Man solls eben richtig einteilen

Die Hebamme prophezeite, dass man im Schnitt nach der Geburt eine Konfektionsgröße mehr tragen würde. Im Geiste verabschiedete ich mich also von der 34. Und wirklich, am Ende hat sie Recht behalten, mir passt nur noch die 36.
Nun, werte Leserin, haben sie den Hass in sich aufkochen spüren? Ja? Dann wissen Sie, wie ich mich fühle, wenn ich solche postnatalen Gesprächen lauschen muss. Behaupten doch eine nicht unbeachtlich große Menge von Damen, ihnen würden die Kleidungsstücke aus dem kindlosen Leben gleich nach der Geburt wieder passen.
Im Wochenbett dachte ich noch, diese Frauen seien gemeine Lügnerinnen, doch im Rückbildungskurs wurde ich eines besseren belehrt.
Es gibt sie, diese Monster. Sie sind schmal wie grüner Spargel, haben keinen Bauch und selbst kurz nach dem Stillen stehen ihre Apfelbrüstchen keck nach oben.
Mit solchen Frauen einen Raum zu teilen, ist eine wahre Zumutung. Vor allem in so kinderreichen Gegenden wie dem Prenzlauer Berg muss das doch nicht sein. So wie in jedem vernünftigen Englischkurs, wo man die Teilnehmer in Anfänger, Fortgeschrittene und Profis aufteilt, könnte man Rückbildungskurse doch auch in Schwabbel, Ganz-Okene und Topmodels aufteilen.
Dann müsste ich sie nicht sehen, diese figürlichen Bohnenstangen.
Und was ich nicht sehe, gibt es nicht.

Hoffnungsspendender Nachtrag:
Genau 90 Tage nach der Geburt geschah, was ich für völlig unmöglich gehalten hatte. Ich passte trotz meiner enormen Kiste endlich wieder in meine allergrößten Hose. Das gibt überschwänglichen Optimismus für die Zukunft.

12 Gedanken zu „Man solls eben richtig einteilen“

  1. Meine vorschwangerschaftlichen Apfelbrüstchen stehen nicht keck nach oben. Vielmehr habe ich nun nachschwangerschaftliche, ausgenuckelte keck abstehende rosinen. eigentlich der einzige grund warum ich wieder schwanger bin :) da wächst was!

  2. Liebe Frau “möchtegern extra monster”

    wie sie der presse der letzten monate, auch zum jahreswechsel sicherlich entnehmen konnten ,wurden die konfektionsgrößen geändert. Da die menschen immer dicker werden.

    die ehemals 38/40 entspricht jetzt der 36/38.

    einzig die inchzahl der jeans die frau trug, die hilft.
    wenn früher 28 und jetzt 27, dann kann man davon ausgehen schlanker geworden zu sein.

    Gute Frau joggerin, sie schaden ihrem kind, wenn sie nicht ausreichend essen. fett enthält schadstoffe, damit füttern sie ihr kind. sie könnten auch viel essen und rauchen, hat fast den gleichen effekt.

    und liebste hasenpfote, alles wird gut :-*

  3. …und wer ist Schuld an dem Driss? Wir Männer. Und wen interessiert am wenigsten, ob Ihr Größe 34 oder 36 tragt? Uns. Hey: wenn Ihr unseren Nachwuchs auf dem Arm haltet, könnt Ihr gar nicht sexyer aussehen… echt mal!

  4. Nicht wahr, ck. Es ist wirklich Streß.

    Also, liebes Nuf, die spargeligen Salatstrippen mit Kindern habens auch nicht so gut. Bei 1,80 Größe 34 tragen, paßt nämlich auch nicht unbedingt ins aktuelle Schönheitsschema.

  5. Ganz ohne Jogging und so nach 4 Wochen wieder in der 34. Dafür aber der Stress (!) ja genug zu essen, damit das Kind statt wird und die Pfunde nicht noch mehr purzeln. Gerne hätte ich meine volleren Wangen wieder, und es wäre auch toll, wenn die Armbanduhr nicht so ums Handgelenk schlackern würde…

  6. Die Frauen die nach der Geburt recht dick wurden, sind jetzt bestimmt am Boden zerstört und haben Hausarrest auferlegt bekommen, daher wohl nur dünne Spargel überall.

  7. Gibt es noch eine Steigerung zu Monster?
    Nachdem ich in der Schwangerschaft von meiner Gyn immerfort getrietzt wurde, ja nicht zu viel zu zu nehmen und jedes Mal schon Bammel vor dem Wiegen hatte, konnte ich auch mit meiner größten Hose aus dem Krankenhaus nach hause. Zu meiner allergrößten Freude trage ich jetzt statt Konfektionsgröße 38/40 eine stolze 36/38. Das zu halten fällt aber schwerer als es loszuwerden –> da war mein Anteil eher gering ;).
    Aber monströs fühle ich mich deswegen nicht wirklich, im Vorfeld glauben wollte ich solche Geschichten aber auch nicht.

  8. Ok, vielleicht hassen mich alle. Ich bin so eine. Größe 34 vor der Schwangerschaft, jetzt 36. Aber das war harte Arbeit, darüber redet vermutlich nur niemand:

    Joggen jeden zweiten Tag bis zum 6. Monat, danach Walking. Fast alle Schwangerschaftgelüste auf Fettiges und Süßes verkniffen.

    Acht Wochen nach der Geburt wieder joggen gegangen, und zwar jeden zweiten Tag. Sit-ups und Beckenbodentraining täglich. Wieder fast alles verkniffen, obwohl das Stillen sehr hungrig macht.

    Ist das jetzt wirklich ein Grund, neidisch zu sein, oder kommt es nicht einfach nur darauf an, was man will? Ich wollte schlank sein und habe mich dafür geschunden. Andere wollen lieber genießen. Ist doch beides ok.

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