagen mit den Nichten in der Ferienwohnung… ich selbst befinde mich im sonderbaren Zustand „endlich genug Urlaub gehabt“, nachdem ich mir den jahrelangen Traum einer einjährigen Asienreise erfüllt habe, die im Juli zu Ende ging. Ach ja: Dein Blog hat mich überallhin begleitet. Ich bin nämlich einer dieser schrecklichen Leser, die immer mitlesen, aber nie kommentieren…
    In Nepal habe ich im bookexchange „Everything is illuminated“ erwwischt und wollte es seitdem unbedingt nochmal lesen… schauen wir mal, ob ich Glück habe!

    Einen tollen Urlaub wünsche ich der Nufamilie!

  20. Ich bin zwar noch keine 60, aber ich liebe kreuzfahrten! Ist ja fast wie interrail, nur mit besserem Service ;-)
    für mich bitte schrecklich amüsant :-)

  21. Wir haben ja festgestellt: Der einzig wahre Urlaub ist der bei den Großeltern. Das Kind wird einem bereits morgens um 7 Uhr abgenommen, wenn man aufsteht, steht schon das Frühstück bereit und dann mit einem guten Buch ab in den Garten, während Oma und Opa das Kind bespaßen.
    Da ich aber doch nicht für den Rest meiner Tage in der nordhessischen Pampa urlauben möchte, wird es nächstes Jahr wohl eine Ferienwohnung in Frankreich werden. Also zumindest schon im Ferienwohnungs-Urlaubsstadium. Bevor ich campen gehe, würde ich mir glaub ich lieber in‘ Fuß schießen! ;)

    Und zum Buchwunsch: Ich habe von Eugenides die „Virgin Suicides“ gelesen und geliebt und würde mich daher riesig über „Middlesex“ freuen!! Bitte, bitte liebe Losfee!!!

    Liebe Grüße
    Julia

  22. Die letzten 2 Jahre waren wir mit unseren 3 Kindern (11, 8 und 5) in den Sommerferien 14 Tage in der Provence in einem freistehenden Ferienhaus mit 4 Schlafzimmern und 2 Bädern, eigenem Pool und riesigem Garten. Wir waren mit Freunden dort, so dass wir uns die Kosten für das Haus teilen können. Es war wirklich toll. Wir waren ein paarmal essen, einmal ich sogar ganz alleine mit meiner Frau, haben ganz oft am und im Haus gegessen – danke vorhandenem Holzkohlegrill und vielen fleißigen Händen war das kein Problem. Nur die knapp 1.000 km An- und Abreise schrecken mich, dass die nächsten 30 Jahre immer so zu machen.

    In den Herbstferien haben wir 3-4-tägige Städtereisen unternommen (Berlin, Hamburg) und hatten ein kleines Appartement in einem Apparthotel gemietet. Meine Frau hatte sich vorher mit Kinderreiseführern schlau gemacht, so dass es auch den Kindern sehr gut gefallen hat.

    Als wir noch keine Kinder hatten waren wir mal 6 Tage in einem Robinson Club auf den Kanaren, als wir noch nur 2 Kinder hatten, und keines schulpflichtig war, waren wir 10 Tage in einem Robinson Club in Österreich. Das war wirklich toll, trotz oder wegen all inclusive, Kinderbetreuung, Clublied und -tanz und dezenter Vollanimation. Mit 5 Personen während der Schulferien brauche ich darüber aber nicht mehr nachdenken.

    Zelten war ich das letzte mal bei der Bundeswehr…

  23. Unser Urlaub sieht mittlerweile auch aus, wie von unseren Eltern geplant: Viel anschauen und viel radfahren, gerne auch kajakfahren. Reisetipps nehmen wir auch gerne von der Ü60-Generation an. Bitte keine Hotelanlagen. Bitte nicht zu warm. Bitte etwas Kultur und Grün drumrum. Allerdings sind wir (noch) ohne Kinder unterwegs.
    Ein Traum wäre Urlaub mit dem Wohnmobil in Skandinavien…seufz…

