Mein Kollege schlug vor, dass wir Mittags jetzt immer spazieren gehen, da er gelesen habe, dass eine tägliche Ration von 20 Minuten Sonnenlicht die Winterdepressionen abhielte. Als großer Freund von Effizient sehe ich das als Zeitverschwendung an. Ein wöchentlicher Gang in den Assitoaster könnte dies beispielsweise kompensieren. Das teilte ich ihm mit. Nach kurzem Überlegen entschied er Sonntags nicht 140 Minuten ins Solarium zu gehen.
Kategorie: Ex-nuf
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Großartiger Flyer des Kiezpizzabäckers . Zitat aus der Broschüre: Pizza King liefert in Prenzlauer Berg und Mitte. Uns gibt es nur einmal in Berlin, weil es uns nur einmal in Berlin gibt.

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Döner-Penner Teil 2: Mein Mitbewohner kauft auf dem Heimweg ein Brot. Angekommen am Ziel-U-Bahnhof stehen wir ein Plakat betrachtend auf dem Gleis, als ich den Döner-Penner (Eintrag vom 04.09.04) auf uns zusteuern sehe. „Hallo, könnt ihr mir helfen, ich hab Hunger.“ Mein Mitbewohner schaut den Bettler an, schaut das Brot an und sagt: „Du kannst mein Brot haben, wenn du magst“ Der Clochard echauffiert: „Ich kann trocken Brot nich leiden, ich will drei Euro für nen Döner!“ Mitbewohnwe schaut verwundert wie ein Schaf und hinter uns lacht es schallend. Wladimir Kaminer steht rauchend (is doch total verboten!) da und hat die Szene beobachtet. Wehe, der klaut mir meine Döner-Penner-Geschichten!
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Schön, jetzt kenne ich den Unterschied zwischen „das ist mir unangenehm“ und „ich hab Angst“. Als wir gestern am Zoo die Treppen zur S-Bahn hochlaufen, sehe ich einen der jugendlichen Drogenabhängigen, die man so von Betteln kennt, wie er mit irgendeiner Waffe rumhantiert, sie läd und grinsend mit den Worten „na mal sehen, was sie jetzt sagen“ weg geht. Ich hab den Typen schon ein Paar mal am Winterfeldplatz gesehen und die Art wie er Leute anschnort, fand ich schon leicht pathologisch, aber jetzt möchte ich dem nie mehr begegnen. Ich hab mich gefragt, was das für ein Ding war. Eine Schreckschußpistole sieht ja eher aus wie ein Revolver, das Ding sah wie etwas Halbautomatisches aus.
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Das finde ich ja mal amüsant. Zum wöchentlichen Fernsehrepertoire gehörte neben „Wetten daß?“ in Teenagerzeiten natürlich auch „Herzblatt“. Ca. 10 Jahre später zappe ich am fremden Fernseher zufällig in letztgenannte Show und wundere mich über die drei Kandidaten am einen Ende der Wand. Sahen doch alle drei irgendwie leicht schwul aus. Ich warte also gespannt auf die Dame am anderen Ende der Wand. Der Moderator blubbert unwitziges Zeug und holt „Herbert“ auf die Bühne. Da hab ich vielleicht blöd geschaut. Sollte es doch Veränderungen in der Gesellschaft geben? Immerhin war Herzblatt, produziert vom bayerischen Rundfunk, stets die konservativste Deppensendung am Freitag Vorabend. Ne, ne, ne, ich werde echt richtig alt. Das hat es früher nich gegeben sowas.
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Erst finden sie Milchzucker in der Milchstraße und dann auch noch Galaxiezusammenstoß nahe der Erde. Und ich wundere mich, warum ich nicht schlafen kann …
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Und da ich mich sowieso schon als ausreichend wahnsinnig dargestellt habe, hier der Aufruf meinen Traum zu deuten:
Ich befinde mich im Erdgeschoß einer Wohnung mit einer Glasfront zum Garten. Meine eigentlich geschiedenen Eltern waren da und wir sehen Außerirdische in unsere Wohnung kommen. Mein Vater verschwindet und meine Mutter und ich ergeben uns widerstandslos. Die Aliens sind zwei kleine Frauen mir großen Augen, die uns loben, dass wir so vernünftig waren. Die eine der beiden Alien-Frauen sagt, ich könne ihr meine Brille geben, da ich nun Augen bekomme. Sie reicht mir ein Paar Augäpfel und ich drücke sie mir in die Augenhöhlen, würge und spucke meine eigenen in die Spüle. Als ich um mich blicke, merke ich, dass ich scharf sehen kann, jedoch Dinge, die weiss sind, unsichtbar werden. Auf dem Weg zur Menschensammelstelle entkomme ich und steige zu einem Freund ins Auto. Er sagt: Wir fahren jetzt nach Ostdeutschland. Ostdeutschland stellt sich als runtergekommene Industrielandschaft dar. Wir halten an einem Haus mit einem großen Schlot und gehen durch mehrere Keller in ein Restaurant, wo es nur Blutwurst und ein Gericht mit abgeschnittenen Bratwurstenden gibt. Als ich rauchen will, stelle ich fest, dass ich keine Zigaretten habe. Der Kellner bringt mir eine selbstgedrehte, die umgehend in Flammen aufgeht. Ich lasse sie zu Boden fallen, sie rollt sich aus und innen befindet sich kein Tabak, sondern sechs langstielige rote Rosen.
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Auf vielfachen Wunsch: