Heute Nacht hatte ich einen schlimmen Traum:
Der fast acht Meter hohe und 17,5 Tonnen schwere Block aus Erdbeer-Kiwi-Saft schmolz schneller als erwartet und trieb erschreckte Passanten vor sich her. Allen voran, ich erst kreischend, dann immerzu „Nein, nein, bitte kein Erdbeersaft“ flehend. Die Erdbeer-Kiwi-Welle kam mir unaufhaltsam näher, bis sie mich schließlich erreichte und umspülte. Ich rutschte auf den kleinen Erdbeer- und Kiwinüsschen aus und glitt in die klebrige Flüssigkeit. Ich versuchte meine Panik zu unterdrücken und hielt mir den Mund zu, damit kein Saft hinein laufen konnte. Doch vergeblich. Durch meine fest zusammen gepressten Finger und Lippen rann der Saft in das Innere meines Mundes.
Schweißgebadet wachte ich aus dem Albtraum auf und hörte mich rufen: „Der Mund ist das Tor zum Körper. Halte ihn rein!“
Autor: dienuf
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Herr S., seines Zeichens Immobilienmakler macht uns von innen die Tür auf. Ein echtes Schnäppchen wird er uns zeigen. Herr S. riecht sehr penetrant nach einem billigen Aftershave. Er trägt weiße, nach oben gebogene Lederschuhe, eine wallende silberglänzende Bundfaltenhose und ein hellblaues Leinenhemd, das er leicht neurotisch bis oben zugeknöpft hat. Seine Pupillen sind stecknadelkopfgroß und seine verwässerte Iris, lässt mich darauf schließen, dass Herr S. von chemischen Drogen nicht unbedingt abgeneigt ist.
Die Tür in die Luxuswohnung öffnet sich und innerhalb der ersten Sekunde wird mir klar, dass ich ab jetzt nur noch höflicherweise weiter gehe. Die Wände sind aus Styropor. Ich stelle mir vor, wie ich, während ich in der Badewanne bin, meinen Kopf durch die Wand schlage und meinen Freund in der Küche frage, ob er mir etwas zu trinken rüber reichen kann. An keiner Stelle sind Schränke angehangen. Das geht nicht, sagt der Vormieter. Geht ganz hervorragend, mit diesen Schnippelschnappdingsdübeln, sagt der Makler. Um den Balkon zu bestaunen, muss ich den Bauch einziehen. Einen Stuhl kann man nicht auf ihm abstellen. Ich stecke höflich meinen Kopf in jedes Zimmer, als mich der Makler von hinten schubst und sagt: Gehen sie rein, sie können doch nichts sehen!
Eine super Aussicht habe man hier! Haben wir schon gesehen, lächeln wir aufgesetzt im Kanon.
– HABEN SIE GAR NICHT! Gehen sie an das Fenster.
– Ja, ja, ganz bezaubernd!
– GEHEN SIE JETZT AN DAS FENSTER!!!
Herr S. ist sehr erbost. Wir gehen ans Fenster, zählen brav bis zwanzig und ziehen dann weiter durch den Ort des Grauens.
Als wir unten sind, zeigt er uns den wunderschönen Innenhof mit den Mülltonnen.
Warum hier keiner sitzt, ist ihm ein Rätsel. Dabei ist es doch so erfrischend hier. Mit viel Überredungskunst können wir ihn davon abhalten, uns Keller, Fahrradraum und nähere Umgebung zu zeigen.
– Frau Nuf, warum lachen sie so? Sie lachen immer so!
– Ich? Nein, ich lache nicht, ich schaue freundlich. Ganz, ganz ehrlich. (Ich überkreuze hinter meinem Rücken die Finger)
Im Treppenhaus führt er dann ein Verkaufsgespräch mit uns.
– Sie müssen sich schnell entscheiden. Ich habe schon sehr viele Interessenten. Sehr viele, sie wissen ja wie das ist. Der Preis (800 €) ist für diese Wohnung unübertroffen. Unübertroffen, sie wissen schon was ich meine. Das ist bei der wirtschaftlichen Lage auch nötig, das muss ich ihnen ja nicht sagen. Sie wissen ja auch, wie es um die Wirtschaft steht. [… Monolog dauert 20 Minuten an …]
– Also. Vielen Dank Herr S. Wir ähm müssen ähhh das besprechen.
– Eine abschließende Frage hätte ich noch.
– Ja, bitte?
– Warum möchten sie zu zweit …
– zu dritt
– … zu dritt eine so große Wohnung. Ist das … ist .. das der pure Luxus?
Ich denke an den PVC-Boden, die Baumarktbilligtüren, die Styroporwände und das 50er Jahre Bad.
– Ähhm, ja, aus purem Luxus. Wissen sie, wir ziehen da gemeinsam ein und ähm, ja also mein Freund, der hat öfter noch ein Paar andere Damen zu Besuch, die wiederum gelegentlich Herren mitbringen …
– ?
