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Die Statistik zeigt, dass 126 Mal nach „nuf“, 56 Mal nach „dienuf“ und 45 Mal nach „dasnuf“ gegoogelt wurde. Besonders verwunderlich finde ich den Hit 13 mal www.dasnuf.blogspot.com. Wer googelt denn nach URLs und warum?

Wenn ich ein FAQ machte, welche Fragen müsste es beantworten?

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Irgendwo las ich von Telefonsexhotlines und erinnerte mich an meine Zeit als Weckdienstcallagent. Meine Schicht begann um 22 Uhr. Tagsüber waren in dem Großraumbüro mehrere Duzend Mitarbeiter. Abends waren da nur der Architekt, der nie sprach, Orang-Utan Klaus, Sven, der 18jährige Immobilienfachwirt, der nach Höherem strebte, Tina, die Schwedischstudentin und ich.
Wir saßen in dem gut 200 Quadratmeter großen Raum eng aneinander platziert und telefonierten die ganze Nacht. Manchmal gab es lange Pausen und keines der Telefone klingelte. Die Frauentoiletten befanden sich am anderen Ende des Gebäudes. Mir gelang es nie, die richtigen Lichtschalter auf dem Weg durch das Haus zu finden. Einmal begegnete mir im Dunkeln der Pförtner. Er saß still auf einem Treppenabsatz und machte seltsame Geräusche. Als ich an ihm vorbei lief, sprang er auf und schimpfte auf mich ein. Im Mondlicht leuchteten seine Zähne khakifarben. Seit diesem Vorfall benutzte ich nur noch das Männerklo, welches sich gleich an unserem Großraumbüro befand.
Jeden Abend um punkt 24 Uhr rief Daniel an. Wir fanden nie raus, ob Daniel ein Mann, eine Frau oder ein Kind war. Daniel fragte als aller erstes immer: Hast Du ein T-Shirt oder eine Bluse an?
Wenn man antwortete man habe ein T-Shirt an, legte er auf. War dem nicht so, konnte man mit ihm stundenlang telefonieren. Jürgen hatte eine seltsam verstellte, quäkende Stimme und stellte gerne Fragen:
Er wollte wissen, ob man sich nachts vor Vampiren fürchtete oder ob man Angst vor Kaninchen hätte.
Daniel sagte, er sei 19. Seine Mutter lebte in Cottbus und er in Stuttgart. Am Wochenende führe er mit seinem Mofa seine Mutter besuchen. Eines Tages sei seine Mutter nicht mehr da gewesen. Er vermute, sie sei nun in Amerika.
Eines Abends hatte ich eine Bluse an, aber keine Lust mit Daniel zu telefonieren. Ich sagte ihm, ich trüge ein T-Shirt. Er lachte heiser und sagte, das stimme doch gar nicht, ich solle nicht lügen, er habe gesehen, dass ich eine Bluse trage.
Ich glaube, das war der Tag an dem ich paranoid wurde.

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Seit ich in Berlin wohne, wünsche ich mir einen Balkon. Ich wünsche ihn mir so sehr, dass ich bereit wäre, mein Lieblingsschuhpaar zu verschenken, wenn ich dafür nur endlich einen Balkon haben könnte. Ein Balkon ist in der Stadt und nach Eintritt in das Arbeiterleben ein wesentliches Element der Mentalhygiene. Ich könnte Basilikumstauden und Zitronenbäume darauf züchten. Ich hätte eine sonnengelb-weiß gestreifte Markise und endlich ENDLICH gäbe es für die anderen Menschen keinen Grund mehr, mich aus meiner Wohnung zu locken. Sie tun dies oft mit den Worten: Du musst doch mal raus kommen.
Ich säße auf meinem Balkon und müßte nie mehr in diese böse, unberechenbare Welt da draußen.
Mit etwas Glück wird das jetzt bald endlich Wirklichkeit.

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An sich bin ich recht hypothesengenerierungsfreudig. Zu einer Beobachtung des Alltags habe ich jedoch noch keine Erklärung. Warum sind alle BHs bei H&M gepolstert? Wer, ab Größe C braucht das – geschweige denn die Damen mit Doppel-D?!