    Buch: Sehr gerne „Supergute Tage“ oder „Schrecklich amüsant“

  24. Der Mensch hat Beton erfunden, um Wände zu bauen, Zelt geht gar nicht. Das schon mal vorneweg.
    Dann will ich den Ferien mindestens im Sommer schwitzen, aber nicht zu tausenden am Pool liegen. Strand dann wenn ich will, aber mindestens die Möglichkeit sollte sein. Fazit: dieses Jahr das erste mal eine Hammerhütte auf der Putzfrauen-Insel gemietet. Wenn ich könnte wäre ich immer noch dort: Kinder den GANZEN Tag im Pool, nur zum Mittag/Eis/Abendessen draussen, dadurch so nudelfertig dass sie um 21h schliefen. Spätestens. dann haben wir es uns mit nem G&T gemütlich gemacht und die Hitze abklingen lassen. Machen wir nächstes Jahr gleich wieder, ist schon gebucht. (Nachteil: etwas teuer. Vorteil:extrem entspannt)
    Da die Kids danach noch Ferien hatten, also ab in die Berge (Papa derweil im Büro…). Dort den ganzen Tag Kinderbetreeung vom örtlichen Tour-Verband: genial, kann man empfehlen. Kinder abends nudelfertig etc pp. Die Frau Gemahlin nach nochmals 10 Tagen EXTREM entspannt.
    Die nächsten Jahre werden wir wohl noch kindergerechte Urlaube mit Strand, Eis, oder Bergen machen, danach dann wieder Kulturreisen nach Siem Rep, Shopping in London, was auch immer.
    Aber zur Zeit ist gut so.

  25. Urlaubsstadium:
    Nach einer Woche Renesse im Ferienhaus (am Anfang der Sommerferien) und 5 Tagen 3-Bett-Zimmer-Centerparks im Sauerland (am Ende der Ferien) entferne ich mich nicht länger als 2 Stunden am Stück von Zuhause. Ich will hier nie wieder weg, vor allem keine Nacht.
    Bis zu den Herbstferien: Die Ferienwohnung in Südtirol ist schon gebucht.
    Und den Silvesterurlaub muss ich noch finden und buchen. Falls es noch etwas gibt.
    Und nächstes Jahr werden wir es wieder tun… ;)

    Buchwunsch:
    Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich

    Liebe Grüße und vielen Dank für Deine Posts!

    Yaspiz

  26. 3 Kinder (11, 9, 8), Eltern beide 39
    Stadium: großzügiges Ferienhaus, möglichst freistehend
    Muss sein: Spülmaschine, großes Grundstück, wo sich die Kinder frei und selbständig bewegen können, mind. 3 Schlafzimmer
    Gegend: zumeist Deutschland (zuletzt: 3x Nordsee, 1x Hessen, 2x Sächsische Schweiz)
    Bonus: Tiere, Bauernhof o. ä.
    unvorstellbar: Camping mit drei Kindern, Städte- und Kulturreise mit drei Kindern ;)

    All inclusive würde ich gern probieren. Ist aber x5 (zu) teuer.

    (gern: Was ich liebte von Siri Hustvedt)

  27. Ich wünsch mir gar kein Buch, muss mich aber hier trotzdem medial produzieren.

    Also. Früher war ich Pfadfinder, und das ging so: man fuhr auf ein schlammiges Feld, dann begann es zu regnen und das generell für die nächsten 10 Tage. Nach ungefähr 5 Tagen war das Gewand so gut durchfeuchtet, dass es nicht mehr trocken wurde. Nach ca. 7 Tage fing es im Zelt an zu schimmeln. Nach ca. 10 Tagen war auch der Schlafsack klamm und kalt. Verzweifelte versuchten mal, T-Shirts und BHs am Fahnenmast hochzuziehen, um sie zu trocknen, vermutlich in der irrigen Annahme, oben in der Höhe wäre es trockener. War es aber nicht.
    Dann fuhr man nach Hause und freute sich, weil man eine so schöne Zeit gehabt hatte.

    Was soll ich sagen, ich bin alt und verweichlicht und mag’s mittlerweile nicht mehr klamm oder verschimmelt. Trocken, sauber, gute Betten, hübsche Zimmer – aber bitte nicht zu anonym und keine Ferienanlage. Und keine Landsleute, die einem peinlich sein müssten.

    So korrumpiert einen das Alter und der gestiegene Lebensstandard!

    NB: Interrail…früher war es wirklich besser! *g

  28. bin ohne Kinder unterwegs, daher ist der Urlaub noch einfacher planbar ;)
    letztes Jahr: Level Jugendherberge/Hostel
    dieses Jahr: eine Woche 5-Sterne Hotel (allerdings Halbpension)
    nächste Jahr: ich ziehe ernsthaft einen Wanderurlaub in Erwägung und frage mich WANN genau ich alt geworden bin…

    (Buch: Was ich liebte )

  29. Nach einem ausgedehnten Familienurlaub im Juli, der aus dem Besuch unserer Familien in Süddeutschland und Mecklenburg und der Wunschfamilie in Hamburg bestand (und somit nur bedingt Erholung war), hab ich eigentlich die Schnauze voll von Urlaub und genieße das in-Berlin-sein doch sehr. Wobei so richtig weg mit Meer und Strand doch auch wieder schön wäre. Oder mal in eine andere Stadt. Mit anderen Straßen und Häusern. So ganz hört das Fernweh eben nie auf. Angedacht für den nächsten Urlaub ist eine Ferienwohnung auf Gomera, mit eigenem Hof für den Sohn. Wenn wir ihn weniger überwachen müssen hol ich mir dann auch mal wieder mein dauerverliehenes Zelt zurück und wir gondeln nach Süditalien. Lesen würde ich dabei ganz gerne mal Jonathan Safran Foer, damit ich bei seinem Namen endlich nicht mehr an Risotto denken muss.

  30. Wir sind noch in dem Stadium, wo ein Hotelurlaub stressiger als die Ferienwohnung wäre, weil zumindest das jüngere Kind beim Essen eine Riesensauerei veranstaltet, nach fünf Minuten satt ist und durch die Gegend rennen will. Im Hotel müsste dann einer hinterher und das Kind da wegpflücken, wo es nicht hinsoll, vermutlich begleitet von lautstarken Unmutsbekundungen. Dann doch lieber Ferienwohnung!

    (Buch: egal)

  31. Wir pendeln zwischen den Niveaus «Ferienwohnung» bis «Dreisternehotel», je nach aktueller Laune, Erholungsbedarfspegel und zur Verfügung stehendem Geld. Hotels werden nach den schlechten Bewertungen bzgl. Feiermöglichkeiten und Familienfreundlichkeit ausgesucht, das erhöht die Wahrscheinlichkeit eines ruhigen Urlaubs. Nein, wir sind beide unter 52.

  32. „Geh mer fodd mit Urlaub“ heisst das hier im altrömischen Teil von Hessen.
    Genauer präzisiert: geh mer fodd mit fremden Ländern oder gar Campingplätzen. Da gibts Insekten und man muss das Klo mit andern teilen. Geht GAR nicht!
    Ich habe meine Familie geschickt dort platziert wo ich gerne Urlaub mache. Jährlich ein- bis zweimal fallen wir nun dort ein und sie tun netterweise so als hätten sie eine Menge Spaß dabei. Ein Problem habe ich allerdings: Dort auf dem Klo liegt ein Buch. Nämlich die Superguten Tage von Mark Haddon. Und, was soll ich sagen? Die ungestörte Zeit auf dem Klo reicht NIE zum lesen! Ich habs schon mehrfach angefangen und immer schmeisst mich jemand runter! Gemeinheit, das.
    Ich bekenne also zweierlei: Ja, ich bin ein Kloleser und JaJaJa! ich würde sehr gerne genau DIESES Buch gewinnen!!!!!
    Ich drück mir die Daumen!

  33. Ich verstehe dich sehr gut :)

    Bin derzeit auf dem Level einfaches Hotel ohne Kinderbespaßung am Strand, aber beim letzten Regentag hat sich mir de Sinnhaftigkeit eines Kinderclubs mit Rundumprogramm erschlossen. U40 wäre das undenkbar gewesen :)

    So. Ich geh mal wieder Streit schlichten bevor beide Jungs in jeder Pore Sand haben.

    Sonnengrüße von der Nordsee

  34. In meinen Augen Camping eine Philosophie: Man liebt es oder man hasst es. Ich hasse es, weil es laut, unbequem und relativ teuer ist und man ziemlich viel Zeug anschaffen muß, dass man sonst nie braucht.