– Sie haben doch nicht dagegen, oder? Ich meine, Schatz, wo können wir denn den roten Leuchtpenis anbringen?
– Ich würde sagen, am Fenster zur Straße, oder?
Zu unserem Erstaunen, wollte er dann doch lieber die Studenten-WG. Schade irgendwie. Ich wollte endlich mal spüren, was Luxus ist.
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ISCHWILLJETZTVERDAMMTNOCHMAENDLICHEINEWOHNUNG finden. Is das denn so schwer? Ich will doch nur 4 helle Zimmer, Holzboden und einen ruhigen Balkon.
– Hallo, ich interessiere mich für die vier Zimmerwohnung in der XY Straße. Was hat die denn für einen Boden?
– Linolium, wa.
– Hmpf.
– Wat denn, ditte is supa pflegeleischt, wa.
– Katzenstreu auch.
>> klick
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»Schreib an Chiffre 666NUFWEISBESCHEIT un der Glük komt zu Dier!«
Text by Herr lik™
Gefunden bei Herrn ix.
Selber schicke Foto machen.
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In den Kommentaren kam mir das gebeugte Wort „ich stagedive“ unter. Sehr, sehr lange habe ich darüber nachgedacht, was es sein könnte.
Ich stagedive … ? Ik ben en stekelvarken? Nur kleiner?
ich stagedive
du stagedivest
sie/er/es stagedivet
…
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Sensationell!!!. Ich habe bei einem Preisausschreiben mitgemacht und gewonnen. Noch nie habe ich in meinem Leben irgendwas gewonnen. Ich bin sehr, sehr aufgeregt.
Was ich gewonnen habe?
Eine Familienreise nach Legoland in Dänemark.
Die Veranstalter haben sich da was Feines einfallen lassen. Man fährt Freitag Nacht um 23.30 Uhr gemeinsam mit seinem Kleinkind mit dem Bus nach Dänemark. Das dauert zehn Stunden. Um 8.30 Uhr wird man vor den Toren Legolands ausgesetzt. Dann hat man 8 Stunden, sich die Attraktionen anzusehen. Abends fährt man dann mit dem Bus wieder zurück. Ankunft 1.30 Uhr.
Ich denke, das macht ganz dolle Spaß. Man muss das nur gut planen. Die erste Herausforderung ist, das Kind am Freitag bis 23.30 Uhr wach zu halten. Wenn das gute Zureden nicht mehr ausreicht, helfen vielleicht kleine Elektroschocks?
– Neeeein, nein, ich bin müüüdäääähhhh!
– DU BLEIBST JETZT WACH VERDAMMT BZZZZ BZZZZ!
– Ahhhh, ahhhh!
Im Bus wird das auch ne riesen Funaktion.
– Schlaf jetzt!
(Dicker Mann fällt schnarchend auf Kind.)
– Ahhhh! Räbääähhhhh!
– Ruhe dahinten!
Nach zehn Stunden ohne Pullerpause kommen wir in Legoland an. Das Kind weint. Mein Freund hat blutunterlaufene Augen. Ich knirsche mit den Zähnen.
Ich: Was wollen wir uns denn zuerst anschauen?
Freund: Paris!
Kind: Ich muss pullern!
Freund: Nix da, erst schauen wir uns Paris an!
Ich: Verdammt, ich will aber London zuerst anschauen!
Freund: Immer willst Du London anschauen
Kind: Ich muss …
Ich: HÖRMA! ICH REDE JETZT JA?
Kind: Ich hab mich eingepullert…
Freund: Aaaahhhhrgh!
Ich: AAAHHHHHHH!
Ich: Hast Du was zum Wechseln dabei?
Freund: Ich dachte, Du hast was eingesteckt?
Ich: ICH? WIESO DENN ICH?
(Streit entbrennt)
Mein Freund reißt die Spitze des Eifeltums ab und wirft sie auf mich. Spitze des Eifelturms bleibt in meiner Schulter stecken.
Ich: Verdammt! Das zahle ich Dir heim!
(Ich schubse meinen Freund in Tatsch Mahal, Streit geht 8 Stunden weiter, alle Attraktionen sind zerstört, der Bus fährt vor, der Streit geht im Bus weiter)
Ca. 28 Stunden nach der Abfahrt bin ich wieder Single oder tot, weil einer der Mitreisenden mich umgebracht hat – naja oder Mörder, weil ich eine/n der Reisenden umbringen musste – schließlich haben die auch Kinder dabei.
Wir wünschen Ihnen interessante Stunden und weiterhin viel Freude mit Ihrem FamilienPass.
Warum klingt das plötzlich so ironisch?
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> Ich hasse Ceranfelder!!!
> Ich will Gas.
> Hast du Dir schon mal die Küchen der großen Köche angeschaut???
Falls du mal wieder was brauchst, was die Leute spontan zum Lachen bringt,
poste diese Email.
Und? Musste jemand lachen?
