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Neben Fernsehhighlights brachte das Wochenende auch das internationale Kinderfest. Hier können Kinder bei der Telekom mit Fahrrädern schreckenerregende Hindernisparcours abfahren oder abgeschoben werden, wenn sie es selbst noch nicht können. Die Reifeisenbank hat die zehn nervenstärksten Musiker der Nation gecastet, die 2 bis 5 Jährigen zeigen, wie man Töne mit Geigen und Posaunen macht und die Polizei zeigte, wie schön es klingen kann, wenn türkische Kinderlieder durch ein Megaphon gebläkt werden.
Neben jenen, die verstanden haben, dass Kinder andere Bedürfnisse als Erwachsene haben, gab es die üblichen Schaubudenbesitzer, die rauchend kleine Herden von Minderjährigen durch Hüpfburgen trieben, deren Designer im Leben noch nie Kontakt zu Kindern hatten. Da kommt es schon mal vor, dass ich ertaube weil französische Mütter aufgebracht auf Fingern in mein Ohr pfeifen, weil sie die vermeintlichen Aufpasser darauf aufmerksam machen wollten, dass ihre vierjährige Tochter gerade von einem zwei Meter hohen, aufgeblasenen Indianer erdrückt wird, weil auf der anderen Seite zwei Racker Kung-Fu-Kämpfe imitieren. Wer kleiner als einen Meter groß war, verschwand auch schon mal in eine der Luftmatrazenbodenritzen und kam erst vier Kinderrunden später verheult zum Vorschein.
Große Attraktionen waren darüber hinaus die gebisstragenden Stoffkrokodile mit denen man sich gemeinsam die Zähne putzen konnte und der für Kinder grauenerregende „Karies-Tunnel“ in dem man während sich die Kleinen angsterfüllt mit ihren kleinen Körpern an die Beine der Erwachsenen drückten, die schlimmsten Varianten der Werke von Zahnmännchen betrachten konnte.
Großen Respekt gebührt des weiteren dem beherzten Studenten, der als Qoo auf der Bühne tanzte und sich von fünfzig begeisterten Kindern streicheln lies. Die Proportionen des Qoo-Wesens machten ein schlichtes Wegrollen sehr wahrscheinlich. Todesmutig fand ich am Qoo-Männchen auch, dass es blind im Anzug tanzte und Treppen stieg. Das muss man sich so vorstellen: Man steckt bei 50 Grad in einer großen Kugel und kann nichts sehen. Die Beine sind nur 40 Zentimeter lang und man hat Schuhgröße 120. Durch den Wattekopf gibt ein Begleiter einem Anweisungen: Jaaaa, jetzt kommt noch eine Stufe, gaaanz vorsichtig Qoo und von allen Seiten stürmen begeisterte Kinder auf einen ein und versuchen einen durch Streicheln zum Kippen zu bekommen.

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er immer nur meckert soll auch mal loben.
Herr Kerkeling, das haben Sie sehr gut gemacht! Wenn ich einen Fernseher hätte, hätte Ihre neue Sendung „Hape trifft“ in mir einen treuen Gucker geerntet. Ich mag es, wenn öffentlich Seegurken gestreichelt werden oder sich Frau Catterfeld und Herrn Jauch voller Einsatzbereitschaft Power-Yoga-Übungen hingeben.
Herrn Jauch hätte ich so viel Klamauk gar nicht zugetraut. Am Ende habe ich sogar Gemeinsamkeiten entdeckt. Herr Jauch und ich spielen z.B. auf dem gleichen Niveau Blockflöte. Nahezu herzerweichend niedlich fand ich auch Frau Catterfeld, die sich beim gemeinsamen Wer wird Millionärspielen mit Sigi Schwäbli angsterfüllt auf den Schoß von Herrn Jauch flüchtete.
Herr Kerkeling, weiter so! Retten Sie das deutsche Fernsehen!

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** ACHTUNG ** ACHTUNG ** ACHTUNG **

Der Park Friedrichshain wurde in letzter Zeit vermehrt von Gruppen 3 bis 4 jähriger Rockerbanden heimgesucht. Zeugen berichten von Kleinkindern, die ohne Rücksicht auf Passanten stützradfrei die asphaltierten Straßen entlang rasen. Sie verzichten dabei auf den Gebrauch von Bremsen, ganz so als wüßten sie sie nicht zu gebrauchen. Es wurden ferner Fälle beobachtet bei denen 3jährige Rocker andere, unschuldige Kinder anpöbelten weil sie noch mit Stützrädern fahren oder sich zu langsam oder unsicher fortbewegen.
Wenn Sie einen Fahrradrocker sehen und von Bekannten über Fahrradrocker informiert werden, verlassen Sie bitte umgehend den Park, um schlimmere Zusammenstöße zu vermeiden.

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