    Wir fahren mal hierhin und mal dorthin (bloss nicht nochmal an den gleichen Ort) und mieten eine Wohnung oder ein Haus. Kochen macht Spaß und ist keine Arbeit und lokale Produkte einkaufen macht auch Spaß (wenn man nicht gerade in Holland ist). Dazu noch ein paar Gimmicks für die Kinder mit eingeplant (z.B. Schwimmbad, Reitmöglichkeit, Wassersport o.ä. und – vor allem – möglichst viele andere Kinder vor Ort) und fertig ist die Laube. Gelegentlich schön Essen gehen, dezente und vor allem ganz viel Bewegung und frische Luft reichen als Programm.

    Keine Pauschalreisen (ich HASSE feste Termine im Urlaub), keine Fernreisen und mit kleinem Gepäck geht’s am Besten. Und ich freue mich jetzt schon darauf, irgendwann wieder in der Nebensaison fahren zu können, denn dann muß ich mich auf überhaupt gar nichts festlegen und kann mit meiner Frau einfach so losfahren.

  35. Eigentlich sage ich immer: Ein Bett und ein Frühstück, alles andere is mir wurscht. Aber nach zwei Urlauben in tollen Betten, aber mit schrecklichem Frühstück und einem Campingurlaub ist mir der Campingurlaub am liebsten. Auch mit Kindern! Die Kinder haben viel Platz zum spielen und finden immer Freunde und wenn man(n) das Zelt groß genug wählt passen auch super sehr große komfortable Luftbetten in die Schlafabteilung und Bänke und Tische in das Vorzelt! Je nach Wetterlage und Laune macht man dann einen Ausflug oder bleibt im Zelt. Man darf sich einfach nicht stressen. Gut, man muss alles mögliche mitschleppen, aber inzwischen gibt es überall Aldi, Lidl und Co, sodass selbst die vergessene Zahnbürste oder das leere Windelpaket kein Problem sind. Wenn man nun nicht ganz alleine fährt, sondern mit einer befreundeten Familie macht die ganze Sache noch mehr Spaß, weil dann die Essenzubereitung und der Abwasch hinterher geteilt/gemeinsam gemacht wird. Für mich das entspannteste überhaupt… da auch einHotel Essenzeiten hat und man dort nicht einfach so rumschlurfen kann…
    Ich kenne keins der Bücher, würde mich aber über Lesestoff freuen!
    K.

  36. Ich bin (nach einer leidlichen Erfahrung mit Hotel, Pool und all-inkl, dann mehreren Jahren 20kg-Rückengepäck und Zelt) dieses Jahr im Stadium „leckt mich anne Füße, ich flieg alleine!“ angekommen. Für den Anfang ging es mal eine Woche nach Rom, und das ist bei den Touristenscharen da im Sommer gar keine schlechte Wahl als Alleine-reisen-Einstiegsdestination. War toll.

    Zum lesen kam ich da nicht so, aber ich würd es gern nachholen, am liebsten mit David Foster Wallace. Durch dessen Werk wälze ich mich schon seit längerem, aber das Buch kenn ich noch nicht.

  37. Urlaub? Der Hippie in mir jubelt und sieht sich 6 Wochen lang in Liebe und vollkommener Hingabe vereint mit der Kinderschar halbnackt am Strand herumtollen, Strandgut-Mobiles bauen und den selbstverständlich selbstgefangenen und zubereiteten Fisch über dem Feuer grillen..
    …der Realist hingegen bricht zusammen angesichts der Perspektive 6 langer Wochen ohne institutioneller Betreuung (also Auszeiten)..Irrsinn, bei knapp 40 Grad dem draufgängerischen Jüngsten nachzurennen, das Sandwichkind zu bemuttern und nebenbei dem motzenden Teenager auch noch etwas zu bieten…fangen wir gar nicht von den Abenden an, wenn alle Drei das geplante „im Städtchen Ausgehen“ mit Konsumwünschen torpedieren und somit selbst die lauen Sommernächte zu einer Art Bikram-Yoga und Erziehungs-Slalom geraten lassen…

    Die Fakten: wochenlanges Vor- bzw. Nachbereiten der Ferienzeit- mit vollgepacktem Auto von Berlin nach Südeuropa fahren, dort im Haus der Schwiegereltern wohnen. Schön, wunderschön manchmal sogar,- aber auch das doppelt und dreifache an Arbeit,- Putzen, Kochen, Aufräumen, Garten wässern, etc.
    Wovon ich träume bzw. was ich bräuchte um mal runter zu kommen: entweder ins Luxus-Hotel mit Kinderbetreuung, Zimmerservice und Restaurant, oder in der Einöde von mindestens den transsilvanischen Alpen in einem schnöden Zelt den konsum-versauten Kindern mal zeigen, was Survival ist.