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Hier meine Antwort:
Ich erinnere mich an meine Jugend, in der ich regelmäßige MAD-Leserin war. Die MAD hat mir viele Tipps für mein nun erfülltes Leben gegeben. Eine Reihe von Ratschlägen beschäftigte sich mit dem beliebten Thema Hilfe, ich bin zu fett.
Ich gebe gerne die Tipps weiter, an die ich mich erinnern kann.
1. Kaufe Dir alle Klamotten (auch die Jeans) mindestens zwei Konfektionsgrößen zu groß. Sie werden an Deinem Leib schlackern und man wird Dich sogar fragen, ob Du abgenommen hast.
2. Fettsein ist eine Frage der Relation. Halte Dich nur in Umgebungen auf, in denen alle anderen mindestens zehn Kilo schwerer als Du sind.
3. Quetsch Dich einfach trotzdem in die Jeans. Selbst wenn oben der Hüftspeck rausquillt und die Wachstumsstreifen blau anlaufen: Männer schauen gar nicht auf den Körper. Sie interessieren sich nur für Deinen Charakter und bestenfalls für Oberflächlichkeiten wie Dein Gesicht.
Ganz ehrlich! Versprochen!

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Es gibt bereits einen herausragenden Blog mit Filmkritiken. In der Regel wäre ich viel zu faul zu jedem Film, den ich gesehen habe, etwas zu schreiben. Nur habe ich just gestern einen Film gesehen, der unbedingt festgehalten werden muss. Der Titel des Films lautet „Birth“. Bei Birth handelt es sich um den handlungsärmsten Film dieses Jahrzehnts – wenn nicht sogar des noch so jungen Jahrhunderts.
Ein Jogger stirbt und hinterlässt eine junge Frau. Zehn Jahre später taucht ein zehn jähriger Junge bei der Witwe auf und behauptet ihr verstorbener Mann zu sein. Der Junge kennt alle möglichen Details aus dem Lebensumfeld der Frau, kann gemeinsame Bekannte und Verwandte beim Namen nennen und kennt Orte, an denen er noch nie war. Die Frau ist verstört, geht zu einem ehemals befreundeten Ehepaar und erzählt, dass ein zehn jähriger Junge aufgetaucht ist, der behauptet ihr verstorbener Ehemann zu sein und berichtet, dass er alle möglichen Details aus dem Lebensumfeld der Frau kennt, gemeinsame Bekannte und Verwandte beim Namen nennen kann und Orte kennt, an denen er noch nie war, was sie alles sehr verstört.
In der Zwischenzeit sieht man von verschiedenen Schauspielern ein Close-up des Gesichts und kann sie minutenlang bei klassischer Musik dabei beobachten, wie beispielsweise die Unterlippe bebt oder Tränen in den Tränenkanal schießen.
Vom Unterhaltungswert kann man sich den Film als Kondensat der langweiligsten Längen von Aviator in Kombination mit einem Nachtprogramm der öffentlich rechtlichen Dritten Programme vorstellen.
Statt „langweilig“ werde ich in Zukunft das Wort „Birth“ verwenden.

Der Vollständigkeit halber: Sensiblere Menschen als ich, haben eine etwas andere Sicht zu dem Film .

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Sehr schätze ich es, wenn sich Menschen von Nachbartischen in meine privaten Gespräche einmischen und mir gute Tipps für mein Leben geben. V.a. wenn sich die Situation wie folgt darstellt. Ich sitze, nachdem wir uns eine sehr schöne Wohnung angesehen haben, glücklich kaffeeschlürfend in der Karl-Marx-Allee und unterhalte mich mit meinem Freund. Neben mir sitzt eine leicht angedörrte Dame in Leinen und Strick und qualmt mich zu. Als sie hört wie ich zu meinem Freund sage: „Ich liebe diese Straße. Wenn wir mal ein Baby haben, können wir hier mit dem Wagen zwischen den Bäumen Spaziergänge machen.“, dreht sie sich um und sagt: „Entschuldigen sie, wenn ich mich einmische. Sie finden hier die höchste Feinstaubkonzentration in Berlin! Kindern kann man nun wirklich was besseres bieten!“
„Meinen sie beispielsweise rauchfreie Umgebung und hundescheißefreie Gehwege und Spielwiesen?“, frage ich sie freundlich mit Blick auf ihren ponygroßen Hund.
Pikiert brummelt sie weiter etwas über Feinstaub.
„Wissen sie, in Norwegen soll die Feinstaubbelastung auch viel geringer sein…“
Seltsam dass sie dann gar nicht weiter mit mir sprechen wollte.