Kleintierplage

Als wir Kind 2.0 vom Krankenhaus nach Hause trugen, fand ich mitten auf der Straße ein Tamagotchi. Wir entschieden uns, es mitzunehmen und es Kind 1.0 zu überreichen. Total pädagogisch sinnvoll. Da würde es bestimmt gleich viel besser verstehen, wieso dem neuen Geschwister so viel Aufmerksamkeit geschenkt werden müsste.
Hat super geklappt. Kind 1.0 kümmert sich rührend um sein kleines piepsendes Tamagotchi. Jedenfalls ungefähr 15 Minuten über den Tag verteilt. Zum Beispiel wenn es sich anziehen soll.
Kann nicht, muss mich um mein Tamagotchi kümmern!
Oder wenn es den Tisch decken soll.
Kann grad nicht, muss mich um mein Tamagotchi kümmern!
Oder wenn es mit der Zahnbürste die Badfließen reinigen soll.
Würde gerne, kann aber nicht … […]
Den Rest der Zeit trage ich die Verantwortung. D.h. wenn das Stiefkind bei seiner Mutter ist, wenn es zur Schule geht, wenn es spielt, wenn es sich mit anderen Kinder trifft, wenn es schläft, isst, badet, wasauchimmer.
Ich weiß nicht, was ich falsch mache, aber das Tamagotchi ist total verzogen. Es will andauernd Aufmerksamkeit und wenn ich nicht mit ihm spiele oder ihm Geschichten vorlese, dann kackt es das ganze Display voll und ich kann Ihnen sagen, es ist eine Heidenarbeit das alles wegzuputzen und das Tamagotchi wieder neu anzuziehen.
Jetzt wissen Sie auch den Grund, warum es mit dem Bloggen nicht immer so klappt.

Tamagotchikacke

7 Gedanken zu „Kleintierplage“

  1. Bei unserer Tamagotchi-Farm gibt es bei den aktuellen Modellen einen Pause-Modus.
    Also wenn hier Kind 1.0 in die Schule muss und so.

    Aber das Interesse an dem Teil lässt auch bald wieder nach.
    Hier liegt soviel Spielzeug rum, was auch noch gut bei Ebay wegginge, aber leider kann sich das Kind auch nicht von den Sachen trennen, mit denen es nicht mehr spielt.

    Das sind die Teile, die dann Kind 2.0 kaputtspielen darf…

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