    Buchwünsche: Middlesex hab ich schon gelesen, irgendwann früher, als ich noch zum Lesen kam.

  38. Wir haben uns mit zwei Jungs (7 und 9) vom Stadium Ferienwohnung wieder tapfer zum Camping zurückentwickelt. Seit beide Knaben getrennt schlafen (großes Zelt mit Eltern- und kleinem Kinderabteil, das andere Kind nächtigt nebenan im Auto mit umgeklappten Rücksitzen, super), müssen wir morgens nicht mehr um sechs raus und Streit schlichten o.ä., sondern die Kinder lesen ganz entspannt oder spazieren schon mal zum See/Meer und gucken nach den Fischen. Auch super. Am Projekt Schon-mal-Frühstück-vorbereiten arbeiten wir noch. Für den nächsten Urlaub würde ich mich sehr über „Alles ist erleuchtet“ von J.S. Foer freuen.
    Danke übrigens für das immer lesenwerte Blog, lese schon länger still mit.

  39. Habe dieses Jahr mal 7 Tage AI ausprobiert um einfach mal raus zu kommen. Nicht nochmal. Lieber wieder >4 Wochen irgendwo in Asien oder sonstwo mit Backpack und halbwegs normalen Menschen.
    Bin aber auch (noch) ohne Kinder unterwergs.

    Achja: egal

  40. Urlaub 2011: 8,5 Wochen USA mit Rucksack im Zelt und Motel.
    Urlaub 2012: eine Woche Kanaren mit dickem Bauch im Hotel das letzte Mal die Zweisamkeit genießen.
    Urlaub 2013: Eine Woche Ostsee in Ferienwohnung mit quirligem Kleinkind, Sand überall. Ein Buch braucht man da nicht mehr… aber vielleicht ändert sich das ja mal wieder – ich würd nehmen, was übrig bleibt :-) . Und trotzdem gibts nichts schöneres als Nachwuchs :-D

  41. Wir machen alle 2 Jahre all inklusive Urlaube. Und das Jahr dazwischen „quälen“ wir uns mit Camping/Ferienhaus/selbst orangisierte Rundreise. Es hat alles seinen Reiz. Wie beim Essen – immer das selbe schmeckt auch nicht. Dieses Jahr Mallorca Kinderhotel und nächstes Jahr Rundreise Oman.
    Bücher: Foster Wallace ist leider gar nicht so lustig, wie angenommen. Dafür ist MArk Haddon wirklich toll toll toll. Hätte somit gern Siri Hustvedt oder Middlesex – da die anscheindend schon jeder kennt. ;-)

  42. Status: nach drei Jahren endlich wieder Urlaub. Camping im Wohnwagen mit Baby. Entspannung geht aber anders :) War trotzdem schön.

    Buch (wenn ich in optimistisch gesehen 6 Jahren mal wieder dazu komme, eins zu lesen, bis dahin horte ich nur): kenn ich erstaunlicherweise alle nicht, von daher egal

  43. Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich von David Foster Wallace

    camping mag ich am liebsten. die kinder können alleine aufstehen, sich waschen, brötchen holen und dann die streunerkatzen streicheln, bis die eltern aufstehen. imho das entspannteste. lieber aber campingplätze auf denen es kein „deutsches ordnungssystem“ gibt, sondern kleinere, günstigere plätze im mittelmeerraum.
    im urlaub dürfen auch die kinder abwaschen. immer abwechselnd. oder einkaufen gehen, wenn sie möchten. kochen find ich im urlaub überbewertet. morgens frühstück, mittags obst/joghurt/ne kleinigkeit am strand, zwischendurch eis etc. und abends wird der grill angeworfen oder man geht essen…
    ich schleppe auch nicht so viel mit.
    hotelurlaube sind mir persönlich zu stressig (vor allen dingen mag ich einfach nicht am buffet anstehen oder die liegen mit dem handtuch reservieren oder zu bestimmten zeit essen, was vorbestimmt wird und auf dem zimmer keine möglichkeit haben lebensmittel zu kühlen/zuzubereiten etc.)
    appartments finde ich auch ganz nett. es wird sauber gemacht, aber man hat etwas mehr platz und ne küchenzeile.

  44. Ich weiß gar nicht, was die Leute immer gegen Pauschalreisen haben. Finde ich prima. Man macht sich, weil’s so normal ist, kaum eine Vorstellung davon, wie viel Zeit eigentlich für die elende Essenzubereiten, das Abspülen und sonstige Arbeiten angeht, die man sich auf Pauschalreisen mit Vollversorgung sparen kann. Also wenn ich mal eine Woche lang fremdes Essen von fremden Tellern futtern darf, entspannt mich das wie Hölle. Und das mein ich, äh, sehr positiv.

    So, und jetzt die Bittstellerei. Ich hätte, sollte ich gewinnen, gern „Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone“. (Wenn das weg ist, nehm ich „egal“.) Mein derzeitiger/s Urlaubslevel, sofern das nicht aus meinen Ausführungen hervorgeht, geht in Richtung „Aber bitte nichts unter vier Sterne buchen!“

  45. Ich habe bis zum Ende meines Studiums gar keinen Urlaub gemacht, wozu auch?

    Seitdem gehen wir segeln auf der Ostsee, auf gecharterten Yachten, größtenteils in Dänemark. Ich segele seit Teenagerzeiten und habe das Glück dass meine Frau und meine Tochter die Liebe zum Segeln ohne Einschränkung teilen.
    Es gab ein tolles (ebenfalls dänisches) Ferienhaus-Intermezzo, aber es besteht Einigkeit darüber dass Segeln das Größte ist. Man ist auch mitten im wassertouristisch gut erschlossenen dänischen Inselmeer abgekoppelt vom sonstigen Leben und eine Woche kommt einem ewig lang vor.

    Hotel würde meine Teenie-Tochter sicher cool finden, mein Bankkonto findet es aber zu teuer. Das selbe gilt für Wohnmobile und Flugreisen in den Süden.

    Die Bücher kenne ich alle nicht, schau‘ mer mal.

  46. Wir sind gerade im Stadium „Urlaub bei den (Schwieger-)Eltern“, erst seine, dann meine. Erst das südliche Meer, dann das nördliche Meer. Und das Kind ist glücklich – Wasser, Sand und dann noch Nonna und Nonno! Wasser macht mich auch glücklich, ausuferndes Gepäck weniger. Aber bei Nonna kann man ja auch waschen – bzw. lassen, denn natürlich darf man da nicht helfen.

    Aber beim täglichen Einräumen der heimischen Waschmaschine fiel mir auf: Eigentlich ist doch das Leben mit kleinen Kindern ein einziger, langer Urlaub – überall ist Sand! Ok, ansonsten hinkt der Vergleich leider.

    Außer Wasser machen mich auch Bücher glücklich. Middlesex und Was ich liebte habe ich allerdings schon und würde mich darum NOCH mehr über einen der anderen Titel freuen.

  47. Wir sind auf dem Level „Kinderhotel“. All inklusive, Kind zeitweise in der Bespaßung abgeben und auf dem Sofa/Liegestuhl rumfläzen oder Ausflüge in die Umgebung unternehmen. Urlaub war noch nie so entspannend.
    (Buch: außer Konkurrenz)

  48. Gar nicht urlaubsreif, aber immer in Leselaune und deshalb wäre „Middlesex“ oder „Was ich liebte“ genau das richtige für entspannte Leseabende auf dem Balkon

  49. Meine Entwicklung ist umgekehrt proportional zu Deiner. Vielleicht auch sinuskurvenförmig. Nur das 7 Sterne – Hotel bleibt außen vor.

    Früher fand ich Isomatten scheisse und wollte nie wieder zelten. Urlaub mach ich gerne in jeder Form. Jetzt mit fast 40 der erste Zelturlaub mit Kindern (einem angenehmen Campingstuhl und Luftmatratzen auf denen man vernünftig schläft). Ich fands geil. Kinder und Mann auch.

    Mach ich bestimmt wieder.

    David Foster Wallace kenn ich nicht. Kauf ich mir dann mal. Die anderen: Top-Bücher. ;-) (wobei ich das andere von Foer besser finde.). Brauche also keine Verlosung!

  50. Camping konnte ich noch nie was abgewinnen. Und überhaupt bin ich, was Unterkünfte im Urlaub angeht, mehr als zickig. Große Hotels bedeutet Menschenmassen – geht also gar nicht. Eigentlich wäre ich der Typ Cottage im Nirgendwo, dagegen spricht dann nur, dass ich eigentlich doch ganz gern verpflegt werde. Also kleine und kleinste Hotels oder Pensionen. Und ich mache das Urlaubsziel auch schon mal von der Unterkunft abhängig….

    Von den fünf Büchern kenne ich übrigens nur eines nicht: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich von David Foster Wallace

  51. Tja, früher haben wir ja noch gerne intellektuelle Städtereisen ins europäische Ausland unternommen. Mit günstiger Herberge und Museen.
    Inzwischen machen wir nur noch Urlaub wie zu Hause. Also an die Ostsee in eine Ferienwohnung. Die dann bitte ausgestattet mit extra Kinderzimmer, Bettwäsche, Handtüchern, Küche (gerne auch mit Backofen und _scharfen_ Messern), gerne ohne Fernseher, ist aber immer nutzloserweise dabei, und nächstes Mal unbedingt MIT INTERNET! (Und wir haben Gepäck und Insassen: Kind,Säugling,2xElter im Ford Fiesta untergebracht).
    Und dann gibt es neben den großen Ferien noch die kleinen aber feinen Familienurlaube, teils mit Vollzeitkinderbetreuung und Bekochen lassen, teils mit Ferien auf dem Bauernhof Flair.
    Und wenn sich das jetzt fürchterlich spießig anhört… ach verdammt, erwischt!

    Ich lasse mich beim Buch gerne überraschen.

  52. Wir haben das (Un-)Glück, dass die Eltern des monsieurs in einer sehr schönen Gegend Frankreichs wohnen. Und wenn wir bei den Eltern „Urlaub“ machen, hat das schon viel von Pauschalurlaub. ABER der Familienanschluss geht gar nicht.
    Campen ist nicht meins – also zumindest im Zelt. Ich brauche ein festes Dach und einen Nassbreich, den ich mir nicht mit 1000000 anderen teile. Und ein Wohnmobil haben wir nicht.
    Aber einen wunderschönen Urlaub hatten wir mal in einem mobile-home in Frankreich – fern ab der Familie. Camping mit festem Dach, eigener Dusche und Küche. Das könnte ich mir noch mal vorstellen. Allein schon fürs Kind toll: Viele andere Kinder, abgeschlossenes Terrain…
    Aktuelle Idee: Radtour durch Irland von B’n’B zu B’n’B.
    Ansonsten würde mich Hotel-Urlaub mit Rundum-Versorgung durchaus auch mal reizen.
    (Bücher: alle außer Middlesex)

  53. Noch 8 Tage bis zum Urlaub. Drei Wochen Frankreich, drei Wochen Bretagne, drei Wochen lesen, lesen, lesen.
    Ich habe schon fast alles an Urlauben gemacht. Fünf Sterne Hotel auf den Malediven, Ferienhaus in Dänemark, Auto+Zelt in Tschechien, aber am allerallerbesten verreise ich mit unserem VW Bus. Drei Wochen Zweisamkeit und Unabhängigkeit. Stehenbleiben wo es schön ist, weiterfahren wenn es doof ist, an verregneten Tagen im Busbett lesen, jeden Tag nudeln mit Pesto essen…
    Schöner geht es für mich nicht und ich freu mich wie Bolle auf die drei Wochen!
    (Am meisten freuen würde ich mich über „Supergute Tage“ oder den Wallace. Den Rest kenne ich nämlich.)

  54. Ganz offenbar komplett intuitiv haben wir in den Urlauben etwas unternommen, was Kind 1 und 2 dazu bewegte, recht früh nicht mehr mit uns gemeinsam den Urlaub zu verbringen sondern lieber in Kinder- bzw. Jufendferienlager zu fahren oder Ferienjobs anzunehmen.

    Man – und ich tu das mit Kopfschütteln und Befremden, ja mit unverholener Verachtung – sieht ja wieder sehr oft Jungerwachsene gemeinsam mit den Eltern den Urlaub verbringen. Sogar junge Paare sieht man mit den Eltern gemeinsam in den Frühstücksräumen der Hotels. Wie kann man aus finanziellen – aus welchen denn sonst? – Gründen nur dermaßen tief sinken?

    Allerdings hob ich kürzlich die Braue, als Kind 2 in die Debatte warf, man könne doch mal einen gemiensamen Urlaub der Art Stadtbesichtigung, wie wir ihn gern verbringen, unternehmen. Ein überdeutlicher Hinweis darauf, dass pure Intuition wohl doch nicht nachhaltig genug ist.

    (Buch: „Alles ist erleutet“)

  55. Ich bin jetzt 32 und will schon seit einigen Jahren nur noch Ruhe.
    Und möglichst wenig Menschen.
    Das ließe sich mit einer einsamen Hütte tief im Wald oder am Polarkreis realisieren. Wenn…ja, wenn nicht noch hohe Ansprüche an Verpflegung und Komfort bestünden.
    Ergebnis: Kleine Hotels/Ressorts/wasauchimmer (bei 100 Zimmern/Wohneinheiten graust es mich schon) mit vielen Sternen.
    Ergebnis des Ergebnisses: Entstehende Kosten in unschönen Dimensionen.
    Ergebnis des Ergebnisses des Ergebnisses: Weniger (Auswärts-)Urlaub, aber wenn, dann richtig.

    PS.
    Die Bücher überlasse ich mal Menschen, die damit mehr anfangen können als ich – ich bin volle Kanne auf den eBook-Trend aufgesprungen und konsumiere nur noch elektronisch.

  56. Irgendwie klingen Kinder nach dem Eintrag nicht wirklich verlockend.
    „Die Kinder mit dem Sonnenlicht wach – also täglich von 5 bis 22.30 Uhr.“ Dann fahrt am besten niemals nach Schweden, da scheint die Sonne im Sommer teilweise bis ein Uhr morgens. Apropos Schweden – ich war dort acht Mal. Erst Urlaub mit meinen Eltern, später hab ich sie dort besucht. Seit 2010 zählt das dann auch als mein Urlaub. Mehr kann ich mir nämlich nicht leisten. Urlaub im eigentlichen Sinne hab ich das letzte Mal 2009 gemacht. Fünf Tage Paris mit meinem Freund, Geschenk von meinen Eltern zum 18. Geburtstag bzw. Abi, war ganz cool. Letztes Jahr hab ich zwei Wochen im Baskenland gearbeitet und die Zeit genutzt, um mir die Gegend anzusehen. Arbeit knüppelhart, Rest der Zeit schön.
    (Sollte ich ausgelost werden, hätte ich gern das Buch von Mark Haddon.)

  57. Ja, ein gewisser Komfort im Urlaub mit Kindern muss schon sein! Wir fühlen uns in letzter Zeit im Urlaub am besten, wenn wir ein eigenes Ferienhäuschen (Cottage, Gîte) mit Garten bewohnen dürfen, dass mindestens Waschmaschine, Trockner, Herd, Kühlschrank, Geschirrspüler, Mikrowelle, Wohnzimmer mit zwei Sofas und mindestens zwei Schlafzimmer zu bieten hat. Eine Pauschalreise mit All-Inklusive und Kinderbetreuung hatten wir auch mal ausprobiert, aber uns war es echt zu langweilig (und außerdem wollte unser Kind 1.0 leider nicht ohne Elternbegleitung in die Kinderbetreuung gehen).

    (Buch: egal)

  58. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

    Wir sind auf dem Level Ferienwohnung. Allerdings dieses Jahr an einem See in Polen, wo wir schon mal waren. Mussten wir also nicht so viel machen, außer Badestrand und Grillen. Dadurch alles sehr tiefenentspannt. Hab sogar ein Buch gelesen. Aber der Wunsch, an den selben Ort zu fahren, ist ja leider auch schon wieder eine Alterserscheinung.

    „Middlesex“ und „Schrecklich amüsant…“ kenne ich schon.